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Dorfrundgänge in Bauen / Anfragen bei Gottlieb Aschwanden / 041 878 12 51
Die Geschichte des Dorfes Bauen am Urnersee Kurzfassung
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Bitte gewünschtes Kapitel anklicken:
| Geschichte des Dorfes mit vielen Bildern |
| Isleten, das Surferparadies |
| Brücke entschärft gefährliche Wegstelle auf dem historischen Landweg |
| Grenzwanderung um Bauen herum |
| Der Maler Erich Hermès (1881 - 1971) |
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Geschichte des Dorfes und Bilder
Das malerische Dorf lockt nicht nur zahlreiche Tagestouristen an, die auf dem Weg der Schweiz wandern und eine Mittagsrast einlegen. Hier wohnen Naturliebhaber, die gerne die Stille geniessen, den Wechsel der Wolken und der Farben auf dem See beobachten und die Beschaulichkeit der Landschaft mit ihren wechselhaften Seelenbildern erleben wollen. Gäste und Einwohner, Fauna und Flora geniessen die wohltuende Wirkung des südlichen Ausnahme-Klimas in der Bauener Bucht. Und das ist schon lange so.
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Das Dorf ist zwar klein, aber es gibt immer wieder etwas zu entdecken. Das soll diese Homepage wiederspiegeln. Bitte, besuchen Sie diese Seite wiederholt, denn es wird im Lauf der Zeit Neues dazu stossen.
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IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT (DES DÖRFCHENS BAUEN AM URNERSEE)
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Überzeugen Sie sich doch an Ort und Stelle selber! Hier beginnt zunächst für Sie im Internet ein Spaziergang durch das Dorf und seine Geschichte:
Lage
Das Dorf liegt am Westufer des Urnersees, am Fuss des Ober- und Niederbauens. Die Grenzen der Gemeinde stossen an Isenthal und Seelisberg. Mehrere Wildbäche aus den Bergen haben mit ihren Ablagerungen eine bebaubare Stelle gebildet, auf der das Dorf nun steht. Der Bauer- oder Hutzbach befindet sich im Zentrum des Dorfes. Dank der geschützten Lage in der Bucht gedeihen hier Obstbäume, auch Feigen, Edelkastanien und Palmen, was dem Dorf ein südliches Aussehen gibt. Von weitem fallen die schroff abfallenden Steilhänge auf beiden Seiten des Dorfes auf. Früher konnte man nur über den steilen, gefährlichen Umweg über Isenthal oder per Schiff Bauen erreichen.
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Im Buch DIE KUNSTDENKMÄLER DES KANTONS URI / Band II / Die Seegemeinden / Von Helmi Gasser / Birkhäuser Verlag Basel 1986 fand ich über die Geschichte und Siedlungsentwicklung des Ortes folgende Erklärungen:
Wie sich der Name im Laufe der Zeit veränderte:
Um 1150: Bauen
1257: Bawen
1643: Bauwen.
1802: Bauen.
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"Der Ortsname könnte möglicherweise nichtdeutschen Ursprungs sein. Einzelne Flurnamen stellen romanische Lehnwörter dar. Andere altbelegte Flurnamen, Waltkeringen (Walchtrig), Heimingen (Heimig), Ruoprechtingen, die auffallenderweise nahe beieinander liegen, enthalten althochdeutsches Namengut und dürften auf eine Besiedlung noch vor der Jahrtausendwende hindeuten. Der älteste Siedlungskern liegt links des Bauerbaches, nahe beim Mündungsbereich.
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Bauen gehört zu den urnerischen Siedlungen, die urkundlich am frühesten belegt sind. Um die Mitte des 12. Jh. besass dort das Kloster Muri die Hälfte der landwirtschaftlichen Abgaben. Da Muri offensichtlich durch Schenkung in diesen Besitz gelangt war, setzt dies eine noch frühere Besiedlung voraus. Bereits damals dürfte das Bauener Gemeindegebiet mehrere Wohnstätten aufgewiesen haben. In Bauen muss auch ein Herrschaftshof (Curia) gestanden haben. In der zweiten Hälfte des 13. Jh. ist am Landweg, in Ruoprechtingen, ein Kaltschmied tätig. Um die Wende des 13./14. Jh. sind erstmals Wohnsitze in der Matte und im Hinterbiel belegt. Bereits im früheren 14. Jh. ist auch ein Müller bezeugt. Dass die Wasserkraft früh gewerblich genutzt wurde, geht aus dem Flurnamen "Blüwelhölzli" hervor. Im späteren 13. Jh. scheinen die mit den Herren von Seedorf verwandten Herren von Küssnacht hier Land besessen zu haben, das kurze Zeit im Besitz ihrer Klostergründung Neuenkirch stand, um schon vor 1334 an das Kloster Seedorf überzugehen. Spuren der Existenz einer einstigen Burg in Bauen könnten im alten Flurnamen "Neuenburg" vorliegen. Um 1370 werden Hofstätten in Bauen in Mehrzahlform genannt, wie auch Apfel- und Birnenernten und Viehzucht. Altüberliefert (15.Jh.) sind auch ein Haus am Stad und ein Haus am See. Die abgeschlossene Lage, die grosse Fruchtbarkeit des Bodens und der Fischreichtum der Gewässer liessen die Bewohner, wenngleich sie zu Seedorf kirchgenössig waren, eine bemerkenswerte Eigenständigkeit erlangen. Der Kapellenvogt verkörperte jeweils das Amt des Gemeindeoberhauptes. Neben der Kapelle lag spätestens seit dem 16. Jh. die weltliche Vergnügungsstätte, der "Spillhof". Jahrhundertelanges Bemühen galt dem Erreichen der kirchlichen Autonomie und damit des eigentlichen Status eines Dorfes.
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Wohl erst im 17. Jh. begann sich die Zahl der Hofstätten in Bauen stärker zu vermehren, so dass die durch die Bäche natürlich unterteilten Güter rechts des Bauerbachs auch Heimwesen erhielten. 1708 bekam Bauen ein Schützenhaus, das, neben der Kapelle und Spielhof, das dörfliche Zentrum weiter verstärkte. Im 18. Jh., insbesondere gegen dessen Ende, vollzog sich dann auch eine gewisse weilerhafte Verdichtung im heutigen Dorfbereich; zu den drei Häusern im Umkreis der am Hang durchziehenden Landstrasse kamen zwei weitere.
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Am 7. Mai 1799 fanden auf Bauener Gemeindegebiet schwere Kämpfe zwischen Österreichern und Franzosen statt. Elf Tage wurde in den Häusern geplündert. Unmittelbar nachher entstand die bedeutendste geschichtliche Leistung der ausdehnungs- wie bevölkerungsmässig stets kleinsten Urner Gemeinde, der Bau einer ansehnlichen, reich ausgestatteten Kirche. Um und kurz nach 1800 standen auf Bauener Gemeindegebiet 20 Häuser. Im beginnenden 19. Jh. erfolgte dann auch die Errichtung von dauernd bewohnten Sitzen in den höher gelegenen Regionen.
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und in der zweiten Hälfte des 19. Jh. wurden im kleinen Dörfli zwischen Bauerbach und Kirche weitere vier Häuser erbaut.
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Seit der regelmässigen Dampfschiffverbindung (1874) entwickelte sich Bauen zu einem Ausflugs- und Kurort. Einschneidende Veränderungen in den altüberlieferten Strukturen der Gemeinde hat erst die jüngere Zeit gebracht. Seit 1956 führt eine Verbindungsstrasse dem See entlang von Bauen nach Seedorf. Diese erbrachte eine Verlagerung des dörflichen Zentrums. Gleichzeitig erfolgte eine Ausweitung des Dorfgebietes durch Villen und Wochenendhäuser.
1799 hatte Bauen 115 Einwohner / 1850: 175 / 1900: 167 / 1980: 223 / 2007: 199"
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Siegel und Wappen
Ein Dorfzeichen wird 1849 erwähnt. Ein Gemeindesiegel wurde 1859 angefertigt. Das Wappen zeigt ein Hirschgeweih mit zehn lichterbesteckten Enden, es leitet sich vom Attribut der Kirchenpatronin Idda her, über die ich in einem anderen Kapitel ausführlich berichten werde.
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Und wenn wir schon bei den Wappen sind: Beim Schiffssteg flattern nebst der Schweizer und der Bauener Fahne auch die des Kantons Uri entgegen. Das Wappen zeigt auf gelbem Untergrund einen schwarzen Stierkopf mit roter Zunge und rotem Nasenring. Der gezähmte Auerochse ("Ur") symbolisiert den Sieg über die einstige Wildnis und deutet auf den Kantonsnamen hin.
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So bekannt wie die Schweizerfahne ist natürlich auch die Nationalhymne "Trittst im Morgenrot daher".
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1808 ist das Geburtsjahr des Dichters des Textes (Leonhard Widmer,1808-1868) und auch das des Komponisten (Albert Zwyssig, 17. November 1808 in Bauen UR: gest. 18. November 1854 in Mehrerau). Wikipedia am Internet informiert: "Pater Alberich, auch Alberik, sein Taufnahme lautete genau Johann Josef Maria, war Zisterziensermönch. Von 1821 bis 1841 war er zunächst Klosterschüler und Sängerknabe und dann Pater im Kloster Wettingen. Er wirkte dort als Priester, Lehrer, Sekretär des Abtes und Kapellmeister. Nach der Aufhebung des Klosters durch den Grossen Rat des Kantons Aargau am 13. Januar 1841 zogen die Mönche einige Jahre lang umher und gelangten schliesslich ins Vorarlbergische. Am 8. Juni 1854 wurde das 1806 durch den bayrischen Staat säkularisierte Benediktinerkloster Mehrerau in Bregenz von Abt Leopold Hoechle aus Wettingen mit sieben Patres und drei Brüdern als Zisterzienserkonvent wiederbelebt. Zwyssig beteiligte sich an der Neugründung als Kantor, verstarb jedoch bereits nach wenigen Monaten.
Pater Zwyssig trug bei seinem Eintritt in die Klosterschule den Namen Johann Josef Maria Zwyssig
Später: Frater Josef Zwyssig. Als Mönchsname wählte er Alberik (auch zu finden unter Alberich)
Auf der Gedenktafel rechts neben der Kircheneingangstüre in Bauen steht: Albericus Zwyssic
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Der deutsche Text der Nationalhymne, falls jemand beim Lesen dieser Zeilen gerade Lust zum Singen haben sollte:
Trittst im Morgenrot daher,
Seh' ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpen Firn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet.
Eure fromme Seele ahnt
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
Kommst im Abendglühn daher,
Find' ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen;
Denn die fromme Seele ahnt
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
Ziehst im Nebelflor daher,
Such' ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Bricht die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt
Ja, die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland!
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland!
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Geschaffen wurde das Zwyssigdenkmal 1900 von Hugo Siegwart (geb.25.4.1865 in Malters, gest. 10.7.1938 in Luzern)
Schweizerpsalm in in drei weiteren Sprachen:
Français
Sur nos monts, quand le soleil
Annonce un brillant réveil,
Et prédit d'un plus beau jour le retour,
Les beautés de la patrie
Parlent à l'âme attendrie;
Au ciel montent plus joyeux
Les accents d'un coeur pieux,
Les accents émus d'un coeur pieux.
Lorsqu'un doux rayon du soir
Joue encore dans le bois noir,
Le coeur se sent plus heureux près de Dieu.
Loin des vains bruits de la plaine,
L'âme en paix est plus sereine,
Au ciel montent plus joyeux
Les accents d'un coeur pieux,
Les accents émus d'un coeur pieux.
Lorsque dans la sombre nuit
La foudre éclate avec bruit,
Notre coeur pressent encore le Dieu fort;
Dans l'orage et la détresse
Il est notre forteresse;
Offrons-lui des coeurs pieux:
Dieu nous bénira des cieux,
Dieu nous bénira du haut des cieux.
Des grands monts vient le secours;
Suisse, espère en Dieu toujours!
Garde la foi des aïeux, Vis comme eux!
Sur l'autel de la patrie
Mets tes biens, ton coeur, ta vie!
C'est le trésor précieux
Que Dieu bénira des cieux,
Que Dieu bénira du haut des cieux.
Italiano
Quando bionda aurora il mattin c'indora
l'alma mia t'adora re del ciel!
Quando l'alpe già rosseggia
a pregare allor t'atteggia;
in favor del patrio suol,
cittadino Dio lo vuol
Se di stelle è un giubilo la celeste sfera
Te ritrovo a sera o Signor!
Nella notte silenziosa
l'alma mia in Te riposa:
libertà, concordia, amor,
all'Elvezia serba ognor.
Se di nubi un velo m'asconde il tuo cielo
pel tuo raggio anelo Dio d'amore!
Fuga o sole quei vapori
e mi rendi i tuoi favori:
di mia patria deh! Pietà
brilla, sol di verità.
Quando rugge e strepita impetuoso il nembo
m'è ostel tuo grembo o Signor!
In te fido Onnipossente
deh, proteggi nostra gente;
Libertà, concordia, amor,
all'Elvezia serba ognor.
Rumantsch
En l'aurora la damaun
ta salida il carstgaun,
spiert etern dominatur, Tutpussent!
Cur ch'ils munts straglischan sura,
ura liber Svizzer, ura.
Mia olma senta ferm,
Mia olma senta ferm Dieu en tschiel,
il bab etern, Dieu en tschiel, il bab etern.
Er la saira en splendur
da las stailas en l'azur
tai chattain nus, creatur, Tutpussent!
Cur ch'il firmament sclerescha en noss cors
fidanza crescha.
Mia olma senta ferm,
Mia olma senta ferm Dieu en tschiel,
il bab etern, Dieu en tschiel, il bab etern.
Ti a nus es er preschent
en il stgir dal firmament,
ti inperscrutabel spiert, Tutpussent!
Tschiel e terra t'obedeschan
vents e nivels secundeschan.
Mia olma senta ferm,
Mia olma senta ferm Dieu en tschiel,
il bab etern, Dieu en tschiel, il bab etern.
Cur la furia da l'orcan
fa tremblar il cor uman
alur das ti a nus vigur, Tutpussent!
Ed en temporal sgarschaivel
stas ti franc a nus fidaivel.
Mia olma senta ferm,
Mia olma senta ferm Dieu en tschiel,
Il bab etern, Dieu en tschiel, il bab etern.
Zum Zwyssighaus findet man auf der Homepage www.myswitzerland.com folgenden Hinweis:
"Besondere Auszeichnung 2003: für die Rettung, Erhaltung und qualitätvolle Führung des Geburtshauses von Pater Alberik Zwyssig, dem Komponisten des Schweizer Psalms. Das Haus hat seinen Namen vom Komponisten und Musikpädagogen Pater Alberik Zwyssig, der hier am 17. November 1808 geboren wurde. Er wirkte in der Zisterzienserabtei Wettingen bis zu deren Aufhebung 1841 als Stiftskapellmeister und starb 1854 im Kloster Mehrerau bei Bregenz. 1841 komponierte er den Schweizerpsalm, der 1961 vom Bundesrat interimistisch, 1981 definitiv zur offiziellen schweizerischen Nationalhymne erklärt wurde.
Es handelt sich um einen typischen urschweizerischen Blockbau aus Kanthölzern mit steilem Giebel. Die regelmässige Fensterteilung, die Schindelverkleidung und die Jalousieläden verleihen ihm ein biedermeierliches Aussehen, was auf eine Umgestaltung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Das Haus ist aber schon 1796 errichtet worden.
1806 wurde es vom Vater des Komponisten erworben und als Wirtshaus geführt. Vor dem Haus steht das 1900-1901 vom Luzerner Bildhauer Hugo Siegwart geschaffene Zwissig-Denkmal. Haus und Denkmal besitzen einen bedeutenden Stellenwert im malerischen Kirchenbezirk von Bauen."
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Zum Eingang des Zwyssighauses führt noch die Pflasterung der alten Dorfstrasse, und die führt mit über 800 Treppenstufen und durch schattige Hohlwege hinauf nach Seelisberg. Die Sportler, die beim Gigathlon 2007 mitgerannt sind, können über diese Stufen ein Liedchen singen!
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Bekanntlich müssen die Kehlen ab und zu genetzt werden, beim Singen und beim Wandern erst recht. Das ist auch in Bauen möglich, man hat sogar die Qual der Wahl. Will man ins Zwyssighus, Oder in den Schiller nebenan? Leider kann ich an dieser Stelle nicht berichten, dass Schiller hier geboren wurde. Auch wenn er in Gedanken beim Schreiben des "Wilhelm Tell" oft hier in der Gegend weilte.
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Oder wir kehren im Schützen ein, direkt am See?
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Anlässlich eines gewonnenen Wettbewerbs wurde der Siegergemeinde Bauen im Schützen der Pokal übergeben. Die vereinigte Dorfbevölkerung hatte den Lesern des Urner Wochenblatts, ja dem ganzen Kanton Uri, mit einer Stimmbeteiligung von 100 Prozent eindrücklich demonstriert wie sehr ihr Herz für Bauen schlägt.
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Bei der 6. Etappe stand im Urner Wochenblatt: "Nach zehn Etappen steht die Gesamtsiegerin fest. Es wird diejenige Gemeinde sein, die in den zehn Etappen prozentual am meisten Stimmen (Wettbewerbsteilnahmen aus der Gemeinde) erhalten hat. Die Siegergemeinde wird vom Unternehmen Gisler Druck / Urner Wochenblatt einen Betrag von 4000 Franken für die Unterstützung der Jugendarbeit oder für Förderung der Kultur erhalten. Das Stafettenziel ist am 2. Juni erreicht. An diesem Tag findet auch die nationale Jungfrau-Stafette statt, an der auch zwei Urner Teams mitmachen werden."
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Ein viertes Gasthaus hätten wir noch in Bauen, nur ist es nicht im Dorf selber zu finden, sondern im dazugehörenden Isleten, am Weg der Schweiz in Richtung Reussdelta. Es ist dies das Restaurant Seegarten.
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Und wenn wir schon beim See unten angelangt sind können wir doch gleich die Kirche St. Idda besuchen. Ist es heiss, so machen wir eine Rast unter dem Ploderdächlein und plaudern ein wenig, wie einst die Kirchgänger am Sonntag nach der Messe.
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Während wir auf den Bänkchen sitzen und ausruhen kann ich Ihnen gleich die Geschichte vom Chindlistein oberhalb Bauen erzählen, wenn Sie möchten:
Am Tabletbach zu Bauen, im Gut Blybelhölzli (Blüwelholz 1470), befindet sich ein freistehender, haushoher Stein, der Hexenstein genannt. An seiner Westseite sieht man eigenartige Flecken, wie von nassen, schmutzigen Finken hinterlassen. Sie sollen von Hexen eingedrückt worden sein, als sie den Stein als Tanzplatz benutzten.
Von ihm wird auch erzählt, dass ihn der Teufel an einem Faden gehabt, um ihn an den Abhang ob dem St. Ida Gotteshaus zu ziehen. Als aber das Glöcklein Ave läutete, musste er den Stein fallen lassen. In anderer Fassung lautet die Sage: "Eine Pfaffenkellerin oder Hexe brachte ihn auf dem Rücken (od: in der Fürscheibe) vom Leiternwald her, um ihn vom Seckigrat aus auf die St. Ida-Kapelle hinunter rollen zu lassen. Auf einmal ertönte das Glöcklein des Gotteshauses; es läutete zum Englischen Gruss. Gleich der erste Klang brach die Kraft der Hexe. Mit den Worten: "Ds Iddi briälet" liess sie den Block fallen, der ins Blybelhölzli hinunter rollte. Oder: "Wo ds Bawer Iddi a'gfangä heig schryä, heig-s-ä miässä la ghyä," heig-si speeter gseit.
Der Stein umschloss eine Kammer, aus der die Bauener ihre Kleinen holten, und wurden von einer bösen Frau bewacht. Die Kinder nannten ihn Chindelistein. Ein ganz ähnlicher Stein mit Fussspuren sei auch im Berggut Wasseneggli, eine Stunde ob Bauen, zu sehen.
Die Geschichte stammt aus der Sammlung "Sagen aus Uri" des Spitalpfarrers Josef Müller.
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Genau da wo die Kirche steht scheint die Sonne im Winter am längsten! Der Friedhof ist ein schönes Plätzchen, die Wellen glucksen meistens ganz dezent, nur wenn der Föhnwind den Urnersee aufwühlt, spritzt es hier gehörig.
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Am Hang über der Kirche entdecken wir das älteste Haus von Bauen: Die alte Post. Was für ein stattliches herrschaftliches Gebäude!
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Nun spazieren wir wieder die Treppen hoch, von der Kirche weg in Richtung Dorf hinauf, was so ziemlich speziell ist.
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An Palmengärten, Bananenbäumen und schönen Grünanlagen vorbei gehen wir nun in Richtung Schiffssteg. Ganze Heerscharen von Gästen verlassen hier im Sommer Dampf- oder Motorschiffe, um den Weg der Schweiz unter die Wandersohlen zu nehmen. Oder sie steigen nach der Wanderung ein, vielleicht mit einem Seufzer: "Hier sollte man wohnen können!"
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Eine Posthaltestelle gibt es auch, nur wird sie höchstens gebraucht, um Briefe einzuwerfen oder auf der Bank ein Schwätzchen abzuhalten. Auf den Bus könnte man lange warten. Hier hält keiner mehr, leider.
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Video: Fernsehaufzeichnung von Télé Suisse Romande TSR "Passe-moi les jumelles" vom 01.10.2008, die Sequenz in Bauen
| TV TSR und Jean Odermatt im Garten von Herrn Engler in Bauen |
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Herzlichen Dank an V.M. für die Bilder
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Über den Schiffsfahrplan, die Lage des Dorfes und den Weg der Schweiz informieren Tafeln und Wegweiser. Ein Weglein hangaufwärts führt zum Schulhaus, zum schönsten Schulhaus des ganzen Kantons, sagt man. Nicht zu unrecht, oder?
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Über Schulhaus, Schulbetrieb und besondere Ereignisse rund um die Schule berichte ich an einer anderen Stelle. Jetzt ist es der Sitz der Musikakademie Uri
Link Musikakademie UriAuf der Ebene des Pausenhofs finden wir die Kanzlei, die Gemeindeverwaltung Bauen, daneben das Mehrzweckgebäude für Feste und Versammlungen. Beim Eingang habe ich den alten Spritzenwagen fotografiert. Im oberen Stockwerk des Gebäudes befindet sich die Turnhalle.
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Verlassen wir das Dorfzentrum, überqueren wir den Bauerbach, der meistens wenig Wasser führt, der aber doch in einem solid ausgebauten Bachbett plätschert, und über dessen glitschige Steine im Sommer die Kinder fröhlich runterrutschen, dem See entgegen. Auf dieser Seite entdecken wir eine kleine Wiese, das ist unter anderem der Helikopterlandeplatz.
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Überraschung für alle Badenden, ein Anschlag am Baum: "Liebe Badegäste, die Sufbretter wurden von privaten Leuten zur Verfügung gestellt. Sie dürfen von allen Badegästen benützt werden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie die Bretter nach Gebrauch auf dem Kies, sofern der Wasserstand flach ist, oder auf dem Gras (am Abend, bei Föhn oder Gewitter) deponieren. Wir wünschen Ihnen viel Spass und danken für Ihre Mitverantwortung.
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Die Badewiese wird gerne von Gross und Klein besucht, manchmal werden die von Enten oder Schwänen aus sicherer Entfernung beobachtet. Es hat auch einen Grillplatz, eine Dusche, Umkleidekabinen und WC, bitteschön. Ist alles ruhig,so kann man Kinder beobachten, die geduldig fischen. Petri Heil!
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Parkplätze findet man auch in diesem Gebiet, nicht nur beim Schiffsteg. Unnötig zu erzählen, dass am 7.7.07 mehr alle Plätze belegt waren, kamen doch zwei von drei Hochzeitsgesellschaften per Auto angefahren. Eine Autoeinstellhalle ist vor Jahren gebaut worden. Drin schlummert das kleine rote Feuerwehrauto und träumt hoffentlich noch lange vergeblich vom nächsten Einsatz. Hier ein kleines Detail davon:
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Da kommt mir grad etwas in den Sinn. Habe neulich auf folgender Webseite eine interessante Verordung gelesen, die allerdings mit Bauen nichts zu tun hat:
http://www.brandschutz-streibert.de/histo.htm
Verordnung: "Wir in Gnaden befehlen, dass in jeder Stadt und in jedem Dorf verschiedene hölzerne Teller, worauf schon gegessen und mit den Figur und Buchstaben, wie der beigesetzte Abriss besaget, des Freitags bei abnehmendem Monde zwischen 11 und 12 Uhr mit frischer Tinte und neuer Feder beschrieben vorräthig sein, sodann aber wann ein Feuerbrunst (wofür doch der grosse Gott hiesige Landen in Gnaden bewahren wollte) entstehen sollte, ein solcher ausbemalter massen beschriebener Teller mit jenen Worten im Namen Gottes ins Feuer geworfen, und wofern das Feuer dennoch weiter um sich greifen sollte, dreimal solches wiederholt werden soll, dadurch dann die Gluth ohnfehlbar gedämpft wird"
Die Bushaltestelle ist meist verwaist! Kein Bus fährt mehr! Nebenbei gesagt: Eine Post sucht man vergebens, auch den Dorfladen. Nun, sogar im Paradies solls Schattenplätze haben.
Folgt man der Strasse hangaufwärts, so geht man am stets gepflegten Kinderspielplatz vorbei und bald darauf zur Privatstrasse Oberer Baumgarten, die auch von Wanderern begangen wird, die sich auf dem Rundweg um Bauen herum befinden. Hier kann man eins der allerschönsten alten Häuser von Bauen bewundern:
Der Kapellenvogt J.C.Aschwanden baute 1780 das "Haus am Oberen Baumgarten", Urner Barockbau. 1980 wurde es umfassend renoviert.
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So, die Dorfführung wäre somit beendet. Nun kann jeder auf eigene Faust losmarschieren und mit wachsamem Auge oder mit der Kamera unzählige schöne Details suchen und aufnehmen. Wer entdeckt wo ich diese Bilder aufgenommen habe?
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Der Blumengarten
Am See, tief zwischen Tann und Silberpappel
Beschirmt von Mauer und Gesträuch ein Garten
So Wiese angelegt mit monatlichen Blumen
Dass er vom März bis zum Oktober blüht.
Hier in der Früh, nicht allzu häufig, sitz ich
Und wünsche mir, auch ich mög allezeit
In den verschiedenen Wettern, guten, schlechten
Dies oder jenes Angenehme zeigen.
Bertold Brecht
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Wer an einem Feiertag in Bauen eintrifft, kommt vielleicht in den Genuss eines schwungvollen Ständchens vom Musikverein Bauen. Seine Fahne schmückt das Dorfwappen, das Hirsch-Geweih mit den Lichtern an den Enden (Attribut der heiligen Idda, der Namenspatronin der Kirche), und die erste Zeile der Nationalhymne, die vom in Bauen gebürtigen Pater Alberik Zwyssig komponiert wurde: Trittst im Morgenrot daher.
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Viel Vergnügen!
Link Homepage Musikverein BauenVom Gemüt zum Herz: Ein weiterer Verein, der Samariterverein Bauen, wirbt mit folgenden Worten: Ein Samariter zu sein, ist eine Herzenssache. Der Samariterverein Bauen wurde schon 1947 gegründet, zählt rund 27 Mitglieder und bietet jeweils im Frühling und im Spätherbst zehn Übungen an.
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Eine muntere Gruppe von Vereinsmitgliedern durfte am 12. Mai 2010 das neue Vereinslokal im ehemaligen Kindergarten in Bauen beziehen. Nach der Arbeit wurde gefeiert, siehe obiges Bild von Peter Gisler. Auch das ist Herzenssache!
Link zu Samariterverein BauenUnd wer auf dem Weg der Schweiz in Richtung Seedorf weitermarschiert, kommt bei der Isleten vorbei. Auch das gehört noch zu Bauen! In Wikipedia, der freien Enzyklopädie kann man folgendes darüber erfahren:
"Der kleine Ort Isleten (örtlich die Isleten genannt) ist Teil der Urner Gemeinde Bauen UR in der Schweiz. Die Siedlung liegt am Eingang zum Isental auf einem Delta am Urnersee.
Verkehrswege
1901 wurde die Strasse nach Isenthal in Betrieb genommen. Zum Rest des Kantons Uri bildete bis in die 1950-er Jahre der Wasserweg die Hauptverbindung. Die Strasse von Seedorf via Isleten nach Bauen wurde erst 1954 bis 1956 erbaut. Isleten hat eine Anlegestelle für Dampfschiffe.
Industriegeschichte
Isleten war lange Zeit ein bedeutender Industriestandort und gilt als Ausgangspunkt für Uris Industrialisierung. Bereits im 16. Jahrhundert nutzte die Familie Madran die Eisenerzvorkommen und den Holzreichtum des Isentals und errichteten an der Isleten eine Anlage zur Gewinnung von Eisen. Diese wurde wahrscheinlich im frühen 17. Jahrhundert wieder aufgegeben.
In den Gebäuden einer 1853 eröffneten Papierfabrik gründete Alfred Nobel 1873 eine Sprengstofffabrik. Dort wurde das von Nobel erfundene Dynamit hergestellt, insbesondere für den Gotthard-Eisenbahntunnel. Ab 1997 reduzierte die Schweizerische Sprengstoff AG Cheddite die Produktion von Sprengstoffen markant und beschränkte sich auf die Herstellung von Spezialprodukten.
Von Alfred Nobel zu Mani Matter: Ist Mani Matter der Song vom Dynamit auf der Isleten eingefallen?
Dynamit
Text und Musik: Mani Matter
Einisch ir Nacht won i spät no bi gloffe
D'Bundesterrasse z'düruf gäge hei
Han i e bärtige Kärli atroffe
Und gseh grad, dass dä sech dert, jemers nei
Dass sech dä dert zu nachtschlafener Zyt
Am Bundeshus z'schaffe macht mit Dynamit
I bi erchlüpft und ha zuen ihm gseit: Säget
Exgüse, aber es gseht fasch so us
Wi dass dir da jitze würklech erwäget
Das grad id Luft welle z'spränge das Hus
Ja, seit dä Ma mir mit Für, es mues sy
Furt mit däm Ghütt, i bi für d'Anarchie
Was isch als Bürger mir da übrigblybe
Als ihm's probiere uszrede, i ha
Ihm afa d'Vorteile alli beschrybe
Vo üsem Staat, eso guet dass i cha
Ds Rütli und d'Freiheit und d'Demokratie
Han i beschworen, är sölls doch la sy
D'Angscht het mys Rednertalänt la entfalte
Chüel het dr Wind um üs gwäit i dr Nacht
Während ig ihm en Ouguschtred ha ghalte
Dass es es Ross patriotisch hätt gmacht
Zletscht hei dä Ma mini Wort so berückt
Dass är e Tränen im Oug het verdrückt
So han i schliesslech dr Staat chönne rette
Är isch mit sym Dynamit wieder hei
Und i ha mir a däm Abe im Bett en
Orde zuegsproche für my ganz allei
Glunge isch nume, dass zmonderischt scho
Über mi Red mir du Zwyfel si cho
Han ig ihm d'Schwyz o mit Rächt eso prise
Fragen i mi no bis hüt hindedry
Und no uf eis het dä Ma mi higwise
Louf i am Bundeshus sider verby
Mues i gäng dänke, s'steit numen uf Zyt
S'länge fürs z'spränge paar Seck Dynamit
Isleten liegt am Weg der Schweiz, der um den Urnersee führt. Dank der guten Windbedingungen und Thermik ist es auch ein beliebter Ort bei Surfern."
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Brücke entschärft gefährliche Wegstelle auf dem historischen Landweg
Bauen / Der alte Landweg ist um eine Attraktion reicher
Urner Wochenblatt, Mittwoch, 4. November
In 1 Stunde rund um Bauen herum auf dem alten Landweg. Eine Brücke über den Bauerbach vervollständigt die Route.
Ralph Aschwanden
Bisher war der Bauerbach nach Regenfällen ein gefährliches Hindernis für Wanderbegeisterte, die auf dem alten Landweg rund um Bauen herum unterwegs waren. Im August dieses Jahres konnte diese Stelle nun durch eine Brücke entschärft werden.
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Rundweg vollendet
"Wenn der Bach viel Wasser führte, war an eine Überquerung zu Fuss nicht zu denken", erklärt Hans Kempf, Gemeindepräsident von Bauen.
"Die Leute mussten dann jeweils umkehren. Das wollten wir ändern und diese gefährliche Stelle entschärfen". Mit der Unterstützung der kantonalen Fachstelle für Wanderwege habe man deshalb das Brückenprojekt an die Hand genommen. Dank der Hilfe von einheimischen Arbeitskräften sei das Projekt nun schnell vorangeschritten und konnte in diesem Jahr fertiggestellt werden. "Bei der Wiederherstellung des alten Landweges hat uns auch unsere Partnergemeinde aus Meilen (ZH) finanziell unterstützt."
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Dank der Brücke über den Bauerbach sei der Weg nun auch für Familien attraktiv; ist Hans Kempf überzeugt. "Die Wanderung auf dem alten Landweg dauert rund 1 Stunde.
Der alte Landweg zwischen Seelisberg und Bauen war bereits im 12. Jahrhundert Teil der Transitverbindung zwischen Norden und Süden. Am Wegrand finden sich noch viele Natursteinmauern, die bis in die Zeit der Gründung der Eidgenossenschaft zurückgehen.
Vor fünf Jahren hat die Gemeinde Bauen einen grossen Teil des Weges wieder instand gestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Folgende Fotos von Hans Kempf illustrieren die verschiedenen Bauetappen der Brücke:
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Wenn der Bach kommt
Bericht der 12-jährigen M.A. aus Bauen, 1954
Immer, wenn sich über dem Bauen Gewitterwolken zusammenbrauten, herrschte im Dorf eine gedrückte Stimmung. Wir Kinder hatten ja schon vor fünf Jahren erlebt, was ein Gewitter in unserem Dorf anrichten konnte. Von den Hochwassern von 1932 und 1938 hatten uns die Eltern erzählt.
Mein Vater kam immer nach Hause, wenn es gefährlich aussah.
Wenn der Bach über die Ufer trat, mussten wir Kinder die Kirchenglocken läuten gehen und das Feuerhorn blasen. Sehr schnell waren dann alle Männer der Feuerwehr da und taten alles Menschenmögliche, damit der Bach keinen Schaden anrichten konnte.
An diesem Tag hütete ich im Nachbarhaus drei kleine Kinder. Die Eltern der Kinder waren draussen am Arbeiten, aber als das Unwetter losging, eilte die Mutter nach Hause. Wir beide beschlossen, das Haus, das nahe am Bach stand, zu verlassen, und mit den Kindern zu mir nach Hause zu gehen. Ich hatte den Kleinsten auf dem Arm und verliess das Haus als Erste über die Treppe. Mein Vater stand neben der Treppe und riss mich am Arm zur Seite. Gleich darauf kam ein grosser Felsbrocken und riss die Treppe weg. Die Nachbarin mit den beiden älteren Kindern konnte das Haus nicht mehr verlassen. Es war ein schreckliches Brüllen und Toben, und ich sass mit dem kleinen M. zu Hause, zitterte und bangte sehr um meine Nachbarin und die beiden Kinder. Es war eine grosse Erlösung, als nach dem Unwetter klar war, dass alle wohlauf und mit dem Schrecken davongekommen waren. Unsere Gärten waren in eine riesige Geröllhalde verwandelt. Die Holzbrücke war zerstört. Es brauchte lange Zeit, bis alles aufgeräumt war.
Dass der Bach unseren Hühnerstall und den Kaninchenstall samt allen Tieren in den See gerissen hatte, machte mich sehr traurig. Wir bauten dann einen neuen Hühnerstall näher beim Haus.
Als die Bachverbauung gebaut wurde, war ich sehr froh. Ich fühlte mich nun viel sicherer im Dorf. Aber noch heute habe ich es nicht gerne, wenn sich Gewitter zusammenbrauen. Die unheilvolle Stimmung von damals werde ich wohl nie mehr vergessen.
Zwei tüchtige Wanderer, Simon und Matthias Kempf, führen uns mit ihren Bildern rund um Bauen herum.
Die Route, vom Rophaien aus gesehen:
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Die Wanderung fängt auf dem Schiffsteg beim Restaurant Seegarten in Isleten an. Man beachte: Die Grenze geht genau durch das Restaurant hindurch!
Dann Richtung Fabrik zur unteren Bärchi, weiter zur oberen Bärchi über die Scheidegg zur Furglen dann in die Hoftersmatt zum Farental.
Es geht weiter zum obere Appeeriband, unterhalb vom Fels der Urwängi durch den Breitwald zum Leiterenwald bis zum Tal vom Bauerbach.
Dem Bauerbach wandert man entlang durch das Hutztal bis unterhalb vom Hutz, dem Felsen entlang bis zum Schwandli (Wyssig), dem Schwendlenbach entlang bis oberhalb Schwäntlen, zum Brunnibächli und schliesslich hinunter an den Urnersee.
Wer will und wers wie unsere zwei jungen Wanderleiter mit den Grenzen ganz genau nimmt, schwimmt von dort bis zur Isleten, steigt beim Restaurant wieder auf den Schiffsteg und fertig ist die Grenzwanderung rund um Bauen herum.
Hans Kempf gebührt ein herzlicher Dank für die Wegbeschreibung Simon und Matthias einen ebensolchen Dank für die aussagekräftigen Bilder. Das entspannende Bad im Urnersee habt ihr redlich verdient.
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Urnersee mit Karibikblau
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Niederbauenstock, Oberbauenstock
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Grenzzeichen zwischen der Gemeinde Bauen und der Gemeinde Isenthal
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Bauen durch die Bäume gesehen
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Urnersee mit Axenstrasse in Richtung Flüelen
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und in die andere Richtung, Sisikon, Morschach, Brunnen, ganz im Hintergrund die Mythen
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wilde Landschaft
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Gletscherschliff
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und wieder Adlersicht über Bauen
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Der schöne Wasserfall, Steinbockgebiet
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und auf der anderen Seite des Wasserfalls gehts weiter
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an interessanten Felsbändern vorbei
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Licht und Schatten
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Im Alpheimet "Hinteres Bärgli" eine willkommene Rast
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Bergbauernarbeit
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über besonnte Wiesen
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Übergang, nicht jedermanns Sache!
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Aus meiner Sicht nur für sehr Mutige!
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Und wieder kann man nach Hause winken!
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Ein sicherer Steg
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Drahtseile an diversen Stellen
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Diese Bäume könnten etwas erzählen!
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Jetzt nur noch abwärts
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Wieder an den Anfangspunkt zurückschwimmen und gleichzeitig ein wohlverdientes Bad nach allen Strapazen
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Simon und Matthias Kempf
Neue Urner Zeitung / Nr. 207
"Wir bewegten uns meistens auf allen Vieren."
Zwei Brüder machten eine Grenzerfahrung der besonderen Art: Sie umrundeten Bauen - kletternd und schwimmend.
Am Anfang war eine geografische Unklarheit: "Wir hatten oft diskutiert, wo die Grenze zwischen Isenthal und Bauen genau verläuft", erinnert sich Simon Kempf (25). Deshalb organisierten er und sein Bruder Mattias (19) eine Karte, suchten die Gemeindegrenzen und kamen dabei auf eine Idee: Die beiden Elektriker beschlossen, die Gemeindegrenze von Bauen abzuwandern. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn entlang der Grenze gibt es keinen Weg, führt sie doch durch steile Felspartien und den See.
Flüche in der Steilwand
Vor einigen Wochen machten sich die beiden jungen Bauer auf zu ihrer Expedition. "Trainiert dafür haben wir nicht", sagt Mattias Kempf. "Die Vorbereitungen begannen eigentlich erst morgens um Viertel nach sieben, als mich mein Bruder weckte."
Das erste Hindernis wartete bereits beim Start: das Restaurant Seegarten an der Isleten. Die Grenze der Gemeinde Bauen verläuft nämlich mitten durchs Restaurant, und so mussten Simon und Matthias Kempf zum Auftakt die Beiz durchqueren.
Dann stiegen die beiden von der Isleten in die Bärchi hinauf, krochen den Felsen des Oberbauenstocks entlang und mussten immer wieder Spalten und Seitentäler überwinden. "Es gab keinen grossen Unterschied zwischen Kletter- und Wanderpassagen", sagt Simon Kempf. Und sein Bruder ergänzt: "Wir bewegten uns meist auf allen Vieren." Oft mussten die beiden auch die Route ändern, weil ein Weiterkommen nicht möglich war. "Wir haben einige Male geflucht, als wir nicht mehr vorwärtskamen", sagt Simon Kempf. Bei ihrer Expedition konnten die beiden aber auf Unterstützung aus der Distanz zählen: Vater Hans beobachtete das Geschehen mit dem Feldstecher und lotste seine Söhne mit dem Handy. Hans Kempf kennt das Gebiet von seinen Jagdstreifzügen nämlich bestens. Und von zu Hause aus konnte er fast die ganze Strecke sehen.
Besonders zu schaffen machte den beiden Kletterern die Hitze. "Hie und da hätte ich mir einen kühlen See gewünscht", sagt Matthias Kempf. Doch der See kam erst viel später. Nach rund zehn Stunden in Steilhängen erreichten Simon und Matthias Kempf das nördlichste Seeufer von Bauen. Sie stiegen in die Neoprenanzüge und schwammen in rund zwei Stunden an die Isleten zurück - bei hereinbrechendem Föhn kein einfaches Unterfangen. Hans Kempf begleitete seine Söhne auf den letzten Kilometern mit dem Boot.
Vielleicht gehen sie wieder
Simon und Matthias Kempf haben ihre persönliche Grenzerfahrung gut hinter sich gebracht. Die Brüder könnten sich vorstellen, die Tour wieder einmal zu machen - allerdings wohl nicht mehr alleine. Denn Kollegen haben bereits angekündigt, dass sie mitkämen. Und auch die Tour würde man etwas anpassen: "Einige Passagen würden wir nun sicher grosszügig umgehen", sagt Simon Kempf. "Sie sind uns schlicht zu gefährlich." Und Matthias meint: "Dafür wären wir sicher schneller. Denn nun kennen wir das Gebiet viel besser."
Elias Bricker
Der Maler Erich Hermès (1881 - 1971)
gehörte mit seiner Familie und seinen Freunden eher zu den stillen Geniessern der Landschaft und der Ruhe, nehme ich an.
Auf der Homepage vom Staatsarchiv Uri (http://staur.ur.ch/berichte/Bericht_Hermes.pdf) findet man von Staatsarchivar Dr. Rolf Aebersold einen Bericht mit Titel "Zu Gast in Bauen". Einzelne Stellen daraus:
"Unsere Urner Riviera bzw. das kleine Dorf Bauen ist nicht erste seit der Erschliessung mit einer Fahrstrasse (1953) begehrtes Ziel. Diese Behauptung kann seit wenigen Monaten dank einem kleinen Künstler-Teilnachlass auf schönste Art und Weise gestützt werden. Das Staatsarchiv Uri konnte im vergangenen Sommer Nachlass-Teile des Kunstschaffenden Erich Hermàs in seine Bestände aufnehmen. Der Maler war in den Jahren 1940/1945 regelmässig mit der Familie und deren Bekannte in Bauen in den Ferien. Diese Aufenthalte hinterliessen schöne Spuren in seinem Werk."
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Fotos sowie zwei Skizzenbücher aus der Zeit 1940/1947 befinden sich im Staatsarchiv
"Die Fotos zeigen einerseits das beteiligte "Personal" und anderseits Ferienstimmungen aus der Zeit. Die Familie Hermès verbrachte ihre Sommerferien in diesen Jahren auf der Liegenschaft Schwäntlen in Bauen. Die Vertreter der Generationen auf dem einen Bild belegen die Verbindung von Genf über Luzern (Schwiegersohn Max Schäppi) nach Bauen, aber auch die Beziehungsnetze: Später sehr bekannte Persönlichkeiten waren in Bauen zu Gast bei der Famillie Schäppi-Hermès. Die später sehr bekannte Philosophin Jeanne Hersch (1910-2000) war Patin der Enkelin von Erich Hermès und die Schauspielerin Annemarie Blanc (geb. 1919) eine gute Bekannte der Familie.
Die beiden Skizzenbücher tragen die Titel "Bauen, Louèche"" und "Bauen et composition Imagination". Etwa zur Hälfte betreffen die Inhalte Uri bzw. Bauen und Umgebung. Im Zentrum standen für Hermàs einer seits die Panoramen nach Norden wie nach Süden mit dem Zusammmenspiel von Berformationen und dem See und anderseits das Dorf Bauen. In Bauen standen die Kirche und die Schiffs-Station 8im Vordergrund. Insbesondere die Schiffs-Station und der dortige Betrieb zogen immer wieder die Aufmerksamkeit des Künstlers auf sich."
"Die zwei Bilder in der Kantonalen Kunstsammlung Uri
Aus dem Nachlass konnten zwei kleinformatige Belegstücke für die Kantonlae Kunstsammlung Uri erworben werden. Beide Bilder zeigen die von Hermès bevorzugte Ansicht: Standpunkt war ungefähr sein Ferien-Domizil, vom dem dann der Blick über die Schiffs-Station Bauen und die Landzunge von Isleten Richtung Bälmeten/Schwarz Grat ging. "
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