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Willkommen auf der privaten Homepage: Pflanzen- und Tierreich von Bauen

 

Bitte gewünschtes Kapitel anklicken:

Wo genau ist in Bauen fotografiert worden?
Bauen am Urnersee, Heimat vieler Hirschkäfer
Es kreucht und fleucht, quakt und miaut!
Brief vom Kater Bauz von Bauen
Tierische News Wau-Piep-Miau aus Bauen und dem Rest der Welt
Bauen am Urnersee, neues Forschungsgebiet
Die blaue Rose

 

Willkommen

 

Wo genau ist in Bauen fotografiert worden?

Wer kann erraten, wo ich auf meinen Streifzügen im Laufe der Jahreszeiten diese Pflanzen fotografieren konnte? Für die Einheimischen ist das natürlich nicht schwer, denn Bauen ist klein und schnell überschaubar. Wer sich hier aber (noch) nicht auskennt, kann sich ja vornehmen, auf Entdeckungstour vorbei zu kommen. Ich jedenfalls verrate nichts! Und welchen Weg ich eingeschlagen habe auch nicht. Doch ein Geheimnis kann ich ja ausplappern: Aus der Bildreihenfolge kann man sich keinen Rundweg zusammenstellen, so wie in einem Botanischen Garten. Es ist ein Kunterbunt durch alle Jahreszeiten und durch alle Gässchen und Strässchen. Also: Viel Vergnügen auf der Entdeckungsreise!

 

Bucht Urnersee

 

unterwegs

 

Frühling

 

Frühling

 

Gladiolen

 

Vegetation in Bauen Uri

 

Papyrus

 

Immergruene Magnolien

Ein Stoff aus Magnolien stoppt Knochenabbau

Hamburger Abendblatt

27.08.2011, 06:48 Uhr

Forscher hoffen auf neuen Ansatzpunkt für die Therapie von Osteoporose und Arthritis

Bern. Ein Wirkstoff aus der Magnolie kann den Knochenabbau im menschlichen Körper hemmen. Das haben Forscher der Universität Bern und des Nationalen Forschungsschwerpunkts "TransCure" herausgefunden. Ihre Studie ist am Freitag im Journal "Chemistry & Biology" veröffentlicht worden. Damit wurde die erste pflanzliche Substanz identifiziert, die diese Wirkung zeigt. Aus dem Molekül, das die Forscher in der Immergrünen Magnolie fanden, stellten sie einen synthetischen Wirkstoff her, um damit Prozesse in den Zellen genauer untersuchen zu können, die beim Knochenabbau ablaufen. Dabei fanden sie heraus, dass die Substanz die Entstehung von Knochen abbauenden Zellen - den sogenannten Osteoklasten - stoppt.

 

Handschrift der Natur

 

Palmenwald

 

Naturwiesen

 

Das Gänseblümchen

Nun höre einmal!

Draussen auf dem Lande, dicht am Wege, lag ein Landhaus; du hast es gewiss selbst schon einmal gesehen! Davor liegt ein kleines Gärtchen mit Blumen und einem Zaun, der gestrichen ist. Dicht dabei am Graben, mitten in dem herrlichen grünen Grase, wuchs ein kleines Gänseblümchen. Die Sonne schien ebenso warm und schön darauf herab, wie auf die grossen, reichen Prachtblumen im Garten, und deshalb wuchs es von Stunde zu Stunde. Eines Morgens stand es entfaltet da mit seinen kleinen, weissen Blättern, die wie Strahlen rings um die kleine gelbe Sonne in der Mitte sitzen. Es dachte gar nicht daran, dass kein Mensch es dort im Grase sah und dass es nur ein armes, verachtetes Blümchen sei: nein, es war froh und wandte sich der warmen Sonne entgegen, sah zu ihr auf und horchte auf die Lerche, die in den Lüften sang.

Das kleine Gänseblümchen war so glücklich, als ob ein grosser Festtag sei, und doch war es nur ein Montag. Alle Kinder waren in der Schule; während sie auf ihren Bänken sassen und lernten, sass es auf seinen kleinen grünen Stiel und lernte auch von der warmen Sonne und allem ringsumher, wie gut Gott ist, und es erschien ihm recht, dass die kleine Lerche so deutlich und schön alles sang, was es selbst im Stillen fühlte. Und das Gänseblümchen sah mit einer Art Ehrfurcht zu dem glücklichen Vogel empor, der singen und fliegen konnte, aber es war gar nicht betrübt darüber, dass es selbst das nicht konnte. "Ich sehe und höre ja!" dachte es. "Die Sonne bescheint mich und der Wind küsst mich! Ach, wie reich bin ich doch beschenkt!"

Innerhalb des Zaunes standen so viele steife, vornehme Blumen; je weniger Duft sie hatten, um so hochmütiger erhoben sie ihr Haupt. Die Bauernrosen bliesen sich auf, um grösser als die Rosen zu sein, aber die Grösse macht es nicht! Die Tulpen hatten die allerschönsten Farben; das wussten sie wohl und hielten sich kerzengerade, damit man sie noch besser sehen konnte. Sie beachteten das junge Gänseblümchen da draussen gar nicht, aber dies sah desto mehr nach ihnen und dachte: "Wie reich und schön sie sind! Ja, zu ihnen fliegt gewiss der prächtige Vogel herunter und besucht sie! Gott sei Dank!, dass ich so dicht dabei stehe, da kann ich doch den Staat mit ansehen!" Und gerade, wie es das dachte, "quirrevit!" da kam die Lerche herabgeflogen, aber nicht zu den Bauernrosen und Tulpen, nein, nieder ins Gras zu dem armen Gänseblümchen. Das erschrak so vor lauter Freude, dass es gar nicht wusste, was es denken sollte.

Der kleine Vogel tanzte rings um das Gänseblümchen herum und sang: "Nein, wie ist doch das Gras so weich! Und sieh, welch eine süsse kleine Blume mit Gold im Herzen und Silber im Kleid!" Der gelbe Punkt in dem Gänseblümchen sah ja auch aus wie Gold, und die kleinen Blätter ringsherum glänzten silberweiss.

Wie glücklich das kleine Gänseblümchen war, nein, das kann niemand begreifen! Der Vogel küsste es mit seinem Schnabel, sang ihm etwas vor und flog dann wieder in die blaue Luft empor. Es dauerte bestimmt eine ganze halbe Stunde, bevor das Blümchen wieder zu sich kam. Halb verschämt und doch innerlich beglückt sah es zu den anderen Blumen im Garten hinüber. Sie hatten gesehen, welche Ehre und Glückseligkeit ihm widerfahren war, sie mussten ja begreifen, welche Freude das war. Aber die Tulpen standen noch einmal so steif wie vorher und waren ganz spitz im Gesicht und sehr rot, denn sie hatten sich geärgert. Die Bauernrosen waren ganz dickköpfig, buh, es war doch gut, dass sie nicht sprechen konnten, sonst hätte das Gänseblümchen eine ordentliche Predigt bekommen. Die arme, kleine Blume konnte wohl sehen, dass sie nicht guter Laune waren, und das tat ihr von Herzen leid.

Im selbes Augenblick kam ein Mädchen mit einem grossen, glänzend scharfen Messer in den Garten. Sie ging gerade auf die Tulpen zu und schnitt eine nach der anderen ab. "Ach!" seufzte das kleine Gänseblümchen, "das ist doch schrecklich! nun ist es vorbei mit ihnen!" Dann ging das Mädchen mit den Tulpen fort. Das Gänseblümchen war froh, dass es draussen im Grase stand und eine kleine ärmliche Blume war.

Es fühlte sich so recht dankbar, und als die Sonne unterging, faltete es seine Blätter, schlief ein und träumte die ganze Nacht von der Sonne und dem kleinen Vogel.

Am nächsten Morgen, als die Blume glücklich wieder all ihre weissen Blättchen wie kleine Arme dem Licht und der Luft entgegenstreckte, erkannte sie des Vogels Stimme, aber was er sang, klang so traurig. Ja, die arme Lerche hatte guten Grund dazu, sie war gefangen worden und sass nun in einem Bauer dicht an dem offenen Fenster. Sie sang davon, frei und glücklich umherzufliegen, sang von dem jungen, grünen Korn auf den Feldern und von den herrlichen Reisen, die sie auf ihren Schwingen hoch in die Luft hinauf machen konnte. Der arme Vogel war in keiner glücklichen Stimmung. Gefangen sass er im Käfig.

Das kleine Gänseblümchen wollte ihm so gerne helfen, aber wie sollte sie das anfangen, ja, es war schwer, ein Mittel zu finden. Es vergass fast, wie schön alles rundumher stand, wie warm die Sonne schien und wie schön seine eigenen Blätter aussahen. Ach, sie konnte nur an den armen Vogel denken, für den sie doch gar nichts tun konnte.

Zu gleicher Zeit kamen zwei kleine Knaben aus dem Garten; der eine hatte ein Messer in der Hand, ebenso gross und scharf wie das, mit dem das Mädchen die Tulpen abgeschnitten hatte. Sie gingen gerade auf das kleine Gänseblümchen zu, das gar nicht begreifen konnte, was sie wollten.

"Hier können wir uns einen prächtigen Rasenfleck für die Lerche herausschneiden!" sagte der eine Knabe und begann ein Viereck tief um das Gänseblümchen herum herauszuschneiden, so dass es mitten in den Rasenfleck zu stehen kam. "Reiss die Blume ab!" sagte der andere Knabe und das Gänseblümchen zitterte ordentlich vor Angst, denn abgerissen werden, hiess ja das Leben verlieren, und nun wollte sie so gern leben, da sie doch mit dem Rasenfleck in das Bauer zu der gefangenen Lerche kommen sollte.

"Nein, lass sie sitzen!" sagte der andere Knabe, "sie putzt so hübsch!" und so blieb sie stehen und kam mit in das Bauer zu der Lerche.

Aber der arme Vogel klagte laut über die verlorene Freiheit und schlug mit den Flügeln gegen den Eisendraht des Käfigs; das kleine Gänseblümchen konnte nicht sprechen, konnte nicht ein tröstendes Wort sagen, wie gerne sie es auch wollte. So verging der ganze Vormittag.

"Hier ist kein Wasser!" sagte die gefangene Lerche", sie sind alle fortgegangen und haben vergessen, mir einen Tropfen zu trinken zu geben! Mein Hals ist trocken und brennend! Es ist, als ob Feuer und Eis in mir wären und die Luft ist so schwer! Ach, ich muss sterben, muss fort von dem warmen Sonnenschein, dem frischen Grün, von all der Herrlichkeit, die Gott geschaffen hat!" und sie bohrte ihren Schnabel in den kühlen Rasenfleck, um sich dadurch ein wenig zu erfrischen; da fielen ihre Augen auf das Gänseblümchen; der Vogel nickte ihm zu, küsste es mit dem Schnabel und sagte: "Du musst auch hier drinnen verwelken, du arme, kleine Blume! Dich und den kleinen, grünen Rasenfleck hat man mir für die ganze Welt gegeben, die ich draussen hatte! Jeder kleine Grashalm soll für mich ein grüner Baum sein, jedes von deinen weissen Blättchen eine duftende Blume! Ach, Ihr erzählt mir nur, wieviel ich verloren habe!"

"Wer ihn doch trösten könnte!" dachte das Gänseblümchen, aber es konnte kein Blatt bewegen; doch der Duft, der aus den feinen Blättchen strömte, war weit stärker, als man ihn sonst bei dieser Blume findet. Das merkte der Vogel auch, und obgleich er vor Durst verschmachtete und in seiner Pein die grünen Grashalme abriss, berührte er doch das Blümchen nicht. Es wurde Abend, und noch immer kam niemand und brachte dem armen Vogel einen Tropfen Wasser; da streckte er seine hübschen Flügel aus, schüttelte sie krampfhaft, sein Gesang war ein wehmütiges Piepiep; das kleine Köpfchen neigte sich der Blume entgegen, und des Vogels Herz brach vor Durst und Sehnsucht. Da konnte das Blümchen nicht mehr, wie am Abend vorher, seine Blätter zusammenfalten und schlafen, sie hingen krank und traurig zur Erde nieder.

Erst am nächsten Morgen kamen die Knaben, und als sie den Vogel tot sahen, weinten sie. Sie weinten viele Tränen und gruben ihm ein niedliches Grab, das mit Blumenblättern geschmückt wurde. Des Vogels Leiche kam in eine schöne, rote Schachtel; königlich sollte er begraben werden, der arme Vogel! Als er lebte und sang, vergassen sie ihn, liessen ihn im Bauer sitzen und Durst leiden, nun bekam er Pracht und viele Tränen.

Aber der Rasenfleck mit dem Gänseblümchen wurde auf die Landstrasse in den Staub geworfen. Niemand dachte an sie, die doch am meisten für den kleinen Vogel gefühlt hatte und ihn so gerne getröstet hätte!

Hans Christian Andersen

Pilze

 

Pilze

 

Pilze

 

Vegetation in Bauen Uri

 

Herbstzauber

 

Vegetation in Bauen Uri

In allen Jahreszeiten

Im Frühjahr prangt die schöne Welt
In einem fast smaragdnen Schein,
Im Sommer glänzt das reife Feld
Und scheint dem Golde gleich zu sein;
Im Herbste sieht man als Opalen
Der Bäume bunte Blätter strahlen;
Im Winter schmückt ein Schein wie Diamant
Und reines Silber Flut und Land.
Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn,
Ist sie zu allen Zeiten schön.

Barthold Heinrich Brockes

 

Andentanne Affenschwanz

 

Fruehling Kirschbaum

 

Magnolien

 

Winter

 

Fruehling

 

Weidenkaetzchen

 

Fruehling

 

Erstes Gruen

Die Bäume

Wir sitzen nicht auf Thronen.
Uns schmeichelt nur der Wind.
Wir haben dennoch Kronen,
die schöner als eure sind.

Erich Kästner

 

Flieder

 

Chinesische Hanfpalme

 

Erstes Gruen

 

Bauenstock

 

Fruehling

 

Oberbauen Unterbauen

 

Durchhalten

 

Rosengarten

 

Sommerpracht

 

Wasserfall Wald

 

Park

 

Zypresse

 

Sommerflieder

 

Neulich gabs folgende Begebenheit am Bach:

An einem heissen Sommertag flog eine durstige Taube an einen kleinen, rieselnden Bach. Sie girrte vor Verlangen, neigte ihren Kopf und tauchte den Schnabel in das klare Wasser. Hastig saugte sie den kühlen Trunk. Doch plötzlich hielt sie inne. Sie sah, wie eine Ameise heftig mit ihren winzigen Beinchen strampelte und sich verzweifelt bemühte, wieder an Land zu paddeln.

Die Taube überlegte nicht lange, knickte einen dicken, langen Grasstengel ab und warf ihn der Ameise zu. Flink kletterte diese auf den Halm und krabbelte über die Rettungsbrücke an Land.

Die Taube brummelte zufrieden, schlurfte noch ein wenig Wasser und sonnte sich danach auf einem dicken, dürren Ast, den der Blitz von einem mächtigen Baum abgespalten hatte und der nahe am Bach lag.

Ein junger Bursch patschte barfüssig durch die Wiesen zum Wasser. Er trug einen selbstgeschnitzten Pfeil und Bogen. Als er die Taube erblickte, blitzten seine Augen auf. "Gebratene Tauben sind meine Lieblingsspeise", lachte er und spannte siegesgewiss seinen Bogen.

Erbost über dieses unerhörte Vorhaben gegen ihren gefiederten Wohltäter kroch die Ameise behende auf seinen Fuss und zwickte ihn voller Zorn.

Der Taugenichts zuckte zusammen und schlug mit seiner Hand kräftig nach dem kleinen Quälgeist. Das klatschende Geräusch schreckte die Taube aus ihren sonnigen Träumen auf, und eilig flog sie davon.

Aus Freude, dass sie ihrem Retter danken konnte, biss die Ameise noch einmal kräftig zu und kroch dann wohlgelaunt in einen Maulwurfshügel.

 

Sommerpracht

 

Sommerpracht

 

Herrschaftshaus Garten

 

Vegetation in Bauen Bananenbaum

 


Video: Fernsehaufzeichnung von Télé Suisse Romande TSR "Passe-moi les jumelles" vom 01.10.2008, die Sequenz in Bauen

TV TSR und Jean Odermatt im Garten von Herrn Engler in Bauen

télé suisse romande tsr à Bauen

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Herzlichen Dank an V.M. für die Bilder.


 

Apfelbaum

 

Reben

 

Farn

 

Vegetation in Bauen Uri

 

Palmen Bananenbaum

 

Strand

 

Strand

 

Park

 

Herbst

 

Graeser

 

Palmen

 

Herbst Efeu

 

Vegetation in Bauen Uri

 

Zebragras

 

Tulpen

Die Dritte von rechts

Stillg'standen! Rührt euch! Na ja, so ging's!

Euch Tulpen werd ich schon kriegen!

Die Dritte von rechts steht viel zu weit links!

Ihr blüht doch hier nicht zum Vergnügen!

Stillg'standen! Mal herhören! Was ich euch jetzt erzähle, ist keine Phrase:

Wer morgen nicht strammsteht, wird strafversetzt:

Marsch in die blaue Vase!

Erich Kästner

 

Tulpen

 

Tulpen

 

Tulpen

 

Vegetation in Bauen Uri

 

Feuerlilie

 

Rose

 

Die Schnecke und der Rosenstock

Hans Christian Andersen

Rings um den Garten zog sich eine Hecke von Haselbüschen, ausserhalb derselben war Feld und Wiese mit Kühen und Schafen, aber mitten im Garten stand ein blühender Rosenstock; unter diesem sass eine Schnecke, die hatte vieles in sich, sie hatte sich selbst.

"Wartet nur bis meine Zeit kommt!" sagte sie, "ich werde mehr ausrichten, als Rosen ansetzen, Nüsse tragen oder Milch geben wie Kühe und Schafe!"

"Ich erwarte sehr viel von ihr!" sagte der Rosenstock. "Darf ich fragen: wann wird es zum Vorschein kommen?"

"Ich lasse mir Zeit!" sagte die Schnecke. "Sie haben nun solche Eile! Das spannt die Erwartungen nicht!"

Im darauffolgenden Jahr lag die Schnecke ungefähr auf derselben Stelle im Sonnenschein unter dem Rosenstock, der wieder Knospen trieb und Rosen entfaltete, immer frische, immer neue. Und die Schnecke kroch halb aus ihrem Haus heraus, steckte die Fühlhörner aus und zog sie wieder ein.

"Alles sieht aus wie im vorigen Jahr! Gar keinen Fortschritt; der Rosenstock bleibt bei den Rosen, weiter kommt er nicht!"

Der Sommer, der Herbst verstrich, der Rosenstock trug Rosen und Knospen, bis der Schnee fiel, bis das Wetter rau und nass wurde; der Rosenstock beugte sich zur Erde, die Schnecke kroch in die Erde.

Es begann ein neues Jahr; die Rosen kamen zum Vorschein, die Schnecke kam zum Vorschein.

"Sie sind jetzt ein alter Rosenstock!" sagte die Schnecke. "Sie müssen machen, dass Sie bald eingehen. Sie haben der Welt alles gegeben, was Sie in sich gehabt haben, ob es von Belang war, das ist eine Frage, über die nachzudenken ich keine Zeit gehabt habe; so viel ist aber klar und deutlich, dass Sie nicht das Geringste für Ihre innere Entwicklung getan haben, sonst wäre wohl etwas anderes aus Ihnen hervorgegangen. Können Sie das verantworten? Sie werden jetzt bald ganz und gar nur Stock sein! Begreifen Sie, was ich sage?"

"Sie erschrecken mich!" sagte der Rosenstock. "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht."

"Nein, Sie haben sich wohl überhaupt nie mit Denken abgegeben! Haben Sie sich jemals Rechenschaft gegeben, weshalb Sie blühen, und wie der Hergang beim Blühen ist; wie und warum nicht anders!"

"Nein!" sagte der Rosenstock. "Ich blühte in Freude, weil ich nicht anders konnte. Die Sonne schien und wärmte, die Luft erfrischte, ich trank den klaren Tau und den kräftigen Regen; ich atmete, ich lebte! Aus der Erde stieg eine Kraft in mich hinauf, von oben kam eine Kraft, und deshalb musste ich immer blühen; das war mein Leben, ich konnte nicht anders!"

"Sie haben ein sehr gemächliches und angenehmes Leben geführt!" sagte die Schnecke.

"Gewiss! Alles wurde mir gegeben!" sagte der Rosenstock. "Doch Ihnen wurde noch mehr gegeben! Sie sind eine dieser denkenden, tiefsinnigen Naturen, eine dieser Hochbegabten, welche die Welt in Erstaunen setzen werden!"

"Das fällt mir nicht im entferntesten ein!" sagte die Schnecke. "Die Welt geht mich nichts an! Was habe ich mit der Welt zu schaffen? Ich habe genug mit mir selbst und genug in mir selbst!"

"Aber müssen wir alle hier auf Erden nicht unser bestes Teil den anderen geben, das darbringen, was wir eben vermögen? Freilich, ich habe nur Rosen gegeben! Doch Sie? Sie, die so reich begabt sind, was schenken Sie der Welt? Was werden Sie geben?"

"Was ich gab? Was ich gebe? - Ich spucke sie an! Sie taugt nichts! Sie geht mich nichts an. Setzen Sie Rosen an, meinetwegen, Sie können es nicht weiterbringen! Mag die Haselstaude Nüsse tragen, die Kühe und Schafe Milch geben, die haben jedes ihr Publikum, ich habe das meine in mir selbst! Ich gehe in mich selbst hinein, und dort bleibe ich. Die Welt geht mich nichts an!"

Und damit begab die Schnecke sich in ihr Haus hinein und verkittete dasselbe.

"Das ist recht traurig!" sagte der Rosenstock. "Ich kann mit dem besten Willen nicht hineinkriechen, ich muss immer heraus, immer Rosen ausschlagen. Die entblättern nun gar, verwehen im Winde! Doch ich sah, wie eine Rose in das Gesangbuch der Hausfrau gelegt wurde, eine meiner Rosen bekam ein Plätzchen an dem Busen eines jungen schönen Mädchens, und eine ward geküsst von den Lippen eines Kindes in lebensfroher Freude. Das tat mir so wohl, das war ein wahrer Segen. Das ist meine Erinnerung, mein Leben!"

Und der Rosenstock blühte in Unschuld, und die Schnecke lag und faulenzte in ihrem Haus. Die Welt ging sie nichts an. Und Jahre verstrichen.

Die Schnecke war Erde in der Erde, der Rosenstock war Erde in der Erde; auch die Erinnerungsrose in dem Gesangbuch war verwelkt - aber im Garten blühten neue Rosenstöcke, im Garten wuchsen neue Schnecken; sie krochen in ihre Häuser hinein, spuckten aus - die Welt ging sie nichts an.

Ob wir die Geschichte wieder von vorne zu lesen anfangen? - Sie wird doch nicht anders.

Rose

 

Rose

 

Königskerze

 

Wahrscheinlich haben die Motiv-Sucher auf ihrem Streifzug auch Tiere entdeckt. Bauen ist nämlich fast ein Zoo. Allerdings sucht man vergebens nach Affen und Kolibris, oder nach Seelöwen und Krokodilen (Bäume zum Klettern, Blüten zum Naschen wären vorhanden, ebenso Wasser in Hülle und Fülle). Wir sind aber genügsam, brauchen abgesehen von der speziell üppigen Vegetation fast nichts Aussergewöhnliches.

Allerdings schlug die Nachricht von einem Seeungeheuer, Urnie genannt, hohe Wellen.

Im Sommer 1976 wurde Urnie zwei Wochen lang auf einem 200 m langen Stahleil durch das Wasser gezogen. Ferngesteuert konnte es auf- und abtauchen. Es brüllte ungeheuerlich durch den Lautsprecher, mit dem es ausgestattet war. Nichts passierte...

Im Januar 1977 schickte die Redaktion von Teleboy Fotos vom Ungeheuer an die Zeitung Blick und der Scherz wurde aufgedeckt. Dadurch wurden auch Aussagen einzelner Personen als falsch entlarvt, die behaupteten, das Ungeheuer schon 1975 und früher gesehen zu haben.

Im Rahmen einer Ausstellung des Kunstmuseums Luzern wurden 2006 die Fotos zusammen mit anderen Bildern des Vierwaldstättersees präsentiert. Dazu wurde kommentiert, Kurt Felix habe mit seiner Inszenierung "ein bleibendes Bild dieses Sees kreiert."

 

NUN ZUM ZOO BAUEN:

 

Damhirsch Zucht Bauen

 

Damhirsch Zucht Bauen

 

Spatz

 

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.
Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Christian Morgenstern

 

Achtung Froesche

 

Achtung Kroeten

 

Blindschleiche

Dr Rägewurm

Text: Mani Matter; Musik: Georges Brassens ("Ballade des dames du temps jadis") Anmerkung: Mani Matters erstes Chanson von 1953, auf der Melodie von George Brassens "Ballade des dames du temps jadis" basierend, einer Vertonung eines Gedichts von François Villon

Einisch nach emne grosse Gwitter
Einisch nach emne grosse Sturm
Isch zum Bode cho use z'schnaagge
Ganz vergnüegt e Rägewurm
Är blinzlet froh und glücklech
Und het Fröid am Sunneliecht
Da gseht er wi grad ir Nechi
E zwöiten usechriecht

Är tuet lächle, seit Grüessech wohl
Eh wi schön isch es hütt uf Ärde
Dir syt hübsch, weit dir nid my Frou
Myni Frou Gemahlin wärde
Doch dr ander, statt dass er ja seit
Statt dass är an em Gfalle fänd
Rüeft är: I bi, du tumme Kärli
Dys eigete Hinteränd

Das Gschichtli isch zwar truurig
Doch es zeigt, der Früelig macht eim sturm
So geits jedem Rägewürmli
Geits bim hinderschte Rägewurm

 

Gille Versteck

 

Gianni Rodari

La cicala

Chiedo scusa alla favola antica,
se non mi piace l'avara formica.
Io sto dalla parte della cicala
che il più bel canto non vende, regala.

 

Insekt Unterseite

 

Gianni Rodari

Rivoluzione

Ho visto una formica, in un giorno freddo e triste, donare alla cicala metà delle sue provviste.

Tutto cambia: le nuvole, le favole, le persone...la formica si fa generosa...è una rivoluzione!

 

Oberseite des Insekts

 

Ein kleiner Ausflug ins Makroland mit den nächsten drei Bildern von Michael Scherer

Insekt

 

Insekt

 

Insekt

 

Grille

 

Kroete Vor der Haustuere

 

Hirschspuren Vor der Haustuere nach Schneefall

Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Der Hirsch

Der Hirsch, der sich im Wasser sieht.
Ein Hirsch bewunderte sein prächtiges Geweih'
Im Spiegel einer klaren Quelle.
"Wie prächtig! auf derselben Stelle,
Wo Königskronen stehn, und wie so stolz, so frei!

Auch ist mein ganzer Leib vollkommen, nur allein
Die Beine nicht, die sollten stärker seyn!"
Und als er sie besieht, mit ernstlichem Gesicht,
Hört er im nahen Busch ein Jägerhorn erschallen,
Sieht eine Jagd von dem Gebirge fallen,

Erschrickt und flieht! Nun aber hilft ihm nicht
Das prächtige Geweih', dem nahen Tod entfliehn,
Nicht sein vollkommner Leib, die Beine retten ihn!
Die reissen, wie ein Pfeil, die prächtige Gestalt
Mit sich durch's weite Feld, und fliehen in den Wald!

Hier aber halten ihn, im vogelschnellen Lauf,
An starken Zweigen oft die vierzehn Enden auf.
Er reisst sich los, er flucht darauf;
Lobt seine Beine nun, und lernet noch im Fliehn,
Das Nützliche dem Schönen vorzuziehn.

Hirschspuren Vor der Haustüre nach Schneefall

Auf der Homepage von Flüelen ist folgendes zu lesen:

Durch Vermittlung des Bündner Patentjäger-Vereins gelangte der Urner Jägerverein im Jahre 1951 an das Justiz- und Polizeidepartement mit dem Gesuch um Lieferung einer Gruppe von Hirschwild. Es war der Wunsch des Urner Jägervereins und der kantonalen Polizeidirektion, diese Tiere im kantonalen Jagdbanngebiet auszusetzen, um damit allmählich eine Hirschkolonie zu gründen. Der Kleine Rat des Kantons Graubünden beschloss sodann, dem Urner Jägerverein schenkungsweise fünf Hirsche zur Aussetzung im kantonalen Jagdbanngebiet zu übergeben. Die Hirsche wurden sodann im Kanton Graubünden eingefangen. Ein Tier erwies sich so zahm, dass es in den Tierpark Goldau verbracht werden musste. Ein zweites Tier wurde krank und musste abgetan werden. Die restlichen drei Hirsche wurden im Wylerwald in Erstfeld ausgesetzt. In der Folge konnte sich der Hirsch in Uri derart entwickeln, dass der Bestand Ende des 20. Jahrhunderts in Uri knapp 800 Tiere umfasste.

Dass Hirsche nun in der Nacht sogar im Dorf herumspazieren zeigt, dass die Bemühungen sich gelohnt haben.

Marienkaefer

 

Schnirkelschnecke

 

Heuschrecke

 

Maulwurfsgrille Werra

Eine Schnecke beginnt mitten im Winter damit, einen Baum zu besteigen. "Was willst du denn mitten im Winter auf dem Kirschbaum?" fragt der Vogel überrascht. "Kirschen essen." - "Aber es sind noch gar keine dran." - "Wenn ich oben bin, schon!"

Schnecke

Schneckenwitz

Es treffen sich zwei Schnecken im Wald. Eine der beiden ist total zerschrammt im Gesicht.

Fragt die eine: "Was hast du denn angestellt?!"

Sagt die andere: "Ich rannte mit Vollgas durch den Wald, schiesst da plötzlich vor mir ein Pilz aus dem Boden!

Da hab ich nicht mehr bremsen können."

Molch

 

Schnecke

Im Park sass zur Mittagsstunde eine ältere Dame. Sie genoss die Ruhe und beobachtete ihre Umgebung. Auf dem Parkweg bemerkte sie einen Strassenputzer. Ganz bedächtig kehrte er den Weg. Plötzlich reisst er seinen Besen hoch und schlägt mit voller Wucht auf eine Schnecke vor ihm. Die Dame ganz entrüstet: "Was hat Ihnen das arme Ding angetan?" "Liebe Dame", entgegnet der Kantöndler völlig ausser sich, "diese Schnecke verfolgte mich schon den ganzen Morgen. Und jetzt hat sie noch die Frechheit mich zu überholen."

Smaragdeidechse

Nachrichten vom Kater Bauz von Bauen an alle Kater in Bauen

Guten Tag allerseits!

Endlich komme ich dazu, euch als schreibender Kater der Presse von Bauen den lang ersehnten Bericht über den Oberen Baumgarten, einem kleinen Teil meines Reviers, zu schreiben.

Ihr wisst, obwohl ich euch nur ungern oder gar nicht in mein Revier lasse, schliesslich bin ich der vornehmste Kater aus Bauen, deswegen Bauz von Bauen genannt, dass ich Zugang habe zu den oberen Häusern und ihren Gärten. Da ist überall was los, auch wenn, abgesehen von Wanderern, nicht viele Touristen hier anzutreffen sind und die Kühe vor ein paar Tagen auf die Alp gebracht wurden, ihre übermütigen Sprünge und Rangeleien vermisse ich ein wenig. Auch den Ton ihrer Glocken. Ich will mich aber darüber nicht beklagen, ich liebe meine Ruhe, Unabhängigkeit und meinen Freiraum, auf den Wiesen am Abhang über dem Dorf, im schattigen Bachbett und in den Gärten. Meine Strasse durch mein Revier ist eine Privatstrasse, sie hat kein Strassenschild, die Häuser keine Nummern, was mich aber nicht im Geringsten stört. Ich kenne jeden Schlupfwinkel und jedes Pflänzlein und Gräslein. Ihr anderen Katzen und Kater aus den unteren Regionen des Dorfes, ihr Dorfkatzen auf der anderen Seite des Baches sozusagen, gehört aber doch auch zur Familie, deswegen sende ich euch gerne meine Beobachtungen und Nachrichten.

Sie, die Frau, die neu eingezogen ist und die mich deswegen speziell interessiert, ist ein naturliebender grauer Lockenkopf, er, der Mann, ein schlanker aber kräftig zupackender Mann mit diversen originellen Ideen und Meinungen. So ist er zum Beispiel sicher, in mir eine Katze sehen zu wollen (in ihrem mir ungewohntem Dialekt "ein Büüsi"), dabei bin ich, der Bauz von Bauen, alles andere als ein sanftmütiges, streicheleinheitensuchendes Edelbüsi, das zuhause brav wartet, bis der Eidgenossenkater von der Jagd zurück kommt. Na ja, euch Nachbarn muss ich ja nichts erzählen, ich schlage euch alle in die Flucht, wenn ihr es wagt, in meinem Revier herumzuschnüffeln, meine Tatzenhiebe sind gefürchtet und mein Kampfgeschrei in der Nacht weithin hörbar. Falls ihr es mal vergessen sollt: Denkt an den schwarzbraunen Kater Schildpatt von obendran, dem habe ich das halbe Fell zerrupft! Ich kann's zwar verstehen, dass der Mann mich mit einem Katzenfräulein verwechselt, habe ich doch manierliche Pfötchen, eine edle Gangart, eine schneeweisse Brust und ein schönes getigertes Jäcklein auf dem Rücken.

Der Mann ist nicht oft im Garten zu sehen wenn die Sonne herrlich warm meinen Pelz erwärmt. Er zieht sich in sein schattiges Körbchen zurück (er nennt es Büro, glaube ich). Bei ihr muss ich aufpassen, sie ist sehr oft im Freien, redet mit allen Käferchen, Schmetterlingen, Blümchen... Am liebsten hätte sie es, wenn ich mich streicheln liesse. Na, ja... Mich interessiert ja auch alles, vor allem was sich lustig bewegt und was nach Fressbarem duftet. Um dem Gesang der Vögel zuzuhören steht sie plötzlich still und unbeweglich wie der Quittenbaum. Leider kommt der Vogel nicht in meine Nähe, die Frau hätte noch mehr Freude dran, wenn er im schattigen, buschigen Feigenbaum singen würde. Ich auch, ich könnte ihn wenigstens jagen und verspeisen! Ihr wisst ja, wir Katzen haben andere Interessen als die Menschen.

Die Blindschleiche von neulich ist auch so etwas. Ich habe sie der Frau gezeigt, als sie in ihrem Büro sass und schrieb (es ist ihr Büro, das weiss ich genau, weil ich mal mitten in der Nacht auf ihren Fenstersims gesprungen bin und sie ein wenig zum Spass erschreckt habe). Also: Ich spazierte an ihrem Fenster, am Rosenstock, am Bananenbaum vorbei, erhaschte einen unvorsichtigen Käfer, der ein wenig hölzig schmeckte aber fein knusprig war, dann fand ich die Blindschleiche. Ich wollte mit ihr spielen, aber das Ding war mausetot. Spielverderber! So setzte ich mich mal darauf und überlegte, was die Menschen im Garten in den letzten Monaten verändert haben. Ich muss doch alles gewissenhaft inspizieren, beschnuppern und bepföteln, und manchmal auch gutheissen.

Das hohe Gras ist geschnitten, ich kann mich freier bewegen. Sehr gut. Auch duftet die Erde köstlich. In den Esparsetten flattern die Schmetterlinge (Die Frau ruft entzückt: "Sieh mal, ein Schwalbenschwanz... ein Zitronenfalter..!") Das Efeudickicht, das den Weg zum Garten beengte, ist auch zum Teil weg. Die Küchenkräuter interessieren mich nicht, eher die Nacktschnecken, die sich in Scharen und auf leisen und schleimigen Sohlen in der Nacht dort schmatzend aufhalten. Ich liebe die Dinger nicht, einfach bääää! Damit ich mich bequemer auf meinen Streif- und Beobachtungszügen bewegen kann und ohne von allen gesehen zu werden, hat der Mann eine lange Reihe von fein duftenden Thujas gesetzt, das allein schon macht ihn für mich äusserst sympathisch! Am Weg hat er Lichtlein mit Solarbatterien in den Boden gesetzt. Das wäre nicht nötig gewesen, ich sehe im Dunkeln prächtig. Die Fledermäuse kommen deswegen nicht näher an den Boden heran. Wenn ich nur fliegen könnte!... Manchmal die Urnerfahne, jetzt gerade die Schweizerfahne, die lustig im Abendwind flattert, wird in der Nacht ab und zu beleuchtet, zur Freude der Menschen.

Vom Biotop einer anderen Familie aus beobachte ich, hinter den Johannisbeeren geduckt, die neu eingezogenen Menschen im, wie sie es nennen, Wintergarten. Sie sind oft dort anzutreffen, obwohl es jetzt doch klar Sommer ist, sie nehmen dort ihre Mahlzeiten, sitzen mit Freunden oder Nachbarn bis in alle Nacht hinein und scheinen Tag und Nacht die Aussicht zu geniessen. Sie freuen sich über flitzende Motorboote, heulende Dampfschiffe, blitzende Segel, sie hören Musik, Jazz nennen sie das. Ich interessiere mich eher für das Froschgequake und die herumschwirrenden Libellen. Diese Tierchen kann man fangen, nun gut, ich versuche es wenigstens, gebe ich ehrlich zu. Die Menschen im Oberen Baumgarten scheinen sich gut zu verstehen. Die sind viel friedlicher als wir Katzen, gebe ich auch ehrlich zu. Sie tauschen Rezepte aus: "Du nimmst von euern Holunderbeeren, kochst sie weich, drückst sie durch ein Sieb und füllst mit dem Saft Eiswürfelbehälter. So hast du auch im Winter den köstlichen Beerensaft im Tee oder im Wasser!" und "Komm wann du willst und ohne zu fragen in unseren Garten und hol dir Rhabarber, Salat, Johannisbeeren und Stachelbeeren!" Unsereiner muss mühsam auf die Jagd gehen, die Menschen schneiden ab und pflücken, was sie brauchen. Im Wintergarten hantieren sie auch mit dem Feldstecher herum, bestimmen die Vögel auf den Bäumen, suchen die Landschaft ab nach Interessantem. Sie freuen sich über den prasselnden Regen, über das Sirren der Mauersegler, die mit rasanter Geschwindigkeit am Balkon vorbei flitzen, während mir die tief fliegenden Mehlschwalben um die Ohren flattern, um in einem der Gärten auf den Beeten zu landen und Körnchen zu picken.

Ausführliche Auskunft gäbe ich euch gerne über die anderen Schlupfwinkel der neu eingezogenen Menschen. Auf dem Dach habe ich neulich einen flackernden Lichtschimmer ausmachen können, wie der von einer Fackel. Sie haben dort eine Terrasse, auf die nur die Flugzeuge und Vögel Einsicht haben. Ich spitzte meine Lauscher und hörte Tanzmusik. Ist das möglich, dass die in der Nacht dort oben tanzen? Das hat man in Bauen noch nie gesehen. Dann wurde es still. Ab und zu hörte ich die Frau rufen: "Eine Sternschnuppe!" und "Ein Satellit" Und dass die dort oben eine Milchstrasse entdeckt haben, das finde ich dann doch höchst unglaublich. Das wäre was für uns Katzen! Ich muss unbedingt erforschen, was der Mann damit gemeint hat.

Gerne hätte ich euch berichtet, wie es im Haus drin zu und her geht. Leider sind die Türen immer verschlossen. Irgendwann werde ich in einem unbewachten Moment hinein schleichen und treppauf, treppab eine Runde drehen. Seid versichert, ihr werdet eine ausführliche Beschreibung erhalten.

Und nun beende ich meinen Rapport mit einem höflichen "Miau!" und einem vielversprechenden "Auf Wiederschreiben".

Euer Pressekater

Bauz von Bauen

Bauen Uri Katzen

 

Die Katze

Was ist es, das mein Haus begehrt?
Ein Weib, das die Vernunft belehrt,
Dann: unter meinen Büchern eine Katze,
Und dass ein Freund mich jederzeit beehrt,
Denn ohne sie ist mir das Leben gar nichts wert.

Guilleaume Apollinaire (übersetzt von W. Lehmann)

 

Katzenspiel

Katzen, diese Wesen,
haben die un-menschliche Geduld der Erde;
da ist ein Jahr,
was für den Menschen nur eine Sekunde."

Christian Morgenstern

 

Katzenauge

Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen,
würde man damit den Menschen verbessern,
aber die Katze verschlechtern.

Mark Twain

 

Lauerstellung

 

Die polyglotte Katze

von Heinz Erhardt

Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
in das die aus vor kurzem kroch,
und denkt: "Da wart nicht lang ich,
die Maus, die fang ich!"

Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
"Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
Ich rühr mich nicht von hinnen,
ich bleibe drinnen!"

Da plötzlich hört sie - statt "miau"
ein laut vernehmliches "wau-wau"
und lacht: "Die arme Katze,
der Hund, der hatse!

Jetzt muss sie aber schleunigst flitzen,
anstatt vor meinem Loch zu sitzen!"
Doch leider - nun, man ahnt's bereits -
war das ein Irrtum ihrerseits.

Denn als die Maus vors Loch hintritt -
es war nur ein ganz kleiner Schritt -
wird sie durch Katzenpfotenkraft
hinweggerafft! -

Danach wäscht sich die Katze die Pfote
und spricht mit der ihr eignen Note:
"Wie nützlich ist es dann und wann,
wenn man 'ne fremde Sprache kann...!"

Neugierig

Ich liebe Katzen,
weil ich mein Zuhause geniesse
und sie im Lauf der Zeit
dessen sichtbare Seele werden.

Jean Cocteau

 

Kaninchen

Für die Katz

Wenn der Hufschmied den Gaul beschlägt,
wenn sich der Truthahn im Traum bewegt,
wenn die Mutter das Essen aufträgt,
wenn der Grossvater Brennholz sägt,
wenn der Wind um die Ecke fegt,
wenn sich im Schober das Liebespaar regt,
wenn das Fräulein die Wäsche legt
stets meint die Katze, man wollt mit ihr spielen!
Wie der Katze geht's vielen.

Erich Kästner

Tiger Katzen

 

Die Fabel vom Glück

Eine grosse Katze sah eine kleine Katze ihrem Schwanz nachjagen und fragte sie: "Warum jagst du deinem Schwanz so nach?"

Das Kätzchen antwortete: "Ich habe gehört, dass das Glück das Beste für eine Katze ist und dass es in meinem Schwanz sitzt. Deshalb versuche ich ihn zu erhaschen und wenn ich ihn erwische, so werde ich das Glück gefunden haben."

Darauf sagte die alte Katze: "Mein Sohn, auch ich habe mich mit dem Problem des Universums beschäftigt. Auch ich habe befunden, dass das Glück in meinem Schwanz sitzt. Allein, ich habe bemerkt, dass er mir immer wegläuft, wenn ich ihn fangen will. Gehe ich jedoch meiner Wege, scheint er mir alleine hinter her zu kommen, wo ich auch immer hingehe."

 

wohlgenaehrt

 

Freddie Mercury

Liebeserklärung an seine Katze

Delilah, Delilah, oh my, oh my, oh my - you're irresistible
You make me smile when I'm just about to cry
You bring me hope, you make me laugh - you like it
You get away with murder, so innocent
But when you throw a moody you're all claws and you bite -
That's alright!
Delilah, Delilah, oh my, oh my, oh my - you're unpredictable
You make me so very happy
When you cuddle up and go to sleep beside me
And then you make me slightly mad
When you pee all over my chippendale suite
Delilah, Delilah,
Hey - hey - hey,
You take over my house and home
You even try to answer my telephone
Delilah, you're the apple of my eyes
Meeow, meeow, meeow,
Delilah - I love you
Oh you make me so very happy - you give me kisses
And I go out of my mind ooh,
Meeow, meeow, meeow, meeow,
You're irresistible - I love you Delilah
Delilah - I love you
Oooh - I love your kisses

putzen

Colette kam nach Amerika. Von der englischen Sprache hatte sie keine Ahnung, und so fühlte sie sich sehr verloren. Da stiess sie auf eine Katze, die ein klägliches "Miau!" hören liess.

"Endlich ein französisches Wort!" rief Colette.

 

putzen

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge besteht darin, dass eine Katze nur neun Leben hat.

Mark Twain

 

stolz

Karl erzählt seinem Freund: "Unsere Katze hat bei der Vogelausstellung den ersten Preis geholt!" - "Wie denn das?" - "Die Käfigtür war offen!"

ausruhen

 

Miao! Ciao!

Mi piacerebbe un giorno poter parlare con tutti gli animali

Che ve ne pare?

Chissà che discorsi geniali sanno fare i cavalli;

che storie divertenti conoscono i pappagalli, i coccodrilli, i serpenti...

Una semplice gallina che fa l'uovo ogni mattina che lo taglia a metà.
chissà cosa ci vuol dire con il suo coccodè...

E l'elefante, così grande e grosso, la deve saper lunga più della sua proboscide.

Ma chi lo capisce quando barrisce?

Nemmeno il gatto può dirci niente.

Domandagli come sta: Non ti risponde affatto.

O - al massimo - fa "miao" che forse vuol "ciao".

Gianni Rodari

 

Spaziergang im Sonnenschein

 

Katzenauge

 

putzen

Johann Nepomuk Nestroy (1801 - 1862)

Ich bleib dabei
Durch Arbeitsamkeit würde sich unser Wohlstand vermehren,
aus dem Wohlstand entstünde Reichtum,
aus dem Reichtum entstünden höhere Wünsche,
aus den Wünschen Unzufriedenheit ... Nein, du verlockst mich nicht,
ich bleib' bei meinem stillbescheidenen tatenlosen Wirkungskreis -
ich arbeit' nix!

Spiel im Gras

 

in Studers Garten

 


Bauen am Urnersee, Heimat vieler Hirschkäfer

Bauen am Urnersee

 

Hirschkäfer

Käferbilder von Michael Scherer

Hirschkäfer

Hirschkäfer, auch Hornschröter, Feuerschröter oder Donnergugi genannt

Grösse: 25 bis 75 mm, also die grössten europäischen Käfer

Das "Geweih", ein massiv vergrösserter Oberkiefer, tragen nur die Männchen

Lebensweise (Quelle Wikipedia)

Als ausgewachsene Käfer leben die Tiere maximal einen Monat lang. Sie können fliegen und schwärmen besonders in der Dämmerung. Die Männchen können ihr Geweih nicht zur Nahrungsaufnahme beziehungsweise zum Beissen und Kauen verwenden, sie saugen und lecken lediglich Pflanzensäfte. Die Weibchen helfen ihnen dabei meist an Nahrung zu gelangen, indem sie mit ihren Mandibeln Wunden an der Rinde von Eichen vergrössern, an denen sie auch selbst lecken. Die Weibchen locken ihre Partner mit Hilfe von Sexuallockstoffen (Pheromonen) an. Treffen zwei Männchen aufeinander, versuchen sie den Gegner mit Hilfe ihrer langen Mandibeln auf den Rücken zu legen oder vom Ast zu hebeln. Nur der Gewinner dieses Kampfes hat die Möglichkeit, sich mit dem gefundenen Weibchen zu paaren. Danach legen die Weibchen etwa 20 Eier bis zu 75 Zentimeter tief in den Boden an die Wurzeln von toten oder kranken Bäumen. Die Larven der Hirschkäfer brauchen für ihre Entwicklung durch Pilzbefall zermürbtes Totholz, insbesondere von Eichen. Selten werden auch andere Laubbäume, wie etwa Linden, Buchen oder Weiden ausgewählt. Die Larven benötigen je nach Qualität des Holzes drei bis acht Jahre für ihre Entwicklung und werden bis zur letzten Häutung oft über 10 Zentimeter lang. Sie verpuppen sich in einer faustgrossen Kammer im Erdboden.

Da ihr Lebensraum (Totholz für die Entwicklung der Larven notwendig) immer mehr abnimmt, stehen die Hirschkäfer heute auf der roten Liste

Wer mehr über diese interessanten Käfer erfahren möchte wendet sich am besten an die NGiB, Naturforschende Gesellschaft in Basel

Eva SPRECHER-UEBERSAX und Heinz DURRER haben in Verhaltensstudien beim Hirschkäfer mittels Telemetrie und Videoaufzeichnung (Coleoptera, Lucanus cervus L.) das Verhalten der Käfer beobachtet.

Hier eine Zusammenfassung (Quelle Homepage der NGiB): In 2 Untersuchungszyklen von je 10 Tagen wurden je 4 Hirschkäfer in der Umgebung von Basel mit Hilfe von Miniatursendern beobachtet und ihre Arealgrössen und Aktionsradien erfasst: Männchen und Weibchen zeigten verschiedene Verhaltensmuster. Die Weibchen flogen in diesen Zeitperioden nie und unternahmen nur geringe Ortsverschiebungen, und dann meist nachmittags und abends. Am ersten Standort in einem Wäldchen waren zahlreiche kleine Strünke ihr Ziel, an einem zweiten ein Holzhaufen im Waldinnern. Bei diesen Orten handelt es sich sehr wahrscheinlich um ihre Eiablageplätze. Dort blieben sie oft stunden- und tagelang versteckt. Die Männchen hingegen flogen manchmal und entfernten sich bis 200 Meter vom Ort, an dem sie mit dem Sender ausgerüstet ausgesetzt wurden. Ihre am häufigsten aufgesuchten Aufenthaltsorte waren am Fuss von Bäumen, sowie in niederem Gebüsch oder unter Stauden. Sie waren vor allem am Abend unterwegs.

Falls jemand einen Käfer findet, kann man Frau Sprecher glücklich machen, indem man ihr ein Bild, den genauen Fundort und die Fundzeit meldet. E-Mail-Adresse: eva.sprecher@bs.ch


Es kreucht und fleucht

Der stolze Schmetterling

Eine Geschichte aus dem Sudan

Ein wunderschöner Schmetterling umflatterte eine duftende Blume; da bemerkte er eine hässliche Raupe, die im Staube dahinkroch. Verächtlich rief der Schmetterling ihr zu: "Wie darfst du es wagen, dich in meiner Nähe sehen zu lassen? Fort mit dir! Sieh, ich bin doch schön und strahlend wie die Sonne, und meine Schwingen tragen mich hoch in die Lüfte, während du auf der Erde umherkriechst. Fort, wir haben nichts miteinander zu schaffen!"

"Dein Stolz, du bunter Schmetterling, steht dir schlecht an", erwiderte die Raupe ruhig. "All deine Farbenpracht gibt dir nicht das Recht, mich zu verachten. Wir sind und bleiben Verwandte, so schmähst du dich also selbst. Bist du nicht früher eine Raupe gewesen? Und werden deine Kinder nicht Raupen sein wie du und ich?!

Insekten Bauen Uri

Gedicht von Wilhelm Busch über einen verliebten Schmetterling

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.

Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.

Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.

Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.

Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.

Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.

Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heiss geliebte Pflanze.

 

Distelfink

 

Schmetterling Russischer Bär

 

Schmetterling Pfauenauge

 

Hermann Hesse

Schmetterlinge im Spätsommer

Die Zeit der vielen Falter ist gekommen,
im späten Phloxduft taumelt ihr Tanz.
Sie kommen schweigend aus dem Blau geschwommen,
der Admiral, der Fuchs, der Schwalbenschwanz,
der Kaisermantel und Perlmutterfalter,
der scheue Taubenschwanz, der rote Bär,
der Trauermantel und der Distelfalter.
Kostbar an Farben, pelz- und samtbesetzt,
juwelenschimmernd schweben sie einher,
prächtig und traurig, schweigsam und benommen,
aus untergangner Märchenwelt gekommen,
Fremdlinge hier, noch honigtaubenetzt
aus paradiesischen, arkadischen Auen,
kurzlebige Gäste aus dem Morgenland,
das wir im Traum, verlorne Heimat, schauen
und dessen Geisterbotschaft wir vertrauen
als eines edleren Daseins holdem Pfand.

Sinnbilder alles Schönen und Vergänglichen,
des Allzuzarten und des Überschwenglichen,
schwermütige und goldgeschmückte Gäste
an des betagten Sommerkönigs Feste!

 

Falter

 

Falter

 

Schmetterling

 

Gedicht von Erich Kästner über den Monat Mai

Der Mai

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand.
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüssend, übers Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinderdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: Ich komm ja wieder!
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüsst die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt. -

 

Schmetterling

Der stolze Schmetterling

Ein wunderschöner Schmetterling umflatterte eine duftende Blume; da bemerkte er eine hässliche Raupe, die im Staube dahinkroch. Verächtlich rief der Schmetterling ihr zu: "Wie darfst du es wagen, dich in meiner Nähe sehen zu lassen? Fort mit dir! Sieh, ich bin schön und strahlend wie die Sonne, und meine Schwingen tragen mich hoch in die Lüfte, während du auf der Erde umherkriechst. Fort, wir haben nichts miteinander zu schaffen!"

"Dein Stolz, du bunter Schmetterling, steht dir schlecht an", erwiderte die Raupe ruhig. "All deine Farbenpracht gibt dir nicht das Recht, mich zu verachten. Wir sind und bleiben Verwandte, so schmähst du dich also selbst. Bist du nicht früher eine Raupe gewesen? Und werden deine Kinder nicht Raupen sein wie du und ich?!"

 

Schmetterling

 

Gewöhnliche Strauchschrecke

Oh je, das Tierchen hat in unserem Garten leider den Sprung ins Wasser nicht überlebt.

Ein herzlicher Dank geht an den freundlichen Herrn Armin Coray vom Naturhistorischen Museum in Basel, Abt. Biowissenschaften, der auf meine Anfrage folgende Auskunft erteilte:

"Beim Tier auf dem Foto handelt es sich um die Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera) und zwar um ein adultes Weibchen (siehe Legeröhre). Die Art ist bei uns häufig und auch sonst weit verbreitet. Sie kommt in verschiedenen Farbvarianten vor; die meisten Tiere sind allerdings graubraun gefärbt. Die Gewöhnliche Strauchschrecke lebt vor allem auf Waldlichtungen und an Waldrändern, daneben auch auf gebüschreichen Trockenrasen und Ödland - auch in Gärten kann man sie antreffen - und ernährt sich sowohl von Pflanzen wie auch Insekten."

 

Heuschrecke

La Fontaine

Die Taube und die Ameise

An einem heissen Sommertag flog eine durstige Taube an einen kleinen, rieselnden Bach. Sie girrte vor Verlangen, neigte ihren Kopf und tauchte den Schnabel in das klare Wasser. Hastig saugte sie den kühlen Trunk.

Doch plötzlich hielt sie inne. Sie sah, wie eine Ameise heftig mit ihren winzigen Beinchen strampelte und sich verzweifelt bemühte, wieder an Land zu paddeln.

Die Taube überlegte nicht lange, knickte einen dicken, langen Grasstengel ab und warf ihn der Ameise zu. Flink kletterte diese auf den Halm und krabbelte über die Rettungsbrücke an Land.

Die Taube brummelte zufrieden, schlurfte noch ein wenig Wasser und sonnte sich danach auf einem dicken, dürren Ast, den der Blitz von einem mächtigen Baum abgespalten hatte und der Nahe am Bach lag.

Ein junger Bursch patschte barfüssig durch die Wiesen zum Wasser. Er trug einen selbstgeschnitzten Pfeil und Bogen. Als er die Taube erblickte, blitzten seine Augen auf. "Gebratene Tauben sind meine Lieblingsspeise", lachte er und spannte siegesgewiss seinen Bogen.

Erbost über dieses unerhörte Vorhaben gegen ihren gefiederten Wohltäter kroch die Ameise behende auf seinen Fuss und zwickte ihn voller Zorn.

Der Taugenichts zuckte zusammen und schlug mit seiner Hand kräftig nach dem kleinen Quälgeist. Das klatschende Geräusch schreckte die Taube aus ihren sonnigen Träumen auf, und eilig flog sie davon.

Aus Freude, dass sie ihrem Retter danken konnte, biss die Ameise noch einmal kräftig zu und kroch dann wohlgelaunt in einen Maulwurfshügel.

Insekten

 

La belle abeille

Bourvil & Les Pierrots Parisiens

Sans crainte des embûches,
une abeille au réveil,
s'envola de sa ruche,
chantant l'hymne au soleil.

La belle abeille a butiné les blés barbus,
la belle abeille a bu,
la belle abeille a vu,
ce qu'abeille jamais de sa vie n'avait vu.

Posé sur une branche,
elle vit un bourdon,
qui fut pour elle cause,
d'une grande émotion.

Alors sans plus attendre,
le bourdon très galant,
l'invita d'un air tendre,
en son appartement.

Les parois sont de verre,
le plafond de papier.
Je suis seul locataire
en pleine liberté.

Notre petite abeille,
écoutant le bourdon,
à ces mots s'émerveille
et fait deux grands yeux ronds.

Bientôt leur apparurent
tous les bonheurs promis,
c'est un pot d'confiture
qui leur servit de nid.

Insekten

Die Fliege

Eine Fliege flog zum Flügel,
huschte leis über die Tasten,
um dann auf dem "gis" zu rasten.
Doch nur zwei Sekunden währte
dieser Aufenthalt, dann kehrte
sie zurück zu ihrer Sippe
und erzählte unumwunden,
sie hätt' den guten Ton gefunden.

Heinz Erhard

Insekten

 

Insekten

Schnellsprechverse

Die Katzen kratzen im Katzenkasten, im Katzenkasten kratzen Katzen

Die Katze tritt die Treppe krumm.

Schnecken erschrecken, wenn Schnecken an Schnecken schlecken, weil zum Schrecken vieler Schnecken, Schnecken nicht schmecken.

Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.

Kaefer

 

Schmetterling C-Falter

 

Raupe C-Falter

 

Schmetterling

Wilhelm Busch

Sie war ein Blümlein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Hell aufgeblüht im Sonnenschein.
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heissgeliebte Pflanze.

Schmetterling C-Falter

 

Sonnenbad

 

Insekt

 

Ameise

Joachim Ringelnatz (1883 - 1943)

Reisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,
die wollten nach Australien reisen.
Bei Altona auf der Chaussee,
da taten ihnen die Beine weh.
Und da verzichteten sie weise
dann auf den letzten Teil der Reise.

 


Tierische News Wau-Piep-Miau aus Bauen und dem Rest der Welt

Modischer Hunde news.search.wau-piep-miau

Nach ihrem erfolgreichen Auftritt im Internet als Schriftstellerin (siehe http://www.bauen-uri.ch/dampfschiffe_urnersee.html#11) führt die Blindenführhündin Xirah auf ihrem Lieblingslaufsteg "Weg der Schweiz" nun die neuste Modekreation vor: Das Tipptoppe Damentop. Es eignet sich für verschiedene Zwecke: Es schützt vor der Kälte, es schützt die Dank intensiver Pflege von Tierarzt und der Krankenguggi Amalia verheilenden Bisswunden (Details darüber erfährt man bei der Streicheltante Evelyne), und man kann damit auf der Seite liegend und mit allen Vieren wackelnd wunderbar schlitteln. Wau!

Neues Angebot für Morgenfittprogramm news.search.wau-piep-miau

Aufruf an alle Meisen der Umgebung des Oberen Baumgarten. Wollt ihr euch selbst und die Katzen auf Trab halten? Die kalten Glieder aufwärmen? Versammelt euch beim Katzenfernsehen im Baum und flattert den im Gras wartenden Raubtieren um die Nase. Es ist lustig, fördert den Jagd- und Spieltrieb, gibt warm und festigt den Zusammenhalt der versammelten Tierwelt. Piep!

Die Katzen und ihr Fernsehen news.search.wau-piep-miau

Die Katzen vom Revier des Oberen Baumgartens in Bauen erfreuen sich am Katzenfernsehen. Es ist ein stets mit Körnern gefülltes Vogelhäuschen. Die Katze Sheila lässt ausrichten: Trotz vieler Bemühungen und akrobatischer Kletterei ist es ihr nicht gelungen, via Baumstamm und Ast aufs Dach des Vogelhäuschens zu sitzen. Sie empfiehlt deshalb im Gras zu warten. Die Rotbrüstchen holen sich nämlich gerne die heruntergefallenen Körnchen und werden somit eine leichte Beute. Miau!

Verschiedene Rezepte gegen die Kälte 9.1.2009 news.search.ch

Wie Menschen müssen sich auch Tiere mit winterlicher Kälte herumschlagen. Manche kleiden sich ins Winterfell, andere sind für die Tücken des Winters schlecht gerüstet. So müssen Elefanten im Zürcher Zoo drinnen bleiben, weil sie trotz enormer Schuhgrösse auf dem Glatteis ausrutschen. Auch Orang Utans und Gorillas erhalten bei Kälte Stubenarrest. "Menschenaffen haben kein Fell, das sie ganz bedeckt", erklärt der Zoo-Kurator. Dagegen kommen Kamele, Bisons und Flamingos mit der Kälte gut zurecht. Gerade die Vögel stehen seelenruhig da und wechseln nur manchmal das Standbein. Piep!

Vogelfreunde picken auf SVP ein 9.1.2009 news.search.ch

Auf den SVP-Plakaten gegen die Personenfreizügigkeit nehmen drei Raben die kleine Schweiz in den Schnabel. Dies gefällt dem Schweizer Vogelschutz SVS gar nicht. Er lanciert in den kommenden Wochen eine Image-Kampagne. Die SVP habe den Rabenvögeln mehrere falsche Wesenszüge untergeschoben. Der Kolkrabe sei sehr intelligent, lern- und anpassungsfähig und ausserdem äusserst treu. Zudem sei er gar kein Zugvogel, sagte der SVS-Geschäftsführer. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde der Kolkrabe in der Schweiz fast ausgerottet. Piep!

Die Seidenschwänze sind da! www.gnvu.ch

Am 07.01.05 konnten in einem Obstgarten bei Nänikon etwa 200 der herrlichen Vögel beobachtet werden. In Schwerzenbach waren es am 05.01.05 mind. 15 Stück zwischen Bahnhof und Friedhof . Der wohl grösste Schwarm im Kanton Zürich treibt sich seit einigen Tagen in der näheren Umgebung vom Bahnhof Uerikon bei Stäfa herum. Am 04.01.05 waren es sicher 500 Seidenschwänze!

Weitere Informationen zur aktuellen Invasion unter www.vogelwarte.ch/seidenschwanz Piep!

10. Januar 2009


Tierische News Wau-Piep-Miau aus Bauen und dem Rest der Welt, Nr.2

Neues Angebot für Morgenfittprogramm news.search.wau-piep-miau

An alle Katzen der Umgebung: Bei Scherers und in der weiteren Umgebung wohnen viele Blindschleichen. Dies ist ein willkommenes Betätigungsfeld für die schlankbleibenwollende Katzenwelt. Empfehlung: Vor dem Loch warten, bei Erscheinen der Gejagten blitzschnell zugreifen und mit gekonntem Biss Kopf abtrennen. Der Vorderteil der Blindschleiche ist der Schmackhafteste, der Rest kann ruhig liegen gelassen werden. Die Frau räumt alles weg, Miau!

Verhinderte Hochzeitsnacht news.search.wau-piep-miau

Gestern verhinderte der Mann am Oberen Baumgarten mit Lampenlicht und Spatenstich die geplante Hochzeitsnacht des Maulwurfgrillerichs. Bei klarem, sternenübersäten Nachthimmel, romantischen Düften und im angenehmen lauwarmen Mailüftchen lockte der Maulwurfgrillerich lust- und freudvoll ein Weibchen an, das sich wahrscheinlich zwei Beete weiter links auf die Paarung vorbereitete, als anstatt der Geliebten der Mann mitsamt stimmungstötendem Lampenlicht erschien. Zum Glück reagierte der Maulwurfgrillerich schnell genug und konnte durch einen der hundert Gänge und durch die Hintertür entkommen. Hochzeitsnacht aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Grrrrrrrrrill!

Die Maikäfer kommen! news.search.wau-piep-miau.gartenfreude.ch

Reinhard Mey sang einst, es gäbe keine Maikäfer mehr. Forscher sehen das anders. Zurzeit gibt es so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Er gehört zweifellos zu den bekanntesten Käfern, der Maikäfer. Jedes Kind kennt ihn an seinen braunen Flügeldecken, den schwarz-weiss gezackten Flanken und den kurzen, geblätterten Fühlern. Diese eigenartige Antennenstruktur verleiht denn auch der ganzen Familie den Namen: Blatthornkäfer. Gegen 20'000 Arten gibt es weltweit, in Mitteleuropa gerade mal 150. In Bauen sind zur Zeit einige Exemplare zu besichtigen. Piep!

Ameisenspion unschädlich gemacht! news.search.wau-piep-miau.kgb-bauen

Beim Ameisenhaufen des Volkes A. konnte ein Spion vom Volk B, der sich dummerweise gleich klein fühlte, wie die Bewohner des Volkes A. unschädlich gemacht werden. Die kleinste Arbeiterin entdeckte den grossen Eindringling in einiger Entfernung des Baus A. und konnte mutig 12 Soldaten alarmieren. Nach einem Kampf von Ameise zu Ameise konnte der Eindringling unschädlich gemacht werden. Die kleine Arbeiterin durfte die Siegestrophäe alleine und mit einem Riesenkraftaufwand ins Nest schleppen.

Dackelrüde adoptiert Tigerbaby, news.search.wau-piep-miau.polizeipresse.de

Ströhen (ddp-nrd). Ein Dackelrüde hat in Ströhen bei Bremen bei einem Tigerbaby die Vaterrolle übernommen. Die Mutter habe die kleine Wildkatze nach der Geburt nicht angenommen und sich lediglich um ein früher geborenes Geschwistertier gekümmert, sagte am Dienstag ein Sprecher des Ströhener Tierparks. Ein Tierpfleger entdeckte das stark ausgekühlte und geschwächte Tigermädchen gerade noch rechtzeitig im Gehege. Tierpark-Chefin Almuth Ismer nahm das wenige Tage alte Baby daraufhin in Pflege. Tatkräftige Unterstützung erhalte sie dabei von ihrem Dackelrüden Monster, sagte der Sprecher. Der Hund scheint die Pflege von Tigerbabys im Blut zu haben, denn auch der leibliche Vater des Tigermädchens wurde einst von einem Dackel adoptiert - von Monsters Mutter. Wau!

Mittwoch, 20. Mai 2009


Tierische News Wau-Piep-Miau aus Bauen und dem Rest der Welt Nr. 3

Neues Vogelfutter-Angebot news.search.wau-piep-miau

Im Garten in Bauen haben die Menschen den "Urwald" an der Böschung zum Teil geschnitten und weggeräumt. Alle Vögel sind freundlich eingeladen, die frei gewordenen Wurm-Schlupflöcher in der Erde zu besichtigen, vor allem aber die herumliegenden Häuschenschnecken. Sie sind eine schmackhafte Speise, eine willkommen langsame Beute. Kalte Tage stehen vor der Tür, haben die wegziehenden Schwalben gezwitschert. Warnung: Die gefleckte Katze, Frau Miro, gibt ab und zu am gleichen Hang den eher unbeweglichen Menschen einen Vogelfangkurs. Auf dem Programm steht: Anschleichen, alle Muskeln spannen, vor Aufregung zittern und wie ein Pfeil losschnellen. Piep! Piep!

Katastrophen-Hunde-Einsatz news.search.wau-piep-miau

Das Corps der Rettungskette Schweiz ist am Mittwoch, 7. Oktober 2009 um 08:00 Uhr mit der Swiss-Sondermaschine aus Bangkok in Zürich gelandet. Mit an Bord waren auch die 27 Mitglieder von REDOG mit 18 Katastrophenhunden. Am Flughafen wurden die Helfer von einer Menge Menschen, darunter die Botschafterin Indonesiens in der Schweiz, und von zahlreichen Freunden und Angehörigen begrüsst. Toni Frisch, Chef des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH), würdigte den Einsatz in Indonesien als beispielhaften Akt der Unterstützung für die betroffene Bevölkerung. Glücklicherweise verzeichnete das Corps während seines Einsatzes keine ernsthaften Verletzungen und Zwischenfälle.

REDOG ist eine gemeinnützige, humanitäre Freiwilligenorganisation. Der Verein stellt dem Bund und den Kantonen rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr geprüfte Spezialistenteams für die Trümmer- und Geländesuche für Einsätze im In- und Ausland zur Verfügung. Wau!

Katzenweiterbildung im Marionetten-Theater in Basel news.search.wau-piep-miau

Liebe Katzen: Wollt ihr über eure Lieblingsbeute mehr erfahren? In Basel, im Marionettentheater, läuft das Stück "Frederick" von Siegmar Körner Es ist ein Stück über die Kraft der Fantasie und der Träume gegen die alleinige Herrschaft der materiellen Dinge: Frederick lebt mit seinen Mäusefreunden in einer alten Steinmauer. Sie spielen zusammen, sie streiten und vertragen sich wieder. Wie richtige Mäuse eben. Im Sommer und im Herbst werden Vorräte für den Winter gesammelt. Nur Frederick sitzt und träumt: von Farben, von Wörtern. Aber kann man mit Träumen einen Winter überstehen? Miau!

Tierischer Unfall news.search.wau-piep-miau

Polizeimeldungen vom Dienstag, 22. September 2009

In der Montagnacht, 22. September, 01:45 Uhr, fuhr ein Personenwagen mit Schwyzer Kontrollschildern auf der Axenstrasse in Fahrtrichtung Nord. In einer Kurve nach der Tellsplatte stand plötzlich ein Hirsch in der Strassenmitte. Trotz der sofortigen Vollbremsung kam es zu einer Kollision mit dem Tier. Die Fahrzeuglenkerin blieb unverletzt. Der Hirsch musste durch den zuständigen Wildhüter erlegt werden. Der Sachschaden beträgt ca. 10'000 Franken. Polizeikommando Uri

11. Oktober 2009


Kohlmeise Vogelhaeuschen

 

Der Spatz

Es war einmal ein grauer Spatz,
der sass ganz oben auf dem Dache,
und unten hielt die Mietzekatz
schon seit geraumer Weile Wache.
Da sagte sich das Spätzlein keck:
"Mich kann das Biest nicht überlisten!"
Bums, kam ein Habicht um die Eck
und holte sich den Optimisten. -
So kann es allen denen gehn,
die glauben, nur sie wärn die Schlauen.
Man darf nicht nur nach unten sehn,
man muss auch mal nach oben schauen!

Heinz Erhard

 

Spatz

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.

Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Christian Morgenstern

 

Fliege

 

Auf dem Fliegenplaneten

Auf dem Fliegenplaneten,
da geht es dem Menschen nicht gut:
Denn was er hier der Fliege,
die Fliege dort ihm tut.

An Bändern voll Honig kleben
die Menschen dort allesamt,
und andere sind zum Verleben
in süssliches Bier verdammt.

In einem nur scheinen die Fliegen dem Menschen vorauszustehn:
Man bäckt uns nicht in Semmeln,
noch trinkt man uns aus Versehn.

Christian Morgenstern

 

Libelle

 

Schwalbenschwanz

 

Libelle

 

Taubenschwaenzchen

 

Schwalbenschwanz

 

Insekten

Aesopus

Jupiter und die Bienen

Die Bienen, unwillig darüber, dass sie nur für die undankbaren Menschen arbeiten sollten, brachten dem Jupiter die feinsten Waben zur Gabe und erbaten sich von ihm die Gnade, er möchte ihren Stacheln die Eigenschaft verleihen, recht empfindliche Schmerzen zu verursachen. "Es sei", sprach Jupiter, ergrimmt über die Rachgierde dieser so kleinen Tierchen, "aber so, dass auch ihr zugleich mit dem Stachel euer Leben lasset!"

 

Honigsuche

Eine Fliege fliegt haarscharf an einem Spinnennetz vorbei. Die Spinne ruft ärgerlich: "Morgen kriege ich dich!" - "Denkste! Ich bin eine Eintagsfliege!"

Wanze

 

Schwalbenschwanz

 

Schmetterling

 

Raupe Schwalbenschwanz

 

Honigsuche

 

Honigsuche

 

Spinnwebe Seidenweberei

 

Spinnwebe

 


Bauen am Urnersee, neues Forschungsgebiet

Forschung in Bauen

Aus dem Bauener Tagblatt

 

(es) Vom 7. bis zum 9. April 2006 wurde Bauen im Kanton Uri vom weltbekannten, wissbegierigen irischen Forscher Dr. M. A. genau unter die Lupe genommen, besser gesagt, mit Hilfe des Feldstechers minutiös untersucht.

Resultat:

6 Rehe, bei seiner Begrüssung auf der nahen Wiese am Äsen

Reiherenten, am Ufer des Urnersees

Stockenten, nach Brotstücken bettelnd

Höckerschwan, gesichtet nach dem Besuch der Kirche St. Idda ganz nahe am Ufer des Urnersees

Stare, auf den Bäumen lärmend

Grünspecht, aus dem nahen Wald lachend

Blaumeisen, im Geäst herumturnend

Jagdhund, in Begleitung des Wildhüters und "Vogeldoktors" von Bauen beim winzigen Vogelspital des Ortes

Kohlmeise, auf dem Gartenzaun sitzend

Mäusebussard, während unseres Rundgangs durch den Dorfkern Bauen, am Zwyssighaus vorbei, wo Alberik Zwyssig einst die Melodie zum Kirchenlied "Trittst im Morgenrot daher" komponierte, in den Lüften kreisend (der Bussard, natürlich, nicht etwa Zwyssig)

Milan, mit elegantem Gleiten über der Bauener Bucht am Urnersee

Eichelhäher, auf Erkundungsflug über dem Wald

Pussycat, auf der Suche nach ILC, Erklärung der Abkürzung weiter unten, auf den untersten der ca. 1000 Stufen, die nach Seelisberg führen

Spatzen, frech wie immer

Grünling, im Busch versteckt pfeifend

Gartenrotschwänzchen, fleissig mit den Schwanzfedern wippend

Nach seinem nur allzu kurzen Aufenthalt in Bauen erklärte Dr. M. A. den Ort nebst Papua Neuguinea und Nepal zu einem seiner Lieblingsorte. Er rühmte die Luft, das geräumige Gästezimmer mit allem Drum und Dran, die Bewirtung (obwohl ihm die im Garten zahlreich vorkommenden Weinbergschnecken nicht serviert wurden), die Vegetation (Bananenbäume, Palmen, Andentannen und Frühlingsblumenwiesen), die Besichtigung mit netter Begleitung und die paradiesische Ruhe. Der Teil der Bevölkerung von Bauen, die Dr. M. A. kennt, vermisst jetzt schon den sympathischen Forscher mit dem scharfen Feldstecher und dem grenzenlosen Humor und hofft auf seine baldige Wiederkehr.

Dienstag, 11. April 2006

ILC

Laut Dr. M. A. ist dies die Abkürzung für das lebens- und freundschaftserhaltende Medikament Intensiv Loving Care.


Frosch Teich

Die beiden Frösche

Zwei Frösche, deren Tümpel die heisse Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofs und fanden dort eine grosse Schüssel Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt worden war. Sie hüpften sogleich hinein und liessen es sich schmecken.

Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie es nicht: die glatte Wand der Schüssel war nicht zu bezwingen, und sie rutschten immer wieder in die Milch zurück.

Viele Stunden mühten sie sich nun vergeblich ab, und ihre Schenkel wurden allmählich immer matter. Da quakte der eine Frosch: "Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich geb's auf!" Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefässes und ertrank. Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis tief in die Nacht hinein. Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füssen, er stiess sich mit letzter Kraft ab und war im Freien.

Kroete

 

Schwanenpaar

 

Schwan

 

Schwan

 

Schwan

 

Ente

 

Stockente

 

Ente

 

Entennachrichten von den Verwandten in Basel:

St. Johann-Tunnel wegen Entenfamilie gesperrt

Weil eine Entenmutter mit neun Jungen durch den St. Johann-Tunnel gewatschelt ist, musste der Tunnel am Sonntagmorgen vorübergehend gesperrt werden. Die Enten sind dank einem Grosseinsatz der Basler Rettungskräfte wohlbehütet aus dem Tunnel begleitet worden.

Rund ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei, der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt sowie der Grenzwache standen im Einsatz, um die Tiere einzufangen und um den Verkehr über die Ausfahrt Neudorfstrasse ins lokale Strassennetz umzuleiten. Die Sperrung des Tunnels dauerte von 9.50 bis 10.30 Uhr. Es kam nach Angaben der Basler Polizei zu keinen grösseren Behinderungen. (amu/PD)

Erstellt: 09.05.2010, 13:12 Uhr

Enten Ausflug

Bild: Polizei BS

 

Ente

 

Ein teuflischer Tanzmeister

Märchen aus dem Buch "Indianermärchen" von Karl Knortz

Es war gerade nicht der Teufel selbst, aber mindestens ein ebenso gesinnter und verschmitzter Geist, der sich zur Lebensaufgabe gesetzt hatte, andere Leute stets zu schikanieren und allenthalben Unglück anzurichten.

Er ging einst am freundlichen Ufer des Huronsees spazieren und sah eine Menge lustiger Enten vor sich auf dem Wasser herumsegeln und sich köstlich nach Entenart amüsieren. "Ach", rief er ihnen zu, "das freut mich doch übermenschlich, dass ihr lieben Enten so schön vergnügt und heiter seid; kommt doch auch einmal mit mir in meine Hütte, damit ich euch einen neuen schönen Tanz lehren kann, den jetzt die Seelen im Himmel tanzen."

Einige bejahrtere Schnatterer schüttelten bedenklich die Köpfe dazu und wisperten: "Lasst uns nicht hingehen; denn das ist Menabuscho, der Übeltäter." Doch die jüngeren waren anderer Meinung; der schöne Mann sprach ja so freundlich und liebevoll, dass es eine wahre Ungezogenheit gewesen wäre, wenn sie sich so kalt gegen ihn benommen hätten. Sie steuerten also dem Land zu und die anderen folgten dann auch. Als sie sich nun alle in der Hütte befanden, nahm Menabuscho einen grossen Sack, hängte ihn sich um und liess die Enten einen Kreis um sich bilden. "Jetzt", rief er, "müsst ihr alle eure Augen schliessen und sie ja nicht eher öffnen, als bis ich's sage, denn sonst könnte euch leicht etwas Schreckliches passieren. Ich nehme jetzt also meine Flöte und spiele; sobald ich euch das betreffende Kommando gebe, macht ihr die Augen auf und tanzt mir nach!"

Die Enten gehorchten auch recht schön und verhielten sich ganz ruhig, doch hob jede schon ungeduldig das linke Bein auf, um gleich losstürzen zu können. Aber das erwartete Zeichen kam nicht und kam nicht; nur hörte man dann und wann ein geheimnisvolles Quaken das Flötenspiel übertönen, das war alles. Da ging denn endlich der kleinsten Ente die Geduld aus, und sie schielte unbemerkt zu Menabuscho hinüber, der in der linken Hand seine Flöte hielt und in der rechten einen dicken Knüppel, womit er jedesmal die nächste Ente niederschlug und in seinen Sack steckte. Langsam schlich sie sich darauf zur halboffenen Tür und schrie: "Macht die Augen auf, denn Menabuscho bringt euch um und steckt euch in seinen Sack!" Dann flog sie fort. Menabuscho eilte ihr schnell nach und schlug nach ihr, traf sie aber nicht tödlich; doch ihr Körper erhielt dadurch jene breite, flache Gestalt, die wir heute noch beim ganzen Entengeschlecht wahrnehmen.

Ente

 

Gans

 

Ente

 

Entenfamilie

 

Kroete

 

Ente

 

Kroete

 

Ente

 

Ente Gymnastik

 

Ente Gymnastik

 

Ente Gymnastik

 

Ente

 

Kroete

 

Schnecke Leopardschnecke

 

Schnecke Leopardschnecke

 

Schwanensee

 

Schwan

 

schwan

Vorfrühling

Wie die Knospe hütend,
Dass sie nicht Blume werde,
Liegt's so dumpf und brütend
Über der drängenden Erde.
Wolkenmassen ballten
Sich der Sonne entgegen,
Doch durch tausend Spalten
Dringt der befruchtende Segen.
Glühnde Düfte ringeln
In die Höhe sich munter.
Flüchtig grüssend, züngeln
Streifende Lichter herunter.
Dass nun, still erfrischend
Eins zum andern sich finde,
Rühren, alles mischend,
Sich lebendige Winde.

Christian Friedrich Hebbel (1813-1863)

 

Frühling

 

Azalee

 

Feigen

 

Garten Blumen

 

Garten Blumen

 

Sonnenblumen

 

Rose

 

Seerose

 

Farn

 

verblühte Blume

 

Reben Regen Foto Michael Scherer

 

Krokus

 

Morgentau

Indische Weisheit

Als mein Knie einknickte
Setzte ich mich eine Zeitlang nieder
Vögel kamen und umflogen mich
Der Wind spielte Laubmusik
Schwarze Käfer eilten vorbei
Auf ihren geheimen Wegen
Langsam, ganz langsam schob ein Pilz
Ein vermodertes Blatt in die Höhe
Eine kleine blaue Blüte
Schaute auf einen roten Salamander hinab
Die Sonne ging vorüber
Sie war nicht in Eile
Eine Rebe rankte sich um einen Baum
Und blickte mich an
Und eine Bachmücke, die auf und ab tanzte
Berührte mein Gesicht

Als mein Knie nicht mehr weh tat
Gab ich vor, es wäre verletzt
Und blieb noch eine Weile...

 

Tau

 

Bauen Uri Garten Blumen

 

junges Rhabarberblatt

 

Magnolie

 

Rose

 

Osterglocke

 

Kirschblüte

 

Tulpe

Das Gänseblümchen

Ein Gänseblümchen liebte sehr
ein zweites gegenüber,
drum rief's: "Ich schicke mit' nem Gruss
dir eine Biene 'rüber!"
Da rief das andere: "Du weisst,
ich liebe dich nicht minder,
doch mit der Biene, das lass sein,
sonst kriegen wir noch Kinder!"

Anemone

 

Garten Blumen

 

Tulpe

 

Erstes Gruen

 

Tulpe

 

Bluetenzweig

 

Pusteblume Loewenzahn

Heinrich Heine

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt

Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,
Umflattert sie tausendmal,
Ihn selber aber, goldig zart,
Umflattert der liebende Sonnenstrahl.
Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?
Das wüsst ich gar zu gern.
Ist es die singende Nachtigall?
Ist es der schweigende Abendstern?
Ich weiss nicht, in wen die Rose ist verliebt;
Ich aber lieb euch all:
Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,
Abendstern und Nachtigall.

Andentanne Chilenische Tanne Affenschwanz

 

Phlox

 

Loewenzahn

Löwenzahngelee

100 g Löwenzahn-Blüten

500 ml Wasser

600 g Gelierzucker

Zubereitung:

Man entfernt die grünen Hüllblätter der Blüten, teilt die Blütenkörbchen und streift die Blüten heraus. Man bringt das Wasser zum Kochen, gibt die Blüten dazu und lässt 6 Minuten kochen. Danach wird abgeseiht und ausgedrückt. Zum erkalteten Saft gibt man Gelierzucker und Zitronensaft. Man bringt nun zum Kochen und lässt 4 Minuten sprudelnd kochen. Das Gelee wird kochendheiss in Gläser abgefüllt und sofort verschlossen.

 

Frauenherz

 

Iris

 

Zier Allium

 

Reineclaude

 

Rose

Aus Lisa Tätzner: 365 Märchen

Die blaue Rose

Der Kaiser von China hatte eine Tochter, die war schön und sehr klug und sehr, sehr eigenwillig: was sie nicht wollte, das wollte sie nicht. Und heiraten, heiraten wollte sie ganz gewiss nicht. Am Hof und im ganzen Reich wurde darüber schon getuschelt: "Sie nimmt keinen Mann. Sie will keinen Mann! Was mag da nur los sein? Ist sie zu stolz? Oder kann sie nicht lieben? Oder ist sie am Ende gar verhext?"

Ihr Vater, der Kaiser, drängte sie darum jeden Tag, doch einen Ehemann zu nehmen, und endlich sagte sie: "Also gut, ich werde heiraten, aber nur den, der mir eine blaue Rose bringt." Da rief der Kaiser alle grossen und wichtigen Männer des Reiches in seinen Palast, und sagte, derjenige solle seine einzige Tochter zur Frau bekommen, der ihr eine blaue Rose bringe. "Eine blaue Rose? Eine blaue Rose! Hat man davon je gehört?!" Die Freier murmelten und murrten und machten sich davon. Und nur drei blieben übrig: der erste ein grosser Kriegsheld, der zweite ein reicher Kaufmann, der dritte ein Gelehrter, bewandert in allen Wissenschaften und in der schwarzen Kunst der Hexerei. Und die versprachen nun alle drei, in dreissig Tagen zurückzukommen mit einer blauen Rose.

Der Kriegsheld rüstete sich und zog mit hundert Kampfgefährten gegen ein benachbartes Königreich, das war berühmt für seine Schätze. Und dem König des Reiches liess er sagen: "Ich werde dich vom Thron stürzen und dein Reich zerstören, wenn du mir nicht eine blaue Rose bringst!" Der König erschrak, und mit ihm sein Reich, und seine Diener und Ratgeber überlegten hin und her, bis endlich einer in einer Schatzkammer einen grossen blauen Edelstein fand, einen gewaltigen Saphir. Den brachte man zu einem Edelsteinschleifer, der schnitt daraus eine blaue Rose, die gab man dem fremden Krieger, und der zog zufrieden ab.

Der Kaufmann durchforschte all seine Lager und Speicher und liess auf allen Märkten im Inland und Ausland fragen, ob eine blaue Rose zu kaufen wäre. Aber sie war für Geld nicht zu haben. Da erstand er für ein Vermögen eine Schale aus Porzellan, zart wie ein Rosenblatt, und vom besten und teuersten Maler des Reiches liess er da hinein eine blaue Rose malen.

Der Gelehrte ging in sein Haus, schloss sich ein in der innersten Kammer, schlug nach in den uralten Büchern, fand die geheime Formel, mischte seltsame Kräuter und Pulver, kochte daraus einen blauen Sud, stellte eine weisse Rose hinein, und die weisse Rose färbte sich blau!

Nach dreissig Tagen kamen die drei zum kaiserlichen Palast, verneigten sich vor dem Kaiser und vor seiner Tochter, dann trat der Krieger vor und gab der Prinzessin die Edelsteinrose. "Das ist keine blaue Rose," sagte die Prinzesssin, "das ist ein Saphir, und davon hab ich mehr als genug." Da trat der Kaufmann vor und reichte ihr die Rose aus Porzellan. "Wie schön, wie wunderschön," sagte die Prinzessin. "Sollte ich jemals wirklich eine blaue Rose bekommen, so will ich sie nur in diese Vase stellen." Da trat der Gelehrte vor und gab ihr die Zauberrose. Die Prinzessin nahm sie, besah sie von allen Seiten, ging damit zum geöffneten Fenster. Da flog ein Schmetterling herein, setzte sich auf die Rose und fiel im Augenblick wie tot zu Boden. "Das ist keine blaue Rose", rief die Prinzessin, "das ist Gift und Betrug und Hexerei!"

Am Abend dieses Tages ging sie durch den Garten des kaiserlichen Palastes. Da hörte sie von jenseits der Mauer eine wunderschöne Melodie, und jemand sang dazu von der Schönheit und von der Liebe und von der Sehnsucht. Sie stieg auf einen Gartenstuhl, schaute über die Mauer und erblickte einen jungen Spielmann. "Wie schön ist dein Lied, Fremder." sagte sie. "Viel schöner ist dein Gesicht, Fremde," sagte er. Und die Luft war süss und der Mond schien wie Silber und sie blieben sich nicht lange fremd, denn ihre Herzen fanden zueinander. "Du bist der erste Mann, den ich lieben kann," sagte die Tochter des Kaisers, "doch ich kann dich nicht heiraten, denn ich habe erklärt, ich würde nur den zum Mann nehmen, der mir eine blaue Rose bringt. Und das Wort der Tochter des Kaisers ist wie ein Gesetz." "Ach, wenn es mehr nicht ist!", sagte der Spielmann, "morgen früh komm ich zu dir in den Palast mit einer blauen Rose."

Am andern Morgen ging der Spielmann zum Palast, und unterwegs pflückte er am Strassenrand eine weisse Rose. Und er trat vor den Kaiser und seine Tochter, verneigte sich und gab der Prinzessin die Blume, die er in der Hand hielt. Die nahm die Blume und sah den Spielmann an und sagte, ja, genau so eine blaue Rose habe sie sich immer gewünscht. Und weil das Wort der Tochter des Kaisers wie ein Gesetz ist, darum sagte ihr Vater: "Sie hat es gesagt, die Rose ist blau, und damit wird sie jetzt deine Frau!" Und sie heirateten und wurden sehr glücklich und bekamen viele Kinder. Und im Garten ihres Palastes blühten tausende weisse Rosen, aber sie nannten ihn nur "unsern blauen Garten".

Rose

 

Iris

 

Licht und Schatten

Ein Blümchen

Ein Blümchen vom Boden hervor,
war früh gesprosset im lieblichen Flor,
da kam ein Bienchen und naschte fein
die müssen wohl beide füreinander sein!

J. W. von Goethe

Garten Blumen

 

Garten Blumen

 

Garten Blumen

 

Kaktus Bluete

 

Garten Blumen

 

Thuja

 

rote Johannisbeeren

 

Drei Bären

Heinz Erhard

Ein Brombär, froh und heiter, schlich
durch den Wald. Da traf es sich,
dass er ganz unerwartet, wie's
so kommt, auf einen Himbär stiess.

Der Himbär rief - vor Schrecken rot - :
"Der arme Stachelbär ist tot!
Am eignen Stachel starb er eben!"
"Ja", sprach der Brombär, "Das soll's geben!"
und trottete - nun nicht mehr heiter -
weiter ...

Doch als den "Toten" er nach Stunden
gesund und munter vorgefunden,
kann man wohl zweifelsohne meinen:
Hier hat der andre Bär dem einen
'nen Bären aufgebunden!

 

Garten Pflanzen

 

Dahlien

 

Garten Blumen

 

Die Farbe ist der Ort, wo sich unser Gehirn und das Weltall begegnen.

Paul Cèzanne

Gelb

 

Violett

 

Violett Tulpe

 

Violett

 

Rot Rose

 

Gelb Staubfäden

 

Gelb Rose

 

Gelb

 

Rot

 

Violett

 

Violett Gelb Dahlie

 

Blau Staubfaeden

 

Blau

 

Rot Zinnie

 

Weinrot Dahlie

 

Dahlie

 

Rot Gelb Dahlie

 

Stiefmuetterchen

 

Stiefmuetterchen

 

Sempervivum

 

Loewenzahn

 

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