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Willkommen auf der privaten Homepage: Schule und Freizeit in Bauen

 

Und hier gehts zu den nächsten Informationen zu Schule und Freizeit in Bauen. Bitte gewünschtes Kapitel anklicken:

2011 Musikakademie Uri, neue Klänge und Schneemannsträume im Schulhaus in Bauen
3. Juli 2009 Abschied von Schulkindern und Ende Schulbetrieb in Bauen
Abschiedsworte von Silvia Tresch
18. August 2008 Das letzte Schuljahr im eigenen Dorf
2007/08 Land Art zum Schulabschluss
April 2008 Exkursion ins Museum der Urgeschichte in Zug
2007 Die Primarschule in Bauen
2007 Schulbetrieb im Klassenzimmer
2007 Schulbetrieb in der Turnhalle
2006/07 Piratenfest zum Schulabschluss
2007 Schüler am Gigathlon in Bauen
2007 Freizeit in Bauen
2005 Modeschau in der Schule
1959 Umstrittene Schulzeitverlängerung
1959 Was verlangen wir vom Mädchenturnen?
1795-1970 Lehrkräfte in Bauen
1799-1998 Schulhausgeschichte in Bauen
1799 Schule in Bauen
1799-2007 Schülerzahlen in Bauen
1799 Volksschulen, statistische Übersicht
1805 Schulzeit
1875-1914 Schulinspktionsberichte Bauen
1875-2009 Schulpräsidenten in Bauen
1979-1989 Wanderkindergarten in Bauen

 

Schule in Bauen am Urnersee

2011 Musikakademie Uri, neue Klänge und Schneemannsträume im Schulhaus in Bauen

Link Musikakademie Uri

 

Damit sich jeder ein Bild davon machen kann, wie sich das Schulhaus im Inneren verändert hat, folgen hier einige Bilder:

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Musikakademie Uri in Bauen

 

Als die Musikakademie zuvor noch in Flüelen zu besuchen war, interessierte sich das Fernsehen für die Unterrrichtsmethode mit dem Schneemann und schickte Jann Biletter als "Versuchskaninchen", was ihm offensichtlich Spass gemacht hat.

"Einstein" spielt Klavier

Eine neue Unterrichtsmethode verspricht Erfolg am Klavier - ohne stundenlanges Üben. Der Unterschied liegt im Kopf. Wie aber funktioniert die "Schneemannstraum-Methode"? Jann Billeter greift für "Einstein" in die Tasten.

Link Jann Biletter und die Schneemann-Methode

 


 

Neues Schulhaus in Bauen

Urner Wochenblatt, Mittwoch 13. Jan. 2010

Vor 100 Jahren hiess es:

"Bauen: In unserm kleinen Seehafen geht es ganz kunterbunt, seit die Frage des neuen Schulhauses aufgerollt ist. Ja, lieber Leser, wir sind ganz modern und wenn man überall neue Schulpaläste zu bauen vermag, so braucht unser Seehafen doch gewiss auch einen, so ist die Meinung jetzt und damit basta. Der andere Teil der Bevölkerung ist für diese teuern Paläste nicht ganz eingenommen und meint, dass es für unsere paar Schulkinder keinen Palast braucht (für den wir das Geld wohl sammeln müssten), besonders da man unsern Schulkindern ab der Isleten die Türe gewiesen und die nun in Flüelen freundliche Aufnahme gefunden haben. Das Vernünftigste wäre wohl, für eine Verbindung durch eine Strasse das Geld zu sparen und dann kann sich Bauen entwickeln, und braucht es dann wirklich einen Schulpalast, so werden sich auch die Wege finden. Vorläufig dürfte das in Vorschlag stehende, ehemlaige Wirtshaus mit Tanzsaal, wo sogar Bogenschiessen stattfanden, Platz genug für unsere Schüler bieten und die grossen Kosten bleiben der Bevölkerung erspart."

 


Schulbus in Bauen am Urnersee

Kreisschule Seedorf-Bauen

Seedorf und Bauen legen Schulen zusammen

Die Gemeinden Seedorf und Bauen führen künftig die Kindergarten- und Primarstufe gemeinsam in Seedorf. Wie die Urner Regierung am Dienstag mitteilte, hat der Regierungsrat das neue Statut für eine Kreisprimarschule Seedorf-Bauen genehmigt. Die beiden Gemeinden hatten das Statut bereits verabschiedet. Das neue Statut tritt auf den 1. August 2009 in Kraft. Seedorf und Bauen führen somit ab Herbst 2009 die Kindergarten- und Primarstufe gemeinsam in Seedorf.

zisch


Abschied von Schulkindern und Ende Schulbetrieb in Bauen vom 3. Juli 2009

 

Ein Hoffnungsstrahl über dem See

Der denkwürdige Tag für alle zehn Schulkinder von Bauen, aber auch für das Schulhaus, ist angebrochen. Bei den letzten Vorbereitungen für die Abschlussfeier in der Kirche St. Idda seufzt Pfarrer Walter Bucher aus Seedorf: "Wer weiss, hoffentlich stehen in 50 Jahren die Kinder dieser Kinder hier!"

Neuer Lebensabschnitt und Schulweg für die Kinder, neue Klassenkameraden und Lehrpersonen nach den Ferien, Verabschiedung der Lehrkräfte, neue Funktionen für das Schulhaus, dies sind die Gedanken der Gemeinde, die nun ganz in diesem Sinne gemeinsam meditieren:

Thema und Meditation des Tages: Mögen sich die Wege vor deinen Füssen ebnen

Ein paar Schritte über eine Wiese ergeben noch keinen Pfad.

Ein paar Spuren im Schnee bahnen noch keinen Weg.

Auch in unwegsamem Gelände kann ein Weg entstehen.

Wege können durch Mauern eingefasst, mit schönen Pflasterungen und Stufen versehen sein.

Wege verlaufen durch sommerliche Wiesen, in luftige Höhen zum Pass hinauf, durch winterliche Landschaften, auf Geleisen und Schienen, durch Tunnels und über Brücken.

Spuren hinterlassen wir nicht nur im Sand und in Wäldern, sondern auch sichtbare und unsichtbare in der Schule und in unsrem schönen Dorf Bauen.

Wege führen uns an Grenzen und auch weit darüber hinaus.

Manche Wege müssen wir gehen, auch wenn sie gefährlich sind und sie uns Überwindung kosten.

Manche Wege gehen wir vorsichtig, langsam, Schritt für Schritt.

Es gibt Wege im Leben, die wir zur Erholung oder zur Sinnsuche begehen.

Gewisse Wege und Verzweigungen können uns verwirren. Höhen und Tiefen können uns Angst machen. Da ist man für gute Spuren, die uns den besten Weg aufzeigen, sehr dankbar.

Auf unserem Lebensweg sind wir nie allein. GOTT gibt uns Sinn und Kraft. Das Wort Gottes soll uns immer begleiten.

Glaube, Liebe und Hoffnung sollen uns immer begleiten. Unsere Träume und Wünsche sollen zum Himmel steigen - und durch Gottes Hilfe in Erfüllung gehen. Für DICH - Für mich - und für uns ALLE

Die Kathechetin, Frau Trudy Studer, zeigt auf einer Leinwand dazu passende Bilder über verschiedene Wege.

Heute wird nicht unter dem Ploderdächli geredet, die Sonne bescheint die Gäste des Gottesdienstes.

Besammlung vor der Kirche St. Idda

Besammlung vor der Kirche St. Idda

Zur Mehrzweckhalle findet jeder auf seinem Weg.

Jeder findet den eigenen Weg

RR Dr. Josef Arnold /  Lehrerin Silvia Tresch / Erziehungsrätin Petra Walker

Hier diskutieren noch (von links nach rechts) Regierungsrat Dr. Josef Arnold mit Lehrerin Silvia Tresch und Erziehungsrätin Petra Walker

In der Mehrzweckhalle erwartet die Gäste eine kleine Ausstellung von Dokumenten über 300 Jahre Schule Bauen

altes Klassenbild

Schulzeugnis von damals

Es folgt ein interessanter Rückblick in Bildern auf der grossen Leinwand, Schulratspräsident Markus Siegrist führt durch 300 Jahre Geschichte der Schule in Bauen, darüber mehr in anderen Kapiteln weiter unten. An dieser Stelle einige Bilder daraus. Herzlichen Dank, dass ich sie verwenden darf!

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

Rückblick auf 300 Jahre Schule in Bauen

der Schulschlusstanz

Die Kinder tanzen auf der Bühne die Schulmüdigkeit weg und freuen sich auf die Sommerferien, aber auch jetzt schon auf den Wegzug in die "grosse Welt", will sagen auf alles Neue im viel grösseren Schulhaus in Seedorf und auf die vielen neuen Schulkameraden. Beat Bossi, der hier anwesende Schulratspräsident von Seedorf, kann die Kinderschar heute beim Tanz auf der Bühne schon in Augenschein nehmen.

der Schulschlusstanz

der Schulschlusstanz

der Schulschlusstanz

Ade Schulzeit in Bauen

Ade Schulzeit in Bauen

Bildungs- und Kulturdirektor Josef Arnold wirft bei seiner Ansprache Fragen auf: War der Entscheid "Zusammenschluss der Schulen Bauen-Seedorf" richtig? - Wie sieht die Zukunft von Bauen aus? - Auf jeden Fall sei die neue Situation eine grosse Herausforderung wie auch eine Chance für die kleine Gemeinde.

Im Namen des Gemeinderates verabschiedet Elisabeth Arnold die Kinder und auch sie dankt den Lehrerinnen für den Einsatz und die geleistete Arbeit.

Gemeinderätin Elisabeth Arnold

Zum letzten Teil der "Abschiedsfeier" bewirten Marly Zemp und Tocher Mara die Gäste. Beim Apéro werden viele alte Erinnerungen ausgetauscht. Die Wehmutsstimmung lockert sich bei dem einen oder anderen Gläschen auf.

Apéro für alle Gäste

Schwatz unter Nachbarn

Schwatz unter Nachbarn

Jung und Alt weiss nun: Das historische Kapitel "Schule Bauen" ist nun abgeschlossen.

Ein Tag mit Erinnerungen für Jung und Alt

Auf die Zukunft! Allen alles Gute! Den verabschiedeten Lehrerinnen wünschen wir einen angenehmen Neubeginn am neuen Arbeitsplatz!


Abschiedsworte von Silvia Tresch

Blick aus dem Fenster

Hommage an ein Schulhaus

Du bist ein stolzes Haus mit einer geschichtsträchtigen denkmalgeschützten Aussenfassade in der prachtvollen Umgebung von Bauen. Innen bestichst du durch Helligkeit, Funktionalität und Modernität, der man sich nicht entziehen kann. Ist das etwa eine öffentliche Liebeserklärung?

Morgens schweifte mein Blick beim Öffnen der Türe durch die vielen Fenster über den See. Die Stimmungen waren unterschiedlich, vom rötlichen Lila-Blau, wenn sich der Morgenhimmel im stillen Wasser reflektierte, bis hin zur Farbnuance Türkis. Oder es zogen mich eine stürmische Föhnstimmung oder ein dunkel aufgewühlter Urnersee in ihren Bann. Ein kurzes Verweilen lag immer drin, ein Moment des Innehaltens, bevor die Arbeit begann.

Das typische Läuten einer schrillen Schulhausglocke wird entweder sehnsüchtig erwartet oder verflucht. Dieses Schulhaus hat jedoch keine Glocke. Wir läuteten über alle Jahre hinweg entweder mit einer Kuhglocke oder wir hupten. Das klappte bestens.

Der Unterricht wurde nur ganz selten durch Autolärm gestört. Vielleicht machten sich deshalb die älteren Kinder einen Sport daraus, die Schiffe an deren Hupen zu erkennen ohne sie zu sehen.

In der Adventszeit kam ein Erstklässler ganz aufgeregt während des Unterrichts zu mir und erzählte, er hätte jetzt gerade in der Dämmerung das Christkind über den See gegen Bauen fliegen sehen. Er sei sich ganz sicher.

Die Ferien lassen in einem Schulhaus Ruhe einkehren, könnte man meinen. An einem ersten Schultag, wir waren alle auf dem Pausenplatz versammelt, schaute ein Siebenschläfer uns Störenfriede von der Hauswand herunter mit fragenden Augen eine Weile stumm zu. Dann überliess er uns das Haus und wurde nie mehr gesehen.

Schulhaus, ich schliesse die Türe Abschied nehmend ein letztes Mal. Ich habe gerne in deinen Räumen gearbeitet. Die guten Erinnerungen an dich und die Kinder nehme ich mit, die schlechten lasse ich da.

Ich hoffe für dich, dass man weiterhin Sorge zu dir trägt. Schliesslich bist du eines der schönsten Schulhäuser in der Schweiz.

Silvia Tresch, langjährige Primarlehrerin in Bauen


Das letzte Schuljahr im eigenen Dorf am 18. August 2008

Neue Urner Zeitung Online

ZISCH

In Bauen kommt etwas Wehmut auf

Nicht nur für Lehrerin Silvia Tresch und Erstklässlerin Rahel Bissig, sondern für die ganze Gemeinde Bauen begann am 18. August das letzte Schuljahr im eigenen Dorf.

Der erste Schultag ist für Schüler und Lehrpersonen etwas ganz Spezielles. Bauen hat gestern sogar einen geschichtsträchtigen Schulbeginn erlebt.

Die siebenjährige Rahel Bissig geht wohl in die Dorfgeschichte ein als letztes Kind, das in Bauen eingeschult wurde. Das "historische Ereignis" fand gestern um 10.15 Uhr statt. "Auf den ersten Schultag habe ich mich riesig gefreut", sagt die Erstklässlerin. Und fügt dann ganz scheu hinzu: "Ich bin froh, dass ich jetzt zu Fuss gehen kann." Den Kindergarten hat Rahel nämlich in Seedorf besucht. Ab Herbst 2009 wird sie aber, wie alle übrigen Bauer Kinder, den Unterricht wieder in der Nachbargemeinde besuchen. Denn die Schule Bauen wird im Sommer 2009 definitiv geschlossen.

Schülerpauschalen decken nur einen Drittel der Kosten "Natürlich tut der Gedanke weh, dass in einem Jahr Schluss ist", sagt Schulratspräsident Markus Sigrist. Die NFA-Umsetzung in Uri lasse Gemeinden mit kleinen Schülerzahlen gar nichts anderes übrig als einen Zusammenschluss. "Wir müssen realistisch sein. Die Schülerpauschalen decken kaum noch einen Drittel unserer Kosten ab. Für Bauen ist dies untragbar", betont Sigrist.

Sigrist möchte die einschneidenden Änderungen für alle Betroffenen möglichst verträglich gestalten: für Schüler, Lehrpersonen, Eltern und Behörden. "Wir versuchen, auch im letzten Schuljahr konstruktiv zu kooperieren und mit vollem Einsatz das Optimum herauszuholen."

Zwei Lehrerinnen mit einem etwas mulmigen Gefühl "Etwas Wehmut ist schon aufgekommen, als ich am Morgen dem See entlang Richtung Bauen gefahren bin", sagt Primarlehrerin Silvia Tresch. Seit bald 20 Jahren unterrichtet die 47-jährige Luzernerin in der kleinsten Urner Gemeinde. "Es ist mir bewusst geworden, dass ich jetzt alles zum letzten Mal erleben werde: den ersten Schultag, die Herbstwanderung, die Weihnachtsfeier, die Schulfasnacht und so weiter."

Doris Lischer, die das dritte Jahr in Bauen unterrichtet, überfällt beim Gedanken an das Ende der Schule Bauen ebenfalls ein mulmiges Gefühl: "Unvorstellbar. Ein wichtiger Teil des Dorfes stirbt", sagt sie nachdenklich. "Auf dem Schulhausplatz sieht man schon bald keine Kinder mehr herumtoben. Man hört definitiv kein ansteckendes Kinderlachen mehr."

Doch von "Üssplämpälä" wollen die beiden Lehrerinnen rein gar nichts wissen. Im Gegenteil: "Vielleicht tue ich ja alles noch viel bewusster", meint Silvia Tresch. "Und vielleicht geniesse ich dadurch jeden Augenblick in Bauen noch viel mehr", freut sie sich auf ihr letztes Jahr an der Dorfschule. Auch um ihre persönliche berufliche Zukunft ist es Silvia Tresch nicht bange. "Die aktuelle Situation ist auch eine Chance, denn ich habe freie Hand und bin offen für Neues", meint sie. "Ich bin selber bereits neugierig, wo ich in einem Jahr stehen werde."

Bruno Arnold

Für die letzte Chilbi am 26. Oktober legten sich noch viele Leute ins Zeug, um den Kindern einen erlebnisreichen Tag zu ermöglichen. Tradition wie immer: Messe in der Kirche St. Idda, Musikalisches dargeboten unter anderem vom Musikverein Bauen, Chabis und Schaffleisch in der Mehrzweckhalle und am Nachmittag diverse Spiele für Gross und Klein.

Besonderen Einsatz boten auch Andrea und Michaela Arnold aus Bauen mit ihrem selbst gebauten Kasperlitheater und dem von ihnen in Mundart gespielten Stück "Die drei Wünsche".

Hier einige Erinnerungs-Bilder dazu:

Kasperlitheater

Kasperlitheater

Kasperlitheater

Kasperlitheater

1. Meiteli, wenn dü witt go tanzä,
Gang dü nur dä Gige na,
Da, wo's giged, da, wo's orgelet,
Het's nu immer Büebä, Büebä,
Het's nu immer Büebä gha.

Refrain:

Zogä, zogä,
Zogä-n-am Bogä,
Sunntig isch schon mängisch gsi,
Und uf drimal hundert Wärchtig
Darf scho einisch Chilbi sy,
Jo jo jo jo,
Zugä-n-am Bogä,
Sunntig isch schon mängisch gsi,
Und uf drimal hundert Wärchtig
Darf scho einisch Chilbi sy.

2, Geschter het der Vater dängelet
Und miär Büebä hend em's gmäiht,
Und bim Zabig hend's ä grisäli
Grossi Gigä, Gigä, Gigä:
Grossi Gigä umetrait.

3. D'Meiteli träppelet schon bim Chiächle,
D' Müetter singt und treelt dr Teig,
Und äs isch, als ob's der Vater
Äu scho i de Beinä, Beinä,
Äu schon i dä Beinä häig.

4. Und im Himmel obä
Losäd d'Ängeli und d'Cäcilia
Und der heilig Jakob syfzged,
Chent i doch äu züenä abbä,
Chent i doch au z'Chilbi gaa.


Land Art zum Schulabschluss 2007/08

Die kreativen, künstlerischen Ergebnisse des Projektes Land Art erfreute Kinder und Besucher zum Schulabschluss. Ideen, Raumaufteilung, Farbenkompositionen, Geduld und Können, altbekanntes Material zu Bildern vereinen und somit neue Zusammenhänge schaffen, das war das Ziel der farbenfrohen Beschäftigung.

Zur Vorbereitung für diese künstlerische Aufgabe wurde unter anderem die interessante DVD RIVERS AND TIDES verwendet, die beschreibt, wie Andy Goldsworthy von der Natur inspiriert wird und wie er an seine Projekte herangeht.

Bei Wikipedia kann man nachlesen: "Goldsworthys Arbeiten zeichnen sich durch ihre Vergänglichkeit aus. Er arbeitet ausschliesslich mit Naturmaterialien, die er an Ort und Stelle vorfindet, wie beispielsweise Steine, Blütenblätter oder Holz - stets ohne künstliche "vom Menschen erschaffene" Hilfsmittel. Zum Befestigen von Blättern und Ästen benutzt er nur Dornen und Stöckchen oder Grasfasern und dokumentiert seine teils gewagt fragilen Kunstwerke mit künstlerisch hochwertigen Fotografien; so streut er beispielsweise Blütenblätter in einen Fluss und bildet sie kurz vor dem endgültigen Zerrinnen mit seiner Hasselblad-Kamera ab."

Wer weiss, vielleicht machte man sich auch in der Schule Gedanken zur Vergänglichkeit? So wie die Kunstwerke bald verblühen, verdorren und ihre Pracht verlieren werden, so vergänglich war auch das Schuljahr. Ein Kapitel ist beendet, nach den Ferien wird ein neues angefangen.

Fotos: Silvia Tresch, Primarschullehrkraft. Herzlichen Dank für die Bilder!

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Land Art Schule Bauen

Am Freitag, 4. Juli, letzter Schultag vor den Ferien, wurde das Projekt erweitert. Im nahen Wald und auch am See durften die Kinder mit Materialien aus der Natur und in die Natur eingebettet weitere Projekte gestalten. Die Zeit verging dabei wie im Flug. Nach der Pause hatten die Eltern, der Schulrat, nicht zuletzt die Erziehungsrätin, Frau Petra Walker, die Gelegenheit, sich von den kleinen Künstlern zu ihren Projekten führen zu lassen. Diese Gelegenheit liess ich mir auch als Fotografin nicht entgehen!

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Teil 1 der Vernissage: Projekte am und im Wasser. Themen: Steintürme, Brücken, Schwebebrücke, Verbindung Land-Wasser, Blätterreigen auf den Wellen, Materialmix Stein-Holz-Blätter...

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Teil 2: Projekte auf dem Badeplatz: Thema Gleichgewicht

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Teil 3: Im Wald: Brücklein für die Ameisen, Brücklein mit Blütenbach, Unterstand, Höhleneingang mit getarntem Erkennungsturm, Farnturm für die Waldgeistchen

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Teil 4: Auf der Lichtung: Ein Gasthof für die Waldgeistchen, unterer Stock Restaurant mit allerlei Blatt-Tellerchen, -Gläsern und -Schüsselchen mit vielen bunten Speisen aus dem Wald, sowie Beerensaft, Gräser-Spaghettis, Vegi-Schaschlik-Spiesse und was Waldgeistchen noch so alles begehren könnten. Daneben ein Spielplatz mit Rutschbahn und Kletterbaum für die kleinsten Wald-Besucher.

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Schule in Bauen am Urnersee

Teil 5: Mandala

Schule in Bauen am Urnersee

Ein grosses Bravo den Künstlerinnen und Künstlern!

Nach dem Spaziergang durften Schülerinnen und Schüler, auch die Lehrerinnen Frau D. Lischer, Frau M. Planzer und Frau S. Tresch von den Mitgliedern der Behörden viele wohlverdiente Komplimente und Dank entgegennehmen. Frau T. Studer feierte auf dem Pausenhof mit einem zum Thema Wandel - Erneuerung - Weiterführung passenden Wortgottesdienst, mit meditativem Tanz, Gebet und gemeinsamem Gesang das Schuljahresende.

Schule in Bauen am Urnersee

Gute Reise, schöne Ferien, Gesundheit, Zeit für Spiel, Bad, Fischen, Freundschaften pflegen, Ausruhen und neue Kräfte tanken ist nun das Thema.


Il maestro giusto

di Gianni Rodari

C'era una volta un cane
che non sapeva abbaiare.
andò da un lupo a farselo spiegare,
ma il lupo gli rispose
con un tale ululato
che lo fece scappare spaventato.
Andò da un gatto, andò da un cavallo,
e - mi vergogno a dirlo -
perfino da un pappagallo.
Imparò dalle rane a gracidare,
dal bove a muggire,
dall'asino a ragliare,
dal topo a squittire,
dalla pecora a fare " bè bè ",
dalle galline a fare coccodè. Imparò tante cose, però non era affatto soddisfatto
e sempre si domandava (magari con un " qua qua "...):
- Che cos'è che non va? Qualcuno gli risponda, se lo sa.
Forse era matto?
O forse non sapeva
scegliere il maestro adatto?


Exkursion ins Museum der Urgeschichte in Zug im April 2008

Interessantes vom Museum findet man auf

http://www.museenzug.ch/urgeschichte/index.htm

Im 1997 neu eröffneten und 2003 erweiterten Museum für Urgeschichte(n) finden Schulklassen und Familien ebenso wie Fachleute eine zeitgemässe Ausstellung mit archäologischem Fundmaterial aus dem Kanton Zug in der Schweiz.

Lebensechte Darstellungen von Menschen und Siedlungsmodelle mit illustrierten Geschichten zu den sechs Epochen von der Altsteinzeit bis zum Frühmittelalter zeigen Szenen aus dem Alltag. Jede einzelne Szene ist durch eine Klangcollage untermalt.

Zahlreiche Infoblätter erlauben einen vertieften Einblick in die Zuger Archäologie und in aktuelle Forschungsergebnisse.

Der Kanton Zug ist reich an urgeschichtlichen Funden. Weitere Informationen zu Ausgrabungen und zu archäologischen Aktivitäten finden Sie auf der Homepage der Kantonsarchäologie Zug und der Vereinigung für Zuger Ur- und Frühgeschichte.

Fotos: Doris Lischer, Lehrkraft in Bauen

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zuge

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Und so sehen Kinder aus Bauen aus, wenn sie in Kleider aus der Urgeschichte schlüpfen und versuchen, sich in vergangene Zeiten zu versetzen.

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug

Museum Urgeschichte Zug


Die Primarschule in Bauen

Ab und zu erhalten die Eltern und sonstige Interessierte die Einladung zu einer Schulbesuchswoche. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen und spazierte natürlich mit der Kamera ins wunderschöne Schulhaus. Freundlich und unkompliziert wurde ich empfangen und erhielt die Erlaubnis zu fotografieren. Zuerst wollte ich es im Turnen versuchen. Die Kinder vergassen mich bald, die Turnübungen, Ballspiele, Staffetten und lustigen körperlichen Betätigungen lenkte sie von der Kamera ab.

Am nächsten Tag konnte ich nun schon fast als "alte Bekannte" den Schulbetrieb im Klassenzimmer geniessen.

Bald schrieb ich an alle Freunde:

Liebe Freunde

diese Woche ist in Bauen Schulbesuch angesagt. Unbedingt wollte ich die Dorfjugend ein wenig genauer unter die Lupe nehmen, insgesamt 15 Kinder, in 5 Klassenstufen verteilt, nächstes Jahr werden es 6 sein, denn 3 Kinder kommen in die oberste Klasse. Die werden in Seedorf zur Schule gehen und das, wie man überall sagt, schönste Schulhaus des Kantons Uri verlassen müssen.

Es war erholsam, die freundliche Atmosphäre und die Hilfsbereitschaft unter den Kindern, die Aufmerksamkeit und Ruhe im Klassenzimmer erleben zu können. Es sei eine speziell sozial eingestellte Klassenzusammensetzung, erklärte die Lehrerin, Frau Tresch, die ich zuerst kennen lernte. Leider kamen an diesem Tag nicht gerade viele Eltern vorbei, genau gesagt war ich heute und gestern der einzige Gast. Dafür konnte ich ungestört fotografieren. Im Turnunterricht ging es sehr lustig zu, und wenn man denkt, wie gross der Altersunterschied vom Kleinsten zum Pubertierenden ist kann man sich vorstellen, was das für Anforderungen an die Kinder, natürlich auch an die Lehrkräfte stellt.

In der dritten Klasse fängt man hier mit der ersten Fremdsprache an (Englisch), in der fünften kommt Italienisch dazu. Im Gegensatz zu, sagen wir jetzt mal Basel, befindet sich nur gerade ein einziges Kind, das zuhause nicht Deutsch redet, in der Klasse. Mit Schriftdeutsch kommt es gut mit. Ehrensache, dass alle Klassenkameraden auch in der Freizeit (!) mit diesem Kind Schriftdeutsch sprechen.

Schule in Bauen am Urnersee

Das Schulhaus steht im Herzen des Dorfes, das nun 198 Einwohner zählt, mit einer wunderschönen Aussicht auf Palmen und Urnersee, was aber den Kindern kaum Eindruck macht. Schliesslich ist das schmucke Dorf und der einladende, und doch wilde See für sie Alltag. Hier verbringt man die Kindheit mit Spielen ohne auf Verkehr achten zu müssen, ein gepflegter Spielplatz, ein grosser Pausenhof und der Wald sind mit ein paar Schritten erreichbar.

Schule in Bauen Pausenhof

Kaninchenbau Schulhaus in Bauen

Die freundliche Einladung, immer wieder vorbei zu schauen, hat mich sehr gefreut. Die Schulhausluft ist hier irgendwie anregend, mir kommen viele Ideen, wie ich mich ab und zu nützlich machen könnte. Als Schul-Hof-Fotografin werde ich euch auf dem Laufenden halten, was hier so läuft.

Auf bald

Und nun folgt die Ausbeute der zwei Tage im Schulbetrieb. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei den Lehrkräften und bei den Schülerinnen und Schülern bedanken, dass sie mich so freundlich aufgenommen haben.

Es unterrichten

Doris Lischer Ziegler

Mirjam Planzer

Silvia Tresch

Handarbeit: Anita Kempf

Religion: Trudy Studer

Deutsch für Fremdsprachige: Monika Bissig

Es folgen nun Bilder aus dem Turnunterricht in der Halle

Hinweis zu den Fotos: Gerne sende ich auf Wunsch die Originaldateien an die Eltern der Kinder. Ein Mail mit den gewünschten Nummern genügt! Siehe "Kontakt" unten auf dieser Seite.

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Schule in Bauen Uri Turnen

Im Klassenzimmer

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

Schule Dorf Bauen Uri

WIE BEURTEILTE EIN ZEITUNGSSCHREIBER VOR HUNDERT JAHREN DEN SCHULBETRIEB?

Urner Wochenblatt, Mittwoch, 19. September 2007

Vor 100 Jahren

Schule und Anstand

"(Einges.) Die Schule, die nun überall neu eingesetzt, nimmt wieder die ganze Liebe und Energie der Lehrkräfte in Anspruch. Möge die Begeisterung für ihren Beruf, die einzige Triebfeder eines erfolgreichen Wirkens, nie erlahmen! Das Unterrichtsgebiet ist heute gross geworden, es kam immer mehr hinzu und es ist wenig Aussicht vorhanden, dass der Herr Schulinspektor alsbald dem Fortschritt ein "Halt! bis hieher und nicht weiter" zurufen oder zum Abrüsten mahnen werde. Das ginge an und für sich schon an. Aber je mehr Weisheit dem Jungen eingetrichtert wird, desto mehr tritt leider die Erziehung zurück, sie leidet unter dem wissenschaftlichen Krimskrams - und das ist ein grober Fehler. Während die Erziehung und Charakterbildung gleichen Schritt halten sollte mit dem Erlernen von nützlichen Kenntnissen, vernachlässigt man immer mehr die Veredelung des Herzens und schafft so unglückliche Existenzen. Wie viel könnten da die Herren Lehrer schon während eines einzigen Schuljahres vorbeugen und verbessern. Sie mögen es tun! Das wäre die edelste Seite ihres opfervollen, aber schönen Berufes, zu erziehen aber nicht zu verziehen. Schreiber hatte oft Gelegenheit, von Einheimischen und Fremden Klagen über Ungehörigkeit von Schulkindern zu vernehmen, über Versetzung und Missachtung eines Mindestmasses von Höflichkeit und Anstand - bei Primarschülern und Studenten. Es steht anderswo allerdings nicht besser als bei uns, aber das ist ein schlechter Trost. Ich meine, es sollte in der Schule mehr auf Anstand und gute Sitte gedrungen werden, die Kinder sollten doch auch einige Kenntnis von den allgemeinsten und primitivsten Anstandsregeln erhalten und über ihre Beobachtung in der Schule und auf der Strasse vom Lehrer etwas beaufsichtigt, angeleitet und kontrolliert werden. Weiss doch jedermann, dass erst die Höflichkeit der Bildung die Vollendung gibt; sie macht liebenswürdig, sie gewinnt dem Jüngling die Gunst und das Vertrauen der Mitwelt, sie ist eine beständige Tugendübung und eine mächtige Schutzwehr gegen das Laster, wie Krier sagt: "Mit dem Hute in der Hand, kommt man durchs ganze Land." Würde man diesfalls mancherorts etwas mehr tun, so wäre die Bevölkerung auch schulfreundlicher und dem Lehrpersonal höchst dankbar. Es geschehe!"

UND HEUTE, HUNDERT JAHRE SPÄTER? ES HAT SICH NICHT ALLES ZUM BESSEREN GEÄNDERT!

Lieber Herr Schreiber: Zu Ihrem Zeitungsartikel erlaube ich mir als ehemalige Lehrerin eine ganz persönliche Bemerkung. Es hat mich verärgert, dass Sie vor hundert Jahren, eigentlich prophetisch voraus-schreibend fordern, die Jugend sollte in der Schule mehr Höflichkeit und Anstand lernen, dass die Schule die Jugendlichen mehr beaufsichtigen sollte, dass das Lehrsystem sozusagen nur das Hirn trainiert, anstatt auch das Herz.

Bestimmt kennen Sie das Sprichwort: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Heute wie vor hundert Jahren vergisst man gerne und sehr schnell, dass die Kinder einige sehr wichtige Jahre im Elternhaus verbringen, bevor sie in den Kindergarten und in die Schule eingewiesen werden. Die Erziehung und Herzensbildung eines Kindes fängt somit lange vor der Schulzeit an! Meiner persönlichen Meinung nach ...


Piratenfest und Schuljahrsabschluss

Am 6.Juli 2007 war es soweit. Der letzte Tag des Schuljahres war erreicht. Das war mein nächster Einsatz als Fotografin. Meine Freunde lasen am nächsten Tag:

Liebe Freunde

Piratenalarm in Bauen!

Es musste Manches vorbereitet werden: Basteln von Hüten, Schwertern, Klassenzimmerdekorationen, Piratenlied einüben, Apéro herrichten für die Gäste (Eltern, Schulrat, Regierungsvertretung), mit der Religionslehrerin das spezielle Klassengebet für die Messe. Geplant war der Gottesdienst auf der Badewiese, der wurde aber wegen unsicherem Wetter in die Kirche verlegt. Stellt euch mal vor: In der Kirche sangen und beteten Piratenkinder! Die Schuljahreskerze wurde aufgestellt, sie sollte während der Ferien auf dem Altar niederbrennen, gute Ferienwünsche und der Segen des Pfarrers Bucher und der Katechetin Frau T.Studer sollten alle in den nächsten Wochen begleiten.

Vor dem besinnlichen Teil spielten die Kinder (1.-5.Klasse) im Pausenhof und in der Schule Piratenspiele, nach dem Kirchgang besammelten sich alle wieder im Klassenzimmer, wo das farbenfrohe Apéro das Schuljahr beendete. Es war für mich ein sehr eindrücklicher Tag. Wo werden sonst Schulklassen mit so viel Herz in die langen Ferien verabschiedet?

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfestt

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Silvia Tresch Anita Kempf

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfestt

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Dorf Bauen Uri Piratenfest

Das Fest kann beginnen!

Schule Dorf Bauen Piratenfest

Auf Spiel und Spass folgte wie schon erwähnt der besinnliche Teil in der Kirche.

Piratenkinder in der Kirche

Darauf der Apéro im Klassenzimmer (man beachte die Brötchen als Segelschiffe und die Getränke, die farblich auf Sommerferien und Südseeinseln anspielen), bereichert mit Piratenlied und Ansprachen an Kinder und Eltern.

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Piratenfest Urnersee Uri

Herr Beat Spitzer am Piratenfest

Piratenalarm in Bauen! stand auch im Urner Wochenblatt.

Den Schulschluss feierten die Bauener Klassen mit Spiel und Spass in ausgelassener Piratenstimmung. Der besinnliche Teil des Festes fand in der Kirche statt, geleitet von Herrn Pfarrer Bucher und Frau T. Studer. Auch Herr Beat Spitzer und der Schulrat wünschten beim in der Schulkombüse hergestellten Apéro allen Anwesenden stets eine "Handbreite Wasser unter dem Kiel".

Mit freundlichen Grüssen

Lehrerinnen-Team in Bauen


Gigathlon 2007 in Bauen

Eine kleine Kindergruppe versammelte sich am 11. Juli 2007 bei der alten Landstrasse, um die Sportler am Gigathlon 2007 anzufeuern. Sie gaben sich kröftig Mühe, den Athleten für den Aufstieg zum Seelisberg gute Wünsche mitzugeben. "Hopp Schwyyz!" "Duureheebe!" "Noch 934 Stufen!" Dieses Bild habe ich der Zeitung gesendet, es erschien im Urner Wochenblatt!

Gigathlon 2007 in Bauen Uri

Weiterer Link zum Gigathlon 2007 in Bauen mit vielen Fotos:

Fotos Gigathlon 2007 in Bauen

 


Freizeitvergnügen in Bauen

Hier wie überall sonst freuen sich die Kinder auf ihre Freizeit, die sie vor ihrer Haustür in der freien Natur oder auf dem grossen gepflegten Spielplatz geniessen können, Dabei habe ich festgestellt, dass das Wasser, vor allem die Uferzone, eine grosse Anziehungskraft auf sie ausübt. Hier kann man nämlich fischen. Die Kinder tun dies fast mit derselben Ruhe wie die Erwachsenen. Sie kennen sich aus, können genau erklären, wo und wann man am meisten Glück haben kann. Natürlich lockt der Urnersee, wenn die Sonne herunterbrennt, was diesen Sommer nicht gerade oft der Fall war. Wenn ein Schiff vorbeirauscht, werden die Wellen zur Freude der Schwimmenden grösser. Einen Sandstrand sucht man in Bauen vergebens, aber mit Badeschuhen kann man die manchmal etwas kantigen Steinchen vergessen.

So, hier einige Freizeitbilder:

Badeplatz in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Fisches Nachtgesang

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Christian Morgenstern

Freizeit in Bauen Uri

Fragt ein Spaziergänger einen Angler: "Na, beissen die Fische?"

"Nee, sie können sie ruhig streicheln."

Freizeit in Bauen Uri

Binsenlügen

Seitdem ich weiss,dass Fische miteiander plaudern
und gar nicht stumm sind, wie es immer wieder heisst,
beginne ich bei jedem Angelwurf zu zaudern,
aus Angst davor, dass einer in den Köder beisst.

Dass sich gewisse Fische vorzugsweise küssen
und seelisch keineswegs so kalt sind, wie es schien,
ist wissenschaftlich klar erwiesen, und wir müssen
uns korrigieren und daraus die Lehre ziehn:

Wir wissen wenig, und auch das nicht zur Genüge.
Wie manches Sprichwort macht, indem es scheinbar stimmt,
aus einer Binsenwahrheit eine Binsenlüge,
die man oft allzu unbesehen übernimmt!

Frodolin Tschudi

 

Fischen in Bauen Uri

Fischen in Bauen Uri

Fischen in Bauen Uri

Fischen in Bauen Uri

Bauen Uri

Bauen Uri

Bauen Uri

Bauen Uri

Bauen Uri

Bauen Uri

Heinz Erhardt

An einen Nichtschwimmer

Du kannst nicht schwimmen? Ach deshalb kriegen

dich nicht Baldrian, nicht Kampfer

auf einen Dampfer!

Doch neulich hast du ein Flugzeug bestiegen!

Kannst du denn fliegen?

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

Freizeit in Bauen Uri

 


Modeschau 2005 in der Schule

Unter der Leitung der Lehrerinnen I. Catena, M. Planzer, P. Walker und S. Tresch fand am 29.06.2005 in der Turnhalle eine fröhliche Modeschau statt. Die Schülerinnen und Schüler aus dem Kindergarten und der Primarschule hatten aus Plastiksäcken und mit viel Fantasie Hüte und Kleider geschneidert, die sie dann stolz den Zuschauern präsentierten.

Fotos: Frau Vreny Marty aus Bauen. Herzlichen Dank für die Bilder!

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

Modeschau 2005 in der Schule

 


Umstrittene Schulzeitverlängerung im Jahr 1959

Urner Wochenblatt / 33. Jahrgang, Juni 1959

Schattdorf: An der Einwohnergemeindeversammlung vom 15. Mai hat die Gemeinde Schattdorf den Beschluss gefasst, die Schulzeit für die Primarschulen zu verlängern. Wir gestatten uns, zu diesem Beschluss Stellung zu beziehen, und aus folgenden Gründen: Es ist erwiesen, dass die Lehrkräfte der Gemeinde Schattdorf in dieser Angelegenheit zu keiner Vernehmlassung eingeladen wurden. Diese enorme Schulzeitverlängerung betrifft in erster Linie die landwirtschaftliche Bevölkerung. Geschädigt werden vor allem die Bergbauern, weil ihnen dadurch die eigenen Hilfskräfte entzogen werden. Der Bergbauer ist sicher stark an der Heranbildung des eigenen Nachwuchses interessiert, was aber gerade durch diese enorme Schulzeitverlängerung verunmöglicht wird. Der Bauernberuf muss in jungen Jahren erlernt werden, aber bei dieser langen Schulzeit ist das doch eine Unmöglichkeit. Es ist unverantwortlich, dass der Bauernsame die eigenen, heranwachsenden Arbeitskräfte genommen werden. Diese Verlängerung der Schulzeit unterstützt die Landflucht und begünstigt die Abwanderung vom Bauernstand. Wir vermuten, dass der Schulrat absichtlich diese Angelegenheit vor diese Einwohner-Gemeindeversammlung brachte, während die Seilbahn Haldi-Schattdorf unbenützbar ist und aus diesem Grunde die Dorfgemeinde von den Bergbauern auch nicht besucht wurde. Wir haben nichts gegen eine angemessene Schulbildung, aber dieser Dorgemeindebeschluss ist für die Bergbevölkerung untragbar. Diese Schulzeitverlängerung fördert sicher die Schulmüdigkeit. Sind unsere Kinder einmal der Primarschule entwachsen und wünschen eine weitere Schulbildung, sind wir selbstverständlich bereit, ihnen eine weitere Bildung zu gewähren, und dazu bildet sich gute Gelegenheit in der Urner Bauernschule in Seedorf und in der Bergheimatschule in Gurtnellen. Wir protestieren gegen den Beschluss und gegen das Vorgehen des Schulrates und fordern Aufhebung und Abänderung des gefassten Beschlusses.

 


Was verlangen wir vom Mädchenturnen im Jahr 1959 ?

Urner Wochenblatt / 8. Juli 2009 / Vor 50 Jahren / Juli 1959

Seit Beginn der Verhandlungen um eine neue Schulordnung im Kanton Uri ist die Diskussion um das Mädchenturnen nicht mehr verstummt. Die Gegner bemühen sich, möglichst stichhaltige Gründe für ihre Ansicht zu finden und blicken dabei meist am Problem selber vorbei. Sie erblicken im obligatorischen Mädchenschulturnen sofort das "Gespenst" des Schauturnens der Frauen, wie dies zum Teil in neutralen Turnvereinen gepflegt wird. Im gleichen Atemzug befürchten sie damit ein Sinken fraulicher Art und fraulicher Würde, wie auch eine vermehrte Gleichstellung von Mann und Frau. Bevor wir auf diese Einwände eintreten, wollen wir uns einige Tatsachen vor Augen führen:

Bis zum 12. Altersjahr ist der Lebensprozess von Knaben und Mädchen praktisch fast der gleiche. Hier beginnt sich langsam mit dem Eintritt in das Pubertätsalter der Interesse- und Lebenskreis der beiden Geschlechter zu trennen. Für das Mädchen beginnt die langsame Vorbereitung auf seine zukünftige Aufgabe als Hausfrau und Mutter. Ist diese Doppelaufgabe etwa leichter zu erfüllen, als der Beruf des Mannes? (dass die Aufgabe der werktätigen Frau von dieser gleichviel verlangt, wie vom Mann, sollte klar sein). Nein, die Aufgabe der Hausfrau und Mutter ist bestimmt in sehr vielen Fällen sogar schwerer, als die des Mannes. Wie viele Frauen arbeiten nicht nur 8 Stunden im Tag, sondern 12, 13 und mehr! Es ist statistisch nachgewiesen, dass 55 % aller Volksschüler bereits Haltungsfehler aufweisen (Haltungsschwäche, Rundrücken, Steifrücken). Ist es aber nicht eine Ungerechtigkeit gegenüber der Frau, dass man bei den Knaben diese Fehler durch Turnunterricht beheben oder doch wenigstens lindern will, um sie möglichst gut auf ihren zukünftigen Beruf vorzubereiten, während man die Mädchen mit ihrer bestimmt schweren Aufgabe kurzerhand vernachlässigt?

Wir verlangen nicht:

dass die Mädchen auf öffentlichen Wegen und Plätzen "Schauturnen" darbieten,

dass die Mädchen öffentlich mit einem Turnkleid erscheinen müssen,

dass für das Mädchenturnen speziell ausgebildete Turnlehrerinnen angestellt werden sollen,

dass morgen in jeder Gemeinde mit dem Bau einer Turnhalle für die Mädchen begonnen werden soll.

Wie aber kann das Mädchenturnen bei uns durchgeführt werden?

1. Auf der Unterstufe kann gemischt (Knaben und Mädchen zusammen) geturnt werden. In verschiedenen Gemeinden des Kantons wird dies heute schon so durchgeführt. Wie bereits erwähnt, ist in diesem Alter zwischen der Lebensweise von Knaben und Mädchen kein grosser Unterschied.

2. Mit Rhythmik (Reigen und Singspiele) und Spielen kann auf der Mittel- und Oberstufe eine bessere Haltung erreicht werden. Bekanntlicherweise ist der Wert des Spieles gross. Sehr viele ehrw. Lehrschwestern würden diesen Turnunterricht sogar sehr gerne erteilen und eine Turnhalle wäre dazu auch nicht notwendig.

3. Auf allen Stufen könnten Spiel- u. Sportnachmittage veranstaltet werden: Wandern, Ski- und Schlittenfahren.


Drei Rezepte, um die Kinder schlecht zu erziehen.

Urner Wochenblatt / Vor 100 Jahren / Oktober 1909

1. Befiehl dem Kinde etwas, was du für recht und gut hältst. Wenn es nicht folgt, so sage es ihm noch einmal. Hilft auch das nicht, so rede lauter und stärker zu ihm. Dann fange an zu drohen. Sage dem Kinde, dass es die Rute haben müsse, wenn es nicht sofort gehorche. Aber strafe das Kind nicht, sondern drohe nur immer. Das nächstemal mache es wiederum so. Das wird ungehorsame Kinder geben, ungefähr wie Helis Söhne.

2. Wenn das Kind etwas haben möchte, das du ihm nicht gerne gibst, so sage kurz: "Nein!" Fährt es aber fort, dich zu bitten und zu plagen, so sage unwillig: "Hör mir aber jetzt gleich auf, du Bengel!" Aber das Kind steht nicht ab; es kennt dich und bettelt unartig und maulend weiter. Noch einmal verbietest du die Zudringlichkeit und die Belästigung: "Jetzt geht das Heulen los. Um Ruhe zu haben oder aus verkehrter Weichherzigkeit gibst du nach. Das Kind schweigt und weiss auch für die Zukunft den Weg, wie es alles erzwingen kann. An Herzeleid wird dir's nicht fehlen.

3. Der Junge kommt spät aus der Schule; er hat verweinte Augen; du fragst nach der Ursache. Er hat seine Aufgaben nicht gekonnt und nachsitzen müssen, um sie zu lernen. Die Mutter sagt: "Ich meine, der Lehrer sollte ein Einsehen haben mit den armen Kindern und sie nicht übermässig quälen." Der Vater teilt die Ansichten der schwachen Mutter und ergeht sich in Schimpfereien über den Lehrer. Die Mutter gibt dem Jungen ein Stück Kuchen zum Trost und meint: "Vom Lernen wird man nicht fett." Aus dem Schlingel kann was ganz Besonderes werden.

Das sind drei Beispiele verkehrter Erziehungsmethoden; sie sind aus dem Leben genommen und sind leider noch gar oft in Uebung.


1795 - 1970 Lehrkräfte in Bauen

Josef Bumbacher, Kaplan und Schulmeister, 1796-1805

Johann Melchior Baumann, Pfarrer, 1813-1816

Josef Martin Ulrich, Pfarrer, 1816-1822

Nikolaus Huber, Pfarrer, 1822-1826

Anton Gwerder, Pfarrer, 1826-1850

Franz Anton Zimmermann, Pfarrer, 1851-1856

Michael Gisler, Pfarrer, 1857-1859

Alois Bruhin, Pfarrer, 1859-1869

Andreas Imhof, Pfarrer, 1870-1877

Ambros Baumann, Pfarrer, 1877-1892

Dr. Jakob Bücheler, Pfarrer, 1893-1899

Josef Müller, Pfarrer, 1899-1902

Andreas Aschwanden, Schulmeister und Gemeindeschreiber, 1902-1808

Frl. Meyenberg Marie, Lehrerin, 1908-1911

 

Die ersten Lehrschwestern kamen bereits 1854 in den Kanton Uri und unterrichteten in fast allen Gemeinden. Als letzte Gemeinde erhielt Bauen 1911 für kurze Zeit zwei Menzinger Lehrschwestern:

Sr. Johanna Baptista Müller, Lehrschwester 1911-1912

Sr. Anselmina Willi, Lehrschwester, 1911-1915

 

Johann Aschwanden von Isenthal, Wachtmeister bis 1916 Turnlehrer

Frl. Marty Maria, Lehrerin, 1915-1917

Andreas Truttmann, Turnlehrer 1917-1918

Frl. Truttmann Josefina, Lehrerin, 1917-1922

Frl. Künzle Walburga, Lehrerin, 1922-1929

Frl. Kistler Paula, Lehrerin, 1929-1931

Frl. Durrer Alice, Lehrerin, 1931-1934

Frl. Kathriner Margrit, Lehrerin, 1935-1938

 

Von 1938- ? Lehrschwestern aus dem Institut Heilig Kreuz Cham

Sr. M. Irmina Henseler, 1938-1948

Sr. M. Ursulina Schafheutle, 1938-1942

Sr. M. Anna Lang, 1943-1953

Sr. M. Irene Lerf, 1949-1971?

Sr. M Augustina Schuler, 1954-1971?


1799-1998 Schulhausgeschichte Bauen

Wir wissen von Kaplan Josef Bumbacher, dass er Ende des 18. Jahrhunderts in einem "schönen und bequemen" Schulhaus unterrichtet habe. Das Unterrichtszimmer soll im Erdgeschoss des Pfarrhauses von Bauen gewesen sein. Es wurde vom Kapellengut und von der Gemeinde gemeinsam unterhalten. So blieben die Verhältnisse über eine lange Zeit.

Gut hundert Jahre später hat dann das Schulhaus den gesetzlichen Anforderungen, die an gesunde und helle Schulzimmer gestellt werden dürfen, nicht mehr genügt. Dem Inspektoratsbericht ist zu entnehmen, dass das Schulzimmer eng und sehr schlecht beleuchtet war und daher dringend erneuert werden sollte. Bis die Gemeinde zu einem Neubau bereit war, brauchte es seine Zeit.

Einen entscheidenden Anstoss gab sicher der Landsgemeindebeschluss vom 4. Mai 1902 über die Subventionierung von Schulhäusern: "Der Kanton gewährt den Gemeinden auf deren Ansuchen für Erstellung oder Ankauf von neuen zweckdienlichen Schullokalen oder für Erweiterung oder Verbesserung von solchen Beiträge von 15-25 Prozent der ausgewiesenen Kosten. Der Landrat erhält Auftrag, innert diesen Grenzen und in Anbetracht aller Verhältnisse jeweilen endgültig die Beiträge festzusetzen."

Der Landrat beschloss in der Folge am 26. Mai 1903 eine Vollziehungsverordnung zum erwähnten Landsgemeindebeschluss mit den genaueren Bestimmungen. Diese Verordnung wurde durch Landratsbeschlüsse vom 23. März 1911 revidiert.

Jetzt war auch Bauen bereit für einen Neubau. Man war sich aber über die Bauart eines neuen Schulhauses in der Gemeinde uneinig. Die einen befürworteten einen steinernen Bau. Andere machten dagegen geltend dass ein solcher Bau nicht in die Gegend passe. Ein Projekt für einen Steinbau wurde bereits dem Landrat zur Subventionierung unterbreitet. Man rechnete mit Kosten von Fr. 28487.-. Der Landrat sicherte am 10. April 1912 einen Kantonsbeitrag von 20 Prozent zu. Inzwischen wurde aber die "Heimatschutz" angerufen und ersucht, ein anderes Projekt vorzulegen, das der Eigenart des Dorfes mit Holzhäusern und Schindeldächern gerecht werden sollte. Der Vorstand der Heimatschutzkommission beauftragte den Architekten Otto Senn aus Zofingen mit der Ausarbeitung von Plänen. Nach mehrfachen Unterhandlungen mit Erziehungs- und Regierungsrat wurde schliesslich das neue Projekt von der Gemeindeversammlung Bauen angenommen.

Das von Otto Senn ausgeführte Schulhausprojekt war für die Innerschweiz typischer Holzbau mit steilem Giebeldach und Fensterverkleidungen, die in den Landesfarben gehalten waren. Es ist unverkennbar, dass der Architekt auf die charakteristischen, hablichen Wohnsitze im "oberen Baumgarten" (erbaut um 1700) oder auf die Wohnhäuser in der "Hofstatt" oder "Resti" Rücksicht nahm, um so den Charakter des Dorfbildes zu wahren. Der mit einem Brunnen belebte Aufstieg passte vorzüglich zum Ganzen.

Im Parterre war die Gemeindekanzlei und die Schulküche eingebaut, im ersten Stock ein grosses und ein kleines Schulzimmer. Ursprünglich war nur das grosse Schulzimmer für den Gesamtunterricht eingerichtet, während das kleine für die Arbeitsschule dienen konnte. Im Dachgiebel wurde eine Lehrerwohnung eingerichtet. Wie bei manchen Schulhäusern ging auch hier die Schönheit der äusseren Form auf Kosten einer inneren praktischen Einteilung. Leider gestattete das ansteigende Terrain die Anlegung eines Spiel- und Turnplatzes nicht mehr.

Im Schuljahr 1912/13 war es dann so weit: "Zum letzten Mal wurde die Schule im dunklen, ganz ungenügenden Lokale drunten am See gehalten. Der Schulinspektor ist erleichtert: "Was unmöglich schien, ist zur Wirklichkeit geworden. Der Neubau, der die Behörden durch Jahre hindurch beschäftigte, steht vollendet im Gewande des Heimatschutzes da und beherrscht die klassischen Gestade des Urnersees".

Inspektoratsbericht 1911/1912:

Der Bau eines Schulhauses, der nach Überwindung fast unglaublicher Schwierigkeiten Wirklichkeit geworden, wird es ermöglichen die gesetzliche Schulzeit zu erreichen.

Die Kosten des Neubaus beliefen sich auf 46000 Franken. Der Kanton leistete daran einen Beitrag von insgesamt Fr. 956148.-

Im Jahre 1998 erfuhr das Schulhaus eine Sanierung und wurde mit einem Anbau erweitert. Der Kantonsbeitrag belief sich auf insgesamt Fr. 616057.-

Es folgt aus dem Jubiläumsbuch der Raiffeisenbank Urner Unterland:

Bauen

Bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein besass die Gemeinde Bauen kein eigentliches Schulhaus. Schule wurde seit je im Kellergeschoss des Pfarrhauses gehalten. Trotzdem beschrieb der damalige Kaplan und Schulmeister Josef Brumbacher die Schullokalitäten in den "Schulberichten aus dem Kanton Uri von 1799" kurz und knapp: "Schulhaus ist hie ein schönes und bequemes." Mehr als hundert Jahre später genügten die Schulräumlichkeiten den Ansprüchen nicht mehr. Vor allem aber entsprachen sie den gestiegenen gesetzlichen Anforderungen nicht mehr. Der Erziehungsrat intervenierte, so dass die Gemeinde Bauen praktisch gezwungen war, einen Schulhausneubau in Angriff zu nehmen. Der neue Bau entstand in den Jahren 1912/13 in der Hofstatt. Die Pläne wurden vom Schweizer Heimatschutz kostenlos zur Verfügung gestellt. Unter der Bauleitung des Planentwerfers Otto Senn aus Zufingen entstand ein schöner Holzbau.

...

Die erste so genannte "Hilfsschule" in Uri entstand ausgerechnet im kleinen Dorf Bauen. Die Gründung dieser Institution für schulisch eher schwach begabte Kinder ging zum Teil von privater Initiative aus. Kinder aus verschiedenen Urner Gemeinden wie beispielsweise von Seelisberg und Flüelen besuchten diese Schule. Es kamen aber auch Schülerinnen und Schüler aus weiter entfernten Gemeinden wie beispielsweise Silenen und Morschach (SZ). 1958 wurden in Bauen die ersten Hilfsschüler unterrichtet. 1972 wurde die "Hilfsschule" wieder aufgelöst, da nun offizielle Hilfsschulen in den grösseren Urner Gemeinden geführt wurden.

Zwischen August 1998 und Juni 1999 wurde das Schulhaus in Bauen renoviert. Dies hatte zur Folge, dass er Primarschulbetrieb für ein Jahr nach Seedorf verlegt werden musste. Die Pläne für den Umbau stammten vom Altdorfer Architekturbüro Germann & Achermann. Nach Abschluss der Um- und Anbauten begann das neue Schuljahr im August 1999 wieder in Bauen. Das renovierte Schulhaus wurde am 25. September 1999 eingeweiht. Die Kosten der Bauarbeiten beliefen sich auf rund 1,35 Millionen Franken. Die grosszügig gestalteten Schulzimmer mit ihrer flexiblen Möblierung erlauben eine grosse Vielfalt im pädagogischen Bereich. Ausserdem kann so auch auf schwankende Schülerzahlen reagiert werden, was gerade in einer kleinen Gemeinde wie Bauen entscheidend ist.


1799 Schule in Bauen

Bericht von Joseph Bumbacher, seit November 1795 Kaplan und zugleich Lehrer in Bauen.

Anlass zu diesem Schreiben: In der Zeit der Helvetik hat die Zentralregierung in Aarau (Bildungsminister Stapfer) verlangt, dass in der ganzen helvetischen Republik eine erste schulstatistische Erhebung gemacht werde. Jeder Lehrer musste über seine Schulverhältnisse Auskunft geben.

Bauen Dystrickt Uri den 15. Hornung 99

I. Lokalverhältnisse

1. Bauen ist ein kleines Dörfchen, eine Gemeinde für sich, und gehört zu Pfarre und Agentschaft Seedorf.

2. Alle Häuser die zu dieser Schuhle gehören sind im Umkreise von einer Viertel Stunde, an der zahl 18

3. Meine Schuhle besuchen 17 Kinder = 3 aus der Nachbarschaft Seelisberg und Wissig

II. Unterricht

4. und gelehrt wird = lesen, schreiben, rechnen.

5. Die Schuhle wird von Martini bis im May gehalten.

6. Schuhlbücher? - Ich Giebe den Anfangren das Namen Büchelchen nach Anleitung der Normalschuhl in S. Urban. Lesebücher und moralische Erzählungen für Kinder von 8 bis 12 Jahren von Heinrich Herrman. Neues Handbuch der Jugend in Bürgerschulen. Ein Leitfaden zum Vorbereitungs Unterricht fürs bürgerliche Leben. Unterhaltungen eines Lehrers mit seinen Schuhlern über das Leben, die Lehre, die Schicksaale und Thaten Jesu für Kinder v. E. Z. Berthe. Gellerts Vabeln. Auserlesene Psalmbläter.

7. Mit den Vorschriften wird es gehalten nach der Vorschrift von St. Urban.

8. Die Schuhle daurt täglich 4 Stunden.

9. ja in Klassen abgeteilt sind Kinder.

III. Personal Verhaltnisse

10. Der Schuhllehrer ist bis anhin von den gesamten Kirchgenossen durch die Mehrheit der Stimmen gewahlt worden.

b. Der itzige heisst Joseph Bumbacher von Menzingen und 33 Jahr alt;

c. hat eine Mutter, 3 Geschwister zum theile zu unterhalten,

f. steht 3 1/2 Jahre im Amt.

g. Ehevor war Er Kaplan auf dem Satel.

h. ist zugleich Seelsorger.

11. Als Schuhl Lehrer zog ich jährlich von der ehemaligen Rgierung 6 gl. Das wurde mir allemal im Monat April ausgezahlt, und sonst keinen Angster mehr. Reichte nicht hin Papier und Schulbüchelchen anzuschaffen; was ich doch thun musste, wenn ich meiner Schuhle Eigang schaffen wollte; dennn man hate Anfanglich so eine Abneigung gegen meine Lehr Art dass es auf der Spitze stund kein Schuhlkind zu bekommen, ich hielt an man solt es einen Winter probiren, es hat mir geglückt; alles ist so zufrieden dass sie sich einen Andren Methode wiedersetzen würden.

Schuhlhaus ist hier ein schönes und bequemes, wird vom Kapellen gut soweit dieses hinreicht, und 12. dann von den Gemeindegenossen unterhalten.

Jos. Bumbacher, Kap. Schuhl Mstgr. Des Orts.

Kaplan und Schulmeister Josef Bumbacher, gebürtig aus Menzingen, nahm sich auch der Ausbildung von Alberich Zwyssig an. Diesen unterrichtete er später auch im Pfarrhaus Menzingen und bahnte ihm den Weg ins Kloster Wettingen.


Hoffentlich ging es in Bauen nicht so zu, wie es Jeremias Gotthelf im "Leiden und Freuden eines Schulmeisters" beschreibt:

Schulbetrieb

Allhier erzieht man die Jugend.
Zu jeder Wissenschaft und Tugend;
Auch bearbeitet man unartigen Kindern
Den widerspenstigen Hintern -
Und zieht daraus zur Not
Sein tägliches kärgliches Brot.


1799-2007 Schülerzahlen in Bauen

1799 Total 17 Kinder

1877/78 13 und 12 (erste Zahl Knaben, zweite Zahl Mädchen)
1878/79 13 und 13
1879/80 14 und 16
1880/81 16 und 14
1881/82 11 und 13
1882/83 11 und 13
1883/84 9 und 10
1884/85 11 und 12
1885/86 10 und 6
1886/87 7 und 9
1887/88 5 und 8
1888/89 4und 5 (Privatunterricht in Isleten)
1889/90 3 und 4 (Privatunterricht in Isleten)
1890/91 3 und 3 (Privatunterricht in Isleten)
1891/92 1 und 2 (Privatunterricht in Isleten)
1892/93 1 und 2 (Privatunterricht in Isleten)
1893/94 1 und 2 (Privatunterricht in Isleten)
1894/95 2 und 8
1895/96 2 und 8
1896/97 3 und 10
1897/98 7 und 10
1898/99 5 und 6
1899/00 5 und 8
1900/01 5 und 10
1901/02 5 und 11
1902/03 8 und 11
1903/04 9 und 14
1904/05 13 und 14
1905/06 8 und 21
1906/07 18 und 19
1907/08 18 und 17
1908/09 16 und 13
1909/10 15 und 6
1910/11 15 und 11
1911/12 15 und 14
1912/13 15 und 17
1913/14 14 und 15
1914/15 18 und 19 (Ganzjahr - Halbtag)
1915/16 20 und 20
1916/17 17 und 15
1917/18 16 und 16
1918/19 17 und 18
1919/20 20 und 15
1920/21 19 und 13
1921/22 21 und 13
1922/23 19 und 11
1923/24 22 und 12
1924/25 19 und 11
1925/26 15 und 11
1926/27 13 und 13
1927/28 12 und 14
1928/29 10 und 15
1929/30 9 und 11
1930/31 10 und 10
1931/32 10 und 14
1932/33 13 und 13
1933/34 14 und 13
1934/35 13 und 13
1936/37 20 und 17
1938/39 23 und 17
1940/41 26 und 19
1942/43 28 und 13
1944/45 27 und 14
1946/47 21 und 10
1948/49 20 und 12
1950/51 19 und 16
1952/53 16 und 21
1954/55 14 und 25
1956/57 12 und 23
1958/59 14 und 22
1960/61 16 und 22
1962/63 19 und 26
1964/65 17 und 24
1966/67 22 und 18
1968/69 17 und 17
1981/82 8 Kindergarten und 14 Primarschule
1982/83 7 Kindergarten und 13 Primarschule
1983/84 5 Kindergarten und 14 Primarschule
1985/86 5 Kindergarten und 15 Primarschule
1987/88 8 Kindergarten und 13 Primarschule
1989/90 7 Kindergarten und 10 Primarschule
1991/92 13 Kindergarten und 12 Primarschule
1993/94 7 Kindergarten und 24 Primarschule
1995/96 8 Kindergarten und 29 Primarschule
1996/97 5 Kindergarten und 22 Primarschule
1998/99 7 Kindergarten und 19 Primarschule
2000/01 8 Kindergarten und 19 Primarschule
2002/03 5 Kindergarten und 13 Primarschule
2004/05 ?
2006/07 0 Kindergarten und 15 Primarschule


Drei Rezepte, um die Kinder schlecht zu erziehen.

Urner Wochenblatt / Vor 100 Jahren / Oktober 1909

1. Befiehl dem Kinde etwas, was du für recht und gut hältst. Wenn es nicht folgt, so sage es ihm noch einmal. Hilft auch das nicht, so rede lauter und stärker zu ihm. Dann fange an zu drohen. Sage dem Kinde, dass es die Rute haben müsse, wenn es nicht sofort gehorche. Aber strafe das Kind nicht, sondern drohe nur immer. Das nächstemal mache es wiederum so. Das wird ungehorsame Kinder geben, ungefähr wie Helis Söhne.

2. Wenn das Kind etwas haben möchte, das du ihm nicht gerne gibst, so sage kurz: "Nein!" Fährt es aber fort, dich zu bitten und zu plagen, so sage unwillig: "Hör mir aber jetzt gleich auf, du Bengel!" Aber das Kind steht nicht ab; es kennt dich und bettelt unartig und maulend weiter. Noch einmal verbietest du die Zudringlichkeit und die Belästigung: "Jetzt geht das Heulen los. Um Ruhe zu haben oder aus verkehrter Weichherzigkeit gibst du nach. Das Kind schweigt und weiss auch für die Zukunft den Weg, wie es alles erzwingen kann. An Herzeleid wird dir's nicht fehlen.

3. Der Junge kommt spät aus der Schule; er hat verweinte Augen; du fragst nach der Ursache. Er hat seine Aufgaben nicht gekonnt und nachsitzen müssen, um sie zu lernen. Die Mutter sagt: "Ich meine, der Lehrer sollte ein Einsehen haben mit den armen Kindern und sie nicht übermässig quälen." Der Vater teilt die Ansichten der schwachen Mutter und ergeht sich in Schimpfereien über den Lehrer. Die Mutter gibt dem Jungen ein Stück Kuchen zum Trost und meint: "Vom Lernen wird man nicht fett." Aus dem Schlingel kann was ganz Besonderes werden.

Das sind drei Beispiele verkehrter Erziehungsmethoden; sie sind aus dem Leben genommen und sind leider noch gar oft in Uebung.


1799 Volksschulen, statistische Übersicht (Auszug aus Bericht)

Quelle: Geschichte des neuen Schulwesens von Gottfried Ab Egg, Prof. an der Kantonsschule in Altdorf

Veröffentlicht in den "Pädagogischen Blättern"

... Wir schliessen mit der statistischen Übersicht über die Volksschulen am Ende des vorigen Jahrhunderts.

1799 gab es 22 Schulen (und 2 Lateinschulen) mit etwa 28 Lehrkräften.

Von dem Lehrpersonal bestand die Hälfte aus Priestern. Schulhäuser gab es 5. Die Besoldung war sehr verschieden. Der geringste Lohn war das blosse Schulgeld, der höchste betrug 222gl., Orgeldienst inbegriffen (Andermatt. Der Lehrer in Altdorf bezog 217 gl.)

Der Unterricht wurde von circa 699 Kindern besucht.

Schule wurde fast überall nur im Winter gehalten, nur in 5 Gemeinden auch im Sommer mit etwa 100 Schülern.

Die tägliche Schulzeit schwankte zwischen 2 und 6 Stunden.

Gelehrt wurde an 15 Orten Lesen und Schreiben und an 5 weitern kommt noch Rechnen dazu. Von 3 ist es nicht bekannt.

Klasseneinteilung hatten 10 Schulen, 7 keine, von 5 unbekannt.

Für den Unterricht verwendete man die St. Urbanerschulbücher (Crauers Katechismus heute noch), Vorschriften, Briefe, an einigen wenigen Orten behalf man sich ohne Schulbücher.


1805 Schulzeit

Seit 1805 war das Schulobligatorium auf drei Klassen festgesetzt und die Schulzeit blieb an den meisten Orten auf die Winterzeit beschränkt. An vielen Schulen wurde nur am Vormittag unterrichtet. Das konnte natürlich kaum zu guten Schulleistungen führen. Daher empfahl der Erziehungsrat 1856 den Gemeinden zur Verbesserung der Primarschulen, zusätzlich Sonntagsschulen, (später Repetierschulen) einzuführen, in denen der Unterrichtsstoff auch nach der obligatorischen Schulzeit vertieft werden konnte. Erst mit der Schulordnung von 1857 wurde die Schulpflicht auf sechs Jahre ausgebaut.

1911 In Bauen war die Schule eine reine Halbjahr- und Halbtagsschule. Das Schuljahr begann nach Martini (November) später dann im Oktober und dauerte bis Ostern. Der Unterricht war zu gewissen Zeiten aufgeteilt in eine Vor- und Nachmittagsabteilung. Es ist höchste Zeit, einmal eine Einrichtung zu treffen, dass der Schulordnung betreffend der Schulzeit nachgelebt werden kann.

1912 wurde erstmals auch die Sommerschule gehalten; diese war aber vorerst nur für die unteren drei Klassen obligatorisch. Trotzdem wurde die gesetzliche Vorschrift in der Unterschule mit 600 Stunden nur ganz knapp erreicht. Bei der Oberschule blieb sie mit 460 Stunden weit hinter derselben zurück.

1916: Die Dorfgemeinde hat am 24. April 1916 eine beträchtliche Verlängerung der jährlichen Schulzeit beschlossen, wodurch der Schulbesuch bis Ende Mai für alle 7 Klassen obligatorisch und die obligatorische Sommerschule auf die 1.- 4. Klasse ausgedehnt wurde. Somit wurde der Schulordnung Genüge geleistet. Turnen gab bis 1916 Wachtmeister Johann Aschwanden von Isenthalt. Ihm folgte dann für ein Jahr Andreas Truttmann. 1918 hat der Schulrat in der Winterzeit die Ganztagschule angeordnet.


1877-1913/14 Schulinspektionsberichte

1877

Bauen: Auch hier war mir die Eintheilung nicht klar genug. Der zahlreichen Unterklasse scheint die Anleitung zum Schreiben nur mangelhaft zu Theil geworden zu sein; die Rechenmethode wäre dagegen ganz gut; nur muss der hochw. Herr Lehrer eines ruhigen und deutlichen Vortrages sich befleissen. In den saubergeschriebenenen Briefchen der Oberklasse ist der häufigste und auffallendste Fehler die Vermischung der Fürwörter "Sie" und "Ihr".

Eingehendere Berichterstattung der Zukunft überweisend, bemerke ich nur, dass hier ganz besonders beachtet werden sollte der himmlische Friedensruf: "Pax hominibus bonae voluntatis"! Mögen doch Alle, die eines guten Willens sind, friedlich und wohlwollend zusammenwirken zum Heile des ehedem so wohlgeordneten Gemeinwesens, das leider an tiefen Wunden n o c h blutet.

1878/79

Bauen: Unter 26 Kindern gehören hier nur 2 der Oberklasse an, während doch letztes Jahr die Mittelklasse 8, die Oberklasse 5 Schüler zählte. Ein solches Zahlenbild ist nicht gerade ein Merkmal hoher Blüthe. In der That wollte der hochw. Herr Lehrer den Lerneifer seiner Zöglinge nicht sehr rühmen; von anderer Seite vernehme ich, auch der Hr. Lehrer zeige wenig Lust, den Sonnenschein seiner Zeit und Kraft der Schule zuzuwenden. Beides wird sich gegenseitig bedingen. Das kann aber und soll anders werden. Ist auch die Zahl der Kinder klein, so bietet sie doch immerhin ein Feld lohnender Bethätigung. Eine Kinderseele bilden ist ohne Zweifel das erhabenste Kunstwerk; gering ist dagegen, was je der Pinsel eines Raphael geschaffen hat.

Aus diesen Bemerkungen möge man jedoch nicht schliessen, diese Schule liege gänzlich im Argen. Die reglementarischen Fächer finden sich vor, wenn auch mit Ausnahme des Lehrers in nicht ganz genügenden Leistungen. Der Lehrton hat sich gebessert, wenn man auch die ruhige, selbstbewusste Klarheit noch etwas vermisst. Die Lehrmittel sind passend, das Lokal genügend, der Schulbesuch ziemlich fleissig; die Kinder scheinen bildungsfähig. Hinsichtlich der Methode würde ich hier das Buchstabiren dem Lautiren vorziehen; im Kopfrechnen, sodann im Anschauungsunterricht ist mir dieselbe nicht klar geworden. Ich wiederhole: es kann und soll, - hoffe aber auch, es wird hier besser werden.

1879/80

Bauen: Abgesehen von der etwas schwachen ersten Abtheilung können die Leistungen dieser Schule als nahezu befriedigend bezeichnet werden, wenn nicht die Oberklasse gänzlich fehlte, weil die zwei Vertreter, nicht zwar des Kantons im Ständerath, aber doch der höhern Bildung in der Schule von Bauen, in der Mittelklasse stecken blieben. Weil es sich jedoch um den Benjamin unserer souveränen Gemeinden handelt, dürfen wir wohl ein Auge zudrücken. Und dies umsomehr, als der h. Hr. Pfarrer die Lehrstelle, die sich bei seiner schwankenden Gesundheit mit der Seelsorge nicht recht vereinigen liess, niederlegte und mit bedeutenden finanziellen Opfern eine tüchtige Lehrkraft für dieselbe gewonnen hat. Wir zweifeln überigens nicht, dass die Gemeinde Bauen, wohlhabend und nobel, wie sie ist, es sich nicht wird nehmen lassen, die hieraus erwachsende Last nach Billigkeit mit ihrem Seelsorger zu theilen, wie sich auch an den daraus erblühenden Vortheilen mit ihm theilnimmt.

1881/81

Bauen: Hat neben dem, woweit wir bemerkt, bloss aus 2 pflichtigen bestehenden Repetitionskurse, eine sechsklassige, gemischt Schule, unter einer Lehrerin, der Ehrw. Schwester M. Louise von Menzingen. Schülerzahl 30: 47 Absenzen, sämtliche entschuldigt. Ehrenmeldung verdienen 16 Kinder, worunter 14 gar nie gefehlt haben - ein glänzendes Resultat.

Unsere Erwartungen waren, nach den aus den Berichten früherer Jahre geschöpften Voraussetzungen nicht hoch gespannt, um so freudiger überraschten uns die wirklich recht befreidigenden Leistungen dieser Schule, die musterhafte Desziplin und der gute Geist, den wir unter diesem kleinen Völklein herrschend fanden. Was in Betracht der bestehenden Verhältnisse geleistet werden konnte, wurde auch geleistet, und die Kenntnisse der grossen Mehrzahl im Lesen, Schreiben und Rechnen, im Anschauungsunterrichte und Aufsatze verdienen durchschnittlich eine gute Note. Besonders angesprochen hat uns das verständnissvolle Wiedererzählen des Gelesenen, und die Vertrautheit der Oberklasse mit den Anfängen in der vaterländischen Geschichte.

Die Ehrw. Schwester Lehrerin hat mit seltenem Erfolge gearbeitet, so dass wir ungemein bedauern würden, wenn diese vorzügliche Lehrkraft der so frisch und kräftig aufblühenden Schule von Bauen schon wieder sollte entzogen werden, ihr gebührt nebst der 1. Note der wohlverdiente Dank der Schulbehörde.

Referent glaubt, es verantworten zu können, die Schule selbst ebenfalls in die 1. Klasse einzureihen, in der Voraussetzung, dass dieselbe fortan rüstig weiter schreiten werde auf der betretenen Bahn.

Dem Berichte des Schulrathes ist zu entnehmen, dass derselbe 5 Sitzungen gehalten und 4 Male die Schule besucht habe.

Als wichtigste Verhandlungsgegenstände werden notirt: Anstellung einer Lehrschwester, Theilung der Schule in Vor- und Nachmittags-Schule, Einführung von Schulprämien, Anhaltung von 3 Kindern zum Schulbesuche.

Wir erblicken in diesem Berichte einen Beweis, dass der 1. Schulrath Bauen der Hebung und Förderung des Schulwesens ein lebhaftes Interesse entgegen trägt.

1913/14

Bauen: Das neue Schulhaus konnte im Herbst bezogen werden; seine freundlichen Räumlichkeiten verfehlten nicht, einen belebenden Einfluss auf Lehrerin und Schüler auszuströmen. Die Schule, von ein und derselben Lehrerin, Sr. Anselmina Willi (Inst. Menz.), geleitet, zerfällt in zwei gemischte Abteilungen; die U n t e r s c h u l e, 5 Knaben und 12 Mädchen, rückte jeweilen am Nachmittag, die O b e r s c h u l e, 9 Knaben und 6 Mädchen, aber am Vormittag ein. Für die 3 untern Klassen ist der Besuch der Sommerschule obligatorisch; aber dennoch wird das gesetzliche Minimum der Stundenzahl nur ganz knapp erreicht und die Oberschule bleibt weit hinter demselben zurück. Wenn die Gemeinde Realp mit ungefähr gleich vielen Einwohnern in diesem Jahre eine zweite Lehrkraft anstellen konnte, so sollte dies auch in Bauen, das über weit günstigere finanzielle Mittel verfügt, möglich sein.

Der Präsident und Ausschuss des Schulrates besuchten die Schulen zweimal; der Bericht meldet 5 Sitzungen.


1875-2009 Schulpräsidenten in Bauen

Andreas Imhof, Pfarrer, 1875-1878

Josef Infanger, Gemeindepräsident, 1878-1880

Stefan Aschwanden, Gemeindepräsident, 1880-1884

Johann Arnold, Landrat, 1884-1888

Karl Martin Aschwanden, Gemeindepräsident, 1888-1889

Stephan Ziegler, 1889-1981 und 1899-1900

Johann Josef Kempf, 1891-1892

Johann Josef Aschwanden, 1892-1894

Josef Maria Aschwanden, 1894-1899

Andreas Aschwanden, 1902-1906

Alois Aschwanden, 1902-1906

Martin Zwyssig, 1906-1910

Johann Josef Infanger, Landrat, 1910-1912

Dr. Paul Schatzmann, Direktor Isleten, 1912-1924

Josef Gisler, Isleten, 1924-1936

Franz Aschwanden, Isleten, 1936-1947

Elias Aschwanden, 1947-1949

Josef Truttmann, Schützen, 1949-1952

Johann Aschwanden, Korp. Rat, 1953-1962

Peter Arnold, Isleten, 1963-1966

Hans Arnold, Landwirt, 1967-1969

Wilfrieda Ziegler- Wipfli, Hausfrau, 1970-1976

Adelgund Flury-Baumgartner, 1977-1980

Herbert Infanger, Bauführer, 1981-1984

Jost Marty, Schulinspektor, 1985-1988

Heinrich Arnold, Bauzeichner, 1989-1992

Bruno Stamm, Chemikant, 1993-1996

Gottlieb Münger, kaufm. Angestellter, 1997-1998

Markus Schuler, Unternehmer, 1999-2002

Marilyne Zemp, Wirtin, 2003-2006

Markus Sigrist, Dr. chem., 2007-2009


1979-1998 Wanderkindergarten in Bauen

Im Jahre 1979 wurde in Bauen der Wanderkindergarten eröffnet: An einem Tag pro Woche kam eine Kindergärtnerin, die von der Gemeinnützigen Gesellschaft Uri angestellt war und vom Kanton subventioniert war, nach Bauen und unterrichtete dort erstmals die Kinder. Die Wanderkindergärtnerin betreute an den andern Tagen in andern Urner Gemeinden den Kindergarten. Der Wanderkindergarten wurde bis 1998 weitergeführt.


Herzlichen Dank an Herrn Markus Sigrist, der mir viele Unterlagen, Zahlen und Berichte über die Schule in früheren Zeiten gegeben hat.


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