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Willkommen auf der privaten Homepage: Die Kirche St. Idda in Bauen

 

Bitte gewünschtes Kapitel anklicken:

Die Pfarrkirche St. Idda zu Bauen
Gottesdienst zum Abschied der Schulkinder vom 3. Juli 2009
Letzte Erstkommunionsfeier in Bauen, 13. April 2008
Jost Marty (1920-1988) / Jodlermesse
Johann Josef Maria Alberik Zwyssig
Kompositions-Wettbewerb aus Anlass des 200. Geburtstages von Pater Alberik Zwyssig mit Uraufführungen der preisgekrönten Werken Sonntag, 27. November 2011
4. Dezember, Tag der Heiligen Barbara

 

Auf diesen Seiten möchte ich einen speziellen Einblick in die Kirche St.Idda geben. Das schöne Wetter verlockte mich eines Tages zu einem Fotografier-Dorfspaziergang. Bei St. Idda. standen beide Türen weit offen, die Sonnenstrahlen durchfluteten den geschmackvoll gestalteten Innenraum. Jeder fühlte sich eingeladen. Dass ich im Gotteshaus frei herumfotografieren durfte, verdanke ich der freundlichen Frau G.Studer (Kirchenratsvorstand), die sich gerade auf einen Wortgottesdienst vorbereitete und sich dennoch Zeit nahm, mir mit Begeisterung die Schätze vorzustellen und mir Einiges zu berichten. Da ich Interesse zeigte drückte sie mir gleich eine gute Kirchenbeschreibung von Pfarrer Urs Guldimann in die Hand. Das Resultat, Wort und Bild geeint, können alle nun im Internet entdecken.

Vom Altar zum Eingang Orgel

Die Pfarrkirche St. Idda zu Bauen

Als Appell steht über dem Hauptportal der Kirche geschrieben:

Bei deinem Eintritt lege die zeitlichen Geschäfte beyseits und beschäftige dich mit dem, was der Heiligkeit des Orts angemessen ist.

Eingang Kirche

Darunter ist die Jahreszahl 1812.

Über dem Seitenportal steht die Inschrift: Mein Haus ist ein Bethaus.

Mein Haus ist ein Bethaus

Am 13. März 1802 wurde die Kaplanei zu Bauen von Seedorf getrennt und die selbstständige Pfarrei Bauen errichtet.

Die alte Kapelle war mit 6,3 m Länge und 5,3 m Breite zu klein geworden. Vergrössern und Erweitern schien nicht möglich zu sein. Der Raum zwischen Hang und See war zu klein.1807 wurde trotz grosser Bedenken beschlossen, eine neue Kirche zu bauen. Um den Bauplatz zu vergrössern, wurde Erdreich von der Hangseite abgetragen und seeseits aufgeschüttet.

Grundriss

Seitenansicht

Man nahm mit dem Kloster Einsiedeln Verbindung auf. Der Abt von Einsiedeln stellte Bauen den Klosterbaumeister Br. Jakob Natter zur Verfügung. Innert kurzer Zeit zeichnete Br. Jakob Pläne und bereits am Osterdienstag, den 19. April 1808 wurde der Platz für den Chor ausgemessen, und am 29. April 1808 der erste Fundamentstein gelegt. Doch am 15. August desselben Jahres entlud sich ein gewaltiges Unwetter über Bauen. Der Bach trat über die Ufer, das Pfarrhaus wurde überschwemmt, das Schützenhaus zerstört. Alle Kräfte der Bevölkerung wurden nun für die Behebung der Schäden gebraucht so, dass mit dem Kirchenbau nicht mehr weitergefahren werden konnte.

Im Mai 1808 stiftete Stephan Aschwanden ca. 500 Gulden für neue Glocken. In Wollerau kaufte man also 2 Glocken. Man brachte sie nach Bauen und schon in der drauffolgenden Silvesternacht läutete man in Bauen weit über den See hinaus das neue Jahr ein.

Kirchturm

Auf dem Bauplan von Br. Jakob Natter war nur ein Dachreiter auf dem First vorgesehen. Die Bauener aber wollten einen Glockenturm für ihre neuen Glocken. Da man sich damals nicht einigen konnte, wurde Br. Jakob Natter als Architekt und Planverfasser entlassen. Nachdem Pfr. Kaspar Würsch, der sich um den Kirchenbau grosse Verdienste erworben hatte, kurz vor Weihnachten auch noch demissioniert hatte, nahm nun der Ratsherr und Uhrmacher Andreas Infanger den weiteren Kirchenbau in seine Hand. Er beendete die Pläne für den Kirchturm der 1811 noch vor der Kirche gebaut wurde, um die alte Kapelle noch möglichst lange für den Gottesdienst brauchen zu können.

Eingangsfront mit Ploderdächlein

Man zog dann die Mauern der neuen Kirche um die alte Kapelle hoch soweit das ging, und riss erst 1812 die alte Kapelle ab. Von der Innenausstattung versuchte man einiges zu verkaufen.

In die neue Kirche wurde übernommen:

St. Idda

Die St. Iddastatue im Chor links. Es ist anzunehmen, dass sie im Hochaltar der alten Kapelle gestanden hat. Sicher lag ihr zur Seite noch der verloren gegangene Hirsch. Wer diese schöne Fürstin im reichen Rokokogewand geschaffen hat, wissen wir leider nicht. Diese Statue kam wohl bei der Renovation der alten Kapelle um 1760 nach Bauen.

St Anna

Zur gleichen Zeit wurde auch die St. Annastatue in die Kirche gestellt (Schiff rechts). St. Anna selbander stammt aus der Werkstatt von Johann Baptist Babel, dem grossen Bildhauer der späteren Barockzeit in der Eidgenossenschaft. Für die künstlerisch wertvolle Gruppe hat man nun in der neuen Kirche einen netten Stuck-Rahmen geschaffen, der von Messmer malerisch vollendet wurde.

Reliquienbüste

Die beiden Reliquienbüsten neben dem Hochaltar von St. Magnus und St. Viktoria dürften um 1720 in der Werkstatt des berühmten Wallisers Johann Ritz entstanden sein. Sie haben nun einen gebührenden Platz in der neuen Kirche gefunden.

Engel

Engel

Ob die beiden weiss gefassten Anbetungsengel neben dem Tabernakel auch noch aus der alten Kapelle stammen, ist unbekannt. Um 1780 wurden sie von einem unbekannten Künstler geschnitzt.

Altarkreuz

Die beiden Vortragskreuze (das eine als Altarkreuz) stammen aus noch älterer Zeit. Das eine aus dem Ende des 16. Jahrhunderts, wurde in Seewen im Schutt des Bergsturzes gefunden und renoviert. Das andere Kreuz, um 1700 geschaffen, könnte ebenfalls zur Ausstattung der alten Kapelle gehört haben.

1812 wurde der Rohbau der Kirche vollendet. Peter Müller und Johann Joseph Moosbrugger machten sich an die Gips- und Stuckarbeiten und an den Altarbau. Was sie schufen, war nicht mehr überreicher Barock, nicht zierliches Rokoko, sondern dem Klassizismus verpflichtet. Qualitätsvoll, schlicht und einfach.

Kronleuchter

Vom Seeweg her schon zeigt sich die Kirche als grosser Blickfang im kleinen Wohnort Bauen. Der Infangersche Turm mit seiner Zwiebelhaube ragt weit hinaus. Ganz nah am See ist sie gelegen. Vom Dorf her kommend muss man zu ihr hinuntersteigen, dann steht man vor einer netten klassizistischen Fassade. Über dem Vordach mahnt die Sonnenuhr an die Vergänglichkeit der Zeit. Das Innere zeigt sich als heller, wohl proportionierter Raum, durch Pilaster mit ionischen Kapitellen in drei Joche unterteilt. Um drei Stufen erhöht liegt darüber der Altarraum.

St. Idda

Kanzel

Man wendet den Blick fast automatisch hinauf, auf das grosse Deckenbild, das Weihnachtsbild, das Joseph Anton Messmer 1812 gemalt hat. In der Mitte Maria mit dem Kind, der heilige Joseph im Hintergrund, auf der rechten Seite ausserhalb des zerfallenen Stalles die Hirten, denen das grosse Ereignis verkündet wird. Zuoberst der Stern von Bethlehem, links der Zug der Weisen, von denen zwei bereits ihre Gaben überreichen.

Weihnachtsbild

Weihnachtsbild

Weihnachtsbild

Um dieses grosse Deckenbild herum sind vier kleine Bilder aus dem alten Testament angeordnet: Die Vertreibung aus dem Paradies, mit dem Hinweis auf die Erlösung. Der kleine Moses, der im Binsenkörbchen gefunden wird, als Vorausbild für Christus, den wahren Erlöser.

Vertreibung aus dem Paradies

Auf der Bergseite, mit dem Hinweis auf Maria, die beiden Frauengestalten: Esther, die grosse Fürbitterin beim König und Judith, die den Holophemes enthauptet. Um diese Bilder herum ist das grosse Stuck-Rosengehänge, das sich auch im Chor um die Fresken herum wiederholt.

Esther

Moses

Judith

Hier im Chor ist das grosse Abendmahlsbild. Christus mit den 11 Aposteln am gedeckten Tisch, vor ihnen Judas,der mit dem Geldbeutel in der Hand ins Verderben eilt. Darum herum sind einfarbig die Symbole der drei göttlichen Tugenden: Glaube mit Buch und Kreuz, Hoffnung mit dem Anker, Liebe mit dem Herzen.

Abendmahl

Abendmahl

Abendmahl

Abendmahl

Bergseits in einer gemalten Fensteröffnung (links im Chor, über der Tür), blicken Bruder Klaus und Karl Borromäus, wie zum Fenster herein auf den Altar.

Bruder Klaus und Karl Borromäus

Altarbild St.Idda mit Hirsch

Das grosse St. Iddabild im Hochaltar stammt von Johann Michael Feichtmayer und ist 1706 gemalt. Dieses Bild war wohl ursprünglich im Hauptaltar der St. Iddakapelle von Fischingen. Der Urner Chorherr Karl J. Puntnner aus Bischofszell, hat es 1811 an Bauen verschenkt.

St.Idda mit Hirsch

St.Idda mit Hirsch

Das Bild zeigt den nächtlichen Gang der Heiligen zur Mette in Fischingen. Unter dem nonnenhaften Schleier kommt das reiche Gewand der Gräfin zum Vorschein. Engel begleiten sie und der Hirsch mit den Kerzen auf dem Geweih leuchtet ihr den Weg. Im dunklen Hintergrund ist die Toggenburg zu sehen und zuoberst schauen niedliche Barockengel auf die Pilgernde. Moosbruggers Einfassung mit dem einfachen Goldrahmen und dem reichen Baldachin mit dem roten Tuchgehänge bilden einen eindrücklichen Rahmen um das schöne Bild.

vergoldete Schnitzereien

vergoldete Schnitzereien

Altäre und Kanzel bilden eine Einheit. Stuckmarmor und vergoldete Schnitzereien sind an beiden Orten zu finden. An der Tabernakeltür und an der Kanzel sind in gleicher Art die geschnitzten und vergoldeten Flachreliefbilder angebracht: Die Jünger von Emmaus und der göttliche Sämann.

Kanzel

Eine kleine Predigt aus dem Pfarreiblatt:

Eine ausgesprochen gesprächige Frau, die mit ihren Worten im Städtchen viel Unfrieden gestiftet hatte und darunter litt, kam klagend zu ihrem Pfarrer. Dieser kannte bereits ihr Problem und wusste damit umzugehen. Er hatte eine gute Idee, um ihr eine wichtige Lehre fürs Leben mitzugeben.

Ohne viel zu erklären, bat er sie um eine sonderbare Handlung:

Sie sollte mit einem Deckbett voller Federn auf den Kirchturm steigen und den Inhalt von dort oben ausschütten. Ein wenig mürrisch tat sie es und kam dann wieder zum Pfarrer zurück.

"Und was nun?", war dann ihre Frage. Der Pfarrer bat sie nun höflich, all die verstreuten Federn wieder einzusammeln. "Das ist doch unmöglich", bekam er umgehend zur Antwort. "Ja, und genauso ist es mit ihren Worten. Was sie einmal ausgesprochen haben, können sie nicht wieder zurück nehmen."

Da ging der Frau ein Licht auf, und sie erkannte, was sich in ihrem Leben ändern musste.

Kanzel

Auf dem rechten Seitenaltar finden wir das Bild der Steinigung des Hl. Stephanus. 1796 wurde es von Franz Carl Stauder geschaffen. 1811 hat es Beckenried an Bauen verschenkt. In grossartiger Komposition ist die knieende Gestalt des jugendlichen Stephanus im reichen blauen Diakonatsgewand ein Blickfang. Er schaut empor, zum offenen Himmel. Kräftige Steiniger werfen grosse Brocken auf ihn, währenddessen der junge Saulus unten hütet.

Auf dem linken Seitenaltar ist die Marienkrönung von Messmer. Da man mit der Freskenmalerei von ihm sehr zufrieden war, hat man Messmer auch den Auftrag für den Marienaltar übergeben.

Marienkrönung

Marienkrönung Detail Dreifaltigkeit

Marienkrönung Detail Engel

In der Mitte des Bildes ist die grosse, hehre Gestalt Marias. Ihr festliches Gewand wird auf einer Seite von einem Engel gehalten, ein anderer Engel zu ihren Füssen hält Lilie und Spiegel. Maria wird von Gott Vater und dem Sohn mit einer barocken Krone gekrönt. Zuoberst ist auch der Heilige Geist in Gestalt der Taube sichtbar. An den beiden Altären sind unten Stifterwappen mit Inschriften angebracht.

J.Aschwanden

S.Aschwanden

Der Leichnam Christi liegt im Grabe

Nun zu den Kreuzwegstationen.

Der Schulmeister von Sattel, Dominik Bachmann hat sie 1812 auf Holz gemalt. Mit den Stuckrahmen hat sie Moosbrugger gut in die Kirche eingefügt.

Auch der Taufstein wurde bereits schon zur Bauzeit in die Kirche gestellt. Auch er müsste von Moosbrugger stammen. Die klassizistische Form mit dem Tuchgehänge zeigt sich sonst nicht ich der Kirche. Der grosse, schwere Deckel ist mit Stuckmarmor verziert. Darauf steht die kleine Gruppe, der etwas gedrungen wirkende Johannes tauft den knienden Jesus.

Taufstein

Taufstein ohne Aufsatz

Oelkännchen für die Taufe

Geschirr für die Taufe aus dem Jahr 1765

Auch der Taufstein wurde bereits schon zur Bauzeit in die Kirche gestellt. Auch er müsste von Moosbrugger stammen. Die klassizistische Form mit dem Tuchgehänge zeigt sich sonst nicht ich der Kirche. Der grosse, schwere Deckel ist mit Stuckmarmor verziert. Darauf steht die kleine Gruppe, der etwas gedrungen wirkende Johannes tauft den knienden Jesus.

Über der Türe der Sakristei, rechts, im Chor, hängt das Barockbild vom reumütigen Sünder. Schutzengel hüten den Sterbenden, der Tod steht neben ihm. Auf ihn wartet Christus über dem reinigenden Feuer.

Orgel

Als Letztes wurde 1817/18 von Joseph Anton Carlen die Orgel in die Kirche gebaut. Ursprünglich stand sie auf hölzernen Säulen. Bei der Renovation hat sie nun einen Unterbau erhalten.

Über dem mittleren, kleinen Turm thront König David mit der Harfe. Dem Stil nach gehört die Figur in das 17. Jahrhundert. Ob sie nicht erst beim Orgeleinbau nach altem Vorbild geschnitzt wurde, ist eine andere Frage. Sie wurde 1812 von Stephan Aschwanden gestiftet.

Kelch

Kelch

Kelch

Kelch

Dass diese Kirche so nah am See die Zeit überdauert hat und nicht "verrenoviert" wurde ist wohl dem Geldmangel der Pfarrei zu verdanken. Nun aber wurde sie 1985/87 stilgerecht restauriert. Dank Bund und Kanton und so vielen Gönnern steht nun das Gotteshaus in neuem Glanz - aber im alten Gewand wieder zu gemeinsamen Gottesdiensten und zu stillem Gebet bereit.

Nahe am See

Bauen, im Dezember 1993

Verfasser: Urs Guldimann, Pfarrer

Bearbeitet und neu aufgelegt:

Bauen, im Juni 2004 vom Pfarreirat Bauen

Leider waren von der Beleuchtung her an diesem Tag nur gerade diese Familienwappen im günstigsten Licht. Die anderen Wappen werden wohl ein Weilchen warten können, nehme ich an.

Aschwanden-Aschwanden

Marty-Schwerzmann

Ziegler-Infanger

Flury-Baumgartner

Im Andenken an Alberik Zwyssig

Nebengebäude der Kirche und Friedhof:

Friedhof

Friedhof

Friedhof

Turmuhr

Gruft oder Totenkapelle

1809 mit der Stützmauer gegen den Berg eingebaut, 1882 renoviert. Kleines, mit Wölbung (Halbkalotte) versehenes, offenes Gebäude von wenig Tiefe, halbrund geschlossen, nahe dem Kirchenhaupteingang situiert. Missionskreuz 1952 neu angefertigt, mit lebensgrossem, vergoldetem Christuskorpus (Viernageltypus 19. Jh.) 1952 von Maler Karl Renner, Altdorf, restauriert

Missionskreuz

Sog. Ploder- oder Blauderdächli am Eingang zum Friedhofareal. Steht in jener Partie, die erst nach 1800, anlässlich des Kirchenneubaus durch Andreas Aschwanden, geschenkt wurde, sogar ausserhalb des damaligen Friedhofs. 1837 hat es bereits bestanden. Im Grundbuch 1858 als "Vorhalle" eingetragen. 1898 wollte man es wegräumen. 1916 und 1954 Renovationen. Langgestreckter Grundriss, axial auf das Kirchenhauptportal ausgerichtet, an den Ecken tragen vier gemauerte Pfeiler ein Dach, die beiden Längsseiten durch Sitzbänke begrenzt. Ebenso schlichter wie origineller Gemeinschaftsbau von Seltenheitswert.

Ploderdächlein

Ploderdächlein

Kein Wunder wählen viele Brautpaare diesen so romantischen Ort! Spielt das Wetter noch mit, so kann man Dank den Gärten mit Palmen und mit Feigen- und Bananenbäumen und vielen Blumen auf den Hochzeitsbildern ein südliches Ambiente vortäuschen. Am 7.7.07 brauchte es eine gute Organisation, denn wie überall wurde auch in Bauen dieses Datum für den speziellen Tag ausgesucht. Und die Parkplätze sind hier nicht sehr umfangreich. So war es gut, dass eine Hochzeitsgesellschaft per Schiff anrauschte und auf dem Seeweg wieder fortging.

Hochzeit

Ein kleiner Hinweis für die zukünftigen Brautpaare:

Viel Glück

Armbrustschützen Gurtnellen

Es ist ein Gerücht, dass alle Paare per Langlauf-Ski die Treppe hochpoltern müssen. Es war nur gerade dieses eine frischgebackene Ehepaar, dessen Trainer es verlangte! Klar, dass ich den lustigen Augenblick gleich einfangen musste! Wer weiss, vielleicht entdecken sie sich sogar zufällig auf dieser Homepage. Der Humor, das Glück und die Freude am Leben zu zweit ist, hoffe ich sehr, bestimmt heute noch so gross wie letztes Jahr. Weiterhin viel Glück!

Heilige Idda

Wie kommt Bauen dazu, ihre Kirche der Heiligen Idda zu weihen? Wer war Idda überhaupt? Wer das wissen will, sollte bitte weiterlesen. Das Pfarrblatt von Bauen und der Eintrag bei Wikipedia geben Auskunft:

Pfarrblatt St. Idda Bauen

November

Am 3. November gedenken wir der Namenspatronin unserer Pfarrei, der heiligen Idda. Aus diesem Anlass wird an dieser Stelle in kurzen Zügen an ihre Lebensgeschichte erinnert.

Idda wurde auf Schloss Kirchberg bei Ulm, aus einem adeligen Geschlecht stammend, geboren. Sie wurde die Gattin des edlen, aber sehr jähzornigen Grafen Heinrich von Toggenburg. Sie litt unter der Herrschaft ihres Gatten und suchte Trost im Gebet und im Spenden von Liebesgaben, welche sie in die Hütten der Armen trug.

Auf den Verdacht der Untreue hin warf ihr Mann sie in furchtbarem Zorn aus dem Fenster der Burg in einen wilden Abgrund. Sie blieb wunderbarerweise unversehrt, baute sich aus Ästen und Reisern in der Wildnis eine Hütte und lebte dort 17 Jahre in völliger Verborgenheit. Endlich von den Jägern ihres längst reuigen Gatten entdeckt, bat sie diesen, in der Einsamkeit bleiben zu dürfen, worauf er ihr eine etwas wohnlichere Klause bauen liess. Idda verliess diese nur noch, um dem Gottesdienst der Benediktiner von Fischingen beizuwohnen; ein Hirsch mit Lichtern auf seinem Geweih soll sie zur Nachtzeit hingeleitet haben.

Sie starb um 1259. Ihr Grab ist im Benediktinerkloster Fischingen im Thurgau. Auf der alten Toggenburg wurde 1860 ihr zu Ehren unter dem Namen St. Iddaburg eine Wallfahrtsstätte errichtet.

St. Idda

Aus Wikipedia:

Ida von Herzfeld (Heilige Ida) (geb. um 770/775; gest. 825) war eine deutsche Ordensgründerin.

Die Herkunft Idas ist in der Geschichtswissenschaft umstritten. Einigkeit besteht, dass sie eng mit den Karolingern verwandt war. Nach einer Ansicht wird Ida als Tochter der Äbtissin Theodrada von Soissons (Schwester der Äbte Adalhard und Wala) angesehen, die ihrerseits eine Enkelin Karl Martells (durch des letzteren Sohn Bernhard) gewesen ist. Als Vater wird in dieser Variante Graf Theoderich, Sohn von Childerich III., dem letzten Merowinger-König gefunden. Nach anderer Auffassung ist Ida die Tochter Karlmanns und dessen Gattin Gerberga, der Tochter des Langobarden-Königs Desiderius. Beide Ansichten führen jedoch dazu, dass Ida, entweder über ihren mutmasslichen Vater Karlmann, dem Bruder Karls des Grossen, oder über ihre mögliche Mutter Theodrada, als Enkelin bzw. Urenkelin Karl Martells anzusehen ist und damit in der Seitenlinie eng im Karl dem Grossen verwandt war. Nach einer in der Literatur nicht näher belegten Mindermeinung soll Ida nach dem Tode Karlmanns von dessen Witwe Geberga und einem unbekannten fränkischen Grafen gezeugt worden sein. Hiernach hätte Ida keine verwandtschaftliche Verbindung zu den Karolingern, sondern über ihre Mutter (allein) zu den Langobarden.

Nach ihrer Vermählung mit dem Sachsenherzog Ekbert verliess sie ihre Heimat und zog im Jahre 786 nach Westfalen zu seinen Gütern, die in der Nähe der heutigen Stadt Osnabrück lagen. Auf dem Wege dorthin überquerten sie die Lippe auf einer Furt bei Hirutveldun (altsächsisch: Hirschfelder) und schlugen am rechten Flussufer ihr Zelt auf. In der folgenden Nacht erhielt Ida im Traum den Auftrag eines Engels, dort eine Kirche zu bauen. Diese Traumvision bestimmte von nun an ihr Handeln und Denken. Sie mühte sich um den Bau eines Gotteshauses und wurde so die Gründerin der ersten katholischen Gemeinde im Münsterland.

Die Reise nach Westfalen fiel in die Zeit des 30-jährigen Krieges zwischen den Sachsen und den Franken. Ida nahm in dieser Zeit die Sachsen in ihren Schutz. Der Hirsch, mit dem Ida oft abgebildet wird, ist ein Bild für die von den Franken gejagten Sachsen. Noch heute befindet sich der Hirsch im Wappen von Herzfeld. Im Jahre 811 starb Idas Gemahl Ekbert. An der Südseite der Kirche fand er seine letzte Ruhestätte. Über dem Grab wurde ein Portikus erbaut, wo Ida nach dem Tod Egberts wohnte. Dort, in unmittelbarer Nähe des Altars, widmete Ida sich ganz dem Gebet und der Sorge für die Gemeinde. Der Steinsarg diente dabei als Truhe für die Gaben, die sie zweimal am Tag an die Bedürftigen austeilte.

Am 4. September 825 starb Ida. Der Portikus mit ihrem Grab wurde zur ersten Wallfahrtsstätte Westfalens. 155 Jahre später, am 26. November 980, erhob Bischof Dodo von Münster die Gebeine Idas zur Ehre der Altäre. Heute ist der Sarkophag der hl. Ida, der Schrein mit ihren Reliquien und Reste der von ihr erbauten Kirche in der Grabkrypta zu sehen und laden ein zum betrachtenden Verweilen, zum Gedenken an die "Mutter der Armen" und zum Gebet.

Eine Tochter Idas, Ida die Jüngere, war mit Asig (Esiko) verheiratet, Namensgeber des Geschlechts der Esikonen, die als Grafen im Hessengau herrschten und aus denen u.a. die Edelherren zu Itter hervorgingen.

Opferlamm in St. Idda

Homepage Kloster Fischingen

IDA von Toggenburg, auch: Idda, Itha, Itta, Ydda, Judith und Gutta, Benediktinerin (?), Heilige, geb. ca. 1140, gest. ca. 1226 in Fischingen i. d. Schweiz. In der 1481 von Albrecht von Bonstetten verfassten Vita I. wird sie als die Tochter des Grafen von Kirchberg und Gemahlin des Grafen von Toggenburg dargestellt. Da dieser den Verdacht ehelicher Untreue gegen sie hegte, stürzte er I. nach der Schilderung Albrechts aus dem Fenster des Schlosses Toggenburg. Durch ein Wunder überlebte sie den Sturz. I. deutete dies als göttlichen Beweis ihrer erwiesenen Unschuld, und beschloss, fortan als fromme Einsiedlern zu leben. Für diese Vorfälle existieren ausser der o. g. Lebensbeschreibung keine weiteren Quellen. Von diesem Zeitpunkt an verbrachte Ida ihr Leben entweder als Angehörige des Benediktinerinnen-Klosters Fischingen bei Kirchberg/St. Gallen im Laienstand, oder zumindest in Klausur bei diesem Orden. Hier wurde sie nach ihrem Ableben auch bestattet. Idas Verehrung als Heilige ist schon vor 1410 nachweisbar, die Bestätigung des Kultes erfolgte 1724. Als Patronin des entlaufenen Viehs wird Idda bis heute in der Diözese Basel verehrt.


Gottesdienst zum Abschied der Schulkinder vom 3. Juli 2009

Ein Hoffnungsstrahl über dem See

Der denkwürdige Tag für alle zehn Schulkinder von Bauen, aber auch für das Schulhaus, ist angebrochen. Bei den letzten Vorbereitungen für die Abschlussfeier in der Kirche St. Idda seufzt Pfarrer Walter Bucher aus Seedorf: "Wer weiss, hoffentlich stehen in 50 Jahren die Kinder dieser Kinder hier!"

Neuer Lebensabschnitt und Schulweg für die Kinder, neue Klassenkameraden und Lehrpersonen nach den Ferien, Verabschiedung der Lehrkräfte, neue Funktionen für das Schulhaus, dies sind die Gedanken der Gemeinde, die nun ganz in diesem Sinne gemeinsam meditieren:

Thema und Meditation des Tages: Mögen sich die Wege vor deinen Füssen ebnen

Ein paar Schritte über eine Wiese ergeben noch keinen Pfad.

Ein paar Spuren im Schnee bahnen noch keinen Weg.

Auch in unwegsamem Gelände kann ein Weg entstehen.

Wege können durch Mauern eingefasst, mit schönen Pflasterungen und Stufen versehen sein.

Wege verlaufen durch sommerliche Wiesen, in luftige Höhen zum Pass hinauf, durch winterliche Landschaften, auf Geleisen und Schienen, durch Tunnels und über Brücken.

Spuren hinterlassen wir nicht nur im Sand und in Wäldern, sondern auch sichtbare und unsichtbare in der Schule und in unsrem schönen Dorf Bauen.

Wege führen uns an Grenzen und auch weit darüber hinaus.

Manche Wege müssen wir gehen, auch wenn sie gefährlich sind und sie uns Überwindung kosten.

Manche Wege gehen wir vorsichtig, langsam, Schritt für Schritt.

Es gibt Wege im Leben, die wir zur Erholung oder zur Sinnsuche begehen.

Gewisse Wege und Verzweigungen können uns verwirren. Höhen und Tiefen können uns Angst machen. Da ist man für gute Spuren, die uns den besten Weg aufzeigen, sehr dankbar.

Auf unserem Lebensweg sind wir nie allein. GOTT gibt uns Sinn und Kraft. Das Wort Gottes soll uns immer begleiten.

Glaube, Liebe und Hoffnung sollen uns immer begleiten. Unsere Träume und Wünsche sollen zum Himmel steigen - und durch Gottes Hilfe in Erfüllung gehen. Für DICH - Für mich - und für uns ALLE

Die Kathechetin, Frau Trudy Studer, zeigt auf einer Leinwand passende Bilder über verschiedene Wege dazu.

Die Kurzgeschichte vertieft die Gedanken: Von Weg zu Wegspuren und zu

Spuren im Sand

Ich träumte eines Nachts, ich ging am Meer entlang - mit meinem Herrn Und es entstand vor meinen Augen, Streiflichtern gleich, mein Leben. Nachdem das letzte Bild an uns vorbei geglitten war, sah ich zurück und stellte fest, dass in den schwersten Zeiten meines bisherigen Lebens nur eine einzige Spur im Sand zu sehen war. Das verwirrte mich sehr, und ich wandte mich an den Herrn:

"Als ich dir damals, alles was ich hatte übergab, um dir nachzufolgen, da sagtest du, du würdest immer bei mir sein. Warum hast du mich verlassen, als ich dich so verzweifelt brauchte?"

Der Herr nahm meine Hand: "Geliebtes Kind, nie liess ich dich allein, schon gar nicht in Zeiten der Angst und Not. Wo du nur EINE Spur im Sand erkennst, sei ganz gewiss: Da habe ich dich getragen."

Und mit folgendem Segen verabschiedet Pfarrer Walter Bucher die Kirchgänger:

Der Herr sei mit euch und begleite euch wie ein guter Freund oder eine mitfühlende Freundin. Der Herr sei euch nahe in eurer Freude und in eurem Kummer. Der Herr lenke eure Schritte und führe sie auf verschlungenen Wegen in sein himmlisches Reich. Das gewähre euch der Dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

AMEN

Besammlung vor der Kirche St. Idda

Heute wird nicht unter dem Ploderdächli geredet, die Sonne bescheint die Gäste des Gottesdienstes.

Besammlung vor der Kirche St. Idda


LETZTE ERSTKOMMUNIONSFEIER IN BAUEN

Es war der 13. April 2008, der Weisse Sonntag in Bauen. Trotz Schlechtwettervorhersage genoss die ganze Gemeinde den Sonnenschein, die aufgehenden Magnolien- und andere Blüten, den Frühlingsgesang der Vogelwelt und vor allem das Feiern der Erstkommunikanten. Eine Wolke bedrückte alle: Es sollte sehr wahrscheinlich die letzte Feier dieser Art sein.

Blick über den Urnersee

Auf dem Kehrplatz besammelten sich in festlicher Spannung die drei Erstkommunikanten Anna Herger, Elias Bissig und Sara Odermatt, die Ministranten unter der Leitung von Pfarrer Walter Bucher und der Katechetin Trudy Studer, der Musikverein Bauen und viele Eltern, Verwandte, Freunde und Gäste.

Erstkommunion 2008

Erstkommunion 2008

Erstkommunion 2000

Erstkommunion 2000

Kreuz und Fahne, Musik und Glockenklang begleiteten den Festzug zur geschmücken Kirche St. Idda und bis ins Innere von der Sonne bestrahlt.

Erstkommunion 2008

Erstkommunion 2008

Jede Familie hatte im Vorfeld ein Bild zum Thema "Mit Jesus unterwegs zum Gipfel" gestaltet. Rucksack, Seil, Wanderschuhe, Steine, Pickel und Verpflegung auf den Altarstufen lieferten die Symbole für die Worte des Tages. Eine Seilschaft brauche, wolle sie den Gipfel sicher erreichen eine gute Vorbereitung, ein zuverlässiges Zusammenarbeiten, Vertrauen, eine gute körperliche und geistige Verfassung und natürlich die Kenntnis des Wegs.

Das Kyrie schloss sich dem Thema an und wurde von den Erstkommunianten vorgetragen:

Unser Leben ist wie eine lange Wanderung. Unser Ziel ist das Gipfelkreuz: GOTT. Manchmal sehen wir vor lauter Nebel das Gipfelkreuz aber nicht.

Oft fühlen wir uns unterwegs ganz allein. Wir sehen nicht den Wegweiser, der uns zu Jesus führt.

Manchmal können wir uns nicht zurecht finden. Wir schweifen vom richtigen Weg ab.

Ein kleines Rollenspiel aus dem Evangelium vertiefte das Thema. Die Kinder zeigten die Stelle aus dem Markus-Evangelium, an der Jesus mit seinen Freunden Petrus, Johannes und Jakobus auf den Berg steigt, um zu beten. Dort erscheinen ihnen Mose und Elja.

Von den Familien der Erstkommunikanten und von den Kindern wurden weitere Fürbitten vorgetragen:

Auf einen Berg steigen ist anstrenged und es braucht Kraft und Kondition. In einer Seilschaft müssen wir zusammenhalten, aufeinander Rücksicht nehmen und einander helfen, damit alle sicher den Gipfel erreichen können.

Jesus, du unser guter und treuer Begleiter auf dem Weg zum Gipfel, lass uns deine Nähe im heiligen Brot und Wein heute ganz besonders spüren.

Jesus, du unser guter und treuer Begleiter auf dem Weg zum Gipfel, ein falscher Schritt, ein Tritt ins Leere und schon könnten wir abstürzen. Jesus, halte uns fest am Seil, damit wir dich nie verlieren.

Jesus, du unser guter und treuer Begleiter auf dem Weg zum Gipfel. Der Weg hinauf ist manchmal steil und rutschig. Armut, Krieg und Krankheit gibt es auf dieser Welt. Guter Gott, hilf den Mitmenschen deine Liebe zu spüren.

Jesus, du unser Freund und Helfer, gib uns die Kraft und die Zuversicht, die wir im Alltag brauchen.

Jesus, du unser treuer Begleiter, lass uns Kommunionkinder einen unvergesslichen Tag erleben. Beschütze und begleite uns und unsere Familien. Damit wir alle das himmlische Gastmahl erreichen, das uns alle miteinander vereint. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. AMEN.

Die Kommunionskinder brachten ihre Gaben zum Altar: Körbe mit verschiedenen selbstgebackenen Broten.

Brot Wegzehrung

Nach der Kommunions-Feier kamen die Fotografen nicht zu kurz. Vor der Kirche, im besten Sonnenlicht, wurde geknipst, was die Linsen aufnehmen konnten.

Kommunionkinder Fototermin

Pfarrer Walter Bucher Katechetin Trudy Studer

Später taf man sich vor der Mehrzweckhalle zum Apéro mit schwungvoller Begleitung des Musikvereins Bauen, dessen Fahne das Wappen von Bauen zeigt, den Hirsch der heiligen Idda mit Lichtern an den Geweih-Enden, und die Zeile der Nationalhymne: Trittst im Morgenrot daher. Klar doch, der Komponist der Hymne, Pater Alberik Zwyssig, war ein gebürtiger Bauener!

Musikverein

Musikverein

Beim Apéro wurde in den höchsten Tönen die schöne Feier gelobt. Wir freuten uns für Anna, Elias und Sara, dass sie einen wichtigen Tag auf diese Art erleben durften, im Kreis ihrer Familien und in der Kirche, in der sie auch schon getauft worden waren. Sie hatten, so hoffe ich sehr, einen ungetrübten, sorgenfreien, erlebnisreichen und unvergesslichen Tag. Alle guten Wünsche für ihre Zukunft mögen sie auf ihrem weiteren Weg begleiten.


Jost Marty (1920-1988) / Jodlermesse

In der Kirche St. Idda entdeckt man ein Wappen der Familie Marty. Von Jost Marty sei hier nun die Rede.

Als Jost Marty (1920-1988) 1974 nach eigenen Texten die ersten Lieder für den Gottesdienst schrieb war das aussergewöhnlich. Seine Lieder sind eine bemerkenswerte Bereicherung für alle Jodel-Chöre. Noch heute sind die Lieder aktuell wie dazumals. Die Titel der Lieder, die in der Jodlermesse gesungen werden heissen: Dir Herr wemmer singe / Herrgott, mir stöhnd vor Dir / Heilig isch der Herr / Heb Vertruiwe / Mit Dym Säge wemmer gah

Ich fand Hörproben verschiedener Lieder gesungen von den Stadt-Jodlern Dietikon auf

Link zu Hörproben der Stadt-Jodler Dietikon

Wer möchte beim Lied "Heb Vertruiwe" mitsingen? Der Text dazu:

"Hesch du einisch Sorge, drückt dich s Läbe schwär,

plagt dich herbä Chummer, der Alltag isch so läär.

Darfsch ja nüd verzage, der Herrgott isch no da.

Heb Vertruiwe, chasch zuenem gah,

heb Vertruiwe, er lost di aa,

heb Vertruiwe, er nimmt di aa,

muesch nur Vertruiwe haa."

Beim nächsten Link befinden sich Hörproben von zwei weiteren Liedern: "Dir Herr wemmer singe" und "Mit Dym Säge wemmer gah"

Kontaktadresse für die CD: Anton Wicky, Kronenpark 1, 6374 Buochs

Link zu den Liedern Dir Herr / Mit Dim Säge

Marty-Schwerzmann

 


Johann Josef Maria Alberik Zwyssig

Pater Zwyssig trug bei seinem Eintritt in die Klosterschule den Namen Johann Josef Maria Zwyssig

Später: Frater Josef Zwyssig. Als Mönchsname wählte er Alberik (auch zu finden unter Alberich)

Auf der Gedenktafel rechts neben der Kircheneingangstüre in Bauen steht: Albericus Zwyssic

Dorf Bauen Gedenktafel Zwyssig

Zur Erinnerung: 1821 Eintritt des damals dreizehnjährigen Urner Johann Josef Maria Zwyssig aus Bauen in die Klosterschule, einer Schule, die nebst Anderem die musikalischen Talente förderte. 1826 trat Frater Josef Zwyssig ins Noviziat ein. Als Ordensbruder nahm er ein Jahr später den Mönchsnamen Alberik an.

Link Wikipedia Kloster Wettingen

Link zu Wikipedia, Alberich Zwyssig


16. November 2008 zum 200. Geburtstag von Pater Alberik Zwyssig (Bauen 1808 - 1854 Mehrerau), Feier in Bauen, 10.30 Uhr, Gottesdienst. In der Kirche St.Idda singt das Zwölferchörli aus Pfäffikon SZ die lateinische vierstimmige Messe für Männerchor mit dem berühmten "Diligam te Domine". Leitung: Fabian Bucher, Orgel: Roman Künzli, Zelebrant: Pfarrer Josef Zwyssig.

Im Anschluss daran offerieren Einwohner- und Kirchgemeinde und Bauen Tourismus gemeinsam einen Apéro im Mehrzweckgebäude.

Sonderausstellung Zwyssig

16. November 2008 Sonderausstellung zum 200. Geburtstag von P.A.Zwyssig im Museum Eduard Spörri, Bifangstrasse 17. Wettingen

Musikalische Eröffnungsfeiern mit Liedern von Zwyssig: "Sursum Corda", "Glaube, Hoffnung, Liebe", "Vollendung" und "Verlass mich nicht". Introduktion und Varationen über das beliebte Lied "Uf der Alama da finden die Küh s'best Gras" op. von P.A.Zwyssig, humoristische Komposition für Koloratursopran und Klavier.

Ausführende: Bernadette Sialm, Sopran / Sally Ann Yeh, Violine / Bernadette Schmidlin, Klavier

Sonderausstellung Zwyssig

Ein ganz herzlicher Dank geht an Herrn Spörri für den Text des Alma-Lieds

P.A. Zwyssig / Almalied op. 10 / Text: Traditionell

Introduktion und Variationen über das beliebte Lied "Uf der Alma da finden die Küh s'beste Gras" op. 10 von P. A. Zwyssig, humoristische Komposition für Koloratursopran und Klavier.

(Thema) Uf der Alma da finde die Küh s'beste Gras und au i, liebe Herr, ja au i find scho was.
Denn hart neb'n der Alm die der Mutter oben g'hört
hed de Seebure Hans und sein Vater sein Heerd,
und der Hans ist mei alles, er ist halt sei Leb'n,
denn e brävern als den kanns mei Gott nimmer geb'n.

(Jodel) a ia ua ho, ia ua ho,
a ua oa a ua o aia ua ho,
ia ua ho,
a ia ua ho!

(Variation I) Wenn's schneit und wenn's regnet, wenn's donnert und wenn's blitzt,
und so fürcht i mi nit, wenn der Hans bei mir sitzt.
Was kümmert mi s'regne, was frag i nach em Schnei'n,
wenn's nur so bleibt, dass d'Senne nit s'Veh abe treib'n.
Mein Hans seine Augen sind alleweil, sind alleweile blau und nur do sehn i der Himmel wo i ine schau.

(Jodel) Ha jo, odlio, jo odlio, odlio,
ha jo, odlio, jo odlio, odlia o.

(Variation II) Wenn's Nacht wird, so geht er, da glänzen ihm d'Augen
und i cha nit gnug nach ihm nacheschaun,
und eh' i no einschlof, so beth i recht schön
für mei Hans, dass er gsund blibt und dass gut möchte ihm gehen, dass es gut möchte ihm gehn

(Tempo di Polacca) Und dass bald die Zeit kommt, wo wir dürfenz'semme blibe
und bald unsre Kinder statt uns ufa tribe
und dass bald die Zeit kommt, wo wir dürfen z'semme blibe
und bald unsre Kinder statt uns ufa tribe,

(Jodel) laho, odlio, la ho odli odli odli o, holio, holi o holio.

Demnächst erhältlich: Introduktion und Variationen über das beliebte Alma-Lied für Sopran mit Begleitung des Orchesters

Klavierauszug, herausgegeben von Hubert Spörri, CH - 5430 Wettingen / Mail-Adresse: hubertspoerri@hotmail.com

Link zur Homepage Schweizerpsalm / Hommage an Pater Alberik Zwyssig

Link cantique suisse / Hommage Pater Alberik Zwyssig

Link salmo svizzero / Hommage Pater Alberik Zwyssig

Link psalm svizzer / Hommage Pater Alberik Zwyssig

Link swiss psalm / Hommage Pater Alberik Zwyssig

In der Urner Presse wurde über alle Feierlichkeiten berichtet, dazu noch folgendes: Am Montag, 17. November - dem eigentlichen Geburtstag von P. A. Zwyssig - läuten um 19.00 Uhr in Bauen und in verschiedenen Pfarreien, die im bewegten Leben von Pater Alberik Zwyssig wichtig waren, während 10 Minuten die Kirchenglocken.

Das Bild des stattlichen Männerchors zierte zudem die Ankündigungen in den Zeitungen

Das Zwölferchörli aus Pfäffikon SZ

PATER ALBERICH ZWYSSIG, KOMPONIST UND DICHTER, WURDE VOR 200 JAHREN GEBOREN

Nebenbei komponierte er die Schweizer Nationalhymne

Artikel aus dem Tages-Anzeiger vom Montag, 17. November 2008, ANALYSE

Von Elene Arnet

Dass er als Komponist der Schweizer Nationalhymne in die Musikgeschichte eingehen würde, wäre Pater Alberich Zwyssig wohl nicht im Traum eingefallen. Als der Bundesrat 1971 nach langen Diskussionen seinen Schweizerpsalm zur Nationalhymne erklärte, war Zwyssig bereits lange tot. Zur Welt kam er als Johann Josef Maria Zwyssig heute vor 200 Jahren, am 17. November 1808, im urnerischen Dorf Bauen. Leicht sollte es der Bub nicht haben. Der Vater, ein unsteter Geselle, trat 1814 in holländische Kriegsdienste ein und verlor dort bald sein Leben. Mutter Zwyssig sass mit fünf Kindern da, verarmt, verlassen - und wäre schon als Kind lieber Nonne geworden. Diese Berufung verwirklichte sich in ihren Kindern: Die Tochter und drei der vier Söhne traten später ins Kloster ein.

Dorfpfarrer Adelrich Bumbacher kümmerte sich um die Familie und realisierte auch, dass die Zwyssig-Kinder musikalisch auffallend begabt waren. Allen voran der Mittlere. Auf sein Betreiben hin kam der 13-jährige Johann Josef als Zögling ins Kloster Wettingen. Er fand dort seine eigentliche Heimat: 1826 trat er als Novize ins Kloster ein, ein Jahr später legte er die Profess ab, Pater Alberich, wie er als Mönch hiess, erhielt 1832 die Priesterweihe und wurde zur rechten Hand des Abtes. Und er wurde zum Stiftkapellmeister, denn die Musik war seine Passion. Schon mit 14 hatte er ein Trinklied komponiert. Seine Musik entsprach dem Zeitgeist: gefällig, gefühlvoll, geradlinig. Es ist die Zeit, in der die Männerchöre in Schwung kamen.

Doch treffen wir ihn auch auf Hasenjagd. Er war charmant, heiter und gesellig. Manche Liedtexte lassen auf konkrete Erfahrungen mit Völlerei schliessen. Vor allem aber war er ein vielseitiger Musiker, er spielte Klavier, Orgel, Violine, Gitarre und verschiedene Blasinstrumente. Weil sein Musizieren dem Abt gelegentlich auf den Geist ging, wurde er allerdings zum Üben auf eine Limmatinsel verbannt.

1835 schrieb Pater Alberich für eine Pfarrinstallation in der Wettinger Dorfkirche einen Messgesang, den er 1837 als Graduale in einer Männerchor-Messe wieder verwertete. Diese Melodie schien im 1841 für jenen Text passend, der ihm sein Zürcher Bekannter, Leonhard Widmer, zum Vertonen zuschickte. Der Text lautete: "Trittst im lichten Morgenrot daher..." und musste etwas der Melodie angepasst werden.

Der Schweizerpsalm wird in Zwyssigs Schriften nirgends erwähnt. Er hatte damals ganz andere Sorgen. Seit Anfang der Dreissigerjahre wurde im Aargau die antiklösterliche Stimmung virulent. 1841 mussten die Mönche Wettingen verlassen. Sie fanden 1854, nach längerem Exil im Frauenkloster Mariazell in Wurmsbach und nicht zuletzt auf Pater Alberichs Betreiben hin, in der aufgelösten und baufälligen Abtei Mehrerau in Vorarlberg eine neue Bleibe. Zwyssig übernahm die Leitung der Bauarbeiten und betätigte sich erfolgreich als Eintreiber von "Sponsorengeldern".

Am 15. November 1854 erkrankte er an einer Lungenentzündung die schnell zum Tod führte. Beerdigt wurde er am 22. November, am Tag der heiligen Cäcilia, der Patronin des Kirchengesangs


Kompositions-Wettbewerb aus Anlass des 200. Geburtstages von Pater Alberik Zwyssig mit Uraufführungen der preisgekrönten Werken Sonntag, 27. November 2011

Alberik Zwyssig, Komponist des Schweizerpsalms, wäre letztes Jahr 200-jährig geworden. Zu diesem Anlass wird ein Kompositionswettbewerb lanciert.

red. Die Stiftung Zwyssighaus hält das Andenken an die Schöpfer des Schweizerpsalms hoch. Mit einem Kompositionswettbewerb anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten des Schweizerpsalms, Pater Alberik Zwyssig, sollen Werke für Gemischten Chor geschaffen werden.

2008 jährte sich der Geburtstag von Alberik Zwyssig zum 200. Mal. Er kam 1808 in Bauen zur Welt, verliess den Ort aber bereits als Kind und trat im Alter von 13 Jahren ins Kloster Wettingen ein. Die Stiftung Zwyssighaus besitzt seit 1934 das Geburtshaus von Alberik Zwyssig in Bauen. In der dortigen Gedenkstätte wird das Andenken an die Schöpfer des Schweizerpsalms, Pater Alberik Zwyssig und Leonhard Widmer, aufrecht erhalten. Erträge aus dem Betrieb des Gasthauses werden zum Unterhalt des Geburtshauses - so weit möglich - zur Förderung des musikalischen Lebens in der Schweiz eingesetzt.

Erste Werke zu schwierig

Zum zweiten Mal wird nun ein Kompositionswettbewerb ausgeschrieben. Die eingereichten Werke aus der ersten Ausschreibung wären für einen Laienchor kaum zu bewältigen gewesen. Dem will die Stiftung unter der Leitung von Jürg Ulrich jetzt vorbeugen: "Wir möchten Kompositionen auszeichnen, die nicht in der Schublade verschwinden, weil sie zu kompliziert sind, sondern die von Laienchören aufgeführt werden können", heisst es in der Ausschreibung. Schliesslich ist Zwyssigs Nationalhymne "Trittst im Morgenrot daher" selbst ein leicht zu singendes, eingängiges Werk. Die Anforderungen beim zweiten Wettbewerb sind denn auch konkreter formuliert, die Werke sollen für einen gemischten Chor im Volkston komponiert werden. "Der Schwierigkeitsgrad ist so anzusetzen, dass ein vierstimmiger Laienchor die Komposition singen kann. Das eingereichte Werk soll einen geistlichen Text als Grundlage haben", steht in der Ausschreibung. Die Preissumme von insgesamt 12000 Franken wird in drei Preise à 6000, 4000 und 2000 Franken aufgeteilt. Die Preisträgerwerke werden in einem Konzert anlässlich der Preisverleihung im Herbst 2011 uraufgeführt. Die Beiträge werden von folgender Jury bewertet: Rainer Held, Hitzkirch (Präsident), Hansruedi Kämpfen, Brig, und André Ducret, Pont-la-Ville.

HINWEIS

Ausschreibeunterlagen:

Jürg Ulrich, Bläuistrasse 4, Postfach 110, 6466 Gersau, Telefon 041 828 17 72 oder 079 428 51 41

E-Mail: juergulrich@bluewin.ch

Alle Wettbewerbsbeiträge sind bis zum 31. Dezember 2009 einzureichen an: Stiftung Zwyssighaus,

Alberik-Zwyssig-Preis, Postfach, 6466 Bauen

11. März 2009. Nr. 58 Neue Urner Zeitung

KANTON URI Seite 19

Montag, 17. Mail 2010 / Nr. 112 Neue Urner Zeitung

Stiftung zeichnet Musiker aus

EXPRESS

Die Stiftung Zwyssighaus veranstaltete einen Kompositionswettbewerb

Insgesamt reichten die Musiker 27 Werke bei der Jury ein.

An der DV der Stiftung wurden die drei Sieger bekannt gegeben.

1. Preis Balz Burch aus Suhr

2. Preis Cyril Fäh aus Waldkirch

3. Preis Rudolf Jaggi aus Basel

Wer gewonnen hat, steht bereits jetzt fest. Wie die preisgekrönten Werke tönen, hört man aber erst im Herbst 2011 an der Preisvergabe in Altdorf

red. Die drei Komponisten Balz Burch aus Suhr, Cyril Fäh aus Waldkirch und Rudolf Jaggi aus Basel gewinnen den Kompositionswettbewerb, der zum 200. Geburtstag von Pater Alberik Zwyssig durchgeführt wurde. Diesen Entscheid gab Stiftungspräsident Jürg Ulrich am Samstag an der Delegiertenversammlung der Stiftung Zwyssighaus in Bauen bekannt. Der Sieger Balz Burch erhält für sein Werk "Schöpfungskantate" ein Preisgeld von 6000 Franken. Burch hatte das Werk für einen gemischten Chor mit Orgel geschrieben. Der zweitplatzierte Cyril Fäh erhelt für seinen "Betruf" 4000 Franken. Fäh hatte das Werk für einen gemischten Chor mit einem Bläserquartett und allenfalls mit einer Orgel komponiert. Der drittplatzierte Rudolf Jaggi erhält 2000 Franken Preisgeld für seinen "Lobgesang". Das Werk ist für einen gemischten Chor mit zwei Klarinetten und einer B-Bassklarinette geschrieben.

Grosser Erfolg für Stiftung

Die Preisverleihung findet erst im Herbst 2011 statt. Dazu wird in Altdorf ein Konzert stattfinden. Der Männerchor Harmonie Altdorf wird - verstärkt mit Frauenstimmen - die preisgekrönten Werke uraufführen. Stiftungspräsident Jürg Ulrich sagte an der DV: "Die prämierten Werke entsprechen voll und ganz den Ausschreibungskriterien. Es sind laientaugliche Kompositionen. Sie verfügen über das Potenzial, auch nach der Uraufführung vermehrt gesungen zu werden." Die Stiftung will mit dem national ausgeschriebenen Alberik-Zwyssig-Preis einen Beitrag zum musikalischen Leben leisten. Insgesamt reichten 27 Komponisten Werke für einen "gemischten Chor im Volkston" ein. Die Anzahl der Eingeben wertet die Stiftung als Erfolg. Die Jury bestand aus Rainer Held von Hitzkirch, André Ducret aus Pont-la-Ville und Hansruedi Kämpfen aus Brig.

Uraufführung der preisgekrönten Werke in der Pfarrkirche St. Martin, Altdorf

Kirche St. Martin Altdorf

Sonntag, 27. November 2011, 16.30 Uhr

Und nun eine kleine Fotoreportage der Feier:

HERZLICHE GRATULATION!

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Rudolf Jaggi

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Männerchor Harmonie Altdorf

Frauenchor Harmonie ad-hoc und Instrumentalisten

Gesamtleitung: Felix J.S.Arnold

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Cyril Fäh

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Balz Burch

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Kompositions-Wettbewerb Zwyssigstiftung

Fotos: Michael Scherer


4. Dezember, Tag der Heiligen Barbara

BARBARAFEIER IN BAUEN

Dienstag, 4. Dezember:

11.00 Uhr Gottesdienst und Barbara-Feier der Cheddite (Sprengstofffabrik Isleten/Bauen)

Dekan Bruno Werder


DVD: "Die Heilige Barbara - Schutzpatronin der Bergleute"

Text zum Inhalt der DVD: Immer wenn Bergleute zur Schicht in den Barg fahren, werfen sie einen Blick auf die Heilige Barbara. An jedem Portal und jedem Eingang zu Untertage Baustellen, Zechen oder Bergwerken wacht die Schutzpatronin - auch im Gotthard-Basistunnel. Der Film "Die Heilige Barbara - Schutzpatronin der Bergleute. Mineure im längsten Tunnel der Welt - Zwischen Glaube und Hightech" zeigt sehr emotional die tiefe Verehrung der Mineure für ihre Schutzpatronin. Die ergreifende Leidensgeschichte der Heiligen Barbara, die im Jahr 306 für den christlichen Glauben starb, wird ebenso thematisiert, wie ihr Aufstieg im frühen Mittelalter zu einer der beliebtesten Heiligenfiguren und zur Schutzheiligen der Bergleute. Der Film ist auf einer zweisprachigen DVD erhältlich (deutsch/englisch). Der DVD ist ein reich bebildertes 50-seitiges Büchlein über die Heilige Barbara beigelegt.


VIDEO: Andacht im Stollen

Vom 04.12.2006 / Schweiz aktuell / Dauer: 3.39 Min

Link zur Andacht im Stollen

Beschreibung: Für die Mineure in den Bergwerken und Tunnels ist der 4. Dezember der wichtigste Tag im Jahr. Sie bitten ihre Schutzpatronin, die heilige Barbara, um Beistand bei ihren gefährlichen Arbeiten im Stollen. Gefeiert wurde heute auch im Neat-Stollen bei Amsteg.


LEGENDE DER BARBARA VON NIKOMEDIEN

(gekürzt aus Wikipedia)

Barbara lebte der Legende nach als Tochter des Dioscuros am Ende des 3. Jahrhunderts im kleinasiatischen Nikomedia (heute Izmit). Ihr Vater wird von den verschiedenen Versionen als König, oder zumindest reicher Kaufmann, oder ein Angehöriger der kaiserlichen Leibgarde betrachtet.

Nach der Legende war sie eine sehr schöne und kluge junge Frau, so dass viele Männer aus Nikodemien um ihre Hand anhielten. Barbara aber wollte nicht heiraten. Sie wies die Verehrer zurück, denn sie spürte, dass es ihr in ihrem Leben um etwas anderes ging.

Die junge Frau besuchte eine Gruppe junger Christen, die sich trotz der Christenverfolgung durch den Kaiser heimlich traf. Barbara lernte dort das Evangelium kennen und machte Bekanntschaft mit einem christlichen Theologen. In langen Gesprächen kam sie zu der Erkenntnis, dass auch sie christlich leben wollte.

Barbaras Vater Dioscuros versuchte das hübsche Mädchen von der Aussenwelt abzuschirmen und sperrte sie in einen eigens dafür gebauten Turm. Nach manchen Versionen, aus Eifersucht. Nach anderen Erzählungen sollte Barbara mit einem Jüngling aus dem Kaiserhof verheiratet werden. Um die heranwachsende Jungfrau den Blicken der Umwelt zu entziehen, wurde sie eingesperrt. Hauptgrund für das Einsperren des Mädchens war aber eindeutig deren Zuwendung zum Christentum und der verzweifelte Versuch des Vaters, dies zu verhindern.

In der Abgeschiedenheit ihres Turm-Gefängnisses bekannte sie sich gegen den Willen des Vaters zum Christentum. Der Vater versuchte, sie mit Martern und Peinigungen zurückzubekehren, doch dies bestärkte sie noch in ihrem Glauben. In den Turm (bzw. einer anderen Legende zufolge im angrenzenden Badehaus) liess sie ein drittes Fenster hinzufügen, als Zeichen der Heiligen Dreifaltigkeit. Vom Heiligen Geist erleuchtet, liess sich Barbara in einem heidnischen Opferbecken taufen. Als der Vater davon erfuhr, beschloss er, seine Tochter zu töten. Barbara konnte in einen Felsspalt fliehen, der sich wie durch ein Wunder vor ihr öffnete. Sie wurde dennoch von einem Hirten verraten. Dieser wurde durch Gott in einen Stein (nach einer anderen Legende in einen Mistkäfer) verwandelt und seine Schafe in Heuschrecken (bzw. Käfer).

Der Vater fand seine Tochter, schlug sie und brachte sie zum Statthalter Marcianus. Dieser verurteilte Barbara zum Tode. Sie wurde lange misshandelt. In ihrer Gefängniszelle erschien ihr Christus und liess ihre Wunden heilen. Der erbitterte Statthalter liess sie nun in der Öffentlichkeit weiter foltern. Vor ihrem Tod betete Barbara, daraufhin erschien ein Engel und hüllte sie in ein schneeweiss leuchtendes Gewand. Der grausame Vater selbst tötete nun letztendlich seine Tochter mit dem Schwert, worauf er von einem Blitz getroffen wurde und verbrannte.

Seither gilt die Heilige Barbara als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit. Auf Bildern wird sie oft mit dem Attribut Turm dargestellt. Die Beziehung der heiligen Barbara zum Bergbau wird laut Legende durch das Motiv des Felsens dargestellt. Jener Felsen öffnet sich und verbirgt die fliehende Barbara (die Aufgabe des Bergbaues ist die Öffnung der Erde). Der Blitzschlag kann unter anderem auch auf die Gefahren unter Tage hinweisen. Ausserdem soll die heilige Barbara vor einem unerwarteten und jähen Tod schützen. Dieses wäre ein weiterer Bezugspunkt zum Bergbau.

Die Verehrung der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Artillerie geht von Spanien aus und stammt aus der Zeit der Verdrängung der maurischen Besatzer Südeuropas gegen Mitte des 2. Jahrtausends. Der eigentliche Ursprung der Wahl der Heiligen Barbara kann indes nicht mit Bestimmtheit rekonstruiert werden.

Eine der vielen Legenden ist hier nach einer alten illustrierten spanischen Zeitung (Wochenschrift) Album Pintoresco de la Biblithexa Epanola vom 18. Dezember 1852 wiedergegeben. Dieses Blatt hatte den Artikel aus einer deutschen Militärzeitung, und diese schöpfte aus einer alten lateinischen Schrift.

Viele Jahrhunderte nach dem Tode dieser heldenmütigen Christin belagerte ein christliches Heer einen Platz an der afrikanischen Küste in dem der Halbmond herrschte und viele Christen in schrecklicher Sklaverei seufzten. Man hatte schon mehrere Geschütze ausgeschifft, um Mauern und Türme der Stadt niederzulegen; die Kugeln prallten an der Stärke der Mauern machtlos zurück, die Heiden spotteten der Christen und besonders der Anstrengungen der Artilleristen.

Es waren aber unter den Belagerern einige sehr fromme Männer, die in der Geschichte der Kirchenväter und Helfer in der Not Bescheid wussten. Sie riefen die heilige Barbara an, dass sie ihnen beistehe, damit sich durch ihre Hilfe die Mauern öffneten. Das Feuer wurde wieder eröffnet, und nach den ersten Schüssen stürzten die Mauern der Stadt. Die Araber mussten sich auf Gnade und Ungnade ergeben. Viele davon nahmen den christlichen Glauben an, und die Gefangenen kehrten jubelnd zu ihrem Herd zurück.

Aus Dankbarkeit brachten die frommen Artilleristen auf allen Schiffen, dort wo sie das Pulver aufbewahrten, das Bildnis der heiligen Barbara an und verrichteten dort ihre Gebete. Auf der Rückkehr in die Heimat brach auf einem der Schiffe Feuer aus und man glaubte schon, dass alles verloren sei. Doch als die Flammen sich dem Bild der Schutzheiligen näherten, erloschen sie plötzlich und das Schiff blieb erhalten.

Als diese Wunder bei den anderen christlichen Völkern bekannt wurden, erklärten die Büchsenmacher, sowie die Büchsenmeister die heilige Barbara ebenfalls zu ihrer Patronin und hingen ihr Bild in den Artillerieschulen, Zeughäusern und Artilleriewerkstätten, den Pulvermagazinen und Pulverkammern der Schiffe auf. Daher rührt auch die Benennung "La Sainte Barbe" für die Pulverkammer auf den französischen Schiffen.

Die Verehrung der heiligen Barbara wurde durch kaiserliche Gesetze und Verordnungen genügend geregelt, wie es sich für eine so ernste und wichtige Sache ziemt.

Die Verordnung Karls V. für die Artillerieschulen in Burgos und auf Sizilien bestimmten, dass der Artillerist, wenn er die Kugel in das Stück einführt, das Zeichen des Kreuzes über der Mündung machen und die Hilfe der heiligen Barbara anrufen soll, wer aber gegen dieses Gebot fehlt, soll der Brüderschaft der heiligen Barbara zwei Pfund Wachs verehren.

Bei dieser hohen Bedeutung der Schutzheiligen für das Artilleriewesen ist es begreiflich, dass der Namenstag der Heiligen (4. Dezember) von den Artilleristen als hoher Festtag, in Frankreich noch unter Napoleon III. durch Reveillen, Paraden und Festessen gefeiert wurden. Natürlich geschah dies nur, um sich die Gunst der Schutzheiligen für das kommende Jahr zu sichern.

Link zu Wikipedia / Barbara von Nikomedien


GEBETE

Heilige Barbara, so lange wir leben, fühlen wir uns gefangen in Sorge und Not, in Leid und Sünde. Hilf, dass wir Jesu Leiden, sein Sterben und seine Auferstehung als Botschaft der Befreiung aus unserer irdischen Gefangenschaft begreifen und in der Todesstunde eingehen dürfen in sein ewiges Erbarmen.

Lieber Gott, ich fleh zu dir, beschütz den guten Vater mir! Dort unten in dem tiefen Schacht / gib auf seine Schritte Acht! Der treue Engel sei ihm gut! Und segne alles was er tut! Und lass' ihn bald zuhause sein, den lieben, guten Vater mein! Amen!

Sankt Barbara, bei Tag und Nacht, fahr' mit dem Vater in den Schacht! Steh Du ihm bei in jeder Not, bewahr' ihn vor dem jähen Tod!


BARBARATAG IN BASEL

Der Barbara-Salut ist ein 23-schüssiges Salutschiessen mit einer 7,5 cm Feldkanone zu Ehren der Schutzpatronin. Unter der Schirmherrschaft des Artillerievereins Basel-Stadt, wird die St. Barbarakompagnie aktiviert, sie formiert sich aus Vereinsmitgliedern des Artillerievereins sowie der militärhistorischen Gruppe "Rost und Grünspan" aus Basel. Zu diesem Anlass werden viele Ehrengäste aus Nah und Fern eingeladen.

Über den Brunnenbrauch beim Fischmarktbrunnen, die Barbarafeiern und Bälle, Fackelzüge zu Ehren der Heiligen Barbara und über Herrenabende zur Feier der Heiligen geben folgende Links aus Basel ausführlich Auskunft:

Der Barbaratag in Basel

und

Artillerie-Verein Basel-Stadt und Barbara


BAUERNREGELN

Auf Barbara die Sonne weicht, auf Lucia sie wiederum her schleicht.

Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee.

St. Barbara mit Schnee, im nächsten Jahr viel Klee.

Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.


WEITERE INTERESSANTE LINKS ZUR HEILIGEN BARBARA

Heiligenlexikon: Barbara

Religiöses Brauchtum: Geköpft vom eigenen Vater

Pfarrblatt St. Augustin / Die "NEAT-Heilige"

 

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