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Besondere Ereignisse in der Umgebung

 

Bauen Urnersee

 

Hinweis an die freundlichen Besucher dieser Seite: Hier beschriebene Ereignisse aus meiner ganz eigenen, subjektiven Sicht zusammengestellt

Bitte gewünschtes Kapitel anklicken:


Link interaktive Karte Tourismus Uri

SF Dossiers mit zahleichen Beiträgen zum NEAT Gotthard


2011.7. Dezember Russische Vokalmusik in der Kirche St. Idda in Bauen UR
2011.29. November Konzert Kooperation Musikanten Attinghausen und Bauen
2011 28. August Kutsche vom KAVALLERIEVEREIN SCHWYZ in Bauen
2011 27. August Neu-Eröffnung der Musikakademie Uri im Schulhaus in Bauen um 18 Uhr
2011 17. August REGATTAVEREIN BRUNNEN in der Bucht von Bauen
2011 8. Juli Regatta-Tag auf dem Urnersee
2011 4. Mai Landeshymne und Uri auf einer Briefmarke
2010 17. Juli / Lamborghini-Meeting in Bauen
2010 04. Juli / Livias "erste Schritte" auf dem Urnersee
2010 07. März / Tag der Kranken
2010 26. Februar / Jubiläumsjahr Musikverein Bauen
2009 7. November / Die Musikvereine Bauen und Attinghausen konzertieren gemeinsam in Bauen
2009 2. November / Urner Trickfilmer, der Schattdorfer Adrian Flückiger, sahnt mit "Signalis" Preis ab
2009 16. Oktober / Kilbiausstellung Isenthal Bootsunglück erschüttert Tal
2009 10.Oktober / Zum Jubiläum des Weinberges in Altdorf ein Traumjahrgang
2009 21.-22. September / Der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew in Bern und in Andermatt
2009 12.-13.September / Europäischer Tag des Denkmals
2009 5. September / Internationaler Cliff-Diving-Event in Sisikon
2009 15. August / Miss Earth, Graziella Rogers, fährt nach Bauen
2009 18. Juli Rekordstau am Gotthard
2009 20. Juni / Gotthardmarsch / Wandern auf den Spuren von Feldherren und Dichtern
2009 14. Juni / Coop-, Tell- und Schiller-Tag in Bauen
2009 Mai / 1500 Kinobegeisterte an den ersten Altdorfer Filmtagen
2009 2. November / Film von Urner Regisseur an der Berlinale
2009 2. April / Lawine in Gurtnellen
2009 28. Februar / Meinrad Infanger Spezialmonteur aus Bauen
2008 Dezember / König Frost besucht den Weg der Schweiz
2008 20. September / ALPABZUG via Bauen nach Seelisberg
2008 21. Juli / Sprengung des Felsens über der Axenstrasse, Video der Sendung in der Tagesschau
2008 / 23. Mai Ganz zufällig TV SF in Bauen, bei Familie Zemp im Zwyssighaus
2008 / 30. April / ZUM FEST FÜR DEN NEUEN WANDERTUNNEL BAUEN-ISLETEN
2008 / Februar / KATZENMUSIK 2008 in Bauen
2007 / Dezember / LOUIS ZURFLUH / Zurück mit einem Container voller Andenken / zum 75. Geburtstag
2007 / Oktober CHILBISONNTAG in Bauen
2007 / September RIESENKRISTALLE AUS DER GÖSCHENERALP / KANTON URI, EINE WELTSENSATION
2007 Dampferkonvoi zum 1.AUGUST-FEUERWERK in Brunnen
2007 FEUERWERK in Flüelen und EINE RAKETE VON BEDEUTUNG von Oscar Wilde
2007.07.11.GIGATHLON in Bauen
2007 März und Mai HELIKOPTEREINSÄTZE in Bauen
2006 KATZENMUSIK in Bauen
2005 ALPENHOCHWASSER INNERSCHWEIZ
2004 9. Oktober / Musikverein pflegt Kontakte
2004 KLEINE OLDTIMER-AUSSTELLUNG IN FLÜELEN/BAUEN ZUM TAG DES DENKMALS
2000 16.November / Viel Applaus für das moderne Outfit
1991 10.Juni / Mehrzweckgebäude Bauen
1987 11.November / Erstmals in der Geschichte ein Ständerat
1987 08. August / In Bauen rutscht der Berg
1986 06. Februar / Weg der Schweiz Abschnitt Zürich
1985 20. April / Zimbabwe ist unsere zweite Heimat geworden
1984.06.09 Der kleinsten Urner Gemeinde grösster Tag
1983.11.05. Bauen ehrt Alberik Zwyssig.
1949 4. Dezember / Isenthaler Schützen ertranken an der Isleten
Naturereignisse im Kanton Uri und Umgebung von 1600 bis 1935

 


 

2011.7. Dezember Russische Vokalmusik in Bauen UR

 

russische Volksmusik in Bauen

 

Urner Wochenblatt / 135 Jahrgang / Nr. 96 / Mittwoch, 7. Dezember

Bauen / Samstag, 10. Dezember, 19.30 Uhr

Das Vokalensemble Stitkova & Gäste, bekannt aus der Rockoper "Jesus Christ Superstar", bringt russische Vokalmusik in die Pfarrkirche Bauen.

 

russische Volksmusik in Bauen

 

Geboten werden im ersten Teil Lieder aus der russisch-orthodoxen Liturgie in Originalsprache. Höhepunkte sind sicher die Bassoli "Da Ispravistsla", ein Vespergesang von P. Tschesnokov, "Nine Otpuschayuschi" von M. Strokijna und die traditionelle Klosterlegende "Die 12 Räuber" mit dem Solisten Boris Petronje, dezent begleitet vom Vokalensemble Stitkowa und Markus Wüthrich am Klavier. Aber auch Chorsätze wie "Bogorodize dewo, radujsja" von Sergej Rachmaninov oder "Tebe pojem" und "Milost Mira", beide von P. Tchaikovsky, zeigen das breite emotionale Spektrum der russischen Kirchenmusik.

 

russische Volksmusik in Bauen

 

russische Volksmusik in Bauen

 

russische Volksmusik in Bauen

 

russische Volksmusik in Bauen

 

Balalaika-Duo und russische Folklore

 

russische Volksmusik in Bauen

 

Den zweiten Teil bestreiten die Musiker des Balalaika-Duos "A Nu Daway", Sergey Kondratyev (Balalaika) und Sergej Batt, (Bajan/Russisches Akkordeon) spielen traditionelle Musik aus Russland. Im dritten Teil musizieren alle gemeinsam russische Folkloremusik. "Katjuschka" und "Ey Uhnem" dürften hier ebenso nicht fehlen wie "Bajuschki Baju" oder "Tonkaja Rjabina". In russischer Originalsprache. Die Leitung hat Heini Iten, Musiklehrer und Dirigent aus Luzern.

 

russische Volksmusik in Bauen

 

Das Vokalensemble Stitkowa besteht seit 2006. Alle Sängerinnen und Sänger haben eine Ausbildung im vokalen Bereich und sind teilweise Mitglieder im Extrachor des Theaters Luzern. Das Ensemble wird verstärkt durch hervorragende Sängerinnen und Sänger aus der Zentralschweiz und hat wiederholt mit einem breiten Spektrum von Chorliteratur die Zuhörerschaft begeistert. In bester Erinnerung sind die Produktionen der Rockoper "Jesus Christ Superstar", jeweils eine Woche vor Ostern.

Boris Petronje, Bassist aus Serbien

Der aus Serbien stammende Bassist Boris Petronje studierte an den Konservatorien in Novi Sad und Belgrad. Erste Berufserfahrungen sammelte er am Opernhaus von Novi Sad. Im Rahmen eines Engagements am Nationaltheater Belgrad interpretierte er verschiedene Rollen. Neben seiner regen Konzerttätigkeit setzte Boris Petronje 2003 seine Ausbildung am Internationalen Opernstudio Zürich fort. Beim Feldkirch-Festival 2006 feierte er Erfolge als Commendatore ("Don Giovanni") unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Von Herbst 204 bis diesen Sommer konnte sich Boris Petronje auch als Ensemblemitglied am Luzerner Theater einen Namen machen. Zuletzt feierte er Erfolge beim Opera St. Moritz in diesem Jahr. (e)

 

russische Volksmusik in Bauen

 

Und zum Schluss einen herzlichen Dank an Thomas Aschwanden, der liebenswürdigerweise mit seinen Fotos den Bericht aus der Zeitung zu diesem schönen Abend illustriert.

Copyright zu diesen Bildern: Thomas Aschwanden

PS: In der Neuen Urner Zeitung / 14.Dez.2011/Nr. 288 ist unter KULTUR zu lesen:

Bauen erlebte einen märchenhaften Konzertabend. Das Publikum wurde dabei in vorweihnächtliche Stimmung versetzt. Der Abend wurde zu Recht mit riesigem Applas verdankt.

 


 

2011.29. November : Konzert Kooperation Musikanten Attinghausen und Bauen

Musikverein Bauen

Die Arbeit trägt Früchte

BAUEN Die Kooperation der Bauer und der Attinghauser Musikkanten bewährt sich. Das Harmoniekorps bewies dies am Jahreskonzert mit einer beachtlichen Leistung.

red. Der Musikverein Bauen und die Musikgesellschaft Attinghausen schlossen sich kürzlich im Mehrzweckgebäude in Bauen eine weitere Phase ihrer Zusammenarbeit ab. Sie taten dies anlässlich des Jahreskonzerts vor viel gut gelauntem Publikum und mit einem bunten sowie recht anspruchsvollen Programm. Seit drei Jahren musizieren die beiden Vereine gemeinsam, und man darf zu Recht sagen, dass sich das Korps dank dieser Kooperation unter der Leitung von Heini Iten auf ein erfreuliches Niveau gesteigert hat.

Sehr gut eingefühlt

Der rassige Eröffnungsmarsch "Celebrity" des Schweizers Mario Bürki zeigte den Weg des ersten Programmteils auf. "Amerikanisch! In Oregon", einer "Fantasy for Band" von Jacob de Haan, reisten die Musikanten auf einer Bahnfahrt mit dem Publikum durch die Geschichte dieses facettenreichen Staates im Nordwesten von Amerika. Stimmungsvolle Bilder von Landschaften und abenteurliche Geschichten von Indianern, Cowboys und Goldgräbern wechselten in schneller Reihenfolge ab. Dabei zeigten die Musikantinnen und Musikanten, dass sie sich in den träumerischen Passagen mit weicher Tongebung im Holzregister, aber auch mit rhythmischer Präzision im Schlagzeug- und Blechregister in den fast kriegerisch anmutenden Teilen sehr gut in die Komposition einfühlen konnten.

Überzeugende Solistin

Ein Highlight in tonmalerischer Hinsicht war der Popsong "I just can't stop loving you", gefolgt vom rhythmisch wie melodisch anspruchsvollen Medley mit Songs aus dem Musical "Grease". Besonders zu gefallen wussten in diesem Werk die Saxofonsolistin in der Ballade "Beauty School Dropout", bei der sie auf dem Untergrund einer stimmigen Begleitung durch die Band dem Herzschmerz des Songs Ausdruck geben konnte. Im Broadway-Feeling-Stück "The Stripper", zeigten die beiden Vereine, dass sie auch in der Sparte Big Band zu Hause sind.

Auch Volkstümliches dabei

Im bunt gemischten zweiten Programmteil, durch den die sympathische Ansagerin führte, kam die Vielseitigkeit der Musikantengemeinschaft so richtig zur Geltung. Das Schlagzeugregister glänzte in Tito Puentes "Oye como va". "Anchors aweigh" liess Marine-Feeling aufkommen, und der "Frühlingsblumenwalzer" kam mit seiner lieblich anmutenden Melodie im Holzsatz wienerisch daher. Nicht vergessen seien die beiden Polkas "Jubiläumsklänge" und "Kuschelpolka" von Peter Schad, in denen Interpretation in allen Registern zum Ausdruck kam, was die Musikanten eben auch gerne spielen. Zum Abschluss des Konzerts erklang die Filmmelodie "Che sera, sera" aus "Der Mann, der zu viel wusste" von Alfred Hitchcock. Das Publikum dankte mit grossem Applaus und entliess die Musikanten nicht ohne Zugaben.

Neue Urner Zeitung

Dienstag, 29. November 2011 / Nr. 276 / Seite 26


 

2011 28. August Kutsche vom KAVALLERIEVEREIN SCHWYZ in Bauen

Fotos: Michael Scherer

 

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2011 27. August Neu-Eröffnung der Musikakademie Uri im Schulhaus in Bauen um 18 Uhr

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Die Musikakademie ladet Freunde, Nachbarn und Helfer zum Eröffnungskonzert im Mehrzweckgebäude Bauen. Im Programm: Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert in Es-Dur op.73.

Clara Luisa Demar (Pianistin, Sängerin, Schauspielerin, Gestalterin von Ausstellungen und Musiktheatern, einführende Gedanken)

Ernst von Känel (begleitendes Bildprogramm, Naturfotografie, Gästebegleiter und Seelsorger im Zentrum Ländli in Oberägeri)

Thema: Ludwig van Beethovens Lebensweg wurde durchkreuzt von dem schwersten Leiden, das einem Musikaer begegnen kann, der Taubheit. Wie er in diesem Unglück Sinn fand, davon berichtet die Konzertveranstaltung.

Im Anschluss Apero im Schulhaus

Mit gratis Busbetrieb ab Bahnhof Flüelen (SGV)

Die Musikakademie Uri unterrichtet Klavier, Geige und Gesang im Einzel-und Gruppenunterricht an Kinder ab dem zweiten Lebensjahr, an Jugendliche und Erwachsene bis ins Rentenalter. Sie bildet Klavierlehrer und Pianisten weiter und erteilt Supervisionsstunden und Coaching an Pianisten.

Um den Unterricht und die Erreichbarkeit sicherzustellen fährt neu das "Bauen Taxi" an drei Zeiten, montags - samstags mit fixem Fahrplan von Flüelen SBB und Altdorf Telldenkmal nach Bauen und zurück.

Diese Dienstleistung steht nicht nur der Akademie, sondern auch der Bauener Bevölkerung, Touristen und Gästen zur Mitnutzung zur Verfügung.

Mehr Infos unter info@musikakademie-uri.ch

Link Musikakademie Uri

www.musikakademie-uri.ch

Konzertkalender: http://www.musikakademie-uri.ch/konzerte/veranstaltungen.html

Fahrplan Bus: http://www.musikakademie-uri.ch/fahrplan.html


2011 17. August REGATTAVEREIN BRUNNEN in der Bucht von Bauen

 

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen

regattaverein brunnen


 

2011 8. Juli Regatta-Tag auf dem Urnerseee

Fotos: Michael Scherer

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Regatta Urnersee

Eine Regatte ist immer ein Ereignis. Sie bringt uns viele Farbtupfer und interessante Bewegungen in den Urnersee, ob es sich um Trainigsregatta SKM handelt oder um Frühlingsregatta RVB-SCU, Rigi-Cup YCRi, SCT-Derby, 50 Meilen-Trophy SKS, Uristier-Cup SCU, The Race YCL oder den RVB Herbstpreis

Mehr Infos, Ranglisten, Segelanweisungen, Reglemente zu finden unter folgendem Link:

Link zu Vierwaldstättersee Cup

und folgender Link führt zum REGATTAVEREIN BRUNNEN:

Link zu Regattaverein Brunnen

 


 

2011 4. Mai 2011 Landeshymne und Uri auf einer Briefmarke

 

Landeshymne Briefmarke

 

Urner Wochenblatt / 135. Jahrgang / Nr. 34 / Mittwoch, 4. Mai 2011

Martina Regli

Zum 50-Jahr-Jubiläum des "Schweizerpsalm" gibt die Post einen Viererblock Sondermarken heraus. Briefmarken mit Landschaftsbildern aus Uri.

 

Landeshymne Briefmarke

 

Unter UV-Licht strahlt sie auf: die erste Strophe des "Schweizerpsalm". Bei normalem Licht ist die Schweizer Nationalhymne aber unsichtbar. Dann ist auf jeder Briefmarke nur eines zu sehen: eine Fotografie aus Uri. Vier Landschaftsbilder zieren den neusten Sonderblock der Post. Alles passende Stimmungsbilder zum Text des "Schweizerpsalm". Einmal ist es der Urnerboden im "Morgenrot", dann eine neblige Stimmung in Urigen - der "Nebelflor". Eine weitere Marke zeigt die Schächentaler Windgällen im "Abendglühn". Nur eine Fotografie scheint zunächst nicht zu passen: Ein Bild vom Urnersee zur Mittagszeit. Und doch passt es dazu: "Diese Fotografie stellt mit dem Glitzern auf dem Wasser das 'Sternenheer' dar", erklärt Irène Elber. Sie muss es wissen. Denn die Fotografien stammen von ihr.

Vor 50 Jahren zur Nationalhymne erklärt

Der Anlass für die "Urner Briefmarken": Vor 50 Jahren ist der "Schweizerpsalm" von Alberik Zwyssig zur Nationalhymne der Eidgenossenschaft erklärt worden. Zum Jubiläum sind nun diese vier Marken à 25 Rappen entstanden. Ab morgen Donnerstag, 5. Mai, ist der Sonderblock mit den urnerischen Sujets überall in der Schweiz erhältlich. Bewusst hat die Post dazu Bilder aus Uri verwendet - als Hommage an den Komponisten Alberik Zwyssig aus Bauen. Fotografin Irène Elber war für das Projekt sofort Feuer und Flamme: "Ich freute mich so sehr über diesen Auftrag. So etwas kann man schliesslich nicht jeden Tag machen." Doch wieso zieren fast ausschliesslich Bilder aus dem Schächental den Sonderblock? Dies sei ein Zufall, betont Irène Elber. "Die Farbkomposition und die Thematik waren entscheidend. Nicht der Ort." Massgebend für die Auswahl war noch etwas anderes: "Die Bilder durften nicht zu dunkel sein, damit der Poststempel sichtbar bleibt", erklärt Irène Elber.

Jede Ecke einmal vor der Linse

Die Fotografien hat Irène Elber nicht extra für den Sonderblock gemacht. Sie stammen aus ihrem persönlichen Archiv - ein ganzes Zimmer mit Tausenden von Bildern aus Uri. Fotografien, die sie für ihre vielen Aufträge in Uri gemacht hat. Zwischen 1984 und 2004 hat die gebürtige Altdorferin verschiedene Projekte wie Tonbildschauen für Gemeinden und für den Kanton, Fotoausstellungen, aber auch Dokumentationen realisiert. Im Laufe der Zeit hatte sie so fast jede Ecke des Kantons einmal vor der Linse. "Besonders das Schächental habe ich in all den Jahren sehr gut kennen gelernt", berichtet Irène Elber. Aus dieser grossen Sammlung zieren nun drei Fotografien aus dem Schächental den Sonderblock. "Und ich gönne das den Schächentalern", hält Irène Elber fest. Sie hofft, dass ihre Marke aber nicht nur den Leuten in Unterschächen und Spiringen Freude bereiten wird, sondern alle Urnerinnen und Urner stolz macht. Auch sie selbst will diese Marken in die Welt hinaustragen: "Ich werde die Urner Marken verschicken, verschenken und meinen Bekannten ausserhalb des Kantons zeigen", sagt Irène Elber stolz.

Botschafterin für Uri

Weitergegeben hat Irène Elber ihre Fotografien vor allem aus einem Grund: "Weil mir Uri sehr lieb ist." Die Briefmarken würden die Schönheit von Uri zeigen. Damit erhalte der Kanton schweizweit Aufmerksamkeit. "Uri, gesehen als Teil der Zentralschweiz, der Wiege der Eidgenossenschaft", führt Irène Elber aus. Zwar lebt und arbeitet die Fotografin seit vielen Jahren in Zürich. Dennoch fühlt sie sich mit ihrem Heimatkanton sehr verbunden. Regelmässig besucht sie ihre Familie in Uri und ist für die Interessengemeinschaft Arturi aktiv. Und nicht nur das: "Ich bin Wochenaufenthalterin in Altdorf. Hier nehme ich an jeder Abstimmung und an jeder Wahl teil", sagt Irène Elber. Seit vielen Jahren engagiert sie sich auch für Projekte wie die "Allianz in den Alpen", "Modellregion Göschenen" oder "Mountain Wilderness". Der Grund für ihr Engagement für die Alpen sieht die 57-Jährige auch im Zusammenhang mit ihrer Arbeit. "Die Natur in Uri ist so schön und daher schützenswert." Deshalb vertrete sie ihren Heimatkanton gerne in Zürich. Und zwar mit so viel Enthusiasmus, dass sich Irène Elber sowohl als Fotografin als auch bei ihren Engagements vor allem als eines sieht: "Als Botschafterin für Uri."

 

Und nun zum Sonderblock Schweizer Landeshymne

Quelle des Textes in der Zeitschrift "Die Lupe"

Das Briefmarkenmagazin / 2/2011

Wie ein Kirchenlied zur Nationalhymne wurde

Nicht nur der Ursprung unseres Heimatlandes findet sich in der Innerschweiz. Auch die Schweizer Nationalhymne hatte ihre Geburtsstunde in dieser Gegend: Im Sommer 1841. Der Urner Priester und Komponist Alberich Zwyssig (1808-1854) weilte bei seinem Bruder im Hof St. Carl, einem stattlichen Patrizierhaus vor den Toren von Zug. In Ruhe und Abgeschiedenheit hatte er einen Auftrag zu erledigen.

Alberich Zwyssig erhält von seinem Zürcher Bekannten Leonhard Widmer (1809 bis 1867) - einem Musikverleger, Journalisten und Liederdichter - einen patriotischen Liedtext zur Vertonung zugeschickt. Er wählt den Messgesang auf den Psalmtext "Diligam te Domine" (Ich will Dich lieben, Herr), den er 1835 für eine Pfarrinstallationsfeier komponiert hat. Zu dieser Zeit war er Stiftkapellmeister des Klosters Wettingen. Die Anpassungen des neu zu unterlegenden widmerschen Textes führen bis in den Herbst des Jahres 1841 zurück. Schliesslich, "am Abend des Cäcilientages, Montag, den 22. November 1841, zu St. Carl im ersten Stock in der Stube gegen See und Stadt hin", probt Zwyssig mit vier Zuger Stadtbürgern zum ersten Mal seinen "Schweizerpsalm". Dies die Überlieferung gemäss einem Bericht von einem Oberstleutnant, der an besagtem Abend den ersten Bass sang.

Eine lange Geschichte nimmt ihren Anfang

Bereits 1843 erschien das neue Vaterlandslied im "Festheft der Zürcher Zofinger für die Feier der Aufnahme Zürichs 1351 in den Schweizerbund". (Der Zofingerverein ist die älteste schweizerische Studentenverbindung.) Im gleichen Jahr wurde das Lied auch am Eidgenössischen Sängerfest in Zürich vorgetragen und vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Bei den Männerchören wurde der "Schweizerpsalm" schnell heimisch - dank Übersetzungen auch in den romanischen Sprachgebieten - und umrahmte von da an häufig patriotische Feiern. Die zahlreichen Vorstösse zwischen 1894 und 1953, dieses Lied zur offiziell gültigen Nationalhymne zu erklären, lehnte die Schweizer Regierung jedoch ab; begründet wurde diese Haltung damit, dass eine Nationalhymne nicht durch ein behördliches Dekret eingeführt, sondern vom Volk durch den regelmässigen Gebrauch frei gewählt werden sollte. In der Tat existierte als Repräsentationsgesang für politische und militärische Anlässe ein anderes Lied, das gleichermassen populär war wie der "Schweizerpsalm": "Rufst du mein Vaterland" dürfte auch in der heutigen Zeit noch in einigen Gedächtnissen verankert sein. Der Text wurde auf die englische Hymnenmelodie "God Save the King (Queen)" gesunden. Dies führte im Laufe des 20. Jahrhunderts - als die internationalen Kontakte stark zunahmen - mitunter zu peinlichen Situationen beim Abspielen der melodisch gleichklingenden Nationalhymnen England und der Schweiz!

Staatssymbol seit 50 Jahren

1961 beschloss daher der Bundesrat, der "Schweizerpsalm", eine rein schweizerische und unverwechselbare Schöpfung, habe provisorisch als offizielle, schweizerische Nationalhymne zu gelten. Nach dreijähriger Probezeit sprachen sich zwölf Kantone zugunsten des "Schweizerpsalms" aus, während sieben für eine verlängerte Probezeit plädierten und nicht weniger als sechs das Lied als Staatssymbol ablehnten. Trotz des zwiespältigen Ergebnisses wurde 1965 die vorläufige Anerkennung des "Schweizerpsalms" als Nationalhymne bestätigt. Dieses Mal unbefristet. Das Provisorium liess der Bundesrat erst zehn Jahre später fallen, ohne jedoch eine spätere neue Wendung auszuschliessen. In der Folgezeit gingen auch mehrere Vorschläge für einen neuen Nationalgesang in Bundesbern ein. Dem "Schweizerpsalm" stand jedoch nach wie vor keine andere Komposition gegenüber, die auch nur annähernd so viele Stimmen auf sich vereinen konnte. So erklärte schliesslich der Bundesrat am 1. April 1981 den "Schweizerpsalm" um "ein rein schweizerisches Lied, würdig und feierlich, so wie eine Grosszahl unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sich eine Landeshymne wünsche" handle.

Koordinationskommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland


 

2010 17. Juli / Lamborghini-Meeting in Bauen

 

Das Lamborghini-Treffen in Bauen (Uri) war nicht nur für die Fotografen eine Augenweide. Nach dem Frühstück im Zwyssighaus brummte die farbenprächtige Autokolonne davon, einer interessanten Pässefahrt entgegen, durch den Kanton mit dem Stier im Wappen, mit dem Lamborghini-Stier auf jedem edlen Fahrzeug.

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Details

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 

Lamborghini in Bauen Uri

 


 

2010 04. Juli / Livias "erste Schritte" auf dem Urnersee

Surfing Urnersee

Vorbereitung auf dem Campingplatz Bucheli in Sisikon

Link Camping Bucheli

Surfing Urnersee

Auf in Richtung Bauen am gegenüberliegenden Ufer! Zum Glück hilft ein bisschen Wind und auch Papi, der aus dem Boot Anleitungen ruft.

Surfing Urnersee

Man ist nicht allein auf dem See. Und Damen haben keinen Vortritt!

Surfing Urnersee

Mehr Wind bringt mehr Wellen. Jetzt gehts schon viel schneller!

Surfing Urnersee

Ziemlich kräfteraubend das Ganze! Nach einer kleinen Verschnaufpause am Bootsrand gehts weiter. Kalt? Nein, ICH frier doch nicht so schnell!

Surfing Urnersee

Ab und zu nimmt man ein nicht ganz freiwilliges Bad. Aber das passiert auch den Grossen!

Surfing Urnersee

Segel rauf und weiter!

Surfing Urnersee

Genug für heute! Im Boot sitzt eine überglückliche, nasskalte Maus. "Papi, das wünsch ich mir nun für jedes Wochenende!"

 


 

2010 07. März / Tag der Kranken

Glückwunsch-Karte

Wer an dem besonderen Sonntag im Kantonsspital Uri an der Spitalstrasse 1 in Altdorf anwesend war, erlebte eine Überraschung an der anderen.

Zusammen mit dem Frühstück brachten die Pflegefachfrauen Blumengestecke für alle Patientinnen und Patienten, dazu eine hübsch dekorierte Karte (siehe Bild) mit Genesungswünschen des Urner Regierungsrates mit folgendem Spruch des Tages:

"Auch wenn Deine äussere Freiheit eingeschränkt ist, wünsche ich Dir, dass Du Dir Deine innere Freiheit stets bewahren kannst." (Altes chinesisches Sprichwort)

Der Blumengruss, überreicht vom Urner Regierungsrat am Tag der Kranken, bringe Ihnen Freude und Zuversicht.

Altdorf, 7. März 2010

Im Namen des Regierungsrats

Der Landammann: Isidor Baumann (mit persönlicher Unterschrift!)

Als weitere Überraschungen waren geplant:

10.00 Uhr Gottesdienst in der Spitalkapelle begleitet von einer Singgruppe

10.45 Uhr Musikalische Darbietung von der Dorfmusik im Spitalpark, (ca. 40 Musiker, die tapfer im frisch gefallenen Schnee und in der Kälte Ihr Ständchen brachten)

14.30 Uhr Ländlermusik mit dem "Echo vom Hüfi" in der Cafeteria

Ich bin sicher, dass nicht alle Kranken in der ganzen Schweiz derartig verwöhnt wurden.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei mitgewirkt haben, den Kranken eine ganz besondere Freude zu bereiten. Schliesslich sind freudige Überraschungen mindestens so heilsam wie Medizin, oder sogar vielleicht noch eine Spur wirksamer.


2010 26. Februar / Jubiläumsjahr Musikverein Bauen

 

Jubiläum Musikverein Bauen

 

2010.02.26. Jubiläumsjahr Musikverein Bauen

Neue Urner Zeitung / Nr. 47

Musikverein Bauen / Jubiläumsjahr feierlich eröffnet

Der Musikverein Bauen feiert 2010 seinen 50. Geburtstag. Das Jubiläumsjahr beinhaltet verschiedene Aktivitäten. An der GV durften Aktive und Gäste viel Erfreuliches hören.

red. Die GV des Musikvereins Bauen vom vergangenen Samstag, 20. Februar, stand ganz im Zeichen der diesjährigen Feierlichkeiten zum 50-Jahr-Jubiläum. Im sehr speditiv gestalteten geschäftlichen Teil konnte Präsidentin Lucia Iten-Kempf auf ein sehr erfolgreiches erstes gemeinsames Jahr mit den Mitgliedern der Musikgesellschaft Attinghausen zurückblicken. Höhepunkte waren die Konzerte im Bayrischen Rehling und das Jahreskonzert im November.

Zwei neue Mitglieder

Beisitzerin Christine Bricker, Kassier und Vizedirigent Hubert Kempf, der zweite Rechnungsrevisor Cyrill Durrer und Fähnrich Markus Hilber wurden für eine weitere Amtsdauer bestätigt. Mit grosser Freude konnten Nicole Brücker, Flöte, und Laetitia Epp, Saxofon, neu in den Verein aufgenommen werden.

Peter Marent von der MG Attinghausen lobte die erfreulich angelaufene Zusammenarbeit mit den Bauer Musikanten. Auch im kommenden Jahr wird man unter dem Motto "Gemeinsames Musizieren" die neu entstandene Verbindung weiterpflegen.

Diverse Jubiläumsaktivitäten

Das Jahresprogramm beinhaltet verschiedene Aktivitäten zum 50-Jahr-Jubiläum sowie diverse Auftritte in den Gemeinden Attinghausen und Bauen. Das Jubiläumsjahr startet am 28. März mit einem Gastkonzert in der Pfarrkirche Bauen mit Teilen aus der Rockoper "Jesus Christ Superstar", aufgeführt von Solisten und Choristen rund um das Gesangsquartett Stitkowa und begleitet von der Band M.A.U.S. unter der Leitung von Heini Iten. Am 19. und 21. Juni 2010 findet das eigentliche Jubiläumsfest unter Mitwirkung des Musikvereins Rehling und der Musikgesellschaft Geiss statt. den Abschluss findet das Jubiläumsjahr mit einem Kirchenkonzert am 21. November 2010 in der Pfarrkirche Attinghausen.

Langjährige Musikanten geehrt

Im Anschluss an die Generalversammlung begaben sich die Musikanten und die Gästeschar unter denen sich auch Gründungsmitglieder und ehemalige Dirigenten befanden, zur Pfarrkirche, wo sie von einer Turmbläserformation mit Renaissanceklängen empfangen wurden. Im Gottesdienst, der von Pfarrer Josef Lussmann sehr stilvoll gestaltet und vom Musikverein Bauen umrahmt wurde, gedachte man auch der verstorbenen Mitglieder des Vereins. Beim Nachtessen im "Zwyssighaus" durfte Lucia Iten-Kempf zwei verdienten Bläsern die Ehrenmitgliedschaftsurkunde überreichen.

 

Jubiläum Musikverein Bauen

 

Express:

Am 19. und 20.Juni feiert der Musikverein Bauen sein 50-jähriges Bestehen.

Othmar Infanger und Kurt Baumann sind die neuen Ehrenmitglieder.

Im November wird ein Adventskonzert gegeben.

 


2009 07. November / Die Musikvereine Bauen und Attinghausen konzertieren gemeinsam in Bauen

Erstes gemeinsames Konzert in Bauen

Urner Wochenblatt, Samstag, 31. Oktober

Blasmusik / Die Musikvereine Bauen und Attinghausen konzertieren am 7. November

Der Musikverein Bauen rüstet sich gemeinsam mit dem Musikverein Attinghausen für den Jahreshöhepunkt: das gemeinsame Konzert vom 7. November. Dieses beginnt um 20.00 Uhr im Mehrzweckgebäude Bauen. Die beiden Vereine haben gemeinsam bereits verschiedene Auftritte hinter sich, beispielsweise bei Geburtstags- und Jubiläumsständchen in den beiden Gemeinden oder auch beim äusserst erfolgreichen Konzertwochenende im bayrischen Rehling. Dabei kam natürlich auch die Kameradschaft nicht zu kurz.

Alphorn

Alphornbläser zu Gast

Die beiden Vereine haben sich menschlich und klanglich in kurzer Zeit gefunden und bereits einen eigenen, prägenden Sound kreiert. So darf man sich auf das erste gemeinsame Konzert freuen. Gespielt wird ein buntes Programm: Originale Blasorchestermusik von James Swearingen hat ebenso Platz wie eine Carioca von Luigi di Ghisallo oder ein Medley mit den besten Abba-Hits. Aber auch Walzer und Polka werden traditionsweise gespielt.

Spezielle Gäste sind heuer die Alphornbläser von "Tells Apfelschuss", die einige Leckerbissen auf ihren Instrumenten zum Besten geben werden. Gemeinsam mit dem Musikverein werden zum Schluss noch eine Polka von Bruno Kälin und ein Mambo für Alphorn und Blasorchester von Franz Regli gespielt. Anschliessend ans Konzert spielet der bekannte Alleinunterhalter Thomas aus Tirol zum Tanz auf. Der Eintritt ist fei. Es wird eine Türkollekte erhoben. (e)

Eine Erfolg versprechende musikalische Zusammenarbeit

meldet das Urner Wochenblatt vom 14. November 2009

Eine Fortsetzung ist nicht auszuschliessen

Alles in allem eine beeindruckende Leistung, die zeigte, wie in kurzer Zeit ein beträchtliches Niveau erreicht werden kann. Man darf auf weitere Aktivitäten beider Vereine gespannt sein. (e)


2009 2. November / Urner Trickfilmer, der Schattdorfer Adrian Flückiger, sahnt mit "Signalis" Preis ab

Signalis von Adrian Flückiger

Ausschnitt aus Bild aus dem Animationsfilm "Signalis", Quelle http://www.swissfilms.ch/detail_f.asp?PNr=2146535158

In Kiew am 39. Molodist International Film Festival gewann der Trickfilm "Signalis" des Schattdorfers Adrian Flückiger den ersten Preis.

Flückiger erhält den Preis für den besten Studentenfilm ex-aequo mit einem belgischen Film. Der Preis ist mit 2'500 Dollar Preis-Geld dotiert.

Im Trickfilm "Signalis" geht es um das Wiesel Erwin, welches in einer Strassenampel lebt und arbeitet. Sein Job ist es, jeden Tag von neuem die richten Ampel zu schalten.

Regie, Drehbuch, Kamera, Ausstattung, Beleuchtung, Animation von Adrian Flückiger

Ton: Joern Poetzl, Wolf-Ingo Römer, Philipp Sellier

Musik: Andy Iona

Kostüme: Cynthia Kaufmann

Originalversion ohne Dialog, colour, Beta SP, 5 Min.

Produktion: Hochschule Luzern Schweizer Fernsehen

Weltrechte: Hochschule Luzern

Verleih: Schweiz. Hochschule Luzern

Uraufführung: July 2008

Auf http://www.filmsprung.ch/wordpress/?p=4997 findet man im Filmblog von Thomas Hunziker noch mehr Informationen über den Film

Schon Christian Morgenstern erkannte die wertvolle künstlerische Bedeutung von Wieseln. Sein ästhetisches Wiesel sass inmitten Bachgeriesel - um des Reimes Willen. Für seinen animierten Kurzfilm "Signalis" hat Adrian Flückiger ebenfalls ein Wiesel als Hauptfigur ausgesucht. Erwin sitzt inmitten Verkehrsgeriesel. Er steuert in einer Ampel den Fluss der Autos. Das kann ganz schön eintönig sein. Aber nur wenn alles nach Plan läuft. Der Tagesablauf von Erwin ist nach einem strengen Schema geregelt. Im mittleren, gelben Stock sind sein Bett, die Zuckerwürfel und der Kühlschrank. In der unteren, grünen Etage befinden sich der Wecker, der in um 5 Uhr zum Dienst ruft, der Esstisch, die Küchenutensilien und das dekorative Bild von der grünen Wiese. Im oberen, roten Stock warten die Kaffeemaschine, der Kochherd, der Fernseher und die Toilette. So eilt Erwin regelmässig die Treppe hoch, um danach an einer Stange in den untersten Stock zu rutschen und befriedigt während der Arbeit auch seine persönlichen Bedürfnisse.

Nach Arbeitsschluss bleibt noch genügend Zeit, um ein wenig fernzusehen. Doch eines Abends schläft Erwin vor dem Fernseher kurz ein. Weil er dadurch seine Tasse vergisst, gerät der nächste Tag ganz schön aus dem Lot. Anstatt der Tasse stellt Erwin die Giesskanne unter die Kaffeemaschine. Doch das klappt nicht wirklich. Irgendwie will sich anschliessend der geregelte Ablauf einfach nicht mehr einstellen und so verschieben sich die Phasen der Ampel. Unter Druck trifft Erwin eine folgenschwere Entscheidung, die zum befreienden Knall führt.

Wie schon im Kurzfilm "What's Next?", den er zusammen mit Claudia Röthlin realisierte, entwickelt Adrian Flückiger in "Signalis" aus einer einfachen, aber fantastischen Grundidee einen hinreissenden Stop-Motion-Film. Technisch überzeugen der ausgeklügelte, pulsierende Rhythmus, die lebendige Tonspur und das dynamische Zusammenspiel von Animation und Schnitt. Inhaltlich begeistert der verschmitzte Humor und die trotz reduzierten Requisiten liebevollen Details (Erwin sieht sich im Fernsehen Autorennen an, die Positionen von allen Utensilien von Erwin sind sorgfältig markiert).

Das Abenteuer des Wiesels hat sich 2009 als wahrer Abräumer an zahlreichen Festivals entpuppt. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt "Signalis" auch die Publikumspreise am Fantoche, den Schweizer Jugendfilmtagen, in Lausanne und in Lodz. Zudem gewann Flückiger in Solothurn den Nachwuchspreis Suissimage/SSA und wurde für den Schweizer Filmpreis nominiert. Mehr als verdient. Dieses kleine Juwel kann ich mir immer wieder ansehen.

 


 

2009 16. Oktober / Kilbiausstellung Isenthal Bootsunglück erschüttert Tal

2009.10.16. Bootsunglück erschüttert Tal

Neue Urner Zeitung / Nr. 239

Kilbi-Ausstellung in Isenthal

Bootsunglück erschüttert Tal

Der Krieg war kaum vorbei, da geschah vor 60 Jahren das Unfassbare: Fünf Isenthaler Schützen ertranken an der Isleten. Das Unglück hinterliess tiefe Spuren.

von Josef Schuler

Europa ist im Krieg, die Schweiz von Achsenmächten umschlossen. Auf dem nahen Rütli beschwört General Guisan Volk und Armee zur Abwehrgemeinschaft. Isenthaler Männer rücken ein, Frauen und Kinder besorgen Haus und Hof. Es ist Sommer 1940. Die Armee macht in Uri Versuche mit künstlichem Nebel. Doch die verheerenden Giftablagerungen verseuchen auch Isenthaler Boden. Er wird aufwendig umgepflügt. Allein in Uri müssen 13 000 Stück Vieh notgeschlachtet werden. Zudem droht Hunger, denn die Schweiz ist auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Isenthal baut Gemüse und Kartoffeln gemäss der Wahlen-Anbauschlacht an. Karl Infanger ist Anbauleiter und kontrolliert, wie im Unterbärchi Wiesenland zu Garten wird, der Zins beträgt 15 Rappen pro Quadratmeter. Insgesamt werden 9,5 Hektaren zu Gärten. Im Schulhaus führt das Kriegswirtschaftsamt einen Sparkochkurs durch, fünfzig Isenthalerinnen kommen. Hausfrauen sollen mit wenig Zutaten und Energie sättigende Mahlzeiten kochen. Nach der Anbauschlacht verschwinden die meisten Gärten wieder. Während im Urner Talboden neue Arbeitsplätze entstehen, leben kinderreiche Familien in verkehrsmässig abgeschiedenen Isenthal noch oft am Existenzminimum. Oder sie wandern aus, bis nach Amerika.

Drama bei einem Sturm

Am Sonntagabend, 4.Dezember 1949, wird Isenthal von einem unfassbaren Unglück heimgesucht. Noch gibt es keine Verbindungsstrasse zwischen Seedorf und Isleten, und so steigen die jungen Schützen nach dem Winterschiessen in Attinghausen frohgemut in Seedorf in ihr Boot. Sie geraten bei Isleten in einen Sturm, kentern, fünf Männer ertrinken. Zwei der Kameraden klammern sich ans Boot und können sich retten. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die schreckliche Nachricht. Bis zum folgenden Mittag werden die fünf Opfer geborgen: Werner Aschwanden, Alois Gasser, Hans Gasser, Eduard Ziegler und Johann Aschwanden. Am 7. Dezember werden die Männer in Isenthal bestattet. über 2000 Personen aus nah und fern nehmen an der Beerdigung teil, an der Spitze des gewaltigen Leichenzugs marschieren die Fahnenträger von über zwanzig Vereinen. Ihnen folgen die Urner Regierung und die Gemeindebehörden. Das Ereignis hinterlässt tiefe Spuren im Tal. Nicht nur verlieren Angehörige und Familien Gatten und Väter, das ganze Tal, auch Behörden und Vereine, spüren schmerzhaft die Lücken im öffentlichen Leben. Ein Gedenkstein an der Isleten erinnert an das tragische Unglück.

Im vergangenen Jahr gestaltete Leza Aschwanden, Nachkomme seines überlebenden Grossvaters, eine eindrückliche CD als Maturaarbeit. Das Ereignis wird dargestellt, und die Nachkommen erinnern sich. Die professionell vorgetragenen Texte werden musikalisch umrahmt. Die CD füllt eine Lücke. Sie ist ein Dokument gegen das Vergessen und kann an der Kilbi-Ausstellung und am speziellen Gedenkanlass am 4. Dezember in Isenthal käuflich erworben werden.

 


 

2009 10.Oktober / Zum Jubiläum des Weinberges in Altdorf ein Traumjahrgang

Weinlese / Zwischen 4 und 5 Tonnen Trauben am Weinberg beim Kapuzinerberg

Urner Wochenblatt, Samstag, 10. Oktober 2009

Ein schwieriges Jahr mit einem Traumergebnis - so das Fazit von Alois Schuler. Dank des guten Wetters konnte die Ernte zwei Wochen früher als normal stattfinden

Ralph Aschwanden

48 Hände - so viele braucht es, um die Trauben auf dem Rebberg von Alois Schuler an einem Tag zu ernten. Wie viele Kilometer und wie viele Höhenmeter die 24 Helferinnen und Helfer bei der Weinlese zurücklegen, weiss wohl niemand so genau. Dass sie es aber gerne tun, davon zeugt die Freude auf ihren Gesichtern. Ruhig und routiniert sind sie bei der Arbeit, angestachelt vom schönen Wetter und den Rebstöcken voller reifer Trauben. "Viele helfen mir schon während des Jahres im Weinberg. Nun können sie im wahrsten Sinne des Wortees die Früchte ihrer Arbeit ernten", erklärt Alois Schuler.

Jubiläum am Kapuzinerberg

Es ist der 10. Jahrgang, den Alois Schuler verarbeiten wird: "Vor einem Jahrzehnt haben wir erstmals die Blauburgundertrauben ernten können." Seit fünf Jahren baut er zudem Pinot-Grigio-Trauben an, und bereits Ende August war der erste Jahrgang der neuen Traubensorte Solaris erntereif. Mit insgesamt 4 bis 5 Tonnen Trauben rechnet Alois Schuler in diesem Jahr. "Dazu kommt noch rund 1 Tonne der Solaris-Trauben, die wir bereits geerntet haben. Das ist alles in allem ein überdurchschnittliches Jahr", erklärt der Urner Weinbauer sichtlich zufrieden. Und auch die Öchslegrade weisen auf einen Spitzenjahrgang hin. "Die Trauben haben alle um die 100 Öchslegrade." Damit komme er fast an das bisherige Rekordjahr 2003 heran.

Wie im Märchen

Grund für die gute Ernte ist das traumhafte Wetter in den Monaten Mai sowie August bis Oktober. "Das war fast wie im Märchen", schwärmt Alois Schuler. "Dadurch konnte sich die Natur so richtig gut entfalten, was zu den guten Erträgen in diesem Jahr führte." Fast vergessen sind ob der letzten beiden Monate die regenreichen Wochen im Juni und Juli. "Die Arbeit in dieser Zeit war sehr schwierig, insbesondere wegen des Mehltaus. Der Pilz fand durch die grossen Niederschlagsmengen ideale Wachstumsbedingungen vor. " Gerade noch rechtzeitig sei das Wetter aber umgeschlagen. Einziges Überbleibsel des Pilzbefalls ist die rostrote Färbung der obersten Blätter an den Rebstöcken. "Die Trauben selber sind aber hervorragend gereift."

Drei Barrique-Weine

Als Anlass des 10-Jahr-Jubiläums des Rebberges will Alois Schuler gleich drei Urner Barrique-Weine herstellen. "In eigens dafür angefertigten Fässern als Urner Eiche werde ich einen Blauburger, einen Dioly Noir sowie einen Weisswein - einen Pinot Grigio oder einen Federweiss - machen." Damit soll sein Sortiment im kommenden Jahr gleich um drei neue Weinsorten erweitert werden. Einen Weisswein will er im Gegenzug weglassen, welchen, weiss er noch nicht. "Dafür bleibt der Schaumwein im Angebot", so Alois Schuler. Und ein Gläschen davon dürfte er sicher auch zum Anstossen mit seinen Lesehelferinnen und -helfern verwenden.

Und ich sage dazu: Na dann PROST AUF DAS NEUE JAHRZEHNT MIT GUTEM GELINGEN!

Neulich haben wir einen dieser Schaumweine geschenkt bekommen. Der wartet nun im Keller auf die richtige Gelegenheit. Und so sieht die Flasche aus:

Altdorfer Schaumwein

Ist das ein eleganter Uristier!

Eleganter Stier

 


 

2009 21.-22. September / Der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew in Bern und in Andermatt

Zisch Bilder Galerie

Im Vorfeld war zu lesen:

12. September

Über das genaue Reiseprogramm für Medwedew ist noch wenig bekannt: Die Behörden betrachten es vorläufig als "Geheimsache". Im Gespräch ist ein Besuch des Suworow-Denkmals bei Andermatt, ein Halt im Neat-Besucherzentrum in Erstfeld, eine Schifffahrt auf dem Urnersee, ein Abstecher ins Muotatal und ein Besuch des Schwyzer Staatsarchivs.

Ueli Bachmann

14. September

Medwedew: Armeeaufgebot in Uri und Schwyz

Der russische Präsident Dimitrij Medwdew wird am 21. und 22. September die Schweiz besuchen. Der Bundesrat hat dafür den Einsatz von maximal 200 Armeeangehörigen bewilligt.

Der Einsatz der Armee im Assistenzdienst zugunsten der Kantone Schwyz und Uri dauert längstens vom 18. bis zum 24. September 2009. Zur Unterstützung bei den Sicherheitsmassnahmen können Berufs- und Milizformationen bis zu einem Maximalbestand von 200 Angehörigen der Armee im Assistenzdienst eingesetzt werden, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilt. Beantragt worden war die Unterstützung von der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren, da die Polizeikräfte und -mittel der Kantone Uri und Schwyz sowie die Verstärkungen durch andere Polizeikorps ihrer Meinung nach nicht ausreichen.

Kein Ordnungsdienst

Die Armee wird materielle und personelle Leistungen im Bereich Objekt- und Personenschutz zu Gunsten der Kantone Uri und Schwyz erbringen. Im Weiteren wird die Armee Beiträge im Bereich der Führungsunterstützung leisten und Lufttransporte von völkerrechtlich geschützten Personen und Interventionselementen der Polizei durchführen. Zusätzlich wird Material zur Verfügung gestellt (Fahrzeuge und Boote inklusive Fahrer, Funkgeräte u.a.). Die Armee leistet keinen Ordnungsdienst.

Die Einsatzverantwortung liegt bei den zivilen Behörden der Kantone Uri und Schwyz, wie es weiter heisst. Diese erteilen der zugewiesenen Truppe nach Rücksprache mit dem VBS schriftlich den Auftrag und regeln darin insbesondere die Zuständigkeiten, die Unterstellungsverhältnisse, die Polizeibefugnisse der Armee sowie den Dienstverkehr mit den zivilen Behörden. Die Führungsverantwortung für die eingesetzten Armeekräfte liegt bei der Armee.

Teilnahme an Gedenkfeier

Der russische Präsident Medwedew wird sich bei seinem Staatsbesuch in der Schweiz mit seiner Gattin in Bern und der Innerschweiz aufhalten. Der Besuch in der Innerschweiz ist für den zweiten Tag, also den Dienstag vorgesehen, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gleichentags mitteilte. Dort wird Medwedew an Feierlichkeiten zur Erinnerung an den russischen General Suworow teilnehmen, der 1799 mit seinen Truppen über die Schweizer Alpen zog. An einem Vorbereitungstreffen im vergangenen Juni hatten zudem Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und ihr russischer Amtskollege Sergej Lawrow erklärt, eine Reihe von Abkommen voranzutreiben, damit sie beim Besuch Medwedews unterschriftsreif sind.

15. September

In Brunnen müssen die Boote aus dem Hafen

Nächsten Dienstag weilt Russlands Präsident Dmitri Medwedew in der Innerschweiz. Und sorgt für Ungemach bei Bootsbesitzern in Brunnen.

Am kommenden Dienstag wird sich der russische Präsident Dmitri Medwedew von der Schönheit unserer Region überzeugen. Damit er das in Ruhe tun kann, wird ein aufwändiges Sichereheitsdispositiv aufgezogen.

Mit Folgen, die sogar die Bootsbesitzer in Brunnen spüren. Sie müssen ihre Boote aus dem Föhnhafen verlegen. Der Grund: Zu gross ist die Gefahr, dass in einem der Schiffe zum Beispiel eine Bombe versteckt werden könnte. Da die Behörden aber nur sehr kurzfristig informieren, wissen die Bootsbesitzer bislang nichts von ihrem Glück.

Ebenso ist unklar, welches Programm dem Präsidenten in der Innerschweiz genau geboten wird. Ziemlich sicher dürfte eine Bootsfahrt von Flüelen nach Brunnen dazugehören. Zwar bestätigt die SGV, dass eine Extrafahrt geplant sei, verrät jedoch nicht, mit welchem Schiff Medwedew befördert wird.

Sven Galinelli

16. September 2009

Der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew, der nächste Woche zum Staatsbesuch in die Schweiz kommt, hat Bern zwei rund sieben Monate alte Bärenwaisen aus den Wäldern Ussuriens für den neuen Bärenpark geschenkt.

Der Staatspräsident macht damit auch seinem Namen alle Ehre: Medwedew leitet sich ab von "Medwed", auf russisch heisst Medwedew "Vom Bär"!

Im vergangenen Monat waren die Jungtiere von Moskau nach Zürich geflogen worden. Ein spezieller Transporter des Tierparks Dählhölzli fuhr dann die Bären weiter nach Bern.

Quelle: swissinfo.ch und Agenturen

18.September

Quelle: zisch

Im Kanton Schwyz sind von der Sperrung sämtliche Strassen sowie die Autobahn betroffen. Die Bereiche in denen sich Medwedew aufhalten wird, sind zudem für alle Personen gesperrt. Noch ist aber am Besuch Medwedews wenig definitiv. Daher kann die Polizei auch noch nicht genau sagen, ab wann und für wie lange am Dienstagnachmittag der Talkessel abgeriegelt werde. Verkehrsbehinderungen werde es geben und auch der Busverkehr werde nur eingeschränkt möglich sein.

Die Kantonspolizei Schwyz hat vom Montag, 21. September, von 14 bis 17 Uhr und am Dienstag, 22. September, von 8 bis 18 Uhr eine Infoline eingerichtet. Unter Telefon 041 819 27 90 werden Fragen zu Verkehrseinschränkungen und Sperrungen beantwortet.

Auch im Kanton Uri wird es am Dienstag, 22. September, voraussichtlich Verkehrsbehinderungen geben. Wie die Kantonspolizei Uri mitteilt, muss am Vormittag bis am frühen Nachmittag in der Schöllenen zwischen Göschenen und Andermatt mit Sperrungen sowie im Raume Flüelen und Seedorf mit Verkehrsbehinderungen und Strassensperren gerechnet werden. Die Kantonspolizei empfiehlt, die Schöllenen vor 9 Uhr oder nach 12 Uhr zu befahren.

Der Morgen- und Abendverkehr sei nicht betroffen und auch der Bahn- und Schiffsverkehr verlaufe normal, heisst es weiter. Die Kantonspolizei wird für die Bevölkerung eine Infoline öffnen. Unter der Telefonnummer 041 874 53 60 werden am Montag, 21. September, von 14 bis 17 Uhr und am Dienstag, 22. September, von 7 bis 16 Uhr Auskünfte erteilt.

Keine Modellflieger oder Gleitschirme / Für den Luftraum über den Kantonen Schwyz und Uri hat der Bundesrat eine Flugbeschränkung verfügt. Insbesondere ist das Fliegen mit Modellflugzeugen oder Gleitschirmen, Deltaseglern und Motorseglern untersagt.

Harry Ziegler, Neue SZ/ana

19.September

Suworow / Wie ein russischer General zum schweizerischen Volkshelden wurde

Von Hannes Nussbaumer, Muotathal. Aktualisiert am 19.09.2009

Vor über 200 Jahren zog er mit seinem Heer durch die Schweiz. Wo er durchkam, wird er noch heute verehrt: General Suworow. Nächste Woche würdigt ihn der russische Präsident.

Die Schwestern im Muotathaler Frauenkloster wären parat gewesen für den hohen Gast aus Russland. Man wäre ungestört gewesen - denn wie von der Schwyzer Kantonspolizei gewünscht, haben die Schwestern dafür gesorgt, dass sich am kommenden Dienstag keine Gäste auf dem Klosterareal aufhalten. Schwester Monika hätte Dmitri Medwedew zum Holztisch im ersten Stock des Klosters geleitet. Es ist der Tisch, an dem zwischen dem 28. und 30. September 1799 General Suworow die Mahlzeiten eingenommen hat. Schwester Monika ist die Suworow-Spezialistin unter den sieben Muotathaler Nonnen und hätte dem Präsidenten Auskunft geben. Russisch könne sie allerdings nicht, sagt sie und kichert. Englisch auch nicht. "Nur Muotathalerisch."

Wochenlang stand das Kloster auf Dmitri Medwedews provisorischem Besuchsprogramm. Gestern teilte das Departement für Auswärtiges mit, dass der russische Präsident Muotathal "aller Voraussicht nach" nicht besuchen werde. Dafür wird er beim Suworow-Denkmal in der Schöllenenschlucht Halt machen.

Alexander Wassiljewitsch Suworow hat die Ehre fraglos verdient. Der 70-jährige Fürst und Generalissimus und seine 22'000 Soldaten haben im Herbst 1799 Geschichte geschrieben - mit einem spektakulären Marsch durch die Schweiz.

Ein Marsch über vier Pässe

Suworow kämpfte damals in einer Koalition mit Österreich, England und weiteren Monarchien gegen das revolutionäre Frankreich. Dieses war im Begriff, sich in Europa immer weiter auszubreiten. Unter Suworows Führung gelang es den Russen im Frühjahr 1799, die Franzosen aus Norditalien zu verjagen. Darauf bekamen Suworow und seine Soldaten den Befehl, auf die Alpennordseite zu wechseln und sich dort der Franzosen anzunehmen. 1798 waren diese in die Schweiz einmarschiert, hatten die alte Ordnung weggefegt und an ihrer Stelle die Helvetische Republik eingerichtet.

Am 21. September brachen die Russen ihr Lager in der Nähe von Lugano ab und zogen Richtung Gotthard los. Zuerst am Pass selbst, später in der Schöllenenschlucht kam es zu schweren Gefechten mit den Franzosen. Vermutlich gegen 2000 Russen verloren das Leben. Am 26. September zog General Suworow in Altdorf ein und pries sich dort als Erlöser der Schweiz.

Nicht viel zu feiern

Viel zu feiern gab es freilich nicht. Weil die Axenstrasse noch nicht gebaut war und die Franzosen alle Schiffe aus dem Urnersee weggeführt hatten, mussten Suworow und seine bereits arg ramponierten Männer den Weg über den 2073 Meter hohen Kinzigpass nach Muotathal nehmen. Dort kam es zu erneuten Gefechten zwischen Russen und Franzosen. Mit der Folge, dass die damals zwanzig Nonnen im Muotathaler Frauenkloster nicht nur Suworow zu versorgen hatten, sondern auch etwa 500 Verletzte. Wer unter den Russen noch Kraft hatte, versuchte sich mit dem Nötigsten zu versorgen - und das waren in erster Linie Schuhe. Den gefangenen Franzosen wurden sie samt Socken ausgezogen. Ähnlich erging es nicht wenigen Einheimischen.

Viel mehr geschmerzt haben als der desolate Zustand seiner Soldaten dürfte den General freilich ein anderer Umstand: In Muotathal erfuhr er, dass er sich nicht wie geplant im wenige Kilometer entfernten Schwyz mit den österreichischen Truppen vereinen konnte - weil diese inzwischen von den Franzosen schwer geschlagen worden waren.

Verheerende Finale eines Gewaltmarschs

Suworow musste die Route korrigieren und führte seine Armee erneut in die Berge: zuerst über den Pragelpass nach Glarus, von dort weiter nach Elm und dann über den 2407 Meter hohen Panixerpass ins Bündner Vorderrheintal. Der letzte Übergang war das verheerende Finale eines Gewaltmarschs: Auf dem Panixerpass lag der Schnee knietief. Der Weg war nicht mehr zu finden.

Die gefangenen Franzosen marschierten barfuss; die Russen mit Schuhwerk, das schon längst nicht mehr als solches zu erkennen war. Tausende erfroren oder stürzten ab. Auf der Passhöhe zerbrachen die Kosaken schliesslich ihre Lanzen, um dem Generalissimus ein wärmendes Feuer entfachen zu können.

Was von Suworows Armee übriggeblieben war, schleppte sich nach Chur und dann durchs Rheintal abwärts ins vorarlbergische Feldkirch. Es waren noch rund 15'000 Soldaten, davon 10'000 kampffähige, welche die Schweiz Richtung Russland verliessen.

Besatzer und Retter

Zurück blieb entlang der Schweizer Suworow-Route eine Bevölkerung, die in diesen Kriegszeiten einen hohen Preis bezahlt hatte. Denn die Russen hatten es längst nicht nur auf ihre Schuhe abgesehen. Walter Gähler, Gründer und Betreiber des Suworow-Museums im glarnerischen Schwanden, sagt, dass keine Kuh und kein Laib Käse, die den ausgehungerten Truppen in Griffnähe kamen, überlebten. Und trotzdem ist die gesamte Strecke gesäumt von Gedenktafeln und Andenken; fast jeder Stuhl, auf dem der General gesessen und fast jedes Bett, auf dem er gelegen hat, sind irgendwo ausgestellt. Eine Tafel, die an die Franzosen erinnert, sucht man derweil vergebens.

Warum das? "Den Russen wird alles verziehen", sagt Walter Gähler im Glarnerland. "Suworow wird hier noch immer sehr, sehr geschätzt", sagt Schwester Monika in Muotathal. "Dass die Bevölkerung wegen der Russen grosse Opfer briogen musste, wird völlig ausgeblendet. Die Russen werden hier verehrt", sagt Iwan Rickenbacher, aufgewachsen in Schwyz, einst Lehrer in Muotathal, heute Politberater und Verwaltungsrat der "Tages-Anzeiger"-Herausgeberin Tamedia.

Der Grund: "Die Franzosen galten hier als feindliche Besatzer", sagt Rickenbacher. Die Russen seien gegen diese Besatzer angetreten, erfolglos zwar, aber mit gigantischem Engagement. Das danken ihnen die Einheimischen, indem sie sie bis in die Gegenwart als Retter verehren.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.09.2009, 04:00 Uhr

20. September

Von Marcel Odermatt und Lorenz Honegger

Morgen betritt der russische Präsident Schweizer Boden. Seine Leibgarde ist schon seit Wochen im Land, das Staatsgeschenk des Bundesrats liegt bereit: Der schwarze Kristall.

Der schwarze "Morion"-Kristall wiegt vier Kilo, entdeckt wurde er im Gotthardmassiv - ein extrem seltener Edelstein.

Am Montagmorgen landet der mächtigste Mann Russlands in Zürich-Kloten. Sechs Flugzeuge, eine gepanzerte Autoflotte und mehr als 100 Mitarbeiter gehören zum Tross. Bundespräsident Hans-Rudolf Merz wird Medwedew in dessen Muttersprache begrüssen - als Uni-Student hat er Russisch gelernt und beherrscht die Sprache noch immer fliessend.

Vom Flughafen aus reisen die zwei Staatsmänner per Sonderzug nach Bern. Während die First Ladies den neuen Bärengraben besuchen, trifft sich Medwedew mit den wichtigsten Wirtschaftsvertretern der Schweiz - vom Pharma- bis zum Nahrungsmittelmulti werden alle am Tisch sitzen.

"Russland ist brennend an guten Beziehungen mit der Schweiz interessiert", sagt der Zuger FDP-Ständerat Rolf Schweiger. "Machtpolitisch spielt unser Land keine grosse Rolle, das ist ein Vorteil. Zudem sind wir - wie Russland - weder EU- noch Nato-Mitglied." Diese Faktoren machten die Schweiz zum idealen Handelspartner.

Abends dinieren Merz und Medwedew in Merz' Amtssitz "Bernerhof". Geplant ist ein Vier-Gang-Menü mit auserlesenen Schweizer Spezialitäten und Weinen. Die Nacht verbringt das Ehepaar Medwedew im Fünfsternehotel Bellevue.

Am Dienstag folgt der Höhepunkt des Besuchs: Medwedew fliegt per Helikopter nach Andermatt UR, zur Schöllenenschlucht. Dort steht das Suworow-Denkmal - der Platz hat für die Russen eine ähnliche Bedeutung wie die Rütliwiese für die Schweiz. Hier kämpfte der russische General Alexander Wassiljewitsch Suworow im Herbst 1799 gegen die Franzosen, die damals die Schweiz besetzt hielten.

2000 russische Soldaten starben. Der General ist in Russland ein Nationalheld, jedes Kind kennt seinen Namen. Maler und Gemeindearbeiter haben seine Gedenkstätte letzte Woche mit Goldfarbe, Hochdruckreiniger und Zement auf Vordermann gebracht.

An einer streng bewachten Zeremonie wird Medwedew dem General gedenken, mit ihm 50 bis 60 ausgewählte Gäste. Medwedews Sicherheitsleute inspizieren die Gegend seit Wochen. Auf den umliegenden Berghängen sind Sniper stationiert, die Schöllenenschlucht und der Zentralschweizer Luftraum werden grossräumig gesperrt - der Schweizer Luftwaffenchef Martin Gygax kann jederzeit feindliche Flugzeuge zum Abschuss freigeben.

Besonders nervös ist Ferdinand Muheim. Der Andermatter Dorfmetzger und Ex-Gemeindepräsident ist einer der Hauptorganisatoren der Zeremonie und darf den Präsidenten treffen. Seit 20 Jahren pflegt er enge Kontakte nach Moskau. "Die Vorbereitungen laufen gut", sagt Muheim. Nur etwas habe nicht geklappt: "Die Russen verlangten zu Beginn, dass wir bis zu Medwedews Besuch eine russisch-orthodoxe Kapelle bauen."

Wegen Zeitknappheit und Lawinengefahr sei das Projekt geplatzt - die Kapelle werde aber trotzdem gebaut. "Wenn alles vorbei ist, stosse ich mit dem russischen Botschafter mit einem Glas Wodka an." Doch Muheim strebt nach mehr: "Nächstes Jahr will ich Wladimir Putin zu den Suworow-Freilichtspielen einladen. Meine Kontakte in Moskau haben mir ihre Hilfe zugesichert."

22. September

Zisch

Gemäss dem vorläufigen Planungsstand wird Medwedew mit dem Helikopter von Bern nach Andermatt geflogen, wo er um zirka 10 Uhr auf dem Kasernenplatz landen soll. Dort erwartet ihn ein Konvoi, der ihn zur Feier in die Schöllenenschlucht bringt. Autos der russischen Regierung wurden hierfür extra in die Schweiz geflogen. Auf eine Visite bei der Neat in Erstfeld wurde aus Zeitgründen verzichtet. Die Feierlichkeiten in der Schöllenenschlucht in Andermatt werden vom Militärspiel der Suworow-Musikschule mit rund 40 Kadetten musikalisch umrahmt. Hier soll Medwedew von der Urner Regierung einen alten Stich der Schöllenenschlucht erhalten, wie das "Regionaljournal Zentralschweiz" meldet. Säbel und Messer in Schwyz.

Am Nachmittag steht dann nach einer Schifffahrt nach Brunnen ein Besuch des Bundesbriefarchivs an. Medwedew wird aus den Händen von Landammann Georg Hess und in Anwesenheit von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und Staatsarchivar Kaspar Michel einen antiken Säbel erhalten. Zudem sollen dem russischen Präsidenten auch zwei Victorinox-Sackmesser überreicht werden. In der Gemeinde Schwyz wird den Anwohnern entlang der Route des Staatspräsidenten vorgeschrieben, die müssten die Fenster schliessen und die Vorhänge ziehen, wenn Medwedew vorbeikomme. Betroffen ist wohl ein Rayon von hundert Metern um das Bundesbriefarchiv.

schweizer Patrouillenboot Orion im Hafen von Weggis

Elf solche Patrouillenboote besitzt die Schweizer Armee zur Grenzsicherung.

Grosses Sicherheitsdispositiv

Generell wird die Bevölkerung vom Staatsmann kaum etwas sehen, zumal Medwedew von einer grossen Entourage begleitet wird und gut abgeschirmt werden dürfte. So hat der Bundesrat den Einsatz von maximal 200 Armeeangehörigen bewilligt. Zudem erhält Uri Hilfe von anderen Polizeikorps. Luzern wird mit der Sondereinheit Luchs beteiligt sein. Der Bundesrat hat für den Raum Uri und Schwyz eine Luftraumsperre verfügt. Diese Sperre gilt insbesondere für Delta- und Gleitschirmflieger sowie Modellflugzeuge. Aus Sicherheitsgründen mussten zudem sämtliche Boote aus dem Brunner Föhnhafen verlegt werden. Zahlreiche Strassen sind gesperrt. Uri und Schwyz haben eine Hotline eingerichtet, die gemäss dem "Regionaljournal Zentralschweiz" rege benützt wird.

Die Zentralschweizer Zeitung zisch hat auch noch folgendes zu berichten: Am Nachmittag steht dann nach einer Schifffahrt nach Brunnen ein Besuch des Bundesbriefarchivs an. Medwedew wird aus den Händen von Landammann Georg Hess und in Anwesenheit von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz und Staatsarchivar Kaspar Michel einen antiken Säbel erhalten. Zudem sollen dem russischen Präsidenten auch zwei Victorinox-Sackmesser überreicht werden...

NZZ Online / 22.September 2009 15:57 Uhr

Der russische Präsident begeistert die Urner Regierung

(...) Kurz nach dem Treffen flog Medwedew in einem Super-Puma-Helikopter dann ohne seine Gattin nach Andermatt. Seine Maschine wurde dabei von weiteren drei Helikoptern begleitet. In Andermatt angekommen setzte sich der Wagentross in Richtung Schöllenenschlucht in Bewegung. Medwedew wurde dabei auch von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz begleitet. (...)

Kleine Lücke im Sicherheitsdispositiv

Zur Unterstützung der Polizeikräfte standen auch 200 Militärangehörige im Einsatz. In kleinen Details stiessen die Sicherheitsmassnahmen dann allerdings an ihre Grenzen: Bei der vorgängigen Personen- und Gepäckkontrolle in Andermatt, wo selbst die Schweizer Soldaten ihre Sturmgewehre überprüfen lassen mussten, passte die Tuba eines russischen Kadetten nicht in das Röntgengerät. Der junge Russe wurde aber dennoch in die Schöllenenschlucht gelassen.

Am Suworow-Denkmal legte Medwedew kurz nach 11 Uhr einen Kranz nieder und sprach eine kurze Würdigung, wie Linda Shepard vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sagte. Das Suworow-Denkmal erinnert an den russischen General Alexander Suworow und dessen Truppen, die 1799 im Zweiten Koalitionskrieg die französischen Truppen aus Oberitalien vertrieben und darauf den Gotthard überquerten. Am Vortag hatte Medwedew sich erfreut darüber gezeigt, dass die Schweiz sich zusammen mit Russland an dieses historische Ereignis erinnert.

Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von den Suworow-Kadetten, welche traditionell in der Schweiz auftreten. Da die Terrasse vor dem Denkmal zu klein war, konnten die zahlreichen Journalisten die Feier lediglich aus der Ferne von der Teufelsbrücke aus beobachten.

Begeisterte Urner

Der Urner Regierungsrat Josef Dittli hat sich nach dem Besuch des russischen Präsidenten in seinem Kanton begeistert gezeigt. Die Feier zu Ehren von General Suworow sei ein bewegender Moment gewesen. Dittli sagte nach der Feier, dass Suworow für die Russen offensichtlich eine grosse Bedeutung habe. Die Ehrfurcht der russischen Gäste bei der Kranzniederlegung und bei der Rede Medwedews sei eindrücklich gewesen.

Der Urner Sicherheitsdirektor, der selbst in die Planung des Sicherheitsdispositivs des Staatsbesuchs involviert war, ist aber auch begeistert von seiner persönlichen Begegnung mit dem russischen Präsidenten. Der haben sich, als er in Andermatt gelandet, auch kurz Zeit genommen, um mit den Vertretern der Urner Regierung einige Worte zu wechseln.

Auch mit dem Andermatter Metzger Ferdi Muheim, der sich um den Unterhalt des Suworow-Denkmals kümmert, habe Medwedew gesprochen.

Das Gespräch mit Medwedew sei sehr angenehm und der Präsident selbst zuvorkommend gewesen, sagte Dittli. Die Urner Regierung schenkte dem Kremlchef einen Stich mit dem Sujet der Schöllenenschlucht und gab ihm zudem ein Foulard mit Uri-Stieren für seine Frau mit.

Per Schiff nach Brunnen

Dmitri Medwedew auf der DS Schiller

(Foto: Michael Scherer: Um halb ein Uhr rauschte der bunt beflaggte Dampfer Schiller unter dem Kommando des Kapitäns Herrn Kuno Stein und seiner Mannschaft an unserem schönen Dorf Bauen vorbei)

Nach der rund viertelstündigen Besichtigung setzte sich der Wagentross in Richtung Flüelen in Bewegung. Dort bestieg die Delegation das Dampfschiff "DS Schiller". Auf dem Schiff, welches nach Brunnen fuhr, wurde ein Mittagessen serviert. Nach der Kreuzfahrt, die in Brunnen endete, sah das Besuchsprogramm für den Präsidenten den Besuch des Bundesbriefmuseums in Schwyz vor. Mit der Besichtigung der historischen Dokumente fand der Staatsbesuch dann auch bereits sein Ende. Die offizielle Verabschiedung des Staatsgasts war am Flughafen Zürich vorgesehen.

Am Flughafen sollte der russische Staatsgast vor dem Flug an die Uno-Generalversammlung in New York auch seine Frau Swetlana Medwedewa wiedersehen. Diese hatte der Stadt Bern am Dienstagmorgen offiziell die zwei jungen Bären "Mischa" und "Mascha" als Gastgeschenk überreicht. Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät revanchierte sich mit einem goldenen Bären von einem Stadtberner Bijoutier und einem grossen Bären aus Schweizer Schokolade.

Unter grossem Interesse von Medienschaffenden und der Öffentlichkeit enthüllte die Präsidentengattin eine kleine Gedenktafel am Geländer des Bärengrabens, welche die Besucher des Bärenparks künftig an das grosszügige Gastgeschenk Russlands erinnert. Die beiden in Ussurien gefundenen Waisen sind im vergangenen Januar geboren. Sie sollen im kommenden Oktober gemeinsam mit den beiden skandinavischen Braunbären "Björk" und "Finn" vom Tierpark Dählhölzli in den neu gebauten Bären-Park umziehen.

Was nicht in der Zeitung steht:

Hinter den Kulissen hörte man so manches. Zum Beispiel: Meistens sind es die Grossen von Bern, Polizeikommandanten und Vorsteher für Militär, welche die Lorbeeren einheimsen, wenn alles ohne grosse Zwischenfälle gimpflich abläuft. Für die Polizei, die Einsatztruppen und das Militär bedeutete der Besuch wochenlange und knochenharte Arbeit. Die Einsatzleiter und -truppen mussten dafür erst noch oft den Kopf hinhalten für Beschimpfungen und Reklamationen, auch auf der Strasse. Die Menschen vom "Uhrenland" sind es eben gewöhnt, dass alles auf die Sekunde wie am Schnürchen geht. Schliesslich hat man Termine, und jeder unfreiwillige Halt, warum auch immer, ist einfach nicht zu tolerieren. Am Ende bleibt die Erinnerung an eine erfolgreiche Zusammenarbeit, und hoffentlich sickert das Lob bis zum letzten Einsatzmitglied hinunter. Die Schweiz hat jedenfalls einen guten Eindruck hinterlassen.


2009 12.-13.September / Europäischer Tag des Denkmals

Der Europäische Tag des Denkmals ist ein kulturelles Engagement des Europarates und wird von diesem offiziell lanciert. Unterstützt wird die Initiative auch durch die Europäische Union. Der Denkmaltag findet in 48 europäischen Ländern statt.

Am Wasser

Flüelen / Es lächelt der See

Auf einer Bootsfahrt erleben die Besuchenden die Denkmäler rund um den Urner See in ihrem kulturhistorischen und räumlichen Zusammenhang. Die einzigartige Landschaft liest sich wie ein offenes Geschichtsbuch. Der Bogen der Kulturobjekte am Wasser spannt sich vom alten Föhnhafen Treib über die Nationaldenkmäler Rütli, Tellskapelle und Schillerstein und die Ortsbilder von Bauen und Flüelen bis hin zur alten Axenstrasse und der ehemaligen Papier- und späteren Sprengstofffabrik von August Nobel in der Isleten.

12.9. / 13.9. 10.30 und 14.30 Uhr / Führungen durch Eduard Müller, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, Dauer ca. 1,5 Stunden. Quai Schiffssteg, beim Bahnhof am See. Besuch nur im Rahmen einer Führung möglich, die Fahrt ist für alle Teilnehmenden kostenlos, telefonische Reservation erforderlich. Anmeldung bei Petra Helfenstein, Justizdirektion Uri unter 041 875 24 29 oder petra.helfenstein@ur.ch. Getränke sind zulasten der Teilnehmenden auf dem Schiff erhältlich, rollstuhlgängig, für Kinder geeignet. Ab Bahnhof Flüelen zu Fuss zum Schiffssteg, Weg ist ausgeschildert.

12.9. / 9.15 und 14.15 Uhr / Flüelen / Wilde Wasser / Zwischen Ende des 19. bis zu Beginn des 20 Jh. Wurde der Gruonbach, der zuvor regelmässig die Gleise der Gotthardbahn verschüttet hatte, mit gewaltigen Steinblöcken und Baumstämmen verbaut. Diese damals europaweit grösste Bachverbauung versieht noch heute ihren Dienst und kann als herausragende ingenieurtechnische Leistung besichtigt werden. Leichte Wanderung, geführt von Toni Walker, Bildhauer, Dauer ca. 2 Std. 45 Min. Bergstation Eggbergbahn Robustes Schuhwerk empfohlen, Abfahrt der Eggbergbahn ab Talstation jeweils zur halben und vollen Stunde, Wanderung endet beim Bahnhof Flüelen, ohne Anmeldung. Ab Bahnhof Flüelen mit Bus oder kurzem Fussmarsch zur Eggbergbahn

Zusatzinfos unter:

www.hereinspaziert.ch

www.venezvisiter.ch

www.venitevedere.ch


2009 5. September / Internationaler Cliff-Diving-Event in Sisikon

Mehr Infos auf:

Link zu Red Bull Cliff Diving Series 2009

Ersatzdatum: Sonntag, 6. September

Am 4. und 5. September macht die Tour der "Red Bull Cliff Diving Series 2009" Halt in Sisikon. Dabei stürzen sich die zwölf besten Klippenspringer der Welt von der alten Axenstrasse 26 Meter in die Tiefe, 3 Sekunden lang rotieren sie durch die Luft und mit 90 km/h tauchen sie in den Urnersee ein. Nur die Besten der Besten nehmen an der einzigartigen Veranstaltung teil. Perfektes Körpergefühl und absolute Konzentration sind aufgrund der grossen Höhe und der unglaublichen Wucht der Landung unabdingbar. Als Austragungsorte sind von Mai bis September bekannte, aber auch aussergewöhnliche, natürliche und faszinierende städtische Plätze gewählt. Nach La Rochelle (F), Rotterdam (NL), Dubrovnik (KRO), Polignano a Mare (I), Antalya (TUR) und Hamburg (D) steigt nach dem Tour-Stopp in Sisikon UR am 20. September in Athen das grosse Finale, wo der Gesamtsieger gekürt wird.

Serie 2009 von Red Bull ist klar: zwölf Männer, acht Wettkampforte in acht Ländern und 26 Meter zwischen Absprung und Landung.

Die Serie soll die lange Tradition des Klippenspringens auf höchstem sportlichem Niveau fortsetzen. Noch nie zuvor sind Athleten in 8 aufeinander folgenden Bewerben aus 26 m Höhe gesprungen - die Red Bull Cliff Diving Series 2009 und eine ausgewählte Gruppe der weltbesten High Diver werden die Disziplin des Klippenspringens in eine neue Dimension heben und die Grenzen dieses Sports neu definieren. 8 Stopps, 8 Länder, 1 Gewinner.

Ursprung: Klippenspringen ist eine sehr traditionelle Sportart. Ihr Ursprung liegt in Kaunolu am Südwestzipfel der hawaiianischen Insel Lana'i. Bereits 1770 war es kein geringerer als Kahekili, der damalige Häuptling von Maui, der diesem Extremsport frönte. Er war bekannt für "Lele Kawa", was zu deutsch so viel bedeutete wie "mit den Füssen voraus von einer hohen Klippe ins Wasser springen, ohne zu spritzen". Er forderte seine Krieger auf, es ihm gleichzutun, um ihre Loyalität zu beweisen. Mit der Zeit änderte sich König Kahekilis Fokus. Klippenspringen war nicht länger ein Beweis der Treue, sondern entwickelte sich zum wettbewerbsorientierten Kräftemessen.

Wettkampf: 14.00 bis 17.00 Uhr

Die Klippenparty findet am Samstagabend bei jedem Wetter statt.

Athleten:

Orlando Duque, COL

Steve Black, AUS

Kent de Mond, USA

Gary Hunt, UK

Andrey Ignatenko, UKR

Alain Kohl, LUX

Hassan Mouti, FRA

Cyrille Oumedjkane, FRA

Eber Pava, COL

Michal Navratil, CZE

Artem Silchenko, RUS

Slava Polyeshcuk, UKR

Markus Frei, SUI (Wildcard)

Jury:

Claudio De Miro (Head Judge) ITA, Ken Grove AUS, Renato Rosi ITA, Peter Rüedi SUI, Jacqueline Schneider SUI

Moderation: Nick Hartmann und Daniel Locher (Cliff Diving Vize-Europameister 2004)

"Kommen Sie mit der Bahn (Extrazüge), dem Boot, dem Schiff, dem Velo, der Luftmatratze oder dem Gummiboot, oder zu Fuss", bittet Teamleader Adrian Scheiber. In Sisikon stehen keine Parkplätze für Mofas zur Verfügung.

Auf dem See wird es eine grosse Plattform geben, zwei Pumpstationen für Gummiboote und Luftmatratzen. Es wird mit 2500 bis 5000 Zuschauern gerechnet.

Das OK-Team: Adrian Scheiber (Präsident), Daniela Muheim, Martin Albert, Conny De Moliner und Erich Planzer.

Rund 100 Helferinnen und Helfer (Sisikon hat 370 Einwohner!) sind im Einsatz

Allegemeine Infos zum Klippentauchen:

Sprunghöhe: 18 bis 23 m für Damen und 23 bis 28 m für Herren

Eintauchgeschwindigkeit: 85 bis 100 km/h

Flugdauer: ca. 3 Sekunden

Aufprall: ca. neun Mal härter als vom 10 m Turm

Physikalische Kräfte: kurzfristig bis 2-3 G

Tauchtiefe: 2.5 bis 4 m

Sicherheitsbestimmungen: stabile Plattformkonstruktion Minimallänge 0.75 Meter, Minimalbreite 0.75 m Plattformkante mind. 1 m über der vertikalen Falllinie. Rettungstaucher/Ärzteteam und Rettungshelikopter einsatzbereit in unmittelbarer Nähe der Eintauchstelle

Anforderungen an die Athleten

Grundvoraussetzung ist eine perfekte technische Ausbildung als Wasserspringer oder in einem artverwandten Sport. Dazu kommen Mut, absolutes Selbstvertrauen, ausserordentliche Körperbeherrschung gepaart mit der Fähigkeit, innerhalb von Sekundenbruchteilen Entscheidungen aufgrund folgender Impulse zu treffen: Auge, Gefühl, Zeitrahmen und Erfahrung. Die meisten High Diver erreichen ihre maximalen Fähigkeiten, psychische Reife und ihr sprungtechnisches Können im Alter von ca. 30 Jahren.

Training

Ein ausgewogenes Vorbereitungsprogramm umfasst Turm- und Brettspringen, Beweglichkeitsübungen, Krafttraining und mentales Training. Bei einem Cliff Dive wird der Köper speziell während der Eintauchphase enormen Belastungen ausgesetzt. Eine Überbelastung oder Ermüdung der Muskulatur kann zu Verletzungen führen, weshalb auch nur eine sehr beschränkte Anzahl Sprünge pro Bewerb oder Training praktiziert werden kann.

Risiken

Das grösste Verletzungsrisiko besteht während der Eintauchphase, da die Körperteile unter Wasser bereits der vollen Bremsung ausgesetzt sind und diejenigen über Wasser immer noch mit unverminderter Geschwindigkeit nachstossen. Daher ist maximale Körperspannung beim ersten Wasserkontakt unabdingbar. Unmittelbar nach der ersten enormen Bremsung muss der Athlet ein aktives Wegtauchen einleiten, um zu vermeiden, dass der Körper bzw. ein Körperteil durch die Zähigkeit des Wassers aus der Achse gedrängt wird. - Eine totale Bruchlandung ist jedoch aufgrund der Erfahrung und der technischen Ausbildung der Athleten auszuschliessen. Ein "Bauchklatscher" aus dieser Höhe käme einem Sturz aus 13 Metern auf die Strasse gleich. Weltweit gibt es auch nur drei bis vier Dutzend Athleten, die diese exklusive und extreme Sportart auf höchstem Niveau ausüben. Grundsätzlich ist ein Überschreiten von 28 m nicht vertretbar. Der Zeitrahmen ändert sich durch die enorme Fallgeschwindigkeit kaum, dafür steigt das Verletzungsrisiko überproportional.

Regeln und Regulativ

Die Bewerbe werden nach dem traditionellen High Diving Format abgehalten. Die Athleten geben ihre 3 geplanten Sprünge vor dem Wettkampf bekannt. Die Durchgänge setzen sich aus einem Sprung mit konstantem Schwierigkeitsgrad (2.4) und 2 Sprüngen mit optionalem Schwierigkeitsgrad zusammen. Zur Bewertung wird die Tabelle der HAD (High Diving Alliance) herangezogen.

Die Sprünge werden von 5 High Diving Juroren bewertet. Die höchste und die niedrigste Bewertung werden gestrichen, die verbleibenden 3 Bewertungen werden addiert und mit dem Schwierigkeitsgrad multipliziert. Jener Springer mit der höchsten Gesamtbewertung nach 3 Durchgängen ist der Gewinner des Bewerbs. Punkte werden vom 1. bis zum 12. Platz vergeben. Der Sieger der Red Bull Cliff Diving Serie 2009 ist der Springer mit der besten Platzierung nach insgesamt 8 Wettkämpfen.

Schwierigkeitsgrad, Berechnung

Art des Abgangs, Anzahl Salti, Anzahl Schrauben, Positionen während der Saltodrehung, Art des Eintauchens.

Wertungen von 0 bis 10

Ein toller Anlass mit äusserst wagemutigen Athleten

Sisikon / Die Verantwortlichen der Red BullCliff Diving World Series 2009 sind hell begeistert

Urner Wochenblatt, Mittwoch, 9. September 2009

Für die Clifff-Diving-Veranstaltung am Urnersee gibt es von allen Seiten nur lobende Worte. Die Verantwortlichen und die Athleten geraten gar ins Schwärmen über das kleine Urner Dorf.

Daniel Regli

So etwas habe er auf der ganzen World Tour noch nicht erlebt, erklärte der Sieger der Red Bull Cliff-Diving-Veranstaltung in Sisikon, Artem Silchenko, gegenüber Medienschaffenden. Gemeint hat der tollkühne Cliff Diver aus Russland die gute Atmosphäre vom vergangenen Samstag, 5. September, in Sisikon. Dort verfolgten rund 5000 begeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer bei strahlendem Sonnenschein den äusserst spannenden Wettkampf von der 26 Meter hohen Absprungplattform

Auch die Medienverantwortliche von Red Bull Schweiz, Nathalie Lüthi, braucht Superlative, um den Event zu kommentieren. "Es war absolut genial gewesen - wir waren schlichtweg überwältigt von der Stimmung in Sisikon." Es hat den Verantwortlichen gar derart gut gefallen, dass sie sich ernsthaft überlegen im nächsten Jahr wieder zu kommen. "Wir sind derzeit an der Planung für 2010. Im November wissen wir mehr. Aber die Chancen für ein Comeback in Sisikon stehen gut", erklärt Nathalie Lüthi auf Anfrage.

Für Sisikon fliegt sogar Superman über den Urnersee

Red Bull Cliff Diving / Athletische Leistungen, gute Laune, schönes Wetter und eine tolle Organisation

Für rund 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer ist der Tourstopp der Red Bull Cliff Diving World Series 2009 in Sisikon zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden.

Daniel Regli

"Sisikon, das Juwel am Vierwaldstättersee", heisst es so schön auf der gemeindeeigenen Homepage. Das 370 Einwohnerinnen und Einwohner zählende Dorf wurde diesem Titel am vergangenen Samstag, 5. September, mehr als gerecht. Rund 170 Freiwillige haben mitgeholfen, um den Tourstopp der Red Bull Cliff Diving World Series 2009 zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen. Insgesamt 5000 Zuschauende waren für diesen aussergewöhnlichen Anlass mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Sisikon gepilgert. Sie alle wollten die dreizehn Athleten miterleben, welche sich tollkühn von der 26 Meter hohen Plattform in die Gestaden des Urnersees hinunterstürzten.

Showeinlagen und Spitzensport

TV-Moderator Nick Hartmann musste sich nicht gross anstrengen, um gute Stimmung zu verbreiten. Das schöne Wetter und die tolle Leistung der aus zwölf Nationen stammenden Cliff Divern reiche dazu völlig aus. Kurz nach 14.00 Uhr stürzten sich die ersten Athleten von der 26 Meter hohen Plattform - welche neben dem Uristier am Axenfelsen befestigt war - hinunter. Trotz der vielen Zuschauenden war es jeweils beim Absprung der Springer mäuschenstill. Dies sei wichtig, um den Athleten die notwendige Konzentration zu ermöglichen, wurde erklärt. Während die einen im Geiste bereits ihre Bewegungsabläufe durchgingen, veranstaltete der Australier Steve Black jeweils eine humorvolle Showeinlage - beispielsweise Luftgitarrenspielen mit dem eigenen Bein. Aber nicht nur er war für Showeinlagen besorgt: am Himmel über Sisikon sprangen sowohl ein Basejumper im Wingsuit als auch ein Gleitschirmakrobat aus dem Helikopter. Sie beide präsentierten den Zuschauenden am Boden ihre äusserst spektakulären Kunststücke. Obwohl es im Seebecken vor Sisikon mehr als hundert Boote, Kanus, Luftmatratzen und gar selbstgebastelte Flosse hatte, gab es keine nennenswerte Zwischenfälle.

Pure Begeisterung

Der Teamlieder vom Sisiger OK, Adrian Scheiber, zeigte sich dann auch begeistert: "Es war der Hammer - wir sind rundum zufrieden und absolut glücklich mit dem Anlass." Auch die Party am Abend verlief trotz 1000 Gästen ohne jegliche Zwischenfälle. "Es war schlicht genial", meinte Adrian Scheiber und dankt gleichzeitig allen Helfenden für ihren tatkräftigen Einsatz. Der russische Wettkampfsieger Artem Silchenko doppelte nach: "Solch eine Begeisterung haben wir auf der ganzen Tour noch nie erlebt. " Zweiter und Dritter wurden übrigens Gary Hunt aus Grossbritannien und Orlando Duque aus Kolumbien. Ob die tollkühnen Helden auch im nächsten Jahr wieder zu Gast in Sisikon sind, steht noch nicht fest. Jedoch stehen die Chancen gut: schliesslich gab es auch von den Red Bull-Verantwortlichen nur Lob für das Juwel am Vierwaldstättersee.

Red Bull Cliff Diving Series 2009 Finale

1. Orlando Duque

2. Gary Hunt

3. Artem Silchenko

4. Kent de Mond

After eight competitions, almost 300 dives and 7,488m freefall at 85km/h in the three seconds flight the Red Bull Cliff Diving World Series 2009, which started in early May in France, was hosted in the birthplace of competitive sports for the final showdown. With physical mastery and pure aesthetics on the platform, and crackling tension among the spectators, the traditional sport of cliff diving leapt into a new era. And it was nine times world champion Orlando Duque who was crowned winner after his fourth place finish in Athens on September 20, taking the World Series Champion title in a photo finish.

Over 8.000 fans witnessed Englishman Gary Hunt (334.80pts) win the eighth competition at Lake Vouliagmeni in the Greek capital ahead of Russia's Artem Silchenko (312.50pts) and first time podium finisher Kent de Mond (304.95pts) from the United States.

"I have been competing for so many years and pressure is something I am used to, but I have never seen a fight like this." said Duque. "This is not just another title, it's the one I had to fight most for! After my second dive I was still out of the title but I knew I can improve and get the fourth place I needed. This title results from my long-term strategy of doing consistent dives the best way I can. I am not just going to lean back with this title, I know I have to react and I will," said the Colombian, the first winner of this unique sport series. With Duque and Hunt both having 127pts in the overall standings, it was the number of victories that decided in favour of the South American. Artem Silchenko from Russia took the third overall position with 111pts.

Southampton-based diver Gary Hunt, who is the only diver in the world performing a triple quad (3 somersaults, 4 twists) - with a degree of difficulty of 6.2 classified as the most difficult dive so far - came up with another new dive for the final in Greece. In two out of three rounds the 25-year-old earned the highest score for his performance and claimed his second series win: "I am very happy because honestly I never thought I could win the title, but after the second round I almost had it in my hands. Things went really well for me. I was a bit nervous before my new dive but afterwards I knew I could finish in first place. This was a magic season for me and I think that the Red Bull Cliff Diving World Series is pushing the sport further! Now I will go back to the 10 metre platform and start preparing for the next year right away."

As cliff diving originally derives from Olympic diving, the series' grand final was hosted late Sunday afternoon in the amazing setting around Lake Vouliagmeni, the "sunken lake" just a stone throw away from Athen's city center. It rounded up a well chosen collection of eight famous and well known diving spots as well as extraordinary natural and challenging urban venues. Each of them presented a unique location but had one thing in common: the athletes had to dive from the dizzying height of at least 26 metres - the average height of an eight storey building. During the dives their bodies were exposed to tremendous forces reaching 2-3 Gs, which is nine times stronger than when diving from a ten-meter tower.


2009 15. August / Miss Earth, Graziella Rogers, fährt nach Bauen

Graziella Rogers, Miss Earth Switzerland

Die diesjährige, 6. Tour d'Uri wird mit einer Aktion des Projekts "gehZEITEN" verbunden. Ziel der Aktion ist es, positive Impulse für die Umsetzung nachhaltiger Projekte in der Region zu setzen.

Beat Zberg und Miss Earth, Graziella Rogers, stehen für "gehZEITEN" ein und fahren an der Tour d'Uri mit. Mit ihrer Teilnahme werben sie für den Sport, die Gesundheit und den Schutz der Umwelt.

Länge der Rundfahrt: 175 km

Start- und Zielort beim Schützenhaus in Altdorf

Start Gruppe 1 (Bike) 6 Uhr

Start Gruppe 2 (Rennvelo) 7 Uhr

Start Speed-Bike (neu) 7 Uhr mit Markus Gisler (Schigo)

Start Speed-Rennvelo 9 Uhr

Die diesjährige Tour d'Uri wird mit einer Aktion des Projekte "gehZEITEN" verbunden. Ziel der Aktion ist es, positive Impulse für die Umsetzung nachhaltiger Projekte in der Region zu setzen. Das Projekt will während eines Jahres möglichst viele Menschen bewegen: für die Nachhaltigkeit und für die Sonnenenergie.

Beat Zberg und Miss Earth, Graziella Rogers, stehen für "gehZEITEN" ein und fahren an der Tour d'Uri mit. Mit ihrer Teilnahme werben sie für den Sport, die Gesundheit und den Schutz der Umwelt. An der Tour d'Uri wird zur Unterstützung des Neubaus der Therapiestelle des Heilpädagogischen Zentrums Uri - ein Neubau nach Minergie-Standard - aufgerufen. Bikerinnen und Biker, Velofahrerinnen und Velofahrer unterstützen die Umwelt und geben ein Klimaversprechen ab. Selbstverständlich kann man auch, wie die 21-jährige Graziella Rogers aus dem bernerischen Lyss, lediglich eine Teilstrecke abfahren.

Urner Wochenblatt, Mittwoch, 5. August 2009

Und am 19. August war zu lesen:

Ein Tag ... so schön wie die Miss Earth

So schön war das Erlebnis, gemiensam eine grossartige Leistung vollbracht zu haben, 175 Kilometer und 2700 Höhenneter in den Beinen, Zufriedenheit imn Herzen. Gratulation! Rund 150 Bikerinnen und Biker, Rennvelofahrerinnen und -fahrer absolvierten die Fahrt durch 19 Urner Gemeinden. Und so schön war auch das Wetter. An diesem Bilderbuchtag strahlte auch eine Miss, Graziella Rogers, die Miss Earth. Sie war mit dem Elektrobike zwischen Altdorf und Bauen unterwegs.

... Auch der ehemalige Urner Radprofi Beat Zbertg setzte sich für dieses Porjekt ein und war an der Tour d'Uri unterwegs. ... erstmals hatte Radsport Altdorf die Tour d'Uri organisiert...


2009 18. Juli Rekordstau am Gotthard

Urner Wochenblatt, 22. Juli 2009

So lange war der Stau am Gotthard noch nie

Reiseverkehr / Der Neuschnee sorgte für zusätzliche Probleme

Für Reisende in den Süden wurde die Fahrt über die Alpen am vergangenen Samstag, 18. Juli, zur Geduldsprobe.

Der Stau am Gotthard-Nordportal erreichte gemäss Angaben von Viasuisse gegen Samstagmittag eine Länge von 24 Kilometern. Reisende mussten Wartezeiten bis zu 5 Stunden in Kauf nehmen. Dazu kamen etwa 12 Kilometer Stau vor dem Zoll in Chiasso.

In der Gegenrichtung wuchs die Blechlawine auf 10 Kilometer an. Auf der A13 via San Bernardino war vielerorts Stop and go angesagt.

Zusätzlich erschwert wurde die Situation durch die Schneefälle, die am Samstagmorgen die Reisenden auf einigen Alpenpässen überraschten.

Auch auf dem Gotthardpass schneite es, sodass dieser als Ausweichmöglichkeit keine wirkliche Alternative war.

Erst am Samstagabend beruhigte sich die Lage. Die Staus lösten sich allmählich auf. Am Sonntagnachmittag stauten sich die Autos am Gotthard- Nordportal auf 3 und am Südportal auf 1 Kilometer Länge. Alle Alpenpässe waren wieder normal befahrbar. (sda)

Im Urner Wochenblatt August 1959 stand vor 50 Jahren schon:

Kanton Uri / Der Regierungsrat verbietet Lastenzugsverkehr.

Der Verkehr schwerer Motorlastwagen mit Anhängern durch den Kanton Uri über den Gotthardpass hat in letzter Zeit ein solches Ausmass angenommen, dass dadurch der Touristenverkehr in unzumutbarer Weise behindert und gefährdet wird. Schwierigkeiten ergeben sich insbesondere auf dem Teilstück Amsteg - Göschenen mit seinen zahlreichen noch nicht ausgebauten Kurven und Engpässen. Der Regierungsrat des Kantons Uri hat daher mit sofortiger Wirkung den Lastenzugsverkehr mit Anhänger zwischen Amsteg und der Grenze Uri/Tessin beschlossen. Ausgenommen sind folgende Zeiten:

vom 1. April bis 31. Oktober von 04.00-06.00 und von 18.00 bis 23.00

vom 1. Oktober bis 31. März von 05.00-08.00 und von 17.00 bis 22.00

Bei geschlossenem Pass ist das Mitführen von Anhängern bis Göschenen bzw. Andermatt ohne zeitliche Beschränkung gestattet. An Samstagen ist, neben dem bereits bestehenden Sonntagsverbot, jeder Lastenzugsverkehr gänzlich verboten. In Amsteg wurden vorschriftsgemäss signalisierte Abstellplätze für die Lastenzüge geschaffen.

Quelle: Urner Wochenblatt, Mittwoch, 5. August 2009


2009 20. Juni / Gotthardmarsch / Wandern auf den Spuren von Feldherren und Dichtern

Urner Wochenblatt / 133. Jahrgang / Nr. 44 / Mittwoch, 10. Juni 2009

Rund 17 Stunden unterwegs durch Uri

Gotthardmarsch / Wandern auf den Spuren von Feldherren und Dichtern

Am Samstag, 20 Juni, ist es wieder so weit. Zum siebten Mal organisiert Paul Dubacher den Gotthardmarsch - länger als ein Marathon.

Schon im 13. Jahrhundert entdeckten Feldherren und Handelsreisende, dass der Gotthard der kürzeste Weg von Nord- nach Südeuropa ist. Wer die Talschaften am Gotthardpass unter seiner Kontrolle hatte, der konnte nicht nur Wegzölle erheben, sondern auch bestimmen, wer und was von Nord nach Süd und umgekehrt gelangen durften. Aus Basel und Zürich gelangen die Transitgäste zu Fuss oder auf Saumtieren zum Vierwaldstättersee und auf dem Seeweg oder zu Fuss über Seelisberg oder den Axen ins Urnerland. Eindrücklich, bedrohlich oder lebensgefährlich war der Weg weiter durch die wilde Schöllenenschlucht bis hoch zum Gotthardpass, durch die Schluchten der Leventina und weiter talabwärts zu den Städten und Häfen am Mittelmeer. Sogar der Elefantenzug von Hannibal oder die russische Armee unter General Suworow wählten den Weg über den Gotthardpass als schnellsten Weg von Süd nach Nord. Mit dem aufkommenden Tourismus im 19. Jahrhundert wurden der wildromantische Gotthard und seine Täler von Künstlern und Dichtern entdeckt. Mit ihren Gedichten und Wegbeschieben sowie mit Zeichnungen und Aquarellen weckten sie vor allem bei wohlhabenden Zeitgenossen die Reiselust nach Uri und zum König der Alpenpässe, dem Gotthard. So war Johann Wolfgang von Goethe dreimal auf dem Gotthardpass. Heute fahren moderne Reisebusse in weniger als 1 Stunde durch ganz Uri und über den Gotthardpass.

Am kommenden Sonntag, 14. Juni, um 8.00 Uhr, bietet Paul Dubacher die Gelegenheit, mit ihm ab Bahnhof Göschenen zum Gotthardpass ein Höhentraining zu absolvieren. Am Samstag, 20. Juni, folgt dann der Gotthardmarsch. Auf der rund 70 km langen Strecke von Seelisberg zum Gotthard werden 2000 Höhenmeter überwunden. Der Start in Seelisberg ist um 2.40 Uhr, die Ankunft auf dem Gotthard erfolgt gegen 19.00 Uhr. Verschiedene kurze Pausen geben die Möglichkeit, sich zu pflegen und zu verpflegen.

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine intakte Gesundheit und ein regelmässiges Lauftraining. Matthias Loretz läuft an der Spitze der Wandergruppe und bestimmt das Lauftempo. Mit der Diplomübergabe und einem Risottoplausch im Gotthard-Hospiz findet der Anlass seinen festlichen Abschluss. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Verpflegung während des Tages erfolgt aus dem Rucksack, der im Begleitfahrzeug mitgeführt werden kann. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Um 2.00 Uhr fährt ein Bus ab Altdorf (Telldenkmal) nach Seelisberg zum Start um 2.40 Uhr, und am Abend besteht eine Rückfahrmöglichkeit ab dem Gotthard-Hospiz. Für Busfahrten, Begleitfahrzeuge und Organisation sowie dem Risottoplausch auf dem Gotthardpass wird ein Unkostenbeitrag von 50 Franken erhoben. (nc)

Urner Wochenblatt / 133. Jahrgang / Nr. 49 / Samstag, 27. Juni 2009

Der gute Teamgeist hilft auch mit

Gotthardmarsch / Alle haben es geschafft, zwar müde, aber zufrieden.

Christoph Näpflin

Bereits zum 7. Mal hat Wanderleiter Paul Dubacher sportliche Wandersleute aus der ganzen Zentralschweiz durch den Kanton Uri zum Gotthardpass geführt. Um 2.30 Uhr starteten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Seelisberg. Auf dem "Weg der Schweiz" bis nach Seedorf und weiter auf dem alten Gotthardweg via Erstfeld, Göschenen, Andermatt und Hospenthal gelangten sie nach 17 Stunden und 2000 Höhenmetern zum Ziel, zum Gotthard-Hospiz. Alle, die mit dem Ziel gestartet waren, den 70 Kilometer langen Gotthardmarsch zu beenden, schafften es auch. "Wir hatten einen so guten Zusammenhalt in der Gruppe. Alle haben einander geholfen, um gemeinsam das Ziel, den Gotthardpass, zu erreichen", freute sich Initiator und Wanderleiter Paul Dubacher. Am 7. Gotthardmarsch hatte auch das Wetter ideal mitgemacht. Ein Betreuungsteam (inklusive Sanitäter) sorgte während des ganzen Tages für das Wohl aller. Matthias Loretz achtete auf ein ideales Marschtempo. Am Ziel warteten das Diplom und ein stärkendes Mahl. Ein Extrabus führte die sichtlich müden Wandersleute nach Hause, zufrieden über die grossartige Leistung. Der nächste Gotthardmarsch findet am 19. Juni 2010 statt.


2009 14. Juni / Coop-, Tell- und Schiller-Tag in Bauen

Etwa 1000 Erwachsene und Kinder starteten in Flüelen, um in vier verschiedenen Wandergruppen mit unterschiedlichen Marschdistanzen via "Weg der Schweiz" das Rütli zu erreichen. 50 Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Organisiert wurde der Anlass, der bereits Ende April ausgebucht war, von der IG Weg der Schweiz zusammen mit der Coop-Zeitung (Partnerin von Schweiz Tourismus, der Schweizer Wanderwege und der Schweizer Reisekasse Reka), welche dieses Jahr erstmals einen Wandertag ausgeschrieben hatte. Prominente Wanderleiter wie Sepp Trütsch, der Sänger Salvo und Regierungsrat Josef Dittli waren mit von der Partie.

Coop in Bauen mit Seltenheitswert

Coop und Bauen Tourismus-Stand

Coop-Wanderung vorbei am Schützen und Schiller

Coop-Wanderung quer durch Bauen und an der Kirche St. Idda vorbei

Wandergruppe 1: Flüelen - Seelisberg - Rütli (5 Stunden)

Wandergruppe 2: Familienwandergruppe, Flüelen - Isleten zu Fuss, per Schiff nach Treib, per Bahn nach Seelisberg, zu Fuss zum Rütli

Wandergruppe 3: Zum 250. Geburtstag von Friedrich Schiller begleiten Schauspielerinnen und Schauspieler der Tellspielgesellschaft Altdorf und eine Fachreferentin vom Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz die geschichtsinteressierte Wandergruppe

Wandergruppe 4: Isleten bis Rütli-Schiffstation per Schiff, Rest zu Fuss

Coop-Wanderung beim Zwyssighaus

Das Herz von Bauen-Tourismus V.Marty und T.Aschwanden

Mach mal Pause

Tell im Bauen-Tourismus

Wilhelm Tell und Thomas Aschwanden

Wilhelm Tell im Palmendorf Bauen

Wilhelm Tell im Palmendorf Bauen

Tell in Bauen

Wandergruppe Schiller und Lea Schieback

Zum Teil 3 der Schiller-Wanderung: Wie kommt Tell aufs Rütli?

Lea Schieback erzählt: Bevor wir die Schifffahrt zum Rütli antreten, wie dies einst die Vorfahren für den Rütlischwur gemacht haben, möchten wir Sie auf diesen Besuch auf dem Gründungsplatz der Schweiz einstimmen.

Schillers "Tell" hatte von Anfang an einen grossen Erfolg auf der Bühne. Dies auch dank der gleichnamigen Oper von Rossini von 1829. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten feiert Schillers Theaterstück auch in der Schweiz grosse Erfolge, es wurde so etwas wie ein Nationalstück.

Das Rütli ist heute Sinnbild der Freiheisliebe der Schweizer, ein mystisch aufgeladener Ort. Um die Überbauung durch ein Hotel auf dem Rütli zu verhindern, wurde die Wiese über dem Urnersee durch eine Sammlung in der Schweiz, unter anderem auch durch Schulkinder, gekauft und der Eidgenossenschaft geschenkt. Dies mit der Auflage, keine grossen Bauten auf der Wiese zu erstellen, sondern die Wiese als Sinnbild der Gründung der Schweiz zu bewahren. Sogar der Märchenkönig Ludwig der Zweite plante hier einen Hotelbau, angezogen von der mystischen Kraft dieser Bergwiese. Nach seinen Ideen wäre hier das Schloss Neuschwanstein erstellt worden!

Reisen wir nun mit den Vertretern der Talschaften von Uri, Schwyz und Unterwalden zum Rütli um den Gründungsschwur der Schweiz zu leisten.

Wir benütezn nun um 13.21 Uhr Motorschiff "Schwyz" und fahren eine Station bis zum Rütli, um hier das Mittagessen sowie Unterhaltung zu geniessen und natürlich um die Gründungsstätte der Schweiz selber zu betreten.

Gute Reise und herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihr Mitwandern auf dem Weg der Schweiz.

Gristoph Näpflin, Seelisberg

Abfahrt Bauen-Rütli und Auf Wiedersehen

Und auf dem Rütli feierte man munter weiter, wie auf den Bildern, die mir freundlicherwiese zur Verfügung gestellt worden sind, zu sehen ist. Verpflegungsstände mit Gegrilltem (Coop und Restaurant Rütli), viele Sitzgelegenheiten, Spielecken für die rund 250 Kinder, eine Bühne für Musik und Ansprachen sorgten für das Wohl aller Wanderer. Zur Erinnerung an den rundum schönen Tag wurden COOP-Wandermedaillen abgegeben.

Jodlerclub Kapelle Max Hodel, Alphornblaeser

Abschluss-Feier auf dem Ruetli

Regierungsrat Josef Dittli mit Frau

Ballonsteigen

Link zur Coop-Zeitung und den Fotos zu den Wanderungen


2009 Mai / 1500 Kinobegeisterte an den ersten Altdorfer Filmtagen

Urner Wochenblatt / 133. Jahrgang / Nr. 38 / Mittwoch, 20. Mai 2009

Evelyn Trutmann gewinnt den ersten Urner "Wisi"

Ein Porträt über einen Urner Seefischer, Surferfilme, Snowboard- und Free-Ski-Filme oder ein Zeichentrickfilm: Die Vielfalt am 1. Urner Filmwettbewerb am Freitag, 14. Mai, war gross. Viele Besucherinnen und Besucher strömten in das ausverkaufte Kellertheater im Vogelsang, um die Werke der vorwiegend jungen Filmemacher und der einzigen am Wettbewerb teilnehmenden Filmemacherin zu sehen. "Mit insgesamt 21 Kurzfilmen machten viel mehr Leute am Wettbewerb mit, als wir erwartet hatten", erklärte Jonas Aschwanden von der organisierenden Crew "Gravel" erfreut.

Ein Film - zwei Preise

Ein Kurzfilm überzeugte an der 1. Urner Kurzfilmnacht sowohl Jury als auch das Publikum: der Film "Herr Iseli" von Evelyn Trutmann. Sie gewann mit ihrem Werk den Urner Filmpreis "Wisi" sowie den Publikumspreis, eine Digitalkamera. Auf den 2. Platz schaffte es bei der "Wisi"-Verleihung der Film "Signalis" von Adrian Flückiger, der zweite Animationsfilm des Abends. Nach seinem Erfolg an den Solothurner Filmtagen - er hatte dort den Preis als bester Nachwuchsfilmer gewonnen - war er von vielen als eigentlicher Favorit gehandelt worden. auf dem 3. Rang landete Filice Zenoni mit seinem Film "Versteckte Kamera - Namensänderung". Der "Wisi" wurde von einer Jury, bestehend aus Luca Scenardi, Peter Ziegler, Martin Wabel, Regina Bricker und Lory Schranz. verliehen.

Nie mit einem Sieg gerechnet

"Ich bin völlig perplex. Ich hätte nie damit gerechnet", freute sich die doppelte Siegerin Evelyn Trutmann. Sie machte als einzige Frau am Wettbewerb mit. Im Rahmen einer Projektarbeit an der Hochschule der Künste in Bern hatte die 31-Jährige gemeinsam mit zwei Mitschülerinnen den kurzen Animationsfilm "Herr Iseli" kreiert. in der sogenannten "Puppentrick Stop Motion" bestehen die Figuren aus Schaumgummi. Der Kurzfilm "Herr Iseli" erzählt die Geschichte eines Männchens, das in einem Radio wohnt. Seine Aufgabe ist es, jeden einzelnen Radiosender zu sprechen, die gewünschte Musik zu spielen und zu singen und selbst das Radiorauschen nachzuahmen. "Ich hätte nie gedacht, dass mein erstes Puppentrickli gleich so erfolgreich ist", so die in Basel wohnhafte Evelyn Trutmann.

Mit "Herr Iseli" gewann die gebürtige Bürglerin schon 2007 einen Publikumspreis am Lago Filmfest in Italien. Doch in ihrer Zukunft sieht sich Evelyn Trutman nicht im Business der "Puppentrick Stop Motion": "Mein Ziel ist es, als selbstständige Illustratorin tätig zu sein." (mr)


Film von Urner Regisseur an der Berlinale

9. Feb. 2009 / Weltpremiere des Films Soundless Wind Chime

http://www.urnerwochenblatt.ch/aktuelle_ausgabe/nachrichten_details.asp?id=6810&url_back=nachrichten.asp?seitenreferenz=8

Der Film des in Altdorf und Hong Kong lebenden Regisseurs Kit Hung ist am 59. Berliner Filmfestival für zwei Awards nominiert.

Fünf Jahre Arbeit hat Regisseur und Drehbuchautor Kit Hung in seinen ersten Spielfilm investiert. Nun ist er fertig. Die Dreharbeiten erfolgten auch im Kanton Uri (Urner Wochenblatt vom 12. März 2008), da Kit Hung, der in Altdorf und Hong Kong lebt, von der Urner Landschaft fasziniert ist. Die Inspiration für den "Soundless Wind Chime", wie der Film auf englisch heisst, kam dem Regisseur bei einem Besuch im Altdorfer Brockenhaus, als er eine alte, beschriebene Postkarte entdeckte.

In Konkurrenz mit Hollywood-Regisseur

"Ich bin sehr, sehr glücklich mit dem Resultat des Filmes", lässt der Regisseur gegenüber dem Urner Wochenblatt verlauten". Die Szenen, die im Kanton Uri gedreht wurden, gefallen ihm besonders gut. Diese zeigten die Leere der stillen Landschaft und stünden in einem starken Kontrast zum Fieber und zur Rastlosigkeit der Grossstadt Hong Kong. Gedreht wurde überdies auch in Peking. Dass der rund 90-minütige Film nun ins Programm der Berlinale aufgenommen wurde, sei für ihn eine riesige Genugtuung und Belohnung für die harte Arbeit, lässt Kit Hung verlauten. Dies bedeute, dass sein Schaffen dem internationalen Standard entspreche.

Nominiert ist "Stummes Windspiel" für zwei Berlinale-Awards: für den Teddy-Award, den schwul-lesbischen Filmpreis der Berlinale, und den Best First Feature Award, für das beste Erstlingswerk in Spielfilmlänge. Siegeschancen sieht Kit Hung vor allem beim Teddy Award, wobei die Konkurrenz sehr stark sei, so tritt beispielsweise auch ein Film des bekannten Hollywood-Regisseurs Gus Van Sant ("Good Will Hunting", "Psycho", "Finding Forrester") an.

Mit bekannten Schauspielern

Der 31-jährige Regisseur Kit Hung hatte bis anhin vor allem Kurzfilme und Musikvideos gedreht. Seine Filme wurden an über 60 internationalen Filmfestivals gezeigt und verschiedentlich ausgezeichnet. Bei der chinesisch-schweizerischen Co-Produktion spielen Lu Yulai und Bernhard Bulling die Hauptrollen. Lu Yulai hat in Filmen wie "Peacock" (Silberner Bär an der Berlinale 2005) oder "Courthouse on the Horseback" (Filmfestival Venedig 2006) gespielt. Bernhard Bulling spielte 2007 eine Hauptrolle im Film "Black Forest" des Grimme-Preisträgers Gert Steinheimer. In den Nebenrollen treten auch bekannte Schweizer Schauspieler auf: Beispielsweise Gilles Tschudi ("Groundin", "Lüthi und Blanc") oder Ruth Schwegler ("Die Herbstzeitlosen"). Weltpremiere ist am 9. Februar um 17.00 Uhr im Berliner Kino CineStar 8. Wann der Film in den Schweizer Kinos zu sehen sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Wer weiss, vielleicht findet die Schweizer Premiere sogar im Altdorfer Kino Leuzinger statt ...

Weitere Informationen zum Film sind im Internet unter www.soundlesswindchime.com zu finden.

Markus Arnold


2009 2. April / Lawine in Gurtnellen

Und plötzlich war es nacht

Hans Luzzani

Korporation Uri / Geschäftsbericht 2009

Es ist Donnerstag, der 2. April 2009. Hans Luzzani hat Feierabend und verabschiedet sich von seiner Frau, um einige Schritte durch den Wald zu gehen. Gemeinsam mit seinem Hund macht er sich auf den Weg in Richtung Autobahnrastplatz unterhalb der Wylerplanggen. Der Pfad steigt zunächst an, bevor er parallel zur Gotthardautobahn verläuft. Trotz des ständigen gedämpften Rauschens, das von der Fahrbahn zu ihm heraufdringt, geniesst der gebürtige Gurtneller die Ruhe des frühen Aprilabends.

Da zerreisst ein gewaltiges Krachen die Stille. Ein ohrenbetäubendes Prasseln folgt, durchschnitten vom Quietschen und Knarren berstender Bäume. Zweige knacken, eine Druckwelle lässt Luzzani den Boden unter den Füssen verlieren, trägt ihn weg wie ein Luftkissen. Dunkelheit umschliesst ihn. Geistesgegenwärtig gelingt es ihm, Halt zu finden, sich zu orientieren - und blitzartig kehrt zu machen; seinen Hund an seiner Seite. Reflexartig der Griff zum Handy. Doch die Brusttasche ist leer. Seine Augen suchen den Kiesboden ab. Da! Das Handy. Er nimmt es und rennt so schnell er kann. Bloss weg vom höllischen nicht enden wollenden Getöse, weg vom fliegenden Geröll und den donnernden Baumstämmen. Keuchend hält er inne, dreht sich um. Der Berg scheint abzurutschen, ergiesst sich über die Galerie der Autobahn und verschüttet die Kantonsstrasse. Der Lärm hört nicht auf und die Erde vibriert. Da klingelt sein Handy: "Mein Gott, ist alles in Ordnung?" Seine Frau war gerade auf der Post, als die Lawine ins Tal donnerte. "Ja, mir geht es gut."

Hans Luzzani hatte so etwas noch nie erlebt. Er, der schon seit seiner Geburt in Gurtnellen lebt und so manche Wylerplanggen-Lauwi gesehen hat. Aber eine derartige Wucht war ihm neu. "Wenn ich nicht sofort reagiert hätte, hätten mich die Bäume erwischt", resümiert der Urner nachdenklich und fügt an: "Da war ein besonderer Schutzengel am Werk."

Wie lange das Inferno dauerte, kann er nicht mehr genau sagen. "Vielleicht zwanzig, vielleicht dreissig Minuten?" Danach legte sich der Staub allmählich, das Dorf wurde wieder sichtbar und mit ihm die Hinterlassenschaften der Naturgewalt: überall Tannenzweige, Äste, Wasser. Autobahn und Rastplatz waren mehrere Zentimeter überflutet. Wie durch ein Wunder wurde niemand verschüttet. Die beiden Linienbusse, die immer gegen fünf Uhr nachmittags durch Gurtnellen fahren, hatten die Unglücksstelle nur wenige Augenblicke vor der Lawine passiert.

Lawine in Gurtnellen

Bild: Eine Wolke aus Staub und Schnee bringt das Dorf Gurtnellen für einige Augenblicke zum Verschwinden.


2009 28. Februar / Meinrad Infanger Spezialmonteur aus Bauen

Meinrad Infanger

2009.02.28. Meinrad Infanger Urner Spezialmonteur aus Bauen

Urner Wochenblatt, 133. Jahrgang, Nr. 15

Bei dieser Arbeit gibt es das Abenteuer umsonst dazu

Meinrad Infanger / Urner Spezialmonteur liebt die Herausforderung und reist dafür um die halbe Welt Vom Schlosser zum Spezialmonteur mit eigener Firma: Meinrad Infanger revidiert uns installiert "Wasserhähne" von Druckwasserleitungen in Afrika, Asien, Amerika und Europa

Daniel Regli

Mit gutem Beispiel vorangehen, sei das A und O seiner Arbeit, erklärt Meinrad Infanger. der 46-jährige Eigentümer einer Einzelfirma hat sich auf die Montage und Revision von Absperrorganen für Druckwasserleitungen spezialisiert. Ähnlich wie ein Sanitär montiert auch er "Wasserhähne". Einziger Unterschied: Seine "Hähne haben einen Durchmesser von mehreren Metern und sperren Wasser unter Hochdruck. Sein Arbeitsort: Kraft- oder Trinkwasserwerke auf der ganzen Welt. Schon bald nach seiner Lehrzeit zog es den Schlosser aus Bauen fort. Zuerst in die Berge als Seilbahnmonteur. Später als Spezialmonteur der ehemaligen Von Roll Valves überall dorthin, wo Schieber oder Klappen in Druckwasserleitungen eingebaut wurden.

Sprung ins kalte Wasser...

Sein erster Auftrag führte ihn zusammen mit einem erfahrenen Monteur nach Österreich. "Während 14 Tagen zeigte er mir, auf was es bei dieser Arbeit ankommt", erinnert sich Meinrad Infanger. Viel Zeit um sich einzuarbeiten, blieb ihm jedoch nicht. Kaum zurück in der Schweiz wurde er für zwei Monate nach Israel geschickt. Allein - quasi ins kalte Wasser geworfen. In einer Trinkwasser-Pumpstation beim See Genezareth musste er einen Kugelschieber austauschen. Zur Seite standen ihm ein paar einheimische Arbeitskräfte, welche er anleiten musste. Ihn reizte die Herausforderung mit anderen Kulturen. Gelernt hat er, dass man nur verlangen kann, was man selber zu leisten bereit ist.

Klare Befehle für Afrikaner...

Mittlerweile hat er für seine Arbeit fast ganz Europa, sowohl Nord- als auch Südamerika, dazu Afrika und Asien bereist. Im Durchschnitt blieb er zwei Monate, der längste Einsatz dauerte viereinhalb Monate. Besonders beeindruckt hat ihn das afrikanische Malawi. In einem Kraftwerk musste er bei einem Wasserschieber ein defektes Lager auswechseln. Das benötigte Werkzeug und Material konnte nicht eingeflogen werden. "Das hätte zu viel Zeit gekostet." Irgendwo im Land mussten noch Bestandteile aus der Bauzeit des Kraftwerks herumliegen. Diese galt es zu finden. Mit aufmerksamem Blick und Viel Improvisationstalent trieb er sich eine Mannschaft zusammen. "Neben grossem Organisationsgeschick braucht es vor allem gute Menschenkenntnisse." Das Wichtigste: Ein zuverlässiger Kontaktmann als Bindeglied zu den einheimischen Arbeitskräften. "Wenn du dir den Falschen aussuchst, geht auf einmal gar nichts mehr." Selbstständiges Handeln gibt es in Afrika nicht - gefragt sind klare Befehle.

In Kontakt mit der Welt...

Als er danach in die Schweiz zurückkehrte, gab es seinen Arbeitgeber nicht mehr. Von Roll hatte die Abteilung Valves von einem Monat auf den anderen geschlossen und die meisten Angestellten entlassen. Meinrad Infanger, der schon oft daran dachte sich selbstständig zu machen, nutzte die Gunst der Stunde. Bereut hat er es nie. "Die Aufträge sind dank meines Spezialwissens immer an mich herangetragen worden. " Mitgeholfen gaben insbesondere die vielen Kontakte aus der Zeit bei Von Roll. "Sorgsam gepflegt, garantieren sie mir genügend Arbeit auf der ganzen Welt."

Nerven wie Drahtseile...

Meinrad Infanger

Meinrad Infanger liebt seine Tätigkeit. Es stört ihn nicht, wenn er im schottischen Hochland beinahe von den Mücken gefressen wird. Auch stört es ihn nicht, dass er während der Monsunzeit in Asien ständig nasse Füsse hat, und nur Reis zu essen bekommt. Ebenso wenig nervt es ihn, dass er in Afrika nicht duschen kann, weil das wenige Wasser in der Leitung vor Hitze fast verdampft. Meinrad Infanger lässt sich nicht unterkriegen, hat Nerven wie Drahtseile. "Wer Stress hat, ist überfordert." Um das zu verhindern, hat er sich ein Motto zugelegt: "Ist das Problem noch so gross - es gibt immer eine Lösung." Meistens helfe es darüber zu schlafen oder sich mit jemandem zu besprechen. "Irgendwie geht es immer."

Frau vermisst das Abenteuer...

Als Angestellter in einer Werkstatt zu arbeiten, kann sich Meinrad Infanger heute nicht mehr vorstellen. Zu sehr liebt er die Abwechslung, die Herausforderung, den Reiz des Unbekannten. Ganz anders in seinen Ferien. Dort liebt er es lieber gemütlich und geregelt. Ganz zum Leidwesen seiner Ehefrau. Sie, die aus Costa Rica stammt, hätte gern ein wenig mehr Abenteuer. Doch dieses hat er bei seiner Arbeit zur Genüge. "Ich bekomme sehr viel zu sehen, was gewöhnlichen Touristen verborgen bleibt."

Frührentner in Costa Rica

Wie lange er noch auf Auslandmontage geht? "Wenn nichts dazwischen kommt, zwei, drei Jahre." Dann möchte er sich zusammen mit seiner Frau nach Costa Rica zurückziehen. Ein Leben in der Schweiz? "Eher nicht." Jedoch will er sich auch nicht als Frührentner im eigenen Haus am Pazifik langweilen. "Wahrscheinlich werde ich während einigen Monaten des Jahres weiterhin ein paar temporäre Montageeinsätze machen." Meinrad Infanger weiss, dass sein spezielles Wissen trotz globalisierter Wirtschaft gefragt bleibt. Schliesslich wachsen Handwerker mit seinem Know-how und Drahtseil-Nerven nicht auf Bäumen.


König Frost besucht den Weg der Schweiz

Frost Weg der Schweiz

Frost Weg der Schweiz

Frost Weg der Schweiz

Frost Weg der Schweiz

Frost Weg der Schweiz

Frost Eis Winter

Frost Eis Winter

Frost Eis Winter

Frost Eis Winter

Eis Winter

Eis Winter

Eis Winter

Eis Winter

Eis Winter

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis

Frost Eis


ALPABZUG via Bauen nach Seelisberg

Zur grossen Freude der Wanderer hört man am frühen Nachmittag vom Tunnel her das Geläut vieler Glocken. Schnell werden die Kameras aus dem Rucksack geholt! Alpabzug! Was für ein schöner Zufall.

Von allen bewundert tragen die Kühe stolz ihren Kopfschmuck aus Tannenzweigen und Blumen. Und erst noch die zum Teil alten bestickten Halsbänder mit den Glocken. Darauf ist zu lesen:

Bhüet üs Gott's Heimatland

Oh du scheeni Älplerzyt

Es walte Gott über Bärg und Tal

Es walte Gott über üsi Heimat

Bhüet Gott dä Burästand

Ä Grios vo isnä Bärgä

Alpabzug via Bauen nach Seelisberg
Alpabzug via Bauen nach Seelisberg
Alpabzug via Bauen nach Seelisberg
Alpabzug Brauchtum
Alpabzug Brauchtum
Alpabzug Brauchtum
Alpabzug Brauchtum
Stolzes Vieh Kuhglocke bestickter Riemen
Stolzes Vieh Kuhglocke bestickter Riemen
Alpabzug
Stolzes Vieh
Stolzes Vieh Kuhglocke bestickter Riemen

Es wird vorbildlich aufgepasst, dass die Kühe auf dem Weg bleiben, keine Abstecher in die Gärten unternehmen, nicht an Autos vorbeischrammen. Für die Sennen und ihre Gehilfen ist das keine leichte Arbeit. Der Zug marschiert quer durch das Dorf, an der Kirche St. Idda vorbei (Aufgepasst, dass die Tiere die Abzweigung nach links nicht verpassen, sonst landen sie auf dem Friedhof!) und weiter gehts, aufwärts, 900 Stufen auf dem Weg der Schweiz nach Seelisberg.

So schnell ist alles vorbei! Noch lange aber hört man durch den Wald die Kuhglocken immer leiser werden und schliesslich im Wald verhallen.

Wir wünschen allen einen schönen Herbst und einen kurzen Winter im Stall.


2008 21. Juli / Sprengung des Felsens über der Axenstrasse, Video der Sendung in der Tagesschau

Felspfeiler Axenrüti Sisikon

Freitag, 27. Juni 2008

Baudirektion: Felspfeiler Axenrüti Sisikon soll Ende Juli gesprengt werden

Medienmitteilung Nr. 1

In der Nacht auf heute musste die Axenstrasse einige Stunden gesperrt werden, da die Messaufzeichungen Bewegungen meldeten, die eine Wertung vor Ort bedingten. Diese Arbeiten laufen zurzeit.

Im Gebiet Axenrüti zwischen Tellsplatte und Sisikon konnten seit zwei Jahren deutliche Bewegungen eines Felspfeilers festgestellt werden. Für die geologische Beurteilung hat die Baudirektion Kanton Uri bereits vor zwei Jahren Geologen beigezogen. Mit den installierten Messstationen können die Bewegungen exakt festgestellt werden. Die geologischen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass dieser Pfeiler mit einem Volumen von rund 1'500 Kubikmeter womöglich noch in diesem Jahr spontan abbrechen könnte. Durch einen Abbruch des gesamten Pfeilers wären die darunter liegenden Verkehrswege (Axenstrasse A4, Bahnlinie SBB, Weg der Schweiz) sowie Hochspannungsleitungen bedroht. Um die Bedrohung zu beseitigen, wurden diverse Möglichkeiten geprüft. Das zwischenzeitlich eingesetzte Projektteam mit Vertretern vom Kanton Uri, vom Bundesamt für Strassen und der SBB kommt zum Schluss, dass eine Sprengung des Felspfeilers notwendig ist.

Als erste Massnahmen sind Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden auf der Axenstrasse A4, der SBB-Linie und dem Weg der Schweiz zu gewährleisten. So ist eine Lichtsignalanlage mit einem Mess- und Warnsystem gekoppelt, die bei drohender Absturzgefahr die Verkehrswege unmittelbar sperrt. Bei optimalen Bedingungen werden die Vorbereitungsarbeiten Ende Juli abgeschlossen sein. Die Sprengung ist in der letzten Juli-Woche vorgesehen. Der Felspfeiler liegt auf einer Höhe von rund 1300 Metern über Meer. Die Abbruchstelle liegt in unwegsamem Gelände. Die Baustelle ist nur mit dem Helikopter zu erreichen. Auf der Baustelle werden umfangreiche Vorkehrungen für die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

Vorausgesetzt, die Arbeiten verlaufen nach Plan, müssen die darunter liegenden Verkehrswege lediglich am Sprengtag gesperrt werden. Dennoch ist Vorsicht geboten. Insbesondere ist es gefährlich, sich im betroffenen Gebiet in Ufernähe auf oder am See aufzuhalten.

Heute Freitag, 27. Juni 2008, um Mitternacht musste die Axenstrasse gesperrt werden, weil die Messresultate unsichere Werte zeigten, die vor Ort überprüft werden mussten. Diese Abklärungen laufen zurzeit. Ein weiteres Bulletin folgt bis 10.00 Uhr.

Baudirektion Uri, Altdorf, 27. Juni 2008, 08:00 Uhr

Die Sprengung Teil 1

Die Sprengung Teil 2

Zur Geschichte der Axenstrasse


 

Froschkönig Es war einmal in Bauen

23. Mai Ganz zufällig TV SF in Bauen, bei Familie Zemp im Zwyssighaus

 

Ganz zufällig wurden wir vom Ehepaar Zemp-Bauler angefragt, ob wir gerne am 28. April 2008 am Nachmittag ins Zwyssighaus kämen, sie würden uns herzlich einladen. Es ginge um eine Fernsehsendung: SF bi de Lüt. Nik Hartmann käme vorbei und plane ein Interview mit ihnen. Überall sei zwar bekannt, dass die Kochkünste des Chefkochs Markus Zemp, Mitglied der schweizerischen Gilde etablierter Köche mit 15 Gault et Millau-Punkten, der seine Lehre bei Oskar Marti, beim "Chrüteroski" im damaligen Entlebuch, heute in Münchenbuchsee, absolviert hatte, leider nicht mehr lange in diesem altehrwürdigen Haus zu geniessen seien.

Schweizerische Gilde etablierter Köche und Gault Millau

Ganz zufällig marschierten wir also bei fast strahlendem Sonnenschein (die Sturmwarnung hatte erst gerade angefangen zu blinken) Nachmittags um 2 Uhr ins Gasthaus, wo auf der Terrasse gedeckt wurde. Ganz zufällig nahmen bald einige Freunde der Gastgeber-Familie Platz. Wir plauderten ziemlich lange über dies und das, hatten viel zu lachen und nippten am herrlichen Hausapéro: Prosecco mit Schlüsselblumen-Sirup aus dem Schächental.

Ganz zufällig entdeckten wir von der Terrasse aus den Fernsehhund Jabba mit seinem roten Halstuch vor dem Alberik Zwyssig-Denkmal, wie er sehnsüchtig in Richtung See guckte, sein Herrchen Nik dagegen in Richtung Restaurant, denn die Wanderung von Seelisberg nach Bauen spürte er doch in den Knien und den Durst in der Kehle. Jabba hingegen schien noch ganz frisch, obwohl sie nach Hundeart hin und her getrabt war, und erst noch mit einem künstlichen Hüftgelenk, das sie vor sieben Jahren nach einem Autounfall erhalten hatte. Aufs Breithorn bei Zermatt (letzter Teil der elftätigen Reise) würde sie nicht mit rauf genommen, obwohl die Hundefrau sonst überall dabei sei, wie uns Nik Hartmann später mitteilte.

Ganz zufällig erschienen bald beide und nahmen am Tisch neben dem unseren Platz. Der Mann mit der fliegenden Kamera, der Begleiter mit dem grossen langhaarigen Mikrofon, und die Projektleiterin mit Papier und Kuli hantierten herum und mussten (zunächst) die wie gewohnt fantasievoll und farbenfroh dekorierten Teller und Speisen angucken und aufnehmen.

Ganz zufällig erhielten wir im Gegensatz zu den anderen Gästen keinen Fisch. (Ich persönlich war sehr froh darüber, weil ich zu den seltenen Nichtfischessern gehöre, und weil die Speisekarte auch solch eigenartigen Leuten wie mir viele andere Leckereien bietet). Markus Zemp mit dem Abzeichen der Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch am Ärmel seiner weissen Jacke wird es mir verzeihen. Und zum Dessert fand das "Pikante Schokolademousse" den Weg zu unserem Tisch (Mmmm!).

Tafelgesellschaft zum Goldenen Fisch

Ganz zufällig merkte Nik Hartmann, dass wir alle geladene Gäste waren, die als Statisten eine Rolle zu spielen hatten. Über die Schulter fragte er uns: "Was wird gefeiert? 400 Jahre Donnerstag?" "Genau!" meinte Michael, "und das feiern wir stets am Montag!"

Marilyne Zemp, die für den Servicebereich und die Weine zuständig ist, wurde interviewt, Markus Zemp berichtete, er hätte den neuen Arbeitsplatz mit geregelter Arbeitszeit schon bezogen, er koche in einem Altersheim in Stans, habe jeden Abend frei und könne sich nun endlich der Familie widmen, ihren Kindern Marvin, Mara und Mario.

Nik fragte darauf die Gäste: "Und was macht ihr alle, wenn der Zemp nicht mehr für euch kocht?" Ganz zufällig, wirklich ganz zufällig, tönte es wie aus einem Mund: "Wir gehen ins Altersheim!"

Die TV-Leute waren glücklich, dass wir ihnen für die Reportage einen so passenden Schluss geliefert hatten.

Nun konnte Nik Hartmann zurücklehnen und die Aussicht geniessen. "So, da bin ich, und da bleibe ich! Ihr könnt den Rest der Sendung ohne mich machen, hier gefällt es mir."

Vreny Marty, die tüchtige, organisierfreudige Präsidentin vom Bauen-Tourismus, weckte ihn aus seinen Träumen: "Der Kapitän ist da!" Bald darauf entfernte sich ein Boot in Richtung Tellskapelle, an Bord eine winkende TV-Crew und eine schwanzwedelnde, neue Abenteuer witternde Hündin Jabba. Ganz zufällig regnete es immer noch nicht.

Video der TV-Sendung SF bi de Lüt vom 23.Mai 2008, Nik Hartmann und Jabba im Zwyssighaus bei Familie Zemp

SF bi de Lüt im Zwyssighaus bei Marly und Markus Zemp

Link Reportage über die ganze Sendereihe in 11 Etappen über Stock und Stein

Und für alle Liebhaber der Gegend und der gepflegten Küche sei noch das Buch erwähnt: Zentralschweiz kreativ / präsentiert von 15 Meisterköchen

Markus Zemp und 14 andere Meisterköche werden vorgestellt, die Lage des Restaurants, der Betrieb, das Team, der Werdegang der Köche und ihren mitarbeitenden Frauen, ihr Wirken, Persönliches und viele ausgeklügelte Rezepte mitsamt appetitanregenden Bildern.

Sprache: deutsch / Jahr: 2004 / ISBN-13: 978-3-9522861-2-8 | ISBN-10: 3-9522861-2-5 Gebunden / Verlag: kreativ Verlag Heidy Buschauer Casalini, Maienfeld

Diesem Buch entnahm ich das Bild von Marilyne und Markus Zemp, den Menüvorschlag und das Rezept, das mich als Schleckmaul besonders interessierte.

Marilyne und Markus Zemp

Ein Menü-Vorschlag:

Rauchlachs-Gemüsetatare mit Ruccolasauce

Hummerrahmsuppe mit Cognac

Bachsaiblingfilet im Frickblatt mit frischen Eierschwämmli

Gebratenes Steinbuttfilet auf Lauchgemüse mit Linzerkartoffeln

Beerencornet mit Zitronencrème

Rezept zum Beerencornet / Hüppencornet

40 g Butter

40 g Puderzucker, zusammen schaumig schlagen

40 g Eiweiss mit einer Prise Zucker steif schlagen

40 g Mehl und das steife Eiweiss unter die Butter-Puderzuckermasse mischen und gut durcharbeiten.

Die Masse mit Hilfe einer Schablone von ca. 10 cm Durchmesser auf ein Backblech dünn aufstreichen und im Ofen bei 200° goldgelb backen. Mit einem Spachtel vom Blech lösen, noch heiss zu einem Cornet formen und erkalten lassen.

(Die Cornets lassen sich in einem luftdichten Behälter ca. 2 Wochen lagern)

Rezept zur Zitronencrème

30 g Zucker

65 g Butter

Zesten einer halben Zitrone

0,4 dl Zitronensaft

2 Eier

Alle Zutaten in eine Pfanne geben und unter stetigem Rühren aufkochen, passieren und im Kühlschrank erkalten lassen.

0.8 dl Rahm steif schlagen und unter die kalte Zitronencrème ziehen.

300 g gemischte Beeren waschen und mit Küchenpapier abtupfen.

Anrichten

Die Zitronencrème auf Teller verteilen. Hüppencornet mit Beeren auffüllen und auf der Zitronencrème anrichten. Restliche Beeren gleichmässig auf der Crème verteilen. Mit einer Fruchtsauce (Erdbeer- oder Himbeersauce) und mit Pfefferminzblättern garnieren.

Die Leute im Altersheim freuen sich, obwohl sie wahrscheinlich nicht gerade dieses Menü bestellen können, sehr auf Markus Zemps Kochkünste. Das feine Essen ist nämlich ein Jungbrunnen, zum Beweis siehe nächstes, neulich aufgenommenes Bild:

Markus Zemp nicht mehr im Zwyssighaus

 


 

ZUM FEST FÜR DEN NEUEN WANDERTUNNEL BAUEN-ISLETEN am 30. April 2008

 

Impressionen unterwegs zwischen Isleten und Bauen

Weg der Schweiz Bauen Isleten Der Berg lebt

Weg der Schweiz Bauen Isleten Auffangnetze gegen Steinschlag

Weg der Schweiz Bauen Isleten Durchblick in Richtung Isleten

Weg der Schweiz Bauen Isleten

Weg der Schweiz Bauen Isleten Der allerneuste Tunnel für die Fussgänger

Weg der Schweiz Bauen Isleten Ein Platz zum Ausruhen

Bauen Isleten

Bauen Isleten Picknickplatz

Isleten Einfach romantisch

Geteilter Weg oben Autos unten Wanderer

 

IG Pro Weg der Schweiz

Christoph Näpflin

Bahnhofplatz 1

6377 Seelisberg

Telefon 041 820 15 63

Telefax 041 820 49 07

E-mail: tsb@seelisberg.com

Der neue Wandertunnel am Weg der Schweiz ist offen

NC. Aus Anlass vom 700. Geburtstag der Schweiz erstellten alle Kantone gemeinsam einen Wanderweg am südlichen Ende des Vierwaldstättersees, den "Weg der Schweiz". Ab dem kommenden Freitag steht den Wandergästen zwischen Bauen und Isleten ein neuer Wandertunnel offen.

Mit dem Bau des schweizerischsten aller Wanderwege, dem "Weg der Schweiz", machten die Schweizer Kantone allen Schweizern im Jahre 1991 ein Geschenk zum 700. Geburtstag der Eidgenossenschaft. Jeder Schweizerin, jedem Schweizer gehören 5 Millimeter Anteil auf diesem Wanderweg im Herzen der Schweiz. Die Kantone reihen sich am "Weg der Schweiz" vom Rütli über Seelisberg, Bauen (Isenthal), Flüelen, Sisikon und Morschach bis nach Brunnen gemäss ihrem Beitrittsjahr zur Eidgenossenschaft.

Der Kanton Uri steht ganz am Anfang vom Wanderweg und hat 182 Meter Weganteil. Mit 71 Meter hat der Kanton Appenzell Innerrhoden den kürzesten Weganteil, mit über 6 Kilometer zwischen Seelisberg und Bauen der Kanton Zürich den grössten. Die beiden Basel teilen sich einen Wegabschnitt im Urnersee Reussdelta, die "Kantonsgrenze" liegt dabei direkt auf der Reussbrücke. Die damaligen Kosten für die Erstellung betrugen rund 10 Millionen Franken.


PRESSETEXT ZUR NEUEN ERÖFFNUNG DES WANDERTUNNELS

Seelisberg, 30. April 2008

Der neue Wandertunnel am Weg der Schweiz ist offen

Ein Felssturz hat vor rund 2 Jahren den "Weg der Schweiz" zwischen Bauen und Isleten unterbrochen. Aus Sicherheitsgründen war eine Räumung nicht möglich. So beschloss die Stiftung Weg der Schweiz den Bau eines beleuchteten Wandertunnels, der auf einer Länge von 79 Metern hinter der Absturzstelle durch den Felsen führt. Die Wanderer können so den Weg der Schweiz wieder durchgehend begehen. Insgesamt wurden für den Tunnel 440 m3 Felsmaterial ausgebaut, 32 Meter Felsanker verlegt und 56 m3 Spritzbeton zur Sicherung der Deck eingesetzt. An den Kosten von 420'000 Franken beteiligen sich der Bund, der Kanton Uri und die Stiftung Weg der Schweiz. Am 30. April 2008 fand zusammen mit den Bauverantwortlichen, den Gemeinde- und Kantonsvertretern sowie Tourismusleuten die offizielle Eröffnung statt.

Erfolgsgeschichte Weg der Schweiz

"Der Weg der Schweiz ist eine Erfolgsgeschichte!", erklärt der Urner Regierungsrat und Präsident der Stiftung Weg der Schweiz Josef Dittli. 4 bis 5 Millionen Wanderer haben seit der Eröffnung vom Weg der Schweiz die Region am Urnersee besucht. Die damaligen Baukosten von 10 Millionen Franken haben seit der Eröffnung im Jahr 1991 ein Mehrfaches an volkswirtschaftlichem Nutzen für die Region wieder eingebracht. Der neue Wandertunnel am "Weg der Schweiz" befindet sich im Harderband am Urnersee. Die zahlreichen Katakomben an diesem Wegabschnitt wechseln sich hier mit Durchblicken auf den See und das gegenüberliegende Ufer. Der fast topfebene Weg ist eine Attraktion für Wanderer und Freizeitfreaks. In Kombination mit Schiff und Bergbahn sowie einem Besuch der Orte aus der Schweizergeschichte inmitten der imposanten See- und Berglandschaft wird der Wanderausflug zum Urnersee zu einem Highlight für die ganze Familie.

Weitere Informationen siehe Link

Link Weg der Schweiz

Ein herzlicher Dank geht an Herrn Christoph Näpflin, dass ich diesen Pressetext für die Homepage benutzen darf und an Vreny für die folgenden Bilder von der Eröffnungsfeier!

 

Eröffnungsfeier neuer Tunnel Weg der Schweiz

 

Eröffnungsfeier neuer Tunnel Weg der Schweiz

 

Eröffnungsfeier neuer Tunnel Weg der Schweiz

 

Eröffnungsfeier neuer Tunnel Weg der Schweiz

 

Eröffnungsfeier neuer Tunnel Weg der Schweiz

 


2007 / Dezember / Louis Zurfluh / Zurück mit einem Container voller Andenken

LOUIS ZURFLUH

Urner Wochenblatt 131. Jahrgang Nr. 97 Mittwoch, 12. Dezember 2007

Zurück mit einem Container voller Andenken

Anekdoten zu seinem 75. Geburtstag

Sein Leben ist aussergewöhnlich. Zweimal wanderte er in die USA aus. Dazwischen war Louis Zurfluh Gemeindepräsident von Seedorf. Am 14. Dezember feiert er Geburtstag.

Jules J. Christen

Mit kaum 20 Jahren ist Louis von Seedorf in die USA ausgewandert. In den Siebzigerjahren kehrt er mit sechs Kindern nach Seedorf zurück. Er baut eine Maschinenbaufirma auf und wird Gemeindepräsident. 1990 verkauft Louis Zurfluh die Firma seinem Sohn, und er verschwindet zum zweiten Mal nach Amerika. Im Frühling kehrt er endgültig in die Schweiz zurück. Nach Hause gebracht hat er einen ganzen Container voller Andenken. "Bim Louis gseet's üs wiä im-änä Museum", schwärmen Besucherinnen und Besucher. Beim Auspacken und Sortieren sind ihm auch viele Fotos in die Hände gekommen, und mit ihnen leben wieder viele Erinnerungen auf. Diese Fotos zeigen Louis Zurfluh, wie ihn nur wenige kennen. Fotos sind wie kleine Geschichten, Anekdoten.

"Wotsch ä Batzä oder äs Butterbrot?"

Louis wächst während der Kriegsjahre im Seedorfer Ried auf. Seedorf hat damals zirka 450 Einwohnerinnen und Einwohner. Er ist der älteste von 14 Kindern, zwölf Buben und zwei Mädchen. "Wenn man einen der Roticher kennt, erkennt man sie alle." Der Vater betreibt eine Dorfschmiede. Nach der Schule muss Louis mithelfen. Die Kriegs- und Nachkriegsjahre sind hart. "Für meinen Vater habe ich Äxte und Meissel ausgetragen. Mit dem Velo und vollgepacktem Rucksack, alleine, manchmal bis nach Amsteg." Hat er auch etwas verdient oder wenigstens ein Trinkgeld bekommen? "Oh ja!" Louis lacht herzhaft. "Buebli, wotsch ä Batzä oder äs Butterbrot? Das hent's gfragt. Und ich ha immer ds Butterbrot gnu."

An arbeitsfreien Sonntagen begleitet er seinen Vater oft ins Schächen- und ins Maderanertal, um geschärftes oder geflicktes Handwerkszeug auszuliefern. Einmal sind sie bei Schnee und in der Nacht mit dem vollgepackten "Hooräschlittä" unterwegs. Zur Abschreckung von Räubern hat sich sein Vater mit einem Schlagring bewaffnet. "Wenn einä chund, der erschlaa-ni grad", sagt sein Vater. Louis ist geschockt und betet den ganzen Weg lang den Rosenkranz, damit niemand in ihre Nähe kommt.

Die Mutter hat nebenbei noch ein paar Kühe, die auch versorgt werden müssen. So ist ihm nie langweilig. In die Schule geht er mit "bluttä Fiäss", bis der erste Schnee fällt. "Was Unterhosen sind, wussten wir nicht." Die Dorfschule wird von "guten" Nonnen geführt. Für die Sekundarschule muss er ins Kollegi nach Altdorf.

Mit 16 in der ersten Mannschaft des FCA

In Seedorf gibt es damals keinen einzigen Sportverein. Zum Turnen oder "Tschütä" müssen die Jungen nach Altdorf. Mit 16 Jharen spielt Louis in der ersten Mannschaft des FC Altdorf. Nach Abschluss der Schule hilft er jeweils seinem Vater in der Schmiede. "Wir haben Seilwinden und Steinbrecher hergestellt und bis in die hintersten" Chrachen" verkauft."

San Francisco

Da Verwandte in den USA leben, will er ebenfalls in die USA. Während Louis die Rekrutenschule in Sion absolviert, erhält er die Erlaubnis, um in Amerika einzuwandern. Bereits ein Jahr später ist er unterwegs. Mit einer DC 3 fliegt er von Zürich nach Paris. Von der Küste Frankreichs geht die Ausreise mit dem Schiff weiter nach New York. Die Überfahrt dauert eine Woche und kostet rund 300 Dollars. Von New York geht es dann mit dem Flieger weiter nach Chicago und San Fransisco. In San Fransisco wird er von seinem Onkel Johny erwartet. Johny, der Halbbruder von Louis' Mutter, ist um die 50. Er hat eine Nonne geheiratet, die aus dem Orden ausgetreten ist. "Ich hatte ihn noch nie zuvor gesehen. Am Flughafen, in all den vielen Leuten, kam er direkt auf mich zu und fragte: Bisch dü dr Louis?" Nach zwei Wochen folgt die Weiterreise zu Tante Kate nach Sacramento. Sie ist bereits 1910 ausgewandert. Tante Kate führt das Hotel Helvetia. Louis lacht wieder: "Ä Wellblächhittä". Ein langer Gang, rechts und links Zimmer, keine Fenster, und das für 30 Dollars im Monat! "Da wohnten nur Leute, die kein Geld hatten."

"You can start working"

Louis erzählt weiter. "Ich suchte eine Stelle als Mechaniker, doch die Arbeitslage war schlecht. Im Raume Sacramento gab es fast nur Staatsbetriebe." Nach langem Suchen ergibt sich endlich eine Chance, dies dank Hilfe eines befreundeten Schweizers. Die Firma liegt weit ausserhalb der Stadt. "Für das Vorstellungsgespräch hatte ich meine schönste Kleidung angezogen." Dennoch erhält er wieder eine Absage. Als aber der Chef persönlich merkt, dass Louis Schweizer ist, will er Louis sofort einstellen. "You can start working, right now." Louis Zurfluh, der seine schönste Kleidung trägt, sagt ab und kehrt zurück nach Sacramento. Bald darauf klappt es mit einem Job im grössten Einkaufshaus der Stadt. Es ist nicht das, was sich Louis vorstellt, aber er hat einen Job.

Karriere als Tellerwäscher

Er räumt Tische ab und wäscht das Geschirr. Wenn im Restaurant gerade nichts zu tun ist, entsorgt Louis das Verpackungsmaterial und reinigt die Toiletten. Manchmal wird er kurzfristig nach Hause geschickt und per Telegramm, wenn nötig morgens um 2.00 Uhr, zur Arbeit gerufen. Sein Gehalt: 1.25 Dollar pro Stunde. Als er kündigt, sagt der Manager: "Du kannst jederzeit zurückkommen. Wir hatten noch nie so einen guten Mann."

In einer Schweizer Zeitung liest Louis, dass in Los Angeles (LA) Fussballer gesucht werden. Das ist vielleicht die Chance, auf die er gewartet hat. Am 30. Dezember 1954 fährt er mit dem Zug von Sacramento nach Los Angeles. Am nächsten Tag findet dort ein Fussballspiel mit einer Schweizer Mannschaft statt: GC Zürich spielt gegen eine LA-Auswahl.

Mit dem Job als Fussballer wird vorerst nichts. Aber der Präsident des Fussballklubs vermittelt ihm einen Job. Am 3. Januar 1955 beginnt er als Werkzeugmacher im Osten von Los Angeles. Eine Stunde beträgt sein Arbeitsweg, und mit den obligaten Überstunden kommt er oft erst nach Mitternacht nach Hause. Mit seinen Kollegen geht er ab und zu auf ein Bier nach Hollywood. Einmal fahren sie über 80 km, um einen Hamburger zu essen. Der Hamburger kostete damals 25 Cents.

Auto mit Chauffeur

Dann arbeitet er als Mechaniker am Sunset Boulevard in Hollywood, mitten in Los Angeles. Die Firma stellt Gehäuse für Farbfernseher her. Louis ist ein Allrounder. Er kann alles: drehen, fräsen, schweissen, reparieren. Bei diesem Job lernt Louis auch den Umgang mit Filmprojektoren, was ihm später hilft (er lacht). Er springt für alle ein. Kommt der Schweisser nicht zur Arbeit, über nimmt Louis kurzerhand die Schweissarbeit. Doch die Firma geht bankrott. Die Bank übernimmt die Firma und führt sie weiter. Um die laufenden Aufträge fertig stellen zu können, wird Louis als einziger Mitarbeiter weiter beschäftigt. Den Lohn bekommt er direkt von der Bank. Da er damals noch nicht Autofahren kann und kein Auto besitzt, stellt ihm die Bank ein Auto mit Chauffeur zur Verfügung.

US Army

Wie alle Amerikaner, die noch nicht 26-jährig sind, wird Louis Anfang 1956 zum Militärdienst eingezogen. Nach der Rekrutenausbildung wird seine Einheit nach Deutschland verlegt. Louis kommt nach Aschaffenburg. Insgesamt verbringt er zwei Jahre in der amerikanischen Armee. Ende 1958 kehrt er nach Amerika zurück. Als die Armee eine Fussballmannschaft zusammenstellt, meldet er sich. Sein Wachtmeister will ihn nicht zum Fussballteam ziehen lassen, aber es klappt. Louis wird Captain der amerikanischen Fussball-Nationalmannschaft der Armee. Den Rest der Militärzeit spielt er nur noch Fussball. Gegen eine britische Auswahl spielt er sogar im Olympia-Stadion von Berlin. Und die Armee will Louis weiter verpflichten. Sie will ihn befördern, aber er lehnt ab

Statt Profivertrag als Fussballer ...

unterwegs

In New York angekommen, fährt er mit seinem aus Deutschland mitgebrachten BMW quer durch die USA nach Los Angeles. Sein Militärkollege, ein Indianerhäuptling, begleitet ihn. Irgendwo in den Weiten von Arizona muss Louis anhalten. "Da hinten wohne ich", sagt der Indianer, nimmt seinen Seesack und marschiert los ins Niemandsland der Wüste. Als Armee-Fussballer bekannt geworden, wird Louis von einem Team in Chicago mit einem Vertrag als Fussballprofi umworben. Louis lacht. 25 000 Dollar pro Jahr werden ihm geboten. Das ist für die Zeit viel Geld, doch er lehnt ab.

...Louis Zurfluh Engineering in Santa Monica

Zurück in Los Angeles arbeitet er wieder als Mechaniker im Formenbau. Bald hat er seine eigene Firma, die Louis Zurfluh Engineering in Santa Monica. Er beschäftigt bis zu zehn Personen. Die Firma produziert die kompliziertesten Formen für Elektronikbauteile, aber auch Spezialteile für die Raumschiffe der Nasa. Diese Firma führt er zehn Jahre lang.

Wie viele andere Schweizer im Gebiet von Los Angeles besucht auch Louis den Schweizer Club. Zu Ländlermusik wird getanzt und gejasst. Da findet er viele Freunde. 1959 trifft er dort Theres. Sie will zuerst nichts von ihm wissen. Mithilfe ihrer Schwester flieht Theres vor Louis durch die Hintertüre des Restaurants. "Ja keinen Urner", sagt sie sich. Kurz darauf ist Theres die Nebenbraut bei einem befreundeten Schweizer Paar. Und was für eine Überraschung: Louis ist der Nebenhochzeiter. 1961 heiraten sie und leben in Santa Monica, Kalifornien.

Palmen, diesmal nicht am Urnersee

1965 übernimmt Louis das Geschäft seines Vaters in Seedorf. Drei Jahre führt sein Bruder Hans den Betrieb. 1970 gehört Louis 14 Jahre lang dem Gemeinderat Seedorf an, zuletzt als Gemeindepräsident. Bei der Planung des "Weg der Schweiz" und der Gestaltung des Seeufers ist er massgeblich beteiligt. In dieser Zeit wird auch die Kreisschule gebaut und die Kirche renoviert.

Ruhestand in den USA, und in Seedorf

1990 verkauft Louis seine Firma seinem Sohn Louis, und er wandert ein zweites Mal nach Kalifornien aus. Zurück in Amerika entdeckt er neue Fähigkeiten. Seine neuen Hobbies sind das Gärtnern, Kochen und Grillen. Mit Besucherinnen und Besuchern aus der Schweiz ist er als Reiseführer im "wilden Westen" unterwegs, und es wird gejasst. In die Schweiz kommt er nur zurück, wenn das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest angesagt ist. Kein einziges verpasst er.

Nach vielen Jahren in Amerika ist er nun zurück in Seedorf. Er schätzt die Nähe zu seiner Familie und zu seinen Freunden. Für einen scharfen Jass oder einen Ländlermusikanlass ist er immer zu haben...

Urnersee Bauen Seedorf


KATZENMUSIK 2008 in Bauen

 

Katzenmusik

 

Katzenmusik Kinderkatzenmusik

 

Katzenmusik unterwegs

 

Katzenmusik unterwegs

 

Katzenmusik auf der Dorfstrasse

 

Katzenmusik Verschnaufpause

 

blitzblank

 

Seepromenade

 

Seepromenade

 

Ohrenwärmer

 

Bumm!

 

Ohrenwärmer und Katzenpfoten

 

Katzenmusik in Bauen

 

Katzenpfoten

 

Trommelmarsch

 

Trommelmarsch

 

Falls jemand mit der Veröffentlichung seines Bildes nicht einverstanden ist, bitte melden. Das Bild wird sofort entfernt.


CHILBISONNTAG 2007 in Bauen

Eine liebe Nachbarin mailt mir das Programm:

"Übrigens ist Chilbi-Sonntag am nächsten Wochenende. Um 10.30h ist Gottesdienst zum Thema "LIEBE". Für die Dekoration der Kirche wurden von den Kindern im Religionsunterricht Herzen angefertigt. Der Musikverein spielt während dem Gottesdienst im Chor der Kirche. Nachher gibt es in der Mehrzweckhalle "Chabis und Schaffleisch", vom Restaurant Zwyssighaus fein zubereitet. Der Samariterverein kümmert sich um die Festwirtschaft. Am Nachmittag ist allerlei Spiel für die Kinder angesagt, und "Wändi" (Wendelin Zieger, Ried) dirigiert wie immer an Dorfanlässen den Musikverein Bauen in der Mehrzweckhalle."

 

Chilbisonntag in der Kirche St. Idda

 

Chilbisonntag in der Mehrzweckhalle

Fotos von Frau Trudy Studer. Herzlichen Dank!


 

RIESENKRISTALLE AUS DER GÖSCHENERALP / KANTON URI, EINE WELTSENSATION

 

19. September 2008 erneut Riesenkristalle im Kanton Uri geborgen

Zwei Urner Strahler haben am Planggenstock UR erneut Riesenkristalle geborgen. Der Fund soll noch grösser und schöner sein als jener vor drei Jahren. Schon damals sprach man von einem Jahrhundertfund.

Riesenkristall in Uri gefunden (Archiv) Der Gurtneller Strahler Franz von Arx bestätigte auf Anfrage seinen von verschiedenen Medien vermeldeten Fund. Dass er nach dem Sensationsfund von 2005 am Planggenstock erneut eine Quarzgruppe entdecken konnte, sei ein ganz spezielles Gefühl, sagte er. Dieses Ereignis habe ihn emotional tief berührt.

Am 19. September 2008 hoben von Arx und sein Kollege Elio Müller am Planggenstock verschiedene Kristalle aus. Darunter befanden sich mehrere Spitzen, die grösste davon 1,25 Meter lang mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern. Als Prunkstück kam eine rund 250 Kilogramm schwere Quarzgruppe zum Vorschein. Die Strahler sind überzeugt, dass die gereinigten Kristalle jenen von 2005 bezüglich Perfektion, Transparenz und Glanz in nichts nachstehen werden. Die Kristalle wurden ins Tal geflogen. Ein Teil davon soll schon bald in die bestehende Ausstellung in der Alten Kirche Flüelen integriert werden. Wie wertvoll der Fund ist, konnte von Arx nicht sagen. "Man kann ihn mit Geld nicht messen", sagte er. Die Kristalle hätten vor allem einen hohen Liebhaberwert, seien alles Unikate und somit "sicher mehr Wert als die Titel, die momentan an der Börse gehandelt werden", sagte von Arx. Aber ein Verkauf komme zurzeit sowieso nicht in Frage.

(sda)

Ausstellung Riesenkristalle Göscheneralp Flüelen

Zeitungsbericht aus dem Urner Wochenblatt / 131. Jahrgang / Nr. 81 / Mittwoch, 17. Oktober 2007

Riesenkristalle bleiben in Flüelen

Alte Kriche / Einwohnergemeinde Flüelen vermietet vorläufig bis Ende 2009 kostenlos

Die Riesenkristalle vom Planggenstock dürfen in der Alten Kirche in Flüelen bleiben. Für die Ausstellung nach 2009 wird eine Lösung gesucht.

Daniel Regli

"Die Gemeinde Flüelen hat mit der Riesenkristall-Ausstellung rundum sehr gute Erfahrungen gemacht", schwärmt Gemeindepräsidentin Andrea Bonetti. "Profitiert haben alle, die Geminde, das Flüeler Gastgewerbe bis hin zum Blumenladen." Für die Einwohnergemeinde Flüelen als Eigentümerin der Alten Kirche, war klar: "Wir bieten Hand, damit die Riesenkristalle in Flüelen bleiben." Nun war es gestern Dienstag so weit: Andrea Bonetti und Franz von Arx unterzeichneten den Mietvertrag für die Alte Kirche Flüelen. Der Vertrag ist befristet bis Ende 2009 und soll weitere Erfahrungen mit der Ausstellung bringen. Mietzins verlangt die Gemeinde keinen. "Das ist unser Beitrag an die Ausstellung", erklärt die Gemeindepräsidentin. Sie hofft, dass in zwei Jahren auch mit der Denkmalpflege eine einvernehmliche Lösung gefunden wird. Diese äusserte nämlich Vorbehalte gegen die errichtete Infrastruktur, bei welcher die Weite des Kirchenraumes verloren gehe.

50 000 Besucher

Franz von Arx dankte auch im Namen seines Strahlerpartners Paul von Känel. Bis jetzt konnten die beiden rund 50 000 Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung begrüssen. Ende Oktober ist nun Winterpause. Die Zeit bis zur Wiedereröffnung im März 2008 wollen die beiden Strahler nutzen, um nochmals rund 200 000 Franken zu investieren. "In einem ersten Schritt werden wir Übersetzungs-Kopfhörer für den Film anschaffen. Nachher ist vorgesehen, bereits am Eingang Kopfhörer abzugeben: Die Besuchenden sollen in ihrer Sprache durch die Ausstellung geführt werden", erläutert Franz von Arx, das Konzept. Wer die grosse Kristallgruppe diesen Winter sehen möchte, muss nach Lugano gehen: "Die Banca del Gottardo ist unser Sponsor und wird die grosse Kristallgruppe in ihrer Schalterhalle ausstellen."

Wer nicht ins Tessin reisen und nicht warten will, bis die Winterpause vorbei ist, kann hier auf den Fotos von Michael Scherer, Bauen, die Kristalle bestaunen. Es sei noch erwähnt, dass die Ausstellung mehr als lohnenswert ist. Nicht nur die Exponate, auch der Film im oberen Stock der Alten Kirche ist eine Reise nach Flüelen wert!

Und nun die neusten Neuigkeiten dazu aus dem Migros-Magazin 8, vom 18.Februar 2008:

SENSATIONSFUND BLEIBT HIER

Der grösste Kristall der Schweiz bleibt definitiv in der alten Kirche von Flüelen UR. Die beiden Finder verzichten auf einen Millionenerlös.

Schon seit 1992 buddeln Franz von Arx (58) und Paul von Känel (60) im Fels des Planggenstocks oberhalb der Göscheneralp nach Kristallen. Das Migros-Magazin hatte über die beiden berichtet. Im Herbst 2005 stiessen sie tief im Innern des Bergs auf eine Sensation: einen Riesenkristall, wie er im ganzen Alpenraum noch nicht geborgen werden konnte. Die beiden Berufsstrahler konnten sich der Angebote aus dem In- und Ausland kaum erwehren. Sie hätten einen Millionenbetrag dafür lösen können. Doch für sie war klar: "Unser Fund muss in der Schweiz bleiben", sagt Franz von Arx. Die in der alten Kirche von Flüelen ausgestellte Kristallgruppe wurde letztes Jahr von 25 000 Besuchern bestaunt. Dort soll sie nun bleiben. Die Ausstellung ist ab 1. März täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Die neuste Mitteilung:

RIESENKRISTALLE WERDEN VERKAUFT

Die beiden Strahler werden zu Multimillionären

Der Jahrhundertfund vom Planggenstock in der Urner Göscheneralp wird verkauft ans Naturhistorische Museum Bern. Dafür will die BÜrgergemeinde Bern als Besitzerin des Museum 6 Millionen Franken lockermachen. "Es geht uns darum, diesen einmaligen Fund der Schweiz zu erhalten respektive einen Verkauf ins Ausland zu verhindern", sagt Beda Anton Hofmann, der Kurator Erdwissenschaften am Naturhistorischen Museum Bern. Die Ausstellung auf 160 Quadratmetern soll Ende 2010 oder spätestens Anfang 2011 eröffnet werden.

Die beiden Kristallsucher Franz von Arx (59) aus Gurtnellen und sein Berner Strahlerkollege Paul von Känel (61) freuen sich sehr, dass die im September 2005 gefundenen Riesensteine nun in Bern einen endgültigen Platz finden und so weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Freuen dürfen sich auch die Urner Steuerbehörden. Sie werden von den Kristallsuchern Geld erhalten.

Bruno Arnold / zisch

 

Ausstellung Riesenkristalle Göscheneralp Flüelen

 

Ausstellung Riesenkristalle Göscheneralp Flüelen

 

Ausstellung Riesenkristalle Göscheneralp Flüelen

 

Ausstellung Riesenkristalle Göscheneralp Flüelen

 

Ausstellung Riesenkristalle Göscheneralp Flüelen

 

Bergkristalle

 

Bergkristalle

 

Bergkristalle

 

Bergkristalle

 

Bergkristalle

 

Weltsensation

 

Weltsensation

 

Weltsensation

 

Weltsensation

 

Strahlerglück

 

Link RIESENKRISTALLE

Bei sf.tv/sfwissen kann man folgendes nachlesen:

Kristalle

Natur & Umwelt

Eine Million Franken und mehr sollten Franz von Arx und Paul von Känel für ihren Riesenkristall vom Planggenstock (Gotthardmassiv) bekommen. Doch die Berufsstrahler wollten nicht verkaufen: Ihre gut 400 kg schwere Rauchquarzgruppe bleibt in der alten Kirche von Flüelen öffentlich ausgestellt. "Wir sind auch ohne das Geld steinreich", meinten die beiden verschmitzt.

Einzelne Kristalle werden als "Strahlen" bezeichnet - daher der Schweizer Name für die Kristallsucher. Die Strahler sind eigenwillige Mannen: Die Schönheit der Berge, die gemeinsame Zeit beim Arbeiten in der Kluft und das Glitzern, das "Strahlen" der Kristalle sind ihnen mehr wert als ein prall gefülltes Bankkonto. So trennen sie sich nur ungern von ihren schönsten Funden. Wechselt ein solcher trotzdem die Hand, kostet er - je nach Grösse und Reinheit - zwischen wenigen Franken bis zu einigen zehntausend.

Quarzkristalle entstehen, wenn die quarzhaltige Gesteinsmasse langsam erkaltet, z.B. in Granit oder Gneis. Durch Lufteinschlüsse, Eisen-Ione oder Spuren anderer Mineralien treten verschiedenste Tönungen und Trübungen auf. Der Bergkristall ist die farblose, durchsichtige Variante. Seine Entstehung braucht viel Zeit: Der Jahrhundertfund vom Planggenstock wuchs während 16 bis 18 Millionen Jahren in Innern des Berges zur vollen Grösse heran. Viele dieser Brocken bekommt kein Mensch je zu Gesicht: Ein Kristall, den kein Strahler findet, wird über kurz oder lang von der Erosion zerstört und in Sand verwandelt.

Interessanes über das Leben am Planggenstock findet man auf Seite

http://www.vonarx-bergkristalle.ch/planggenstock.php

 


 

Dampferkonvoi zum 1.AUGUST-FEUERWERK in Brunnen

 

Dampfschiff 1.August Feuerwerk Brunnen Schweiz

 

Guten Tag allerseits

Der erste August 2007 gehört nun der Vergangenheit an. Die Bilder davon werden uns aber immer in Erinnerung bleiben. Wir freuen uns schon auf eine Wiederholung.

Was für ein Erlebnis:

Alle 5 Dampfschiffe und zwei Motorschiffe hupten gleichzeitig beim Verlassen des Hafens in Luzern

Abwechslungsreiche Formationsfahrt in Richtung Brunnen

Ein perfekter Sonnenuntergang

Kehrtwendung im Urnersee mit Nationalhymne und Sicht auf Rütliwiese

Eindrückliches Feuerwerk in Brunnen (Das Stativ liess ich absichtlich zuhause, was die Bilder zusätzlich märchenhaft erscheinen lässt)

Fahrt zurück nach Luzern, mit Sicht auf immer neue Feuerwerke von verschiedenen Gemeinden rund um den Vierwaldstättersee.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die am Erfolg des Unternehmens beteiligt waren!

Dampfschifffahrt 1.August

 

Dampfschifffahrt 1.August

 

Dampfschifffahrt 1.August

 

Dampfschiff DS Uri 1.August

 

Raddampfer Feiertag

 

Raddampfer Feiertag

 

Musik an Bord

 

DS Gallia

 

Formation Feiertag

 

DS Gallia

 

Sonnenuntergang Schweizerfahne

 

Sonnenuntergang Schweizerfahne

 

1.August Feuerwerk Brunnen

 

1.August Feuerwerk Brunnen

 

1.August Feuerwerk Brunnen

 

Feuerwerk Brunnen

 

Feuerblumen

 

Feuerblumen

 

Feuerblumen

 

Lichterzauber

 

Lichterzauber

 

Lichterzauber

 

Lichtzauber

 

Raketen

 

Raketen

 

Raketen

 

Raketen

 

Raketen

 

Link:

Brunnen_Tourismus.ch

 


FEUERWERK in Flüelen und EINE RAKETE VON BEDEUTUNG von Oscar Wilde und -Besucher

Liebe Homepage-Besucherinnen und -Besucher

Am Tag vor dem 1.August 2007 fand in Flüelen das traditionelle Feuerwerk statt. Wir wollten davon nichts verpassen und stellten uns mit unseren Fotoapparaten am Seeufer in Isleten auf, genossen dabei die Nachtstimmung und die Lichter, die sich im ruhigen See spiegelten. Während der Wartezeit kam mir wieder ein wunderbares Märchen in den Sinn, nämlich "Eine Rakete von Bedeutung" von Oscar Wilde, in welchem er auf humorvolle Art die negativen Charaktereigenschaften seiner Mitmenschen aufdeckt. Und diese Geschichte ist hier teilweise eingefügt, dazwischen die Bilder vom Feuerwerk in Flüelen. Viel Spass beim Lesen!

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

... Als letzte Nummer stand ein grosses Feuerwerk auf dem Programm, das um Mitternacht abgebrannt werden sollte. Die kleine Prinzessin hatte noch nie in ihrem Leben ein solches gesehen. Deshalb hatte der König dem königlichen Kunstfeuerwerker Befehl gegeben, am Hochzeitstage zugegen zu sein. "Was ist das, ein Feuerwerk?" hatte sie den Prinzen gefragt, als sie eines Morgens auf der Terrasse spazieren gingen.

"Es ist so etwas ähnliches wie das Nordlicht", sagte der König, der immer Antwort auf Fragen gab, die gar nicht an ihn gerichtet waren, "nur viel natürlicher. Mir ist es lieber als die Sterne, weil man immer ganz genau weiss, wann es losgeht, und es ist so schön wie mein Flötenspiel. Du musst das unbedingt sehen." So war denn am äussersten Ende des königlichen Gartens ein Stand aufgeschlagen worden. Sobald der königliche Pyrotechniker alles an seinen richtigen Platz gebracht hatte, begannen die Feuerwerkskörper sich untereinander zu unterhalten.

"Die Welt ist doch wirklich zu schön!" rief ein kleiner Schwärmer begeistert. "Seht nur mal diese gelben Tulpen: selbst wenn sie echte Knaller wären, könnten sie nicht schöner sein. Ich bin doch sehr froh, dass ich weit gereist bin. Reisen bildet den Geist ungemein und räumt mit allen Vorurteilen auf."

"Der Garten des Königs ist nicht die Welt, du verrückter Schwärmer!" liess sich eine grosse römische Kerze vernehmen. "Die Welt ist ein riesengrosser Platz. Du würdest volle drei Tage brauchen, um sie ganz zu sehen."

"Jeder Platz, den man liebt, bedeutet einem die Welt", äusserte sich ein nachdenkliches Feuerrad, das in seiner Jugend eine alte Spanschachtel geliebt hatte und sich mit seinem gebrochenen Herzen brüstete. "Aber die Liebe ist unmodern geworden; die Dichter haben sie getötet. Sie schrieben so viel darüber, dass ihnen schliesslich niemand mehr glaubt, was mich gar nicht wundert. Denn wahre Liebe leidet schweigend. Ich erinnere mich, wie ich selbst einmal ... , doch darum kümmert sich jetzt niemand. Die Romantik gehört eben der Vergangenheit an."

"Unsinn!" entschied die römische Kerze, "die Romantik stirbt nie. Die ist wie der Mond und lebt ewig. Die Braut und der Bräutigam da, zum Beispiel, lieben einander sehr. Eine braune Kartätsche, die in dem gleichen Schubfach lag wie ich und über die letzten Hofneuigkeiten gut unterrichtet war, erzählte mir heute morgen alles über die beiden.

Doch das Feuerrad schüttelte den Kopf. "Die Romantik ist tot und vorbei", wiederholte es leise. Das Rad gehörte nämlich zu den Leuten, die da glauben, dass am Ende eine Sache wahr wird, wenn sie das Gleiche nur oft genug wiederholen.

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

Plötzlich hörte man ein scharfes trockenes Husten, und alles schaute sich um. Es kam von einer grossen, hochmütig aussehenden Rakete, die am Ende eines langen Stockes festgebunden war. Bevor sie eine Bemerkung machte, hustete sie jedes Mal, um so die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. "Hm, hm", machte sie, und alles horchte auf, ausgenommen das Feuerrad, das noch immer den Kopf schüttelte und leise dabei blieb: "Die Romantik ist tot."

"Ruhe! Ruhe!" schrie ein Schwärmer. Er war so etwas wie ein Politiker und hatte bei den Wahlen immer eine grosse Rolle gespielt. Daher waren ihm auch die richtigen parlamentarischen Ausdrücke geläufig.

"Ganz tot", flüsterte das Feuerrad noch einmal und schlief dann wieder ein. Sobald vollkommene Stille eingetreten war, hustete die Rakete zum dritten Male und begann. Sie sprach langsam und deutlich, gerade so, als ob sie ihre Memoiren diktierte, und blickte die, zu denen sie sprach, immer über die Achsel an. Sie hatte eben äusserst vornehme Manieren. "Welch ein Glück ist es doch für den Königssohn", bemerkte sie, "dass er gerade an diesem Tage Hochzeit macht, an dem ich losgelassen werden soll! Es hätte sich für ihn nicht besser treffen können, selbst wenn es ausdrücklich vorher so arrangiert worden wäre. Aber Prinzen haben eben immer Glück."

"Mein Gott", krähte der naseweise kleine Schwärmer, "und ich dachte, es wäre gerade umgekehrt: wir würden zu Ehren des Prinzen losgelassen."

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

"Das mag vielleicht bei Ihnen der Fall sein", gab sie hochmütig zurück. "aber bei mir ist das doch wohl etwas ganz anderes. Ich bin eine sehr aussergewöhnliche Rakete und stamme von ganz besonderen Eltern ab. Meine Mutter war das meist gefeierte Feuerrad ihrer Zeit und berühmt wegen ihres graziösen Tanzens. Bei ihrem öffentlichen Auftreten drehte sie sich neunzehnmal, ehe sie ausging, und bei jeder Drehung warf sie sieben rosenrote Sterne in die Luft. Sie mass drei und einen halben Fuss im Durchmesser und bestand aus bestem Schiesspulver. Mein Vater war eine Rakete wie ich von französischer Abkunft. Er flog so hoch, dass man fürchtete, er würde nie wieder herunterkommen. Er kam aber doch, denn er hatte eine liebenswürdige Natur. Er machte einen glänzenden Absturz in einem Schauer von goldenem Regen. Die Zeitungen berichteten von seinen Leistungen in den schmeichelhaftesten Ausdrücken. Die Hofnachrichten nannten es einen Triumph der Pylotechnik."

"Pyrotechnik meinen Sie, Pyrotechnik", verbesserte sie ein bengalisches Licht. "Ich weiss, es heisst Pyrotechnik, denn so steht es auf meiner eigenen Büchse geschrieben."

"Also i c h sage: Pylotechnik", verwies es die Rakete in strengem Ton, und das bengalische Licht fühlte sich davon dermassen zermalmt, dass es sofort den kleinen Schwärmer einzuschüchtern versuchte, um diesem zu beweisen, dass es immerhin doch noch eine Person von einiger Bedeutung wäre. "Ich sage ... " fuhr die Rakete fort, "ja, was sagte ich doch...?"

"Sie sprachen von sich", half ihr die römische Kerze. "Natürlich! Ich wusste doch, dass von einem interessanten Gegenstand die Rede war, als ich so unmanierlich unterbrochen wurde. Ich hasse Rohheit und schlechte Manieren, denn ich leide darunter. Ich weiss, auf der ganzen Welt gibt es kein sensibleres Geschöpf als mich."

"Was ist denn das: ein sensibles Geschöpf?" fragte ein Schwärmer die römische Kerze. "Ein Geschöpf, das anderen immer auf die Füsse tritt, weil es selber Hühneraugen hat!" erklärte ihm diese im Flüsterton, und der Schwärmer wäre beinahe vor Lachen geplatzt.

"Bitte, worüber lachen Sie denn?" forschte die Rakete misstrauisch. "Ich lache doch nicht."

"Ich lache, weil ich glücklich bin", gab ihr der Schwärmer zur Antwort.

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

"Was für ein egoistischer Grund!" tadelte die Rakete verärgert. "Welches Recht haben Sie, glücklich zu sein? Sie sollten an andere denken. Zum Beispiel an mich. Ich denke immer an mich und erwarte von anderen das gleiche. Das nennt man Sympathie, es ist eine sehr schöne Tugend. Ich besitze sie in hohem Masse. Nehmen wir zum Beispiel an, nun passierte heute Nacht etwas - welch ein Unglück wäre das für jeden! Der Prinz und die Prinzessin könnten niemals wieder glücklich sein. Ihr ganzes Eheleben wäre zerstört. Auch der König würde nicht darüber hinwegkommen, das weiss ich. Wirklich: jedes Mal, wenn ich über die Bedeutung meiner Stellung nachdenke, bin ich zu Tränen gerührt!"

"Wenn Sie anderen Vergnügen bereiten wollen", warnte sie die römische Kerze, "halten Sie sich besser trocken!"

"Dazu rät doch der gewöhnliche Verstand!" rief das bengalische Licht, das jetzt wieder besserer Laune war. "Der gewöhnliche Verstand! Natürlich!" entrüstete sich die Rakete. "Aber Sie scheinen ganz zu vergessen, dass ich sehr aussergewöhnlich und etwas ganz Besonderes bin! Gewöhnlichen Verstand kann jeder haben, vorausgesetzt, er besitzt keine Phantasie. Ich aber habe Phantasie, denn ich denke nie an die Dinge, so wie sie wirklich sind. Ich denke sie mir immer vollkommen anders. Und was das Trockenhalten anbelangt, so scheint sich offenbar hier niemand zu befinden, der überhaupt eine empfindsame Natur zu schätzen weiss. Glücklicherweise berührt mich das weiter nicht. Das einzige, was einem durch das Leben hilft, ist das Bewusstsein von der ungeheuren Minderwertigkeit der anderen, und dieses Gefühl habe ich immer sehr gepflegt. Herz besitzt ja doch niemand von euch. Ihr treibt hier Possen und lacht, gerade so als ob der Prinz und die Prinzessin nicht Hochzeit hielten!"

"Ja, und warum denn nicht?" rief eine kleine Feuerkugel aus, "warum sollten wir nicht? Die Hochzeit ist doch immerhin eine höchst freudige Angelegenheit. Ich habe mir vorgenommen, den Sternen alles darüber zu berichten, wenn ich in die Luft hinaufsteige. Sie werden mal sehen, wie sie zwinkern, wenn ich ihnen von der hübschen Braut berichte!"

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

"Sie kennen ihn ja gar nicht!" knurrte die römische Kerze. "Ich habe ja nie behauptet, dass ich ihn kenne!" verwahrte sich die Rakete. "Ich behaupte sogar, wenn ich ihn kennen würde, wäre ich sicherlich nicht sein Freund. Seine Freunde zu kennen, ist eine sehr gefährliche Sache."

"Passen Sie lieber auf, dass Sie trocken bleiben", erinnerte sie die Leuchtkugel. "Das ist die Hauptsache!"

"Für Sie sicher. Davon bin ich überzeugt!" gab die Rakete schnippisch zurück. "Aber ich weine, wenn es mir passt." Und damit brach sie doch tatsächlich in wirkliche Tränen aus, die den Stab nur so herunterkullerten wie Regentropfen. Beinahe wären noch zwei kleine Käfer darin ertrunken, die gerade vorhatten, sich ein eigenes Heim zu gründen, und sich nach einer passenden Stelle dafür umsahen.

"Sie scheint wirklich sehr romantisch veranlagt zu sein!" meinte das Feuerrad, "denn sie weint, wo es gar nichts zu weinen gibt." Es stiess einen tiefen Seufzer aus und dachte an seine Spanschachtel.

Die römische Kerze und das bengalische Feuer jedoch waren ganz ausserordentlich entrüstet und riefen, so laut sie konnten: "Schwindel! So ein Schwindel!" Sie hatten eine durch und durch praktische Weltanschauung: wenn ihnen etwas nicht passte, nannten sie es ganz einfach gleich Schwindel.

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

Da ging mit einem Male der Mond auf. Er strahlte wie ein wundervoller silberner Schild, die Sterne fingen an zu leuchten, und vom Palaste her ertönte Musik. Der Prinz und die Prinzessin führten den Tanz an. Sie tanzten so schön, dass die hohen weissen Lilien durch das Fenster hinein zuschauten, und die grossen roten Mohnblumen wiegten ihre Köpfe im Takte dazu. Dann schlug die Uhr zehn, dann elf, dann zwölf, und mit dem letzten Stundenschlag traten alle auf die Terrasse heraus, und der König schickte nach dem Pyrotechniker.

"Das Feuerwerk soll beginnen!" befahl der König. Der Hofpyrotechniker machte eine tiefe Verbeugung und begab sich zum anderen Ende des Parkes. Er hatte sechs Gehilfen bei sich, und jeder von ihnen trug an einer langen Stange eine brennende Fackel. Es war ein wunderbarer Anblick.

"Tss, tss, tss...." surrte das Feuerrad und drehte sich immer rundum.

"Bumm, bumm!" dröhnte es von der römischen Kerze.

Dann tanzten die Schwärmer über den ganzen Platz, und das bengalische Feuer tauchte alles in ein scharlachrotes Licht.

"Lebt wohl!" verabschiedete sich die Feuerkugel, als sie im Fortschwirren kleine blaue Funken herniederschickte.

"Krak! Krak!" erwiderten die Feuerfrösche, die sich prächtig amüsierten.

So hatte jeder von ihnen einen grossen Erfolg, mit Ausnahme der so bedeutenden Rakete. Sie war vom Weinen dermassen feucht geworden, dass sie überhaupt nicht auffliegen konnte. Denn das beste an ihr war nun eben einmal das Schiesspulver. Dies aber war so vollkommen von Tränen durchnässt, das es einfach versagte. Alle ihre bescheidenen Verwandten, zu denen sie nie anders als mit einem herablassend-höhnischen Lächeln gesprochen hatte, stiegen als wundervolle goldene Blumen und feurige Blüten zum Himmel auf.

"Hurra, hurra!" jubelte der ganze Hof, und die kleine Prinzessin lachte laut auf vor Vergnügen.

"Ich vermute, sie heben mich für eine ganz besonders grossartige Gelegenheit auf", redete sich die Rakete ein. "Ja, ja, so wird es sicher sein!" und damit blickte sie hochmütiger drein denn je.

1.August Feuerwerk Flüelen

Am nächsten Morgen erschienen die Arbeiter, um alles wieder in Ordnung zu bringen. "Das ist sicherlich eine Deputation. Ich will sie in gebührender Weise empfangen", sagte die Rakete, steckte die Nase hoch in die Luft und runzelte dazu streng die Stirn, als ob sie über etwas besonders Wichtiges nachzudenken hätte.

Aber die Leute nahmen keinerlei Notiz von ihr. Erst im Weggehen erblickte sie einer. "Da ist noch eine schlechte Rakete", meinte er kurz und warf sie in hohem Bogen über die Mauer in den Graben.

"Schlechte Rakete? Schlechte Rakete?" wiederholte die2se, während sie durch die Luft wirbelte. "Das ist doch unmöglich! Schöne Rakete hat der Mann natürlich gesagt! Schön und schlecht klingt ziemlich ähnlich und ist oft dasselbe", und damit klatschte sie in den Schlamm. "Behaglich ist es hier ja gerade nicht!" bemerkte sie. "Aber wahrscheinlich ist dies irgend ein vornehmer Badeort, und man hat mich hierher geschickt, damit sich meine angegriffene Gesundheit kräftigt. Meine Nerven sind ohnehin ziemlich durcheinander, und ich brauche dringend Ruhe."

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

Da schwamm ein kleiner Frosch mit glänzend-gelben Augen, angetan mit einem grün-gesprenkelten Rock, auf sie zu. "Wahrscheinlich ein neuer Gast!" meinte der Frosch. "Es geht ja auch wahrhaftig nichts über den Schlamm. Sehen Sie: wenn ich nur regnerisches Wetter und einen Graben habe, so bin ich vollkommen glücklich. Glauben Sie, dass es heute Nachmittag regnen wird? Ich möchte es sehr wünschen, aber der Himmel ist ganz blau. Kein Wölkchen ist zu sehen. Wie schade!"

"Hem, hem!" krächzte die Rakete und begann zu husten.

"Was für eine schöne Stimme sie haben!" bewunderte der Frosch. "Sie klingt genau wie die einer Krähe, und das ist für mich die schönste Musik der Welt. Sie sollten heute Abend einmal unseren Gesangsverein hören! Der Treffpunkt unseres Vereins ist der alte Ententümpel neben dem Pächterhaus. Sobald der Mond aufgeht, fangen wir an. Es ist so hinreissend, dass die Menschen im Bett wachbleiben, bloss um uns zuzuhören. Erst gestern hörte ich, wie die Pächtersfrau zu ihrer Mutter sagte, sie hätte unseretwegen in der Nacht kein Auge zutun können. Es freut einen doch sehr wenn man so beliebt ist!"

"Hem! Hem!" ärgerte sich die Rakete. Sie war wütend, dass sie kein Wort dazwischenwerfen konnte.

"Eine köstliche Stimme!" lobte der Frosch. "Hoffentlich kommen Sie recht bald einmal zum Ententümpel herüber. Jetzt muss ich aber nach meinen Töchtern sehen. Ich habe nämlich sechs schöne Töchter und fürchte, der Hecht könnte ihnen begegnen. Er ist ein vollendetes Ungeheuer und würde keinen Augenblick zögern, sie zum Frühstück zu verspeisen. Also: auf Wiedersehen. Ich kann Ihnen versichern, dass mich unsere Unterhaltung sehr gefreut hat."

"Nette Unterhaltung, das!" empörte sich die Rakete. "Sie haben die ganze Zeit über allein gesprochen. Das nenne ich keine Unterhaltung."

"Einer muss zuhören", stellte der Frosch sachlich fest, "und ich übernehme das Sprechen gern. Das spart Zeit und lässt keinerlei Streit aufkommen!"

"Aber ich habe Streit gern!" widersetzte sich die Rakete.

"Hoffentlich nicht", entgegnete der Frosch höflich. "Streit ist etwas entsetzlich Ordinäres. In guter Gesellschaft sind immer alle derselben Meinung. Also nochmals: auf Wiedersehen! Da drüben sind meine Töchter." Und damit schwamm er fort.

"Was sind Sie nur für eine aufdringliche Person!" schnaubte die Rakete. "Und ganz ohne jede Erziehung! Ich hasse Leute, die immer weiterreden, wenn man auch mal von sich selbst etwas erzählen will! Das nenne ich Egoismus, und Egoismus ist etwas ganz Abscheuliches, besonders für jemanden von meinem Temperament, und ich darf sagen: ich bin wegen meines sympathischen Naturells allgemein beliebt. Sie sollten sich wirklich ein Beispiel an mir nehmen. Sie können gar kein besseres Vorbild finden. Und Sie sollten vor allen Dingen die Gelegenheit, die sich Ihnen jetzt bietet, benützen, denn bald kehre ich wieder an den Hof zurück, wo ich ausserordentlich geschätzt werde. Mir zu Ehren wurden gestern sogar der Prinz und die Prinzessin verheiratet. Von alledem wissen Sie natürlich nichts, denn Sie sind ja vom Lande!"

1.August Feuerwerk Flüelen

"Es hat keinen Zweck, ihm was zu erzählen", klärte sie eine Libelle auf, die auf einer grossen braunen Binse sass, "gar keinen Zweck. Er ist schon weg."

"Das ist höchstens sein Schaden, nicht der meine", erwiderte die aufgeblasene Rakete. "Ich denke gar nicht daran, meine Rede abzubrechen, bloss weil er nicht zuhört. Ich höre mich selbst gern sprechen. Es ist mein grösstes Vergnügen. Ich führe oft lange Unterhaltungen mit mir selber, und manchmal verstehe ich selber kein Wort von dem, was ich sage, so gescheit bin ich!"

"Dann sollten Sie Vorlesungen über Philosophie halten", rief die Libelle, breitete ein Paar entzückende Gazeflügel aus und schwirrte davon.

"Wie dumm von ihr, dass sie nicht hier blieb", sagte die Rakete. "Ich bin überzeugt, sie findet nicht so bald wieder eine solche Gelegenheit, etwas für ihre Bildung zu tun. Aber mir kann das ja schliesslich gleichgültig sein. Ein Genie wie ich findet früher oder später seine Anerkennung." Und sie sank noch ein bisschen tiefer in den Schlamm ein.

1.August Feuerwerk Flüelen

Nach einer Weile kam eine grosse weisse Ente angeschwommen. Sie hatte gelbe Beine und Schwimmhäute an ihren Füssen und galt wegen ihres Watschelns als grosse Schönheit. "Quak, quak, quak", machte sie. "bist du aber ein komisches Gestell! Darf ich fragen, ob du schon so auf die Welt gekommen bist oder ob dies die Folge eines Unfalls ist?"

"Es ist klar, dass Sie immer auf dem Lande gelebt haben", erwiderte die Rakete, "andernfalls würden Sie wissen, wen Sie vor sich haben. Aber ich verzeihe Ihnen Ihre Unwissenheit. Es wäre unbillig, von anderen Leuten zu verlangen, dass sie so ausserordentlich und ungewöhnlich sind, wie man selber ist. Es wird Sie zweifellos überraschen zu hören, dass ich zum Himmel fliegen und in einem goldenen Regenschauer wieder auf die Erde herunter kommen kann."

"Davon halte ich nicht viel", gab die Ente nüchtern zur Antwort. "Ich sehe nicht ein, wozu das gut sein soll. Ja, wenn du Felder pflügen könntest wie ein Ochse, einen Wagen ziehen wie das Pferd oder doch wenigstens die Schafe hüten wie der Schäferhund, das wäre noch etwas!"

"Ach, Sie Ärmste!", gab die Rakete sehr überlegen zurück. "Ich sehe, dass Sie den untern Ständen angehören. Jemand von meinem Range ist niemals nützlich. Wir besitzen eine gewisse Bildung, und das ist mehr als genügend. Ich habe keinerlei Sympathie für irgendwelche Beschäftigung, am allerwenigsten für eine von der Art, die Sie mir anscheinend empfehlen wollen. Ich bin immer der Meinung gewesen, dass nur jene Leute zur Arbeit ihre Zuflucht nehmen, die gar nichts zu tun haben."

"Ja, ja", gab die Ente, die nie mit jemandem Streit anfing, friedfertig zu, "ja, ja, die Geschmäcker sind eben verschieden. Aber ich hoffe doch, dass Sie sich hier dauernd niederlassen werden, nicht wahr?"

"Fällt mir ja gar nicht ein!" rief die Rakete. "Man hat mich hier nur als Besuch anzusehen, als sehr vornehmen Besuch. Ich finde den Ort übrigens höchst langweilig: hier gibt es weder Einsamkeit, noch trifft man Gesellschaft an. Es ist wie in einer Vorstadt. Wahrscheinlich werde ich wieder an den Hof zurückkehren, denn ich weiss, ich bin dazu bestimmt, Aufsehen in der Welt zu erregen."

1.August Feuerwerk Flüelen

"Ich hatte mich auch einst mit dem Gedanken befasst, ins öffentliche Leben zu treten", gestand die Ente. "Es gibt da so vieles, was reformbedürftig wäre. Ich habe auch wirklich einmal den Vorsitz in einer Versammlung geführt; wir fassten Resolutionen, die alles verurteilten, was wir nicht leiden konnten. Aber es scheint, dass nicht viel damit erreicht worden ist. Jetzt gehe ich ganz in meiner Häuslichkeit auf und kümmere mich nur noch um meine Familie."

"Ich bin eben nun einmal für das öffentliche Leben geschaffen", beharrte die Rakete. "Ich und alle meine Verwandten, bis zu den geringsten unter ihnen. Wo immer wir erscheinen, erregen wir Aufsehen. Ich selbst bin bisher noch nicht öffentlich aufgetreten. Wenn es aber dazu kommt, wird es ein ganz herrlicher Anblick sein. Was die Häuslichkeit anbetrifft, so macht einen diese frühzeitig alt und lenkt den Geist von höheren Dingen ab."

"Ach, ja, die höheren Dinge des Lebens sind sehr schön!" bestätigte die Ente sehnsüchtig. "Das erinnert mich daran, wie hungrig ich bin!" Sie machte noch ein paar Mal: "Quak, quak!" und schwamm den Bach hinunter.

"Komm doch zurück! Komm zurück!" schrie ihr die Rakete nach, "ich habe dir noch eine Menge zu sagen." Aber die Ente kümmerte sich gar nicht mehr weiter um sie.

"Ich bin doch froh, dass sie fort ist", sagte die Rakete nunmehr zu sich. "Sie hat unverkennbar etwas Kleinbürgerliches". Damit sank sie noch tiefer in den Schlamm und fing an, über die Einsamkeit des Genies nachzudenken, als auf einmal zwei kleine Buben in weissen Kitteln den Graben entlang gelaufen kamen. Sie trugen einen Kessel und ein Reisigbündel. "Das scheint die Deputation zu sein?" mutmasste die Rakete und bemühte sich, sehr würdevoll dreinzuschauen.

1.August Feuerwerk Flüelen Uri Schweiz

"Holla!" rief einer der Jungen, "guck doch mal da: der alte Stecken. Wie der wohl hierher gekommen ist?" Und er fischte die Rakete aus dem Schlamm heraus.

"Alter Stecken", wiederholte die Rakete. "Unsinn! Natürlich sagte er: goldener Stock! Das ist ein ausserordentliches Kompliment! Wahrscheinlich hält er mich für einen Hofwürdenträger."

"Wir wollen ihn ins Feuer legen", schlug der Junge vor, "dann kocht unser Topf schneller." Sie schichteten also das Reisig, legten die Rakete obenauf und zündeten das Feuer an.

"Das ist ja herrlich!" freute sich die Rakete. "Sie lassen mich bei hellem Tageslicht aufsteigen, damit mich jeder sehen kann!"

"So, jetzt wollen wir uns ein bisschen schlafen legen", sagten die Buben, "und wenn wir aufwachen, wird das Wasser kochen." Damit legten sie sich ins Gras und schlossen die Augen.

Die Rakete war sehr feucht und brauchte deshalb eine ganze Weile, bis sie Feuer fing. Endlich fing sie doch an zu brennen. "Jetzt steig ich auf!" rief die Rakete und machte sich ganz gerade und steif. "Ich werde viel höher steigen als die Sterne, viel höher als der Mond und viel, viel höher als die Sonne. Ich werde so hoch steigen, dass..."

"Sssst, sssst, sssst!" machte sie und stieg kerzengerade in die Luft. "Herrlich!" rief sie begeistert. "Und so geht's nun in alle Ewigkeit weiter. Welch ein Erfolg!" Aber niemand sah sie.

Dagegen spürte sie ein eigenartiges Prickeln in ganzen Leibe. "Jetzt werde ich explodieren!" jubelte sie. "Die ganze Welt werde ich in Brand setzen! Dabei werde ich einen solchen Lärm machen, dass kein Mensch ein ganzes Jahr lang von etwas anderem reden wird!" Und nun explodierte sie wirklich: "Krach! Krach! Pffft!" puffte das Schiesspulver. Es bestand kein Zweifel. Doch niemand hörte sie, nicht einmal die beiden kleinen Jungen, denn sie waren fest eingeschlafen.

"Um Gottes Willen!" schrie eine Gans entsetzt, "jetzt regnet's schon Stöcke!" und sie schoss ins Wasser.

"Ich wusste doch: ich würde unerhörtes Aufsehen erregen!" hauchte die Rakete noch und verlöschte.

Feuerwerk

 

Flüelen_Tourismus.ch

 


2007.07.11. Gigathlon in Bauen

Ein ganz besonderes Erlebnis: Gigathlon hautnah, in Bauen, ohne Fernseh-Rummel, da sie in den Sportnachrichten eher den Wechsel vom Schwimmen zum Rennen in Isleten, vom kalten Urnersee zu den vielen schweisstreibenden und regennassen Stufen von Bauen nach Seelisberg zeigen wollten. Dafür hatten wir die vielen Sportler ganz privat, auf unseren engen, holprigen Strässchen, eingerahmt von blühenden Büschen, Palmen und Feigenbäumen, mit Tessin-Atmosphäre.

Die Startnummern halfen mir, einige Namen herauszufinden. Wer weiss, wie alle anderen hiessen? Hat es irgendwelche Fehler in der Beschriftung? Herzlichen Dank für eine event. Meldung und Berichtigung!

Wie sie auch heissen mögen, wir haben jeden einzelnen von ihnen bewundert. Petrus hatte die Teilnehmer dieses Jahr alles andere als verwöhnt. Deswegen herzliche Gratulation an alle, die sich durchgebissen und ihr persönliches Ziel mehr oder weniger erreicht haben.

Gigathlon 2007 Viel Glück

Gigathlon 2007 in Bauen, die Dorfjugend fiebert mit

 

Gigathlon 2007 in Bauen

 

bikeholiday

www.bikeholiday.ch

 

Tempo-Sport

Tempo-Sport

 

Gigathlon 2007 in Bauen

 

Fischlin Bike

Fischlin Bike

 

Roger Fischlin

Roger Fischlin

 

Gigathlon 2007

 

Team AEK Bank

Team AEK BANK 1826

 

Gigathlon 2007

 

Swiss Power

 

Gigathlon 2007

 

Dominik Spycher

Dominik Spycher

 

Gigathlon 2007

 

ad extremum

ad extremum

 

Club Santa

Club Santa

 

Club Santa

Club Santa

 

Chili Peppers

chili peppers

 

Hanspeter Abegg

Hanspeter Abegg

 

Zellweger Architekten AG

Zellweger Architekten AG

 

Gigathlon 2007 in Bauen

Hopp! Hopp! Hopp! Duräheebä!

 

Simon Joller

Simon Joller

 

Peter Peter

Peter Peter

 

um5egge

um5egge

 

Gigathlon 2007 in Bauen

 

GBW-Power

GBW Power

 

Gigathlon 2007 in Bauen

 

Baumgartner Bidu

Baumgartner Bidu

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Bern wir kommen

Bern wir kommen@SAP

 

Amgen Freeriders

Amgen Freeriders

 

AA-Power-Team

AA Power Team N.U.P

 

Gigathlon 2007

 

Charlotte und Peter

Charlotte und Peter

 

Rottuflizzer

Rottuflizzer

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Rogz use it or lose it

Rogz use it or lose it

 

Stufen nach Seelisberg

Noch 934 Stufen bis Seelisberg!

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

swisspower schaffhausen

swisspower schaffhausen

 

Power von A bis Z

Power von A bis Z

 

ERDGAS

ERDGAS

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Suvretta Snowsports

Suvretta Snowsports

 

Gigathlon 2007

 

Gigathlon 2007

 

Interessante Links :

Gigathlon 2007

Gigathlon 2007 Dossier

 


2007 März und Mai HELIKOPTEREINSÄTZE in Bauen

Falls irgend jemand denken sollte, Bauen sei am Ende der Strasse und in jeder Hinsicht eine Sackgasse, so kann ich alles widerlegen. Hier ist viel mehr los als in manchem Vorort einer Stadt!

Da waren doch im Mai die Seepolizei, die Feuerwehr, das Militär, sogar die Kripo, ein Helikopter und das Polizeiboot im Einsatz. Trotz Regen und Kälte!

Unter anderem war die Parole der Übung: Seenot! Mann über Bord! Sofort retten! Michaels Einsatz war alles fotografisch zu erfassen, inoffiziell natürlich und vom Wintergarten aus! Schade, dass die Sonne einfach nicht scheinen wollte. Aber auch so ist ersichtlich, wie in Bauen die Polizei am Seil runtergelassen wird, bildlich gesprochen!

 

Seenot Rettungsübung in Bauen

Das Schweben knapp über Wasser wird geübt

 

Seenot Rettungsübung in Bauen

Kontrolliert von der Polizei

 

Seenot Rettungsübung in Bauen

Eine Ziel-Boje im Wasser muss mit der Rettungsleine getroffen werden

 

Seenot Rettungsübung in Bauen

Wind und Wetter sind keine grosse Hilfe, immer wieder werden Kurven geflogen

 

Seenot Rettungsübung in Bauen

Der Froschmann im Wasser wird von seinem Kameraden "gerettet"

 

Seenot Rettungsübung in Bauen

und an den Badestrand von Bauen gebracht

Ein besonderes Ereignis war für mich der Einsatz des Helikopters der HELI GOTTHARD. Ungestört konnte ich die Farben und Formen des Vogels aus nächster Nähe betrachten. Er stand wärend der Arbeitspause auf dem Helikopterlandeplatz, sonst schwirrte er über Bauen und brachte ganze Hausteile, die dann für die Aufstockung eines schon bestehenden Hauses benötigt wurden.

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Helikopter HELI GOTTHARD

 

Die Aufstockung des schon bestehenden Hauses der Familie Bissig war nicht minder faszinierend, sahen wir diese Arbeitsweise doch zum ersten Mal. Zuerst staunten wir über die Bauleute, die wie Eichhörnchen auf dem Gebälk herumspazierten, als sei es das Einfachste der Welt. Wie die Holzelemente dann vom Parkplatz zur Baustelle in der Luft schwebten, dann in Präzisionsarbeit und auf den Zentimeter genau sich senkten, um am geplanten Ort festgemacht zu werden, war die genaue Beobachtung wert. Der Firma Bissig Holzbau kann man nur gratulieren. Es klappte ohne Hektik einfach alles, war doch jeder Handgriff genau "einstudiert". Das Haus schien wie in einem Zeitrafferfilm zu wachsen. Nach einer guten Stunde war der ganze Zauber schon vorbei.

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 

Bissig Holzbau Aufstockung eines Hauses

 


KATZENMUSIK IN BAUEN

Februar 2006

Der Katzenmusikverein Bauen wurde im Jahre 1975 gegründet und zählt heute zirka 60 Mitglieder. Der Verein bezweckt die Aufrechterhaltung und die Belebung des fasnächtlichen Treibens in Bauen.

 

Kinderkatzenmusik 2006

Herzlichen Dank an M. Scherer für das Video. Und nun für alle, die gerne mitspielen möchten, die Noten dazu:

Kinderkatzenmusik in Bauen Fasnacht

2005 ALPENHOCHWASSER INNERSCHWEIZ

 

In den vergangenen 30 Jahren wurde Uri von drei Hochwasserkatastrophen verheert: 1977, 1987 und 2005. Die Schäden waren jedes Mal immens (1977: 200 Millionen Franken; 1987: 500 Millionen Franken; 2005: 365 Millionen Franken). Das Hochwasser von 2005 traf Uri sogar mitten im Lebensnerv. Nach der Überflutung der Industriegebiete waren viele Arbeitsplätze akut bedroht. Das Jahr 2005 führte den Urnerinnen und Urnern somit deutlich vor Augen, dass im Hochwasserschutz noch immer Lücken klaffen - trotz den grossen Anstrengungen der Vergangenheit. Nicht weniger als eine halbe Milliarde Franken hatte der Kanton im Rahmen der Hochwasserschutzprogrammes seit 1977 bis heute verbaut.

Quelle: Infoblatt Kanton Uri

Zur Kantonalen Volksabstimmung vom 8. Februar 2009 Botschaft zum Kreditbeschluss für des Hochwasserschutzprogramm Uri

Zentralschweiz

Die ersten Unglücksmeldungen dieses Hochwassers kamen aus der Zentralschweiz, wo im Entlebuch verschiedene Erdrutsche niedergingen und so Verkehrswege verschütteten. Auch verschiedene Flüsse der Region, so die Emme und Seen wie der Sarnersee und der Vierwaldstättersee traten über die Ufer, was wiederum die Ortschaften Luzern und Brunnen unter Wasser setzte. Der Pegel des Vierwaldstättersees erreichte einen Wert, welcher 2 Meter über dem Normalwert lag. Brunnen war zeitweise von der Aussenwelt abgeschnitten, da die Muota extremes Hochwasser führte. Die Messtation in Brunnen verzeichnete ein 21-faches Wasservolumen gegenüber dem Normalwert. Das Reusswehr in Luzern wurde zerstört, jenes in Perlen-Buchrain drohte wegen des Sperrholzes zu brechen.

Ein Erdrutsch zwischen Brunnen SZ und Sisikon führte zum Totalausfall der Gotthardbahn und der Axenstrasse. Die Gemeinde Ingenbohl gab ihren Schülern wegen des überfluteten Dorfzenrums grade eine Woche zusätzlich Sommerferien. Die Zufahrt nach Engelberg wurde vom Schlamm weggerissen. Das Dorf war nur noch per Helikopter zu erreichen. Die Zugverbindung musste bis zur Einweihung einer neu errichteten Brücke am 18. Dezember ruhen.

Im ganzen Tal der Engelberger Aa wurde wegen eines befürchteten Dammbruchs bei Engelberg Sirenenalarm ausgelöst. Besonders tragisch war hier der Tod von zwei Feuerwehrleuten in Entlebuch, welche versuchten in der Nacht auf Montag den 22. August 2005, ein Haus vor dem Wasser zu sichern, als unvermittelt ein Erdrutsch aus dem Wald auf das Haus zuschoss. Die Überschwemmungen im Kanton Uri unterbrachen die Verkehrsverbindungen über die Alpen. Sowohl die Autobahn als auch die Eisenbahnlinie mussten für den alpenquerenden Transit gesperrt werden. Am 25. August konnten beschränkt wieder lokale Züge verkehren, am 26. August verkehrten bereits wieder stündlich ein Zug zwischen Basel und Chiasso.

Quelle des Textes:

Link Wikipedia Alpenhochwasser 2005

 

Ein herzliches Dankeschön geht an Markus Sigrist (Cheddite Isleten) für die folgenden eindrücklichen Bilder

 

Alpenhochwasser 2005

Der Isenthaler Bach wird zum Wildwasser!

 

Alpenhochwasser 2005

Im Moment kann man nur fotografieren!

 

Hochwasser bei der Cheddite

Bei der Cheddite wird einige Zeit lang das Aufräumen wichtiger sein als alle Kundenaufträge.

 

Hochwasser bei der Cheddite

Wo fängt man damit an?

 

Der Holzplatz schwimmt davon

Gelagerte Baumstämme machen sich selbstständig.

 

Hochwasser

Die Verbindung Isleten-Bauen ist unterbrochen.

 

Hochwasser Aufräumarbeiten in Sicht

Die Natur kennt kein Erbarmen.

 

Restaurant Seegarten Isleten im Hochwasser

Eingang zum Restaurant Seegarten auf der Isleten

 

Schiffstation Isleten - Isenthal im Hochwasser

Trockenen Fusses kommt man nicht einmal zur Schiffstation Isleten - Isenthal

Und dazu noch einige Bilder von Trudy Studer, mit herzlichem Dank!

 

Hochwasser Isleten

 

Hochwasser Isleten

 

Hochwasser Isleten

 

Hochwasser Isleten

 

Hochwasser Isleten

 

Hochwasser Isleten


2004 9. Oktober / Musikverein pflegt Kontakte

2004.10.09 Musikverein pflegt Kontakte

Neue Urner Zeitung Nr. 236

Seit 25 Jahren verbindet der Musikverein Bauen mit der bayrischen Kapelle aus Rehling eine Freundschaft. Das Jubiläum wurde kürzlich gebührend gefeiert.

red. Dass Musik keine Grenzen kennt und einen wesentlichen Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann, hat sich in der Gemeinde Rehling einmal mehr bewiesen. Nicht nur 25 Jahre Schernecker Fest wurde dort drei Tage lang gefeiert, noch mehr stand das Freundschaftstreffen zum 25-Jahr-Jubiläum mit dem kleinen Urner Ort Bauen im Vordergrund. Zum grossartigen Erfolg trug heuer auch das herrliche Spätsommerwetter bei, das geradezu zum Feiern einlud. Die Gäste aus Bauen bleiben diesmal sogar bis zum letzten Festtag. So konnten sie das bayrische Bier und zünftige Blasmusik bis zum Schluss geniessen. Ein Gegenbesuch in Bauen wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.

Eindrücklicher Auftritt Es ist schon bemerkenswert, was ein kleiner Ort wie Bauen alles auf die Beine stellt. Vor allem hat er eine tolle Blaskapelle mit vielen Jugendlichen. 25 aktive Musikanten zählt der Bauener Musikverein, der mit ihrem Dirigenten Hubert Kempf sein musikalisches Können im Freistaat Bayern eindrücklich unter Beweis stellte. Am Samstag zum Festabend begrüsste der Vorsitzende der Rehlinger Blaskapelle, Michael Haberl, neben den vielen Gästen auch eine Abordnung der tschechischen Blaskapelle Rozmarinka, zu der es ebenfalls eine musikalische Freundschaft gibt. Der Musikverein Bauen spielte den passenden Titel "Heut ist Musikantentag". Ob Marsch, Dixie, Cha-Cha oder Polka - die Gäste hatten ein grosses Repertoire samt Alphörnern.

"Wahre Völkerverständigung"

Vereinspräsident Kurt Baumann erinnerte in seinen Worten an die Anfänge dieses Freundschaftstreffens. Die Rehlinger waren bisher viermal in Bauen zu Gast gewesen, im Gegenzug hatten die Urner die Rehlinger bereits fünfmal besucht. Baumann betonte, dass diese Freundschaft nicht nur einen grossen musikalischen, sondern vor allem auch privaten Wert für alle Beteiligten habe.

"Wir alle sollen den Geist, der beide Musikvereine verbindet, mit nach Hause nehmen", so Baumann. Rehlings Bürgermeister Alfred Rappel bezeichnete die grosse Freundschaft als "wahre Völkerverständigung". Und Bauens Gemeindepräsident Hans Kempf sagte: "Freundschaft bedeutet, Brücken zu bauen". Dies sei den Orten Rehling und Bauen bestens gelungen. Besonders die Musik habe das ihrige zur Festigung der schweizerisch-bayrischen Freundschaft beigetragen. Später folgte ein gemeinsamer Auftritt beider Musikvereine. Passend zum Treffen gab es auch die Schweizer Nationalhymne.


2004 KLEINE OLDTIMER-AUSSTELLUNG IN FLÜELEN / BAUEN ZUM TAG DES DENKMALS

Die Fotos zum Anlass erhielt ich mit folgenden Erklärungen: "Das Jubiläum war eine Kombination mit dem "Tag des Denkmals" zum Thema "Verkehr". Eigentliche Drehscheibe des "Verkehrs" war Flüelen. Doch die Oldtimer machten uns zuliebe einen Ausflug nach Bauen. Ein Oldtimer-Postauto fuhr 3 x an diesem Tag von Flüelen nach Bauen. Dazu konnten die Leute zu bestimmten Zeiten gratis Schiff fahren (Strecke Flüelen - Bauen und retour)."

Herzlichen Dank für die Bilder.

Oldtimer

 

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2000.16.November / Viel Applaus für das moderne Outfit

Musikverein Bauen

Neue Urner Zeitung Nr. 257

Bauen: Neuuniformierung, 40-Jahr-Jubiläum und Jahreskonzert des Musikvereins

Viel Applaus für das moderne Outfit

Der MV Bauen beschenkte sich zum 40-Jahr-Jubiläum mit einer neuen Uniform. Deren Präsentation war nur einer von vielen Höhepunkten des Festwochenendes.

Von Bruno Arnold

Drei Gründe gab es am vergangenen Samstag, um den Weg nach Bauen unter die Räder zu nehmen. Der erste: Der kleinste Urner Musikverein konnte seine neue Uniform, notabene die vierte in der Vereinsgeschichte, präsentieren. Von der MG Welschenrohr hatte man im Gründungsjahr 1960 die erste Uniform erhalten, von der befreundeten Musikgesellschaft aus dem luzernischen Geiss 1964 die zweite und 1970 von der Stadtmusik Grenchen die dritte. Im Juni 1977 konnte dann der Verein in seinem ersten "eigenen" Kleid in einem modischen Blaugrau auftreten. Seit dem Samstagabend grüsst das 18-köpfige Korps nun im neuesten Outfit. Vizepräsident und Sponsoringchef Heiri Arnold durfte als männliches Model für die detaillierte Präsentation gerade stehen. Die Uniform ist in Mittelanthrazit gehalten, wobei man das Blau des Urnersees an verschiedenen Orten dezent hat einfliessen lassen. Der Hut mit dem Gemeindewappen, die Musikschnur und nicht zuletzt das beidseitig tragbare Gilet vervollständigen die neue Uniform. Das Publikum war sich am vergangenen Samstag einig: "Die Musikantinnen und Musikanten haben Geschmack bewiesen und eine gute Wahl getroffen."

Zwei aktive Gründer

Der zweite Grund für die Reise nach Bauen: Gleichzeitig mit der Neuuniformierung feierte der MV Bauen seinen 40. Geburtstag. Im Mittelpunkt der Geburtstagsfeier standen mit Herbert Infanger und Gottlieb Münger die zwei noch aktiven Gründungsmitglieder. Sie durften sich von Vereinspräsident Kurt Baumann mit einem speziellen Präsent ehren lassen.

Abwechslungsreiches Konzert

Und schliesslich der dritte Grund: Das Jahreskonzert. Der MV Bauen wusste mit einem äusserst gefälligen Programm zu gefallen. Unter der Leitung von Dirigent Hubert Kempf bot das Korps einen vielfältigen musikalischen Rückblick auf die verflossenen vierzig Vereinsjahre. In der Ouvertüre "Mignonette" wurden zum Beispiel Erinnerungen an den Urner kantonalen Musiktag 1962 in Schattdorf wach, der erstmals mit Bauener Beteiligung über die Bühne ging. Mit "Symbol of Honor" spielte der MV Bauen auch jenen Marsch, der als erstes Stück in der Vereinsgeschichte einstudiert worden ist. Im Zäuerli "Bi üs dehäm" wussten Heiri Arnold, Edy Zberg und Othmar Infanger nicht nur in ihrer Appenzeller Tracht zu gefallen, sondern auch mit ihrem gekonnten "Fünfliber-Schwingen". Repertoiremässige Kontraste wurden mit dem "Longstreet-Dixie" oder mit "Olé Torero" gesetzt. Langjährige Konzertbesucher waren sich einig: Der MV Bauen hat auch leistungsmässig erneut Fortschritte gemacht. Die Tambouren aus Ennetbürgen sorgten mit ihren gekonnten Showeinlagen für zusätzliche musikalische Abwechslung. Und schliesslich trug auch Moderator Bruno Sacchet das Seinige zum gelungenen Jahreskonzert bei. Er führte in humorvoller, aber auch informativer Art durch das Programm.

Feierliche Einsegnung

Gestern wurde die neue Uniform im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich eingeweiht. Anschliessend gab die Blaskapelle Schattdorfer Nachtbüäbä ein Frühschoppenkonzert. Die zahlreichen Ehrengäste bekundeten mit ihrer Teilnahme an der sonntäglichen Geburtstagsfeier ihre Sympathie für den Verein. Als Gratulanten traten Regierungsrat Josef Arnold und Gemeindepräsident Hans Kempf ans Rednerpult. Die Musikgesellschaft Seelisberg und die Musikgesellschaft Sisikon rundeten das Festwochenende mit ihren Konzerten musikalisch ab.

 


 

1991 10.Juni / Mehrzweckgebäude Bauen

Mehrzweckgebaeude Bauen

1991.06.10. Mehrzweckgebäude Bauen

Gotthard-Post

Mehrzweckgebäude Bauen seiner Bestimmung übergeben

Grosser Tag für kleinste Urner Gemeinde

Bauen - Eine lange "Leidensgeschichte" - die Realisierung eines Mehrzweckgebäudes - fand am Samstag Mittag ihr glückliches Ende: Der rund 4,6 Millionen kostende Neubau konnte seiner Bestimmung übergeben werden. Es verwunderte deshalb nicht, dass diese Meilenstein im weniger als 200 Seelen zählenden Ort zu einem eigentlichen Volksfest wurde.

ar. Bestrebungen, am Geburtsort des Schweizerpsalm-Komponisten Alberig Zwyssig ein zeitgemässes Mehrzweckgebäude zu errichten, zeichnen in die 50er Jahre zurück. Wie Baukommissionspräsident Herbert Infanger vor einer illustren Gästeschar zu berichten wusste, erlitt ein entsprechender Vorstoss in den 50er Jahren anlässlich einer Abstimmung Schiffbruch, zumal die Finanzierung als eine unüberwindliche Schranke betrachtet wurde. Jahre danach unternahmen einige beherzte Mitbürger einen neuen Vorstoss, indem sie einen entsprechenden schriftlichen Vorstoss lancierten.

Die eigentliche Verwirklichung zeichnete sich Anfang 1988 anlässlich einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung ab. Aber auch zu diesem Zeitpunkt sah sich die kleine Gemeinde ausserstande, das Vorhaben aus eigener Kraft in die Tat umzusetzen. kontakte mit dem Zürcher Städtchen Meilen und der Stadt Zug eröffneten Lichtblicke. Und weil sich dann sowohl der Kanton Zürich sowie zahlreiche Zürcher und Zuger Gemeinden bereit erklärten, einen Obulus zu entrichten - auch die Berggemeinden-Patenschaft stellte sich hinter das Vorhaben - konnte schliesslich zur Tat geschritten werden.

Herbert Infanger unterliess es nicht, nach allen Seiten für das entgegengebrachte Verständnis zu danken. Insbesondere auch dem Urner Landrat sowie der Urner Erziehungsdirektion mit Dr. Hansruedi Stadler an der Spitze. Aufgrund der vorliegenden Zusicherungen ist ein schöner Teil der Projektfinanzierung gesichert - noch verbleibt Bauen indessen eine erkleckliche Restschuld. Die Gemeindebehörden sind aber zuversichtlich, dass sich im "Jubiläumsjahr" noch zusätzliche Sponsoren finden lassen, um die roten Zahlen weiter reduzieren zu können.

Anlässlich der Eröffnungsfeier - sie war durch die Einsegnung, vorgenommen von Pfarrherr Josef Guldimann, eröffnet worden - freute sich auch die einheimische Jugend über das Geschenk, nun über eine "eigene" Turnhalle zu verfügen. Ab sofort muss der obligate Turnstundenunterricht nicht mehr ennet des Sees, nämlich in Flüelen, besucht werden.

Wie ein Rundgang durch die Lokalitäten zeigte, haben das Architektenbüro Heinz Meier, Altdorf, die Bauunternehmung Viktor Gasperini AG, Altdorf, sowie zahlreiche weitere Firmen und Unternehmungen ganze Arbeit geleistet. Auf einen Nenner gebracht: In Bauen ist ein gefreutes Werk entstanden, das seinesgleichen sucht.

Die Eröffnungsfeier stand natürlich auch im Zeichen verschiedener Grussbotschaften und Dankesworte. Sie wurden durch die Klänge des einheimischen Musikvereins - unter Leitung von Bruno Arnold - sowie eines Musikantensextetts aus dem Bayerischen Rehling umrahmt. Die deutschen Gäste waren übrigens ohne spezielle "Gagen" ins Urnerland gekommen, um dadurch ihrer Sympathie gegenüber den Urner Freunden besonderen Ausdruck zu verleihen.

Der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass das Mehrzweckgebäude am Kilbisonntag, 27. Oktober, offiziell in den Besitz der Gemeinde übergehen soll. Bis zur diesem Zeitpunkt will Bauen das Untergeschoss - mit zwei Picknick-Räumen, insgesamt 80 Sitzplätzen und die sanitärischen Einrichtungen - allen Benützern des direkt vor dem Haus vorbeiführenden "Weg der Schweiz" (täglich zwischen 8 und 18 Uhr) zur Verfügung halten. Im Erdgeschoss (Kindergartenraum) besteht die Möglichkeit, dass Gast- und Gönnerkantone, ferner die unterstützenden Städte und Gemeinden ihre Region durch Ausstellungen ins öffentliche Rampenlicht rücken können - auch die Halle samt Bühne soll für Konzerte, Aufführungen, Ausstellungen oder anderweitige kulturelle Anlässe bereitgestellt werden.

 


 

1987 11.November / Erstmals in der Geschichte ein Ständerat

Urner Wochenblatt, Nr. 88

Festtag in Bauen

Erstmals in der Geschichte ein Ständerat

KZ: Bauen, die kleinste Gemeinde des Kantons Uri, durfte am vergangenen Sonntag erstmals in der Geschichte einen Ständerat feiern. Grund genug, dieses Fest würdig, mit Musik und Gesang, zu begehen. Auf dem malerischen Schulhausplatz traf man sich bei einbrechender Dunkelheit zur öffentlichen Feier, die von schmissigen Klängen des Musikvereins Bauen umrahmt wurde. Das Grusswort der Dorfschaft überbrachte Gemeindepräsident Herbert Infanger, der gleich alle Mitfeiernden zu einem Aperitif einlud, eine Einladung, der trotz der Kälte gerne entsprochen wurde.

Regierungsrat Alberik Ziegler, selber ein Bürger von Bauen, durfte im Namen des entschuldigt abwesenden Landammanns die grüsse der Urner Regierung überbringen. Oswald Ziegler sei in seiner Vielfältigkeit nicht leicht zu charakterisieren, erklärte er. Es gebe aber noch den Oswald Ziegler, den man oft auf Wanderungen, allein oder mit der Familie, treffe. Dabei stelle er gerne Überlegungen zur Natur an, deren Schicksal ihn sehr berühre. Er sei aber auch ein Schaffer, und diese würden in der Politik oft missverstanden. Was Oswald Ziegler aber auszeichne, das sei seine christliche Grundhaltung. Dafür habe er sich immer eingesetzt. Er dürfe für sich auch das Prädikat "Politiker mit Herz" in Anspruch nehmen.

Im Namen der Regierung wünschte Alberik Ziegler seinem Mitbürger viel Glück, Beharrlichkeit und Gottessegen. Die Regierung freue sich darauf, mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen, wenn es um Problemlösungen zugunsten des Kantons gehe.

Oswald Ziegler: "Bereit, die Verantwortung zu übernehmen"

Es war unterdessen dunkel und empfindlich kalt geworden, als Oswald Ziegler mit ein paar markanten Dankesworten den Schlusspunkt unter die öffentliche Feier setzte. Er habe Freude, dass er gewählt worden sei, erklärte Oswald Ziegler, auch wenn er wisse, dass dieses Amt mit grossen Lasten für ihn und seine Familie verbunden sei. Trotzdem nehme er es gerne an. Er benützte die Gelegenheit, allen zu danken, die in Bauen anwesend waren, allen aber auch, die ihm an diesem Tag in allen Gemeinden die Stimme gegeben oder auf irgend eine Art zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Er könne heute Abend kein "Regierungsprogramm" entwickeln, fuhr Oswald Ziegler fort. Er habe aber im Verlaufe des Wahlkampfes zu verschiedenen Fragen Stellung genommen, seine Meinung geäussert. Diese Meinung habe er nicht nur im Wahlkampf verfochten; er habe sie schon vorher gehabt und werde sie auch behalten. In den nächsten Jahren seien gesamtschweizerisch Entscheidungen zu treffen, so fuhr er fort, die auch für Uri schicksalhaft seien. Er erinnerte an Umwelt, Energie oder an das bäuerliche Bodenrecht. Bei diesen und allen andern Entscheiden werde er nach bestem Wissen und Gewissen handeln, nach christlichen Grundsätzen, wobei der Mensch immer im Mittelpunkt stehen werde. Er sei sich bewusst, dass nicht alle anstehenden Probleme gelöst werden könnten. Er wisse aber, dass er für seinen persönlichen Entscheid die Verantwortung übernehmen und dafür einstehen müsse. Er sei bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Oswald Ziegler bat alle Urnerinnen und Urner, ihn die nächsten Monate und Jahre zu unterstützen. Dafür bitte er auch Gott um seine Hilfe.

In der warmen Wirtsstube

Nach der offiziellen Feier auf dem Schulhausplatz ging man gerne in die warme Wirtsstube. Im "Schiller" und im "Zwyssighaus" war eine festliche Tafel vorbereitet, und Antonio Camenzind aus Flüelen übernahm es, mit Humor durch den Abend zu führen. Das Programm war auf Wunsch des Gefeierten sehr einfach: einige Reden, drei frohe Lieder des Bauener "Chörlis", das von seiner Gattin, Wilfrieda Ziegler-Wipfli, geleitet wurde und begeisterten Applaus erntete, zumal es eine "Premiere zum Tag" zum besten gab.

Unter den Rednern war vorerst Hansheiri Inderkum, Präsident der CVP Uri, gemeldet, der seiner Freude über den Wahlsieg Gausdruck gab und Frau Ziegler einen prächtigen Blumenstrauss überreichte. Er unterliess es aber nicht, einige wichtige Fragen zur Situation der CVP und der Parteien ganz allgemein zu stellen, die in den nächsten Monaten beantwortet werden müssten. Es gehe auch um parteiinterne Fragen und um solche zur Demokratie ganz allgemein.

Dabei gelte es auch, das Anforderungsprofil an einen Kantonsvertreter in Bern neu zu definieren. Uri, das nur mit drei Mann in Bern vertreten sein, könne es sich nicht leisten, Experimente einzugehen mit Leuten, die absolut unrealistische Ideen vertreten wollen. Hansheiri Inderkum dankte allen, die zu dieser ehrenvollen Wahl beigetragen haben, und benützte auch die Gelegenheit, Ständerat Franz Muheim zur ehrenvollen Wahl in den Exekutivrat der Unesco zu gratulieren und ihm noch offiziell für seine grosse Arbeit als Ständerat zu danken, nachdem er an der offiziellen Verabschiedung am vergangenen Parteitag nicht dabeisein konnte.

Die Grüsse des "linken Flügels", der CVP, der Christlichsozialen, überbrachte anschliessend deren Präsident, Landrat Josef Lussi, Attinghausen. Er gab der Freude der Christlichsozialen Bewegung (CSB) Ausdruck und dankte der AWG für die erwiesene Fairness, die auch der CSP gut angestanden hätte. Der heutige Wahltag sei nun aber Zahltag geworden, und das Resultat habe eine deutliche Sprache gesprochen. Namens der christlichsozialen Gruppierungen überreichte er Oswald Ziegler eine prächtige Wappenscheibe.

Im Namen der Musikvereins Bauen gratulierte Präsident Hubert Kempf dem gefeierten Ehrenmitglied. Oswald Ziegler hatte zweimal als OK-Präsident geamtet, 1966 bei der Fahnenweihe, 1985 beim 25-Jahr-Jubiläum. Dafür wurde ihm nochmals aufrichtig - und mit Humor - gedankt.

Die Grüsse des Urner Parlamentes überbrachte Landratspräsident Hans Muheim, Unterschächen. Die Wahl Oswald Zieglers zum Urner Ständerat sei eine Ehre für den ganzen Landrat. Oswald Ziegler wäre auch von seinen Landratskollegen in dieses Amt gewählt worden, fuhr er fort, denn seine seriöse Arbeit habe man im Rathaus zur Genüge erfahren. Besonders freue ihn, dass ein Bürger einer kleinen Gemeinde gewählt wurde. Das sei nicht so selbstverständlich. Je mehr man in kleine Dörfer hinaus fahre, desto enger würde in der Regel die Strassen. Das gelte auch für die Wahlen, die in kleinen Gemeinden einiges mehr brauchten.

Schliesslich kamen noch die Vertreter von zwei Verwaltungsräten zum Grusswort. Von der Treib-Seelisberg-Bahn (TSB) war es Josef Baumann, zum "Löwen", Seelisberg, der seiner Freude Ausdruck gab. Er verband mit seinen Glückwünschen die Bitte, dass der neugewählte Ständerat noch recht lange die Geschicke der TSB leite, zum Nutzen des Unternehmens, das ihm vieles zu verdanken habe.

Die Grüsse der Auto AG Uri überbrachte Vizepräsident Adi Brand, Schattdorf. Er dankte Oswald Ziegler für seine Präsidialarbeiten. In dieser Zeit sei die Auto AG Uri immer grösser und grösser geworden. Der Verwaltungsrat freue sich, wenn Oswald Ziegler der Auto AG Uri treu bleibe, auch wenn er in Bern nicht nur für dieses Unternehmen, sondern den ganzen Kanton Uri zu kämpfen habe. Wenn er es aber mit dem bisherigen Einsatz mache, dann gehe es auch dem Kanton so gut wie dem urnerischen Verkehrsbetrieb.

Der offizielle Abend schloss mit einem Dankeswort des Gefeierten an alle Anwesenden und an die beiden Hotelbetriebe ... und klang, je nach Ausdauer, früher oder später aus. Es waren Worte des Dankes an das Wahlkomitee, die Redner und die Organisatoren des Abends, verbunden mit der Bitte an alle, ihn auch in Zukunft zu begleiten und zu unterstützen.

 

Staenderat Oswald Ziegler und Faehnrich Gottlieb Aschwanden

 


 

1987 08. August / In Bauen rutscht der Berg

Gotthard Post Nr. 32

Katastrophenalarm in der kleinsten Urner Gemeinde

In Bauen rutscht der Berg...

Schon manch schlaflose Nächte haben in der kleinsten Urner Gemeinde langanhaltende Regenperioden verursacht. Ins Rutschen geratende Gebiete, speziell im Bereiche des Choltales, gelten als "Sorgen-Dauerbrenner". Neuerdings ist nun auf der nördlichen Seite des Geländeeinschnittes - oberhalb des sogenannten Feldmooses - die Bergflanke ins Rutschen geraten. Ein Bergheimetli, ein landwirtschaftliches Gebäude, ferner eine Seilbahnanlage befinden sich im Gefahrenbereich. Eine gewaltige Rüfe hat direkt oberhalb des Feldmooses halt gemacht - spezielle Räumungs- und Sicherungsarbeiten sind dadurch notwendig geworden.

Bildbericht: Ruedi Ammann

Bereits Mitte April waren im steilen Berggebiet oberhalb des Feldmooses Risse und Rutschungen festzustellen. Ein Augenschein mit den Vertretern des Urner Bau- und Forstamtes zeigte, dass bis an den Felsfuss nördlich, auf der Höhe der Liegenschaft Waseneggli, Anrissstellen bestanden und in der Rutschmasse grössere Wasserausbrüche vorhanden sind. Der Fussweg Richtung Waseneggli zeigte sich teilweise zerstört. Die jüngste Regenperiode hat nun die Lage drastisch verschlimmert. Mit Tosen und Krachen donnerte vor einigen Tagen eine grosse Rüfe talwärts. Sie machte erst rund 250 Meter oberhalb der Liegenschaft Feldmoos halt. Weil weitere Abrutschungen die untenliegenden Gebäulichkeiten verschütten könnten, drängten sich Sofortmassnahmen auf. Mittels eines Spezialhelikopters wurde unverzüglich ein schwerer Trax ins unwegsame Gebiet geflogen.

Dank des anschliessenden Grosseinsatzes gelang es, allfällig weiter folgenden Schutt- und Schlammassen einen Weg zu öffnen, der nicht direkt Richtung Feldmoos führt. Die Gefahr ist damit indessen noch längst nicht gebannt. Posthalter und Gemeindepräsident Herbert Infanger: "Wir haben das Anrissgebiet mit dem bekannten Geologen Dr. Schneider inspiziert und auch ein Alarm- und allenfalls Evakuationsdispositiv erarbeitet. Seitens des Geologen werden wir in den nächsten Tagen weitere Aufschlüsse über das Gefahrengebiet erwarten. Vorläufig bleibt uns nichts anderes übrig, als die Rutschzone im Auge zu behalten und für Soforteinsätze bereitzustehen."

 


 

1986 06. Februar / Weg der Schweiz Abschnitt Zürich

 

Weg der schweiz

 

ZüriWoche

Zürichs Weg ist steil - trotzdem Glück gehabt

Ein neuer "Weg der Schweiz" am Urnersee soll Kernstück der CH 91 sein - 6089 Meter entfallen auf den Kanton Zürich

Mit einem "Weg der Schweiz" um den Urnersee will die Eidgenossenschaft 1991 ihren 700. Geburtstag feiern. Die Strecke, die der Kanton Zürich zugeteilt erhielt, verläuft von Seelisberg nach Bauen. Die "Züri Woche" hat sich auf den Weg gemacht und die Strecke erkundet. Resultat: Wir Zürcher haben wieder einmal Riesenglück gehabt!

Wenn der Jakob Nef genug hatte von all dem dummen Geschwätz der Leute, dann zog er sich zurück ins Herz der Schweiz. In Bauen, dem palmenumflorten Dörfchen am Urnersee, hat er sich schliesslich zur Ruhe gesetzt. Hier fischt er, wander und plaudert im Hotel Schiller mit Leuten, denen Natur immer schön und nicht erst seit den toten Tannen ein teurer Begriff war. Einmal hat er, ein gebürtiger Appenzeller, in der Stadt Zürich gearbeitet, aber dort unten hat es ihn fast "erwürgt". Aber jetzt, das heisst spätestens in fünf Jahren, geht das wieder los: Die Zürcher kommen nach Bauen!

1991 feiert die Schweiz ihren 700. Geburtstag. Dieses Ereignis eid- wie zeitgenössisch in Szene zu setzen, ist die Aufgabe der im Dezember 1984 gegründeten Stiftung CH 91. In unzähligen Sitzungen unzähliger Gremien haben sich Jubiläumsstrategen und -planer auf folgendes Gesamtkonzept geeinigt:

Eigentliche Jubiläumsanlässe

Ein "Weg der Schweiz"

Thematische Ereignisse, die in den fünf Standortkantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug stattfinden.

Landesweite Ereignisse, die zu den Anlässen in der Innerschweiz einen Bezug haben.

Noch tönt das alles recht nebulös, und wie schon im Vorfeld der Landi (39) oder der Expo (64) zeigt der Eidgenosse bislang wenig Interesse, Selbstbesinnung zu üben. Einziges konkretes Projekt ist der von der Stiftung selbst getragene "Weg der Schweiz". Vom Rütli bis Brunnen, rund um den Urnersee also, sollen sich die 26 Kantone auf 35 Kilometern Fussweg selber darstellen dürfen. Die Reihenfolge richtet sich nach dem Eintritt in den Bund, die Länge wiederum nach der Einwohnerzahl.

Um den Kanton Appenzell-Innerrhoden zu durchqueren wird der Jubiläumswanderer 71 Meter zurücklegen müssen, für Zürich nicht weniger als 6089 Meter. Von der Kirche Seelisberg bis hinunter zur Post Bauen. Von 859 Meter auf 463 Meter. Ein steiler Abstieg über Holztreppen! Das haben wir nun davon, dass wir es so eilig hatten, der Eidgenossenschaft beizutreten.

Wohlgestaltiges Braunvieh

Theo Näpflin tröstet uns. In der schmucken Bergstation der Treib-Seelisbergbahn versichert uns der "Bahnhofsvorstand" glaubwürdig, dass Zürich trotzdem das grosse Los gezogen hat: "Denken Sie an unser Seelisberg und die wunderbare Aussicht."

Derweil rieselt draussen feiner Schnee aus einer trüben Suppe. Deshalb blättern wir im Restaurant Tell im Prospekt und erfahren da: In Seelisberg fallen bloss 165 Zentimeter Niederschlag. Die Luft ist sehr mild, staubfrei und anregend. Wanderer bewundern das "wohlgestaltige Braunvieh" und den roten Milan, der über dem Rütliwald seine Kreise zu ziehen pflegt. Das Rütli selbst und den Vierwaldstättersee, diese "Freudenträne des lieben Gottes", bewundern die Wanderfreunde sowieso.

In Seelisberg wohnen 606 Menschen. Dann und wann zeigt sich noch der scheue Auerhahn. In früheren Zeiten lustwandelten die feinen Damen aus dem Unterland auf er gasbeleuchteten Terrasse vor dem "Grand Hotel und Kuretablissement Seelisberg-Sonnenberg", während ihre feisten Ehemänner bergbauerngleich in einem prähistorischen Fitness-Room schwere Bretter hobelten (heute logieren dort die "Yogis" vom Seelisberg). Noch zu jeder Zeit machte Seelisberg Fremde selig.

Die Gemeinde will dafür sorgen, dass dies 1991 auch den Zürchern widerfährt. Geplant sind etwa ein Rastplatz im Wald, auf dem bis zu 400 Wanderer ihre Würstchen grillieren, während sich nebenan die Kinder auf einem grossen Spielplatz die Zeit um die Ohren schaukeln können. Geplant sind weiter ein kleinerer Rastplatz im Dorf (mit einem Brunnen), eine Fahnenallee (die Symbole aller Kantone) und vier Pavillons (einer für die Luzerner, drei für die Zürcher). In diesen hölzernen, rund 10mal 10 Meter grossen Ausstellungsräumen sollen sich die Kantone selbst darstellen können. Das zürcherische Organisationskomitee, das sich dieser Tage konstituiert und dem höchst wahrscheinlich unter dem Vorsitz von Regierungsrat Jakob Stucki Vertreter aus Parteien, den Städten Zürich und Winterthur und dem Gemeindepräsidentenverband angehören werden, wird sich im Verlaufe dieses Jahres unter anderem mit der Frage zu befassen haben, ob und was man mit diesen Pavillons denn will.

Hoffentlich nicht nur Zürcher

Zwar ist es erklärter Wille der Stiftung CH 91, den "Weg der Schweiz" nicht zur Vergnügungsstrasse verkommen zu lassen. Wenn dann aber an schönen Sommertagen im Jahre 1991 bis geschätzte 20 000 Eidgenossen wandernd zur Selbstbesinnung kommen, wollen die betroffenen Gemeinden nicht mit leeren Händen dastehen. Und auch der Weg, der heute zu 90 Prozent besteht, sollte dann einen ordentlichen Eindruck machen. Sicher und bequem, wenn möglich rollstuhlgängig. Mit Toiletten. Und Bänkli. Und Samariterposten. Und ...

Ist es den Einheimischen da noch wohl? Im "Tell" zu Seelisberg tönt's so: Wirtin Ursula Truttmann: "Je mehr Gäste kommen, desto besser" Und Serviertochter Irene: " Wenn dann nur nicht alles Zürcher sind." Bei den "Yogis" denkt man freudig an eine eigene Ausstellung. Und in der Bergstation der Treib-Seelisbergbahn meint "Bahnhofvorstand" und Samaritervereinsmitglied Näpflin: "Hier im Dorf gibt es gegen diesen Weg kaum Opposition. Auch Vereine wie unsere Samariter oder die Musikgesellschaft machen begeistert mit! Natürlich ist es dann wichtig, dass auch der öffentliche Verkehr ausgebaut wird." (Bis anhin sind zwei zusätzliche Schiffe auf dem Urnersee geplant.)

Wenig Opposition ist auch in Bauen, der zweiten "Zürcher"-Gemeinde, zu spüren. Hier, wo während des Seelisbergtunnelbaus bis zu 300 Gastarbeiter aus neun Nationen logierten, wo die Nagra bohren will und an schönen Tagen schon über 1000 Fremde an den Palmen vorbei zum Zwyssig-Denkmal pilgern (Alberik Zwyssig. 1808-1854, hat uns das "Trittst im Morgenrot daher" beschert), hier lässt man sich so leicht nicht mehr aus der Ruhe bringen. Zumal die Übung einen unbestreitbaren Vorteil mit sich bringt: Mit CH-91-Geldern wird die 230-Seelen-Gemeinde endlich ein gefährliches Strassenstück mit einem Trottoir versehen können. (Aber das liegt dann nicht mehr im Kanton Zürich, sondern im Kanton Glarus.)

Nur Jakob Nef, der in Bauen seine Ruhe vor den Leuten gefunden hat, äussert Bedenken: "Wer zahlt dann die Folgekosten?" Im übrigen zeigt er sich versöhnlich. "Die Zürcher und all die anderen sind herzlich willkommen. Denn wer Wanderschuhe trägt, ist ein rechter Mensch."

Wir haben, hier sei es gestanden, den Kanton Zürich nur zum Teil per pedes durchquert. Der Schnee hat uns Städter ganz einfach geschafft. Trotzdem haben wir viel gesehen, was auf "unserer" Wegstrecke liegt: Die Maria-Himmelfahrts-Kapelle in Seelisberg (ein Bijou), das spätgotische Schlösschen Beroldingen (auch ein Bijou), die Aussichtspunkte "Dachsenhöhlen " und " Marienhöhe" und ganz einfach Bäume, Felsen, abgeschiedene Winkel. Seelisberger und Bauener haben recht: Die Zürcher Wegstrecke ist wunderbar.

Und dir, lieber Leser, sei geraten: Mach dich auf die Socken und wandere von Seelisberg hinunter ans liebliche Gestade. Aber wenn du schlau bist, tu es jetzt. In fünf Jahren, so ist zu befürchten, siehst du vor lauter Pavillons und Bänkli und Leuten und Würsten das Rütli nicht mehr.

Gerhard Nievergelt

 


 

1985 20. April / Zimbabwe ist unsere zweite Heimat geworden

 

Johann Ziegler aus Bauen in Zimbabwe

 

Urner Wochenblatt Nr. 30

Zimbabwe ist unsere zweite Heimat geworden

KZ.- Der erste Gast unserer neuen "UW"-Reihe ist Johann Ziegler aus Zimbabwe/Südafrika. Johann Ziegler, geboren am 31. Dezember 1925, stammt aus Bauen am Urnersee, ist verheiratet und arbeitet in Ruwa auf der Keymer Farm als Landwirt, auf englisch Farm-Manager. Johann Ziegler ist mit der Sankt Gallerin Gertrud Senn verheiratet. Die beiden haben drei Kinder, Agnes (1956), Peter (1959) und Paul (1968). Das zweitälteste Kind, Stephan, verloren sie im Jahre 1978 mit zwanzig Jahren. Geheiratet haben sie am 1. Dezember 1955 auf der Missionsstation Monte Casino in Macheke/Zimbabwe.

Johann Ziegler hatte vor seiner Ausreise an verschiedenen Stellen in der Ostschweiz als Knecht gearbeitet. Nachdem er der Älteste einer vierzehnköpfigen Kinderschar war, musste er einsehen, dass er auf dem kleinen Bergheimwesen "nicht grosse Aussicht hätte, zu etwas zu kommen". Vielleicht spielte "auch etwas Reise- und Abenteurerlust mit". Auf alle Fälle fasste er den Entschluss, in die weite Welt zu ziehen. Und so verliess er am 20. Januar sein Heimatdorf am See. Am 19. Februar erreichte er mit dem Schiff den Hafenort Beira (Mosambik), den er über Genua angesteuert hatte. Die Fahrt war sehr abwechslungsreich. Sie hatte durch den Suez-Kanal geführt mit Aufenthalten in Port Said, Aden, Tanga, Zanzibar und Mombasa. Von Beira erreichte Johann Ziegler in einer zehnstündigen Bahnfahrt sein Ziel Umrali in Zimbabwe, dem ehemaligen Rhodesien.

Dazu schreibt er: "Die Reise Genua-Baira erfolgte auf einem englischen Schiff. Mein Englisch bestand zu dieser Zeit nur aus einigen Worten. Trotzdem war die Reise etwas vom Schönsten. Da war es noch gemütlich, kein Gehetze. Bei jedem Halt durfte man an Land gehen, Stadt und Gegend besichtigen, oft bis zu drei Tagen, in Mombasa neun volle Tage, unter der Tropensonne des Äquators! Aber am Ende gelangte man doch ans Ziel! Heute sitzt man ins Flugzeug und ist in zehn bis zwölf Stunden in Zürich. Gesehen hat man nichts, und zudem ist man müde."

Mit der Arbeit zufrieden

Johan Ziegler arbeitet nun als Farm-Manager, wobei er für die Milchwirtschaft verantwortlich ist. "Diese Arbeit übe ich aus, seit ich in diesem Land bin", schreibt er uns. Und: "Die Arbeit im Milch- und Zuchtvieh-Sektor befriedigt mich sehr." Allerdings, so berichtet er, brauchen die Arbeiter viel Aufsicht, "sonst geht nichts recht oder wird nichts gemacht".

Nachdem ihm seine Arbeit sehr gut gefällt, möchte er in Afrika bleiben "so lange es geht". Doch lesen Sie seinen Bericht: "Mein Beruf ist heute noch der gleiche wie vor 30 Jahren. Damals kam ich auf eine Farm von rund 3 000 Hektaren mit Milchwirtschaft. Gemolken wurde von Hand, etwa 120 Kühe. Dazu wurde viel Tabak und Mais angebaut. Auch Schlachtvieh wurde gehalten.

Nach fünf Jahren wechselte ich auf eine andere Farm mit gleicher Bewirtschaftung. Diese Farm war kleiner (1600 Hektaren), dadurch aber von intensiverer Bewirtschaftung. Bis 1978 molk ich dort täglich über 300 Kühe maschinell. Daneben betreute ich eine Schlachtviehherde von 1500 Stück. Auf diesem Betrieb arbeitete ich 19 Jahre lang.

Die jetzige Farm ist eigentlich klein (700Hektaren). Es wird wiederum sehr intensiv gearbeitet. Melken bis zu 100 Kühen, alles Herdebuch-Tiere zur Anzucht von Zuchtstieren. Dazu eine Herde "Sussex", auch zur Zucht von Stieren. Wir halten gewöhnlich bis 60 Stiere im Alter von ein bis drei Jahren auf der Farm, die dann immer wieder verkauft werden. Beide Herden werden künstlich befruchtet, was ich selber mache. Der Samen wird von Amerika und England importiert. Auf diesem Betrieb melken wir dreimal am Tag, mit einem Tagesdurchschnitt von 25 Litern pro Kuh. Die besten Kühe geben bis zu 45 Liter im Tag.

Meine Arbeit bestand eigentlich all die Jahre hindurch hauptsächlich im Organisieren, dann im Beaufsichtigen der schwarzen Arbeiter, dass die Arbeit richtig gemacht wird.

Daneben ist man aber noch so ziemlich alles: Tierarzt, Mechaniker, Elektriker und was grad so kommt. Der nächste Tierarzt oder Fachmann kann unter Umständen 50 oder mehr Kilometer weg sein."

Der Heimat treu geblieben

"Als Schweizerbürger", so fährt er fort, "habe ich nie eine andere Staatsbürgerschaft angenommen. Das jetzige Zimbabwe hat in der kurzen Zeit, da ich hier bin, bereits viermal den Namen gewechselt."

Johann Ziegler möchte aber nicht mehr nach Bauen zurückkehren. "Nur wenn ganz besondere Umstände eintreten würden", meint er. Zu Hause ist ihm das Klima heute zu kalt, "und alles ist so eng, als ob die Berge einen erdrücken wollten".

Im Zimbabwe passt ihm das Klima: "Nie zu heiss und auch nie zu kalt." Er findet das Leben dort viel natürlicher: "Keine Hetze und kein Stress!" Allerdings verschweigt er nicht, dass sich in den vergangenen dreissig Jahren auch in Afrika in dieser Hinsicht einiges geändert hat. Aber: "Nach dreissig Jahren ist Zimbabwe unsere zweite Heimat geworden und wir sind sehr interessiert am Wohl und Weh dieses Landes, auch wenn wir nicht dessen Bürger sind."

Politisch, das hält er fest, "mischt man sich jetzt am besten gar nicht ein, besonders wenn man nicht Staatsbürger ist". Gesellschaftlich aber "macht man immer mit". Und der Satz ist vielversprechend: "Die grossen Parties auf den Farmen sind stets gemütlich."

Beziehungen zu Uri

Johanns Eltern sind gestorben. Hingegen leben noch fünf seiner Brüder und acht seiner Schwestern. Sie sind alle in der Schweiz wohnhaft; keines der Geschwister wagte also den Schritt nach Afrika. Tanten, Cousins und Cousinen kennt er "die meisten nicht mehr." In Zimbabwe aber hat er neue Freunde gefunden.

Trotzdem möchte er die Beziehungen zur Schweiz nicht abbrechen. So ist er Mitglied des Schweizer Clubs Harare. Und selbstverständlich liest er sein Leibblatt: "Das Urner Wochenblatt wird von der ganzen Familie von A bis Z gelesen." (Das freut uns natürlich. Vielen Dank!)

Johann Ziegler-Senn weilte 1964, 1974, 1981 und in Dezember des vergangenen Jahres in der Schweiz auf Heimaturlaub. Als "direkten Draht" in die Heimat benützt er im übrigen den Schweizer Kurzwellensender Schwarzenburg, wo er "alles verfolgt", was über die Schweiz und vorab den Kanton Uri berichtet wird.

 


 

1984.06.09 Der kleinsten Urner Gemeinde grösster Tag

Gotthard Post Nr. 23

Bauen empfing Landesratspräsident Oswald Ziegler

 

Oswald Ziegler Landratspraesident

 

Der kleinsten Urner Gemeinde grösster Tag

Am Montag ist Oswald Ziegler zum neuen Urner Landratspräsidenten erkoren worden. Seine Wohnortgemeinde bereitete ihm am Abend einen rauschenden Empfang, zumals Bauen überhaupt noch nie den Vorsitzenden des Kantospralamentes - und somit den "ranghöchsten" Urner - stellen durfte.

Bildbericht Ruedi Ammann

Anlässlich des Empfanges präsentierte sich die kleinste Urner Gemeinde im Galaschmuck. Alles, was Beine hatte - vom Knirps bis zum bärtigen Urahnen - hatte sich zur angekündigten Stunde auf den Schulhausplatz begeben, um Oswald Ziegler die Reverenz zu erweisen. Den Willkommgruss entbot Gemeindepräsident Herbert Infanger. Er gratulierte dem neugewählten Landratspräsidenten und seiner Familie zur grossen Ehre - welche anlässlich der nunmehr genau 650 Jahre zurückliegenden ersten urkundlichen Erwähnung Bauens mit besonderer Genugtuung aufgenommen werde. Aus der Hand des Gemeindepräsidenten durfte Oswald Ziegler einen prächtigen Stich mit dem Altdorfer Türmli, gestiftet von der Einwohnergemeinde Bauen, in Empfang nehmen. Als Festtagsgruss intonierten Musikgesellschaft - unter Leitung Josef Gassers - und Gemeindechor die von Jost Marty eigens zum grossen Tag komponierte Melodie "Baue - mys Dörfli".

Landammann Josef Brücker dankte dem scheidenden Landratspräsidenten Ruedi Schenk für die jederzeit konziliante Zusammenarbeit zwischen Legislative und Exekutive, wünschte Oswald Ziegler in seinem Amt viel Erfolg und dankte letzterem für die bereits bis anhin in der Öffentlichkeit geleistete grosse Arbeit. An den Ausruf eines grossen Zeitgenossen "small is beautiful" erinnernd, wies Brücker darauf hin, dass nicht die Kleinheit einer Gemeinde, sondern die Einstellung der Bevölkerung ausschlaggebend sei, und diesbezüglich habe Bauen seine "Grösse" schon mehrmals unter Beweis gestellt. Der Urner Landammann gratulierte Bauen abschliessend zum grossen Tag und bezeichnete Uris kleinste Gemeinde als "südländisch anmutende Perle am nordländisch-fjordhaften Urnersee", welcher der ranghöchste Urner ausgezeichnet anstehe. Oswald Ziegler schliesslich war es vorbehalten, die Errungen zu verdanken und seinen Einsatz zum Wohle der Öffentlichkeit zuzusichern.

Gratulanten kamen zu Hauf

Der öffentlichen Feier auf dem Schulhausplatz schloss sich ein Beisammensein im engeren Kreise in den Gaststätten Schiller und Schützen an. Jost Mary, der auch hier als gewandter "Cicerone" amtete, durfte zahlreichen Gratulanten das Wort erteilen. Seitens der Fraktionen gratulierten Peter Baumann (FDP), Hansheiri Inderkum (CVP) und Stefan Küttel (SP). Das Bauener "Chörli" präsentierte einen Text Edith Zieglers, welcher den Lebenslauf Oswald Zieglers skizzierte. Adrian und Theo Ziegler gratulierten ihrem prominenten Onkel. Sie überreichten ihm als sinniges Präsent ein "Burdiseil" mit dem Wunsche, er möge im Verlaufe der nächsten 365 Tage seine Aufgaben damit besser tragen können. Zu Worte meldeten sich danach Ruedi Schenk (Altdorf) als neugewählter Chef der SP-Fraktion, Remigi Niederberger (Flüelen) im Namen der Christlichen Sozialbewegung Uri, Regierungsrat Alberik Ziegler (Erstfeld), lic.iur. Ruedi Herger (Altdorf) als Vertreter des Anwaltsverbandes. Ständerat Franz Muheim (Altdorf) gratulierte namens der Bürogemeinschaft Muheim/Ziegler, welche nun bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten ausgezeichnet funktioniere. Schulverwalter Alfons Ziegler überbrachte die Glückwünsche der Verwandtschaft, August Püntener jene der Stiftung Zwyssighaus. Nach dem Verlesen zahlreicher Glückwunschtelegramme war es am neugewählten Urner Landratspräsidenten selbst, sich abschliessend zu Worte zu melden. Er unterliess es nicht, allen für die Glückwünsche, Darbietungen und Präsente zu danken und eine gute Heimkehr zu wünschen.

 


 

1983.11.05. Bauen ehrt Alberik Zwyssig

 

Feier Alberik Zwyssig

 

Hans Huerlimann Hans Danioth Jost Marty

 

Urner Wochenblatt / Nr. 87

Zum 175. Geburtstag

Bauen ehrt Pater Alberik Zwyssig von Hans Muheim

Es war ein nebelumhüllter, stimmungsvoller Herbsttag, als am Sonntag, 30. Oktober, viele Gäste nach Bauen kamen, um mit dem Volk den 175. Geburtstag von Pater Alberik Zwyssig, den grossen Sohn der kleinsten Urnergemeide, zu begehen. Kommt hinzu, dass vor 40 Jahren die Gebeine von Pater Alberik Zwyssig vom Zisterzienserkloster Mehrerau bei Bregenz nach Bauen überführt wurden, wo sie ihre letzte Ruhestätte fanden; nur ein kleiner Partikel wird heute noch in Mehrerau verehrt. Dies alles war Anlass genug, für Pater Alberik einen Festtag zu organisieren. Getragen wurde der Festtag von der Einwohnergemeinde, der Kirchgemeinde, der Stiftung Zwyssighaus, dem Musikverein und dem Verkehrsverein Bauen.

Der festliche Gottesdienst

Der festliche Gottesdienst war so recht dazu angetan, Gott zuerst die Ehre zu geben und sich auf den Tag in Bauen einzustimmen. Als Zelebrant amtete Pfarrer Eugen Amstad von Bauen, der bei der Begrüssung das schöne Wort vom "Erntedank der Erinnerungen" prägte, unter welchem Zeichen der Tag denn auch stand. Pater Dr. Dr. Columban Spahr, Prior des Zisterzienserkonventes Wettingen, hielt die Festpredigt. Sein Kanzelwort war ganz auf Pater Alberik abgestimmt, ist doch P. Columban ein besonderer Kenner des Bauer Mönchs und Musikers. Das Evangelium vom Tage, die Erzählung von Zachäus, welches die beidseitige Begegnung symbolisiert, führte hin zum "Schweizerpsalm", in dem sich Katholik und Protestant in einem gemeinsamen Hymnus fanden, in einem Hymnus, den der Bundesrat auf Mitte September 1961 provisorisch und auf den 1. April 1981 definitiv zur schweizerischen Nationalhymne erklärte. P. Columban konnte auch auf die Verehrung hinweisen, die Pater Alberik in Mehrerau genoss und heute noch geniesst. Als 1901 in Bauen das Zwyssig-Denkmal von Hugo Siegwart eingeweiht wurde, entsandte der Abt von Mehrerau seinen Prior und seinen Kanzler zur Feier nach Bauen, zum Zeichen der besondern Verbundenheit. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes war selbstverständlich auch auf Pater Alberik bezogen: Der Kirchenchor Flüelen unter der Leitung von Jost Marty sang die liebevolle und melodiöse Messe "Diligam te domine" von Pater Alberik mit dem entsprechenden Graduale, begleitet an der Orgel von Wilfrieda Ziegler aus Bauen.

Die weltliche Feier:

Altbundesrat Hürlimann als Festredner

Die weltliche Feier wickelte sich anschliessend vor dem Zwyssig-Denkmal ab, wo sich Gäste und Volk von Bauen versammelten. Umrahmt von Vorträgen der vereinigten Männerchöre von Altdorf, Erstfeld, Attinghausen und Bauen unter der alternierenden Leitung von Renaldo Battaglia, Jost Marty und Ferdinand Hummel, und von Vorträgen der Musikgesellschaft Bauen trat Altbundesrat Dr. Hans Hürlimann als Festredner vor die Versammlung. Ihm stand diese Aufgabe besonders gut an, und er löste sie auch hervorragend. Schliesslich kommt er aus Zug, der Geburtsstätte des "Schweizerpsalm" und hat als zuständiger Departementsvorsteher im Bundesrat den Antrag zur Erhebung des Liedes in den Rang der schweizerischen Nationalhymne vorbereitet, vertreten und durchgebracht. Seine Gedanken zum Tage ordnete Altbundesrat Dr. Hürlimann in die folgenden Bereiche:

Bauen, Vorbild der Treue. Der heutige Festtag ist wahrhaftig Erntedank der Erinnerung. Ganz Bauen steht im Zeichen von Pater Alberik Zwyssig, sein Geist lebt, sein Mönchsleben lebt, sein musikalisches Schaffen lebt. Dieser Tag ist Ausdruck nicht nur der Erinnerung, sondern viel mehr noch Beweis der Treue der Heimat zu ihrem grossen Sohn. Ein Volk, das seine bedeutenden Männer ehrt, ist ein Volk der Treue, der Treue, die zur Liebe hinzukommen muss, um das Glück erst vollkommen zu machen.

Pater Alberik Zwyssig, Vorbild des Vertrauens. Pater Alberik wuchs in eine schwere Zeit hinein, die damaligen politischen Verhältnisse waren schwer, die familiären Verhältnisse waren noch schwerer, weil direkt spürbar. Eine tapfere Mutter mit einer grossen Familie und ohne Vater, aber mit einem unerschütterlichen Gottvertrauen hat die schwere Zeit gemeistert. Da strahlt Pater Alberik wie ein leuchtender Stern in Gewitternacht und Grauen. Sein Leben als Mönch stand ganz im Zeichen des Gottvertrauens, sein kompositorisches Werk strahlt Mut, Hoffnung und Zuversicht aus.

Schweizerpsalm, Vorbild der Versöhnung. Zwei Schöpfer hat der Schweizerpsalm: den katholischen Komponisten und den protestantischen Dichter, Pater Alberik Zwyssig aus Bauen und Leonhard Widmer aus Zürich, Lithograph, Dichter und Förderer des Volksgesangs, überzeugter Vorkämpfer für den Bundesstaat. Gibt es ein versöhnlicheres Lied als den Schweizerpsalm, dazu angetan, soziale Gerechtigkeit und Versöhnung zu verbinden. Es hat den Bundesrat mit bewusster Freude erfüllt, dieses Lied zur Nationalhymne erklären zu können. Ist dieser Hymnus nicht geradezu eine Botschaft der Versöhnung unter allen Völkern und Ländern der Welt?

Zum Dank für sein staatsmännisches Wort wurde Bundesrat Dr. Hans Hürlimann grosser Beifall zuteil. Die Organisatoren überreichten ihm eine Gedenkmünze, welche auf diesen Tag hin zu Ehren von Pater Alberik Zwyssig geprägt wurde. Zum Schluss der weltlichen Feier war jedermann zum Aperitif im Freien, offeriert von der Gemeinde Bauen, eingeladen, die Gäste waren zum Mittagessen im Gasthaus Zwyssighaus und im Hotel Schiller geladen, welche durch eine Lautsprecheranlage mit einander verbunden waren, um die Darbietungen im Zwyssighaus an beiden Orten hören zu können.

Viel Prominenz war dabei

In zwei Teilen, beim Denkmal und beim Mittagessen, konnte der versierte und umsichtige Organisationspräsident, lic.iur. Oswald Ziegler aus Bauen, die Gäste aus nah und fern, nebst natürlich dem Volk von Bauen, herzlich begrüssen. Mit Altbundesrat Dr. Hans Hürlimann waren gekommen Landamann Hansheiri Dahinden und Justiz- und Erziehungsdirektor Hans Danioth, Landratsprädident Rudolf Schenk, Ständerat Dr. Leo Arnold, Nationalrat Franz Steinegger, Lothar Hess, Gemeindeammann von Wettingen, Gemeindepräsident Herbert Infanger von Bauen, Dekan Isidor Truttmann mit dem Ortspfarrer und Festprediger, Direktor Franz Stadler von der Urner Kantonalbank für die volkswirtschaftlichen Kreise sowie je ein Vertreter der 10 Trägerorganisationen der Stiftung Zwyssighaus mit Präsident August Püntener, alt Direktor der Urner Kantonalbank, an der Spitze. Anwesend waren auch die Komponisten Benno Ammann und Albert Jenny. Beim Mittagessen bot sich Gelegenheit zu manch freundschaftlichem Gespräch von Tisch zu Tisch, aber auch zu einigen Einlagen verschiedenster Art. So überbrachte Landammann Hansheiri Dahinden den Gruss des Regierungsrates und die Anerkennung für die so schöne, von Herzen kommende und zu Herzen gehende Ehrung des Komponisten des Schweizerpsalms. Der karge Boden Uris bringt nicht viele Künstler hervor, umso mehr ist es gut und wichtig, diejenigen in Ehren zu halten, welche sich in der Malerei, Bildhauerei und Musik einen Namen gemacht haben. Der kleinen Gemeinde Bauen gebührt voller Dank und Anerkennung für diesen Feiertag. Alt Bankdirektor August Püntener überbrachte den Gruss der Stiftung Zwyssighaus, deren Präsident er ist. Alle Trägerorganisationen haben je einen Vertreter entsandt. Die Stiftung war mit diesem Gedenktage ganz besonders befasst und so freut sie sich mit allen zusammen am guten Gelingen. Bei ihr lebt ja Pater Alberik Zwyssig in ausgeprägtem Masse und wird es auch weiterhin tun. Gemeindepräsident Herbert Infanger übermittelte den Gruss der Gemeinde Bauen, die stolz ist auf ihren grossen Sohn, der so berühmte Komponisten wie Chopin, Liszt, Schuhman, Verdi, Wagner und Brahms zu Zeitgenossen hatte. Pater Alberik Zwyssig soll auch weiterhin unvergessen bleiben. Schliesslich kam auch Organisationspräsident lic.jur. Oswald Ziegler nochmals zu Wort, um den Dank nach allen Seiten abzustatten. Drei Kostproben aus dem Liedschaffen von Pater Alberik Zwyssig bereicherten die angeregten Stunden der Gemeinsamkeit. Begleitet am Klavier von Walter Schmid aus Wettingen sang Hans Danioth, Tenor, das Lied "Verlass mich nicht" und Alma Jonas, Sopran, die beiden Lieder "Die Kapelle am Alpensee" und "Reiseplan".

Ein Buch ist erhältlich

Damit schloss dieser schöne und erlebnisreiche Tag der Erinnerung an Pater Alberik Zwyssig, den ganz Bauen mit so viel Liebe zu seinem grossen Sohn gestaltet hatte. Jedermann ging bereichert nach Hause, im Gedanken, Pater Alberik Zwyssig als Mönch und Musiker nicht zu vergessen. Wer ihn auch weiterhin bei sich behalten möchte, bestelle beim Verein der Freunde des Klosters Wettingen, Rathaus, 5430 Wettingen, das schöne und interessante Buch von Meng/Schwab/Lauterer über Pater Alberik Zwyssig, den Komponisten des Schweizerpsalms.

 


 

1949 4. Dezember / Isenthaler Schützen ertranken an der Isleten

As dem Urner Wochenblatt vom Mittwoch, 18. Oktober 2009

Unglück erschüttert das Tal

Kilbiausstellung / Besondere Geschichten werden wach

Vor 60 Jahren geschah das Unfassbare: Fünf junge Isenthaler Schützen ertranken an der Isleten. Das Bootsunglück schockierte und hinterliess tiefe Spuren

Josef Schuler

Europa ist im Krieg, die Schweiz von Achsennächten umschlossen. Auf dem nahen Rütli beschwört General Guisan Volk und Armee zur Abwehrgemeinschaft. Isenthaler Männer rücken ein, Frauen und Kinder besorgen Haus und Hof. Es ist Sommer 1940. Die Armee macht in Uri Versuche mit künstlichem Nebel,. Doch die verheerenden Giftablagerungen verseuchen auch Isenthaler Boden. Er wird aufwändig umgepflügt. Allein in Uri müssen 13000 Stück Vieh notgeschlachtet werden. Zudem droht Hunger, denn die Schweiz ist auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Isenthal baut Gemüse und Kartoffeln gemäss der Wahlen-Anbauschlacht an. Karl Infanger ist Anbauleiter und kontrolliert, wie im Unterbächi Wiesland zu Garten wird, der Zins beträgt 15 Rappen pro Quadratmeter. Insgesamt werden 9,5 Hektaren zu Gärten. Im Schulhaus führt das Kriegswirtschaftsamt einen Sparkochkurs durch, es kommen 50 Isenthalerinnen. Hausfrauen sollen mit wenig Zutaten und Energie sättigende Mahrzeiten kochen. Nach der Anbauschlacht verschwinden die meisten Gärten wieder. Während im Urner Talboden neue Arbeitsplätze entstehen, leben kinderreiche Familien im verkehrsmässig abgeschiedenen Isenthal noch oft am Existenzminimum. Oder sie wandern aus, bis nach Amerika.

4. Dezember 1949

Am Sonntagabend, 4. Dezember 1949, wird Isenthal von einem unfassbaren Unglück heimgesucht. Noch gibt es keine Verbindungsstrasse zwischen Seedorf und Isleten, und so steigen die Schützen nach dem Winterschiessen in Attinghausen frohgemut in Seedorf in ihr Boot. Sie geraten bei Isleten in einen Sturm, kentern, und fünf der Männer ertrinken. Zwei der Kameraden klammern sich ans Boot und können sich retten. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die schreckliche Nachricht. Bis zum folgenden Mittag werden die fünf Opfer geborgen: Werner Aschwanden, Alois Gasser, Hans Gasser, Eduard Ziegler und Johann Aschwanden. Am 7. Dezember werden die Männer in Isenthal bestattet. Mehr als 2000 Personen aus nah und fern nehmen an der Beerdigung teil. An der Spitze des gewaltigen Leichenzugs marschieren die Fahnenträger von über 20 Vereinen. Ihnen folgen in corpore die Urner Regierung und die Gemeindebehörden.

Das Ereignis hinter lässt tiefe Spuren im Tal. Nicht nur verlieren Angehörige und Familien ihre Gatten und Väter, das ganze Tal, auch Behörden und Vereine spüren schmerzhaft die Lücken im öffentlichen Leben. Ein Gedenkstein an der Isleten erinnert an das tragische Unglück.

Im vergangenen Jahr gestaltete Leza Aschwanden, Nachkomme seines überlebenden Grossvaters, eine eindrückliche CD als Maturarbeit. Die CD füllt eine Lücke. Sie ist ein Dokument gegen Vergessen und kann an der Kilbisausstellung und am speziellen Gedenkanlass am 4. Dezember in Isenthal käuflich erworben werden.


 

Naturereignisse im Kanton Uri und Umgebung von 1600 bis 1935

Quelle: http://www.top-of-uri.ch/

1600

Der Schächenbach überflutete in diesem Jahr das Gelände von Altdorf, dass seine Bewohner in der Not eine Prozession mit allen Reliquien der Pfarrkirche von Altdorf veranstalteten und auf Sonntag, den St. Johannistag eine alljährliche Almosenspende gelobten. Zu Anfang dieses Jahrhunderts wurde Sisikon wieder durch einen Ausbruch des Dorfbaches fast vernichtet.

1629

Schwer wütete die Pest in diesem Jahr in Uri. In Altdorf und Flüelen, die damals zusammen noch eine Pfarrei bildeten, seien an dieser Seuche 1600 Menschen gestorben. Im Schächental starben bis im Februar 200 Personen und ganze Familien wurden dabei vernichtet oder starben aus. Vom 5. August bis 22. November erlagen der Seuche in Erstfeld 100 Personen, während im Kloster Seedorf, dank der getroffenen Vorsichtsmassnahmen, nur zwei Nonnen daran starben. In Wassen mussten innert 5 Monaten 178 Menschen am Beulentod beerdigt werden und zwar von Wassen selbst 110, Göschenen 40, Meien 8, Hägrigen 7, Reälper 2 und Walliser und Graubündner 11, die der Tod in der Gemeinde ereilte. Vom Landrate von Uri weiss man, dass dessen Mitglieder bis auf Landamann Sebastian. H. Tresch und sechs Ratsherren gestorben sind. Die Lebenden hielten, um nicht angesteckt zu werden, ihre Sitzungen auf dem Platze beim oberen hl. Kreuz in Altdorf unter freiem Himmel ab und stellten sich dabei möglichst weit entfernt voneinander auf.

1640

Im Januar war es so kalt, dass der Vierwaldstädtersee fast ganz zufror. Von Gersau nach Beckenried konnte man ungehindert zu Fuss über das Eis gehen.

1687

Am 23. September 1687 entstand nachts von 10 bis 12 Uhr ein schweres Wasserbeben im Urnersee. Durch ein unterirdisches Ereignis wühlte sich plötzlich das Wasser auf und wälzte sich wie eine Sturmflut über den See. In Flüelen drang die Flut weit ins Dorf hinein und beschädigte die Schiffswehren, ebenso an der Treib. Dort wurden in dem neu erbauten Gasthause die Fenster und Fällladen eingeschlagen. Ein Tisch in der Gaststube wurde umgekehrt, der Wirt im Hausgang zu Boden geworfen, der Hausgarten samt der Schiffswehre weggeschwemmt. Die Kellertüren und die Mauern wurden eingedrückt, so dass der Wein in den Fässern auf den See geriet, dergleichen der Anken und bei 80 Laib Käse, was alles zu Grunde ging. Vom ganzen Seeport bis zum weiten Stein wurde die Erde, Wasen, Stauden und das Holz samt den Wurzeln bis auf den Felsengrund weggeschwemmt.

1693

Am 26. April 1693 brach abends um 10 Uhr in der Schmiedgasse in Altdorf eine Feuersbrunst aus, die nicht nur die Häuser dieser Gasse, sondern auch die an der Schächentalergasse vernichtete. Obwohl kein Wind wehte, gingen doch 76 Wohnungen, ohne die Nebengebäude und Stallungen innerhalb drei Stunden vollständig in Flammen auf. Die Brandstädte umfasste nach einer Urkunde im Türmli, das Gebiet vom von Rollschen Haus aufwärts bis an das Haus des Landamanns Püntiners und und Carl Roman Megnets Häuser einerseits und vom Rathaus, das mit knapper Note gerettet werden konnte, aufwärts bis auf das Lehn. Die Gebäude bestanden meist aus Holz und das Feuer fand leichte Nahrung. Neben der Habe der Bewohner gingen vor allem viele eingelagerte Transitwaren: Wein, Reis, italienischer Weizen von Händlern aus dem Aostatal zu Grunde, daneben gingen auch einige Pferde, Geld und ihre Rechnungsbücher verloren. Über 1000 Einwohner wurden durch den Brand obdachlos.

1774

Es war am 10. September 1774, ein heller und schöner Tag, als nach einigen vorübergehenden Erschütterungen und nachdem vorher ein starker Föhnsturm getobt hatte, nachmittags um, 4Uhr 25, ein heftiges Erdbeben Uri und darüber hinaus auch Luzern, Stans, Engelberg und Schwyz in grossen Schrecken setzte. Ein unheimliches Getöse im Gebirge ging dem Erdbeben voraus, das man in Altdorf als ein dumpfes unterirdisches Donnern und Brausen gehört haben will. Dann kam ein heftiger, erzitternder Stoss, dem zwei andere, ebenso starke folgten, die ein Wiegen der Erde von zwei Minuten Dauer verursachten. Man will dabei deutlich die Berge wanken gesehen haben. In Altdorf stürzten beinahe zwei Drittel aller Kamine und Öfen ein. Die Türen sprangen knallend auf, die Glocken schlugen an und die Mauern fast aller steinernen Gebäude bekamen Risse. Die steinernen Fenstergerichte zersprangen, die Wappen, Geländer und Zierarten ob den Portalen und Balkonen fielen ab und Tausende von Ziegeln wurden von den Dächern geworfen.

Die Pfarrkirche St. Martin erhielt Risse und Brüche in den Mauern, der Glockenturm wurde gespalten und senkte sich auf einer Seite. In der hl. Kreuzkirche stürzte das Gewölbe im Langhaus gänzlich ein, und zerschlug dabei die neuen Altäre, Gemälde und Kirchenstühle. Auch an ihr wurde der Glockenturm von unten bis oben gänzlich gespalten. Der Chor der Frauenklosterkirche erlitt so schwere Schäden, dass er abgetragen werden musste. Das Rathaus, Zeugheus, Schulhaus und der Spital wurden übel zugerichtet. In der Metzgerei mussten wegen den schweren Beschädigungen des Gebäudes zwei Haushaltungen ausziehen. Ein Haus von Meister Kaspar Ringen stürzte in die Schälchentalergasse und der übrige Teil musste nachher abgetragen werden. In des Zollers Gisler Haus wurden die inneren Mauern derart zugerichtet, dass auch dieses geschlissen werden musste. ... Der Schrecken war gross, alle Leute flüchteten aus den Häusern und flohen auf das freie Feld hinaus. Der Pfarrer Ringwald zog mit dem hochwürdigen Gut in die Landleutematte und stellte dort Bussandachten und Prozessionen an. Als nach vier Stunden weitere Erdstösse erfolgten, wagten sich die Einwohner nicht mehr ins Dorf zurück und übernachteten im Freien, in Zelten oder errichteten kleine Hütten.

Durch das starke Erdbeben wurden die Gewässer getrübt, im Gebirge lösten sich lose Felsen. Der See brauste von seiner Tiefe auf und schleuderte die Fluten an die Felswände. In Bürglen bekam die Kirche zwei Spalte und der Glockenturm einen Riss. In der Pfarrkirche Spiringen stürzte das halbe Gewölbe ein und traf eine betende Frau, die zwei Stunden später starb. Es soll keine Kirche unbeschädigt geblieben sein, besonders litten die Kirchen in Silenen, Erstfeld, Isenthal und Sisikon.

Vom Gitschen und den Bauenstöcken sprangen Steine bis in den See, in Sisikon verschwand um 16 Uhr 25 Uhr ein beträchtliches Stück Land in den See, in Flüelen bei der Ziegelhütte ein grosser Apfelbaum. Im Bereich Seedorf bis Isenthal gingen ganze Stücke in den See. Die grosse Fluh am Axenfels wurde gespalten. Weitere Nachbeben wurden bis zum 7. Oktober fast täglich beobachtet.

1780

Im März 1780 hörte ein Bergbauer am Gitschen beim Abendessen mit seiner Frau und seinen sieben Kindern plötzlich ein grosses Geräusch. Er schickte einer seinen kleinen Knaben zur Türe hinaus und nachzusehen. Kaum war der Knabe zurück um zu melden, dass eine Lawine den Heugaden eingedrückt habe, als im selben Augenblick das Hausdach eingedrückt wurde. Die Oberdiele und der Fussboden der Stube mit samt dem Ofen, Stühle, Bänke, Bett, auf welchem ein Säugling lag als auch der Tisch nebst dem Hausvater, seiner Frau und drei Kindern wurden in den Keller hinuntergeschlagen. Nur die drei Kinder hinter dem Tisch blieben unversehrt. Einige Nachbarn eilten zur Hilfe herbei. Nach kurzer Zeit konnten die den Vater, seine Frau und die drei eingestürzten Kinder unverletzt ausgraben, nur der kleine Säugling fehlte. Man fand wohl sein Bett in Stücken. Als der Vater schliesslich einen hohlliegenden Laden umdrehte, fand man das Kind auf dem Gesichte liegend und nur mit einem kleinen Hemdlein bekleidet, noch lebend. In Seedorf riss eine Lawine einem Mann ins Tobel hinunter.

1820

Am 29. Mai 1820, entdeckte ein Geissbub im Walde unter dem Horn hinter den Dorf Isenthal einen ungeheuren Bären. Er hielt die Bestie für den "Flüelerteufel", womit man dort die Kinder schreckt. Aber als sein Meister das Tier erkannte und darüber vor Schrecken fast ohnmächtig ward, eilten 14 Mann von allen Seiten in den Wald und erlegten ihn im 3. Schuss. Auf den ersten Schuss, den er vom ältesten Jäger des Tales, Kirchenvogt Josef Anton Infanger erhielt, brüllte er, dass die Felsen erbebten und gab einen Gestank vor sich, den man im Dorfe roch und rollte in den Bach hinab, wo er vollends getötet wurde. Den folgenden Tag wurde er im Triumph nach Altdorf gebracht. Er wog 265 Pfund und hatte nichts im Magen, wohl aber noch etwas Schafwolle im Darmkanal. Im Kiefer hatte er noch Reste einer Bleikugel eingewachsen seit lange her. Der Pelz war graubraun, die Extremitäten dunkler braun. Das Fleisch, wovon ich gebraten auch verkostete, war weiss, aber ekelhaft süsslich. Infanger erhielt vom Urner Landrat eine Abschussprämie von einem Louisdor.

1910

In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 1910 verschüttete eine Ribi das Haus der Familie Ziegler auf Brunegg und tötete eine ganze Familie. Altes, in der Rinne des Kapuzinertales angesammeltes Geschiebe kam durch die Gewalt des von den steilen Hängen niederströmenden Wassers ins Rutschen. Die Mutter Ziegler mit ihren 10 Kindern, Josef, Franz, Anton, Maria, Agatha, Paulina, Pius, Alois, Margaretha und Regine. starben in den den Trümmern der Stein- und Schlammlawine. Eine Tochter wurde noch lebend geborgen, starb aber kurz darauf im Urner Kantonsspital. Am 17. Juli wurden die zwölf zum teil schwer entstellten Opfer in acht Särgen in ein gemeinsames Grab auf dem Altdorfer Friedhof gesenkt

1935

Am 20. Dezember 1935 löste sich am Westhang des Rophaien die gefürchtete Lauital- Franzenlawine. Das Schneebrett überraschte drei Holzer, Meinrad Arnold, Balz Ziegler und Bernhard Ziegler, die dort im Lauital beim Rüsten von Trämel beschäftig waren. Sie wurden samt den Baumstämmen erfasst und ca. 40 Meter weit getragen. Bernhard Ziegler gelang es dennoch zu alarmieren. Die kurz darauf eintreffende Hilfe fand die beiden anderen Holzer, Meinrad Arnold und Balz Ziegler schwer verletzt und tot. Die beiden Leichen lagen 1.80 m unter Schnee und zwischen Holz.

Eine Stunde später, ging von der Nordseite des gleichen Berges, um 10 Uhr 30, vom Buggigrat, die Fallzuglawine ob Sisikon gegen das Riemenstaldental nieder. Das Schicksal wollte es, auch hier waren drei Holzer an der Arbeit: Josef Maria Planzer- Zwyer, und dessen Sohn sowie Bannwart Franz Zurfluh. Zurfluh konnte aus dem Lawinental springen. J. M.Planzer - Zwyer und sein Sohn wurden in die Tiefe gerissen und konnten,durch das Aufschlagen auf den Felsabsätzen stark verletzt, nur noch tot geborgen werden.


 

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