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Meine privaten Stimmungsbilder und Gedanken zu Bauen am Urnersee

 


 

Mondlicht Spiegelbild

Wenn das Wasser ist wie ein Spiegel,

kann es den Mond anschauen.

(Dschelal ed-Din Rumi)

 


 

Herbst

 

Lob des Herbstes

Der Herbst, der heute gibt und nimmt,
Bald uns erfreut, bald uns verstimmt,
Er soll uns dennoch wohlgefallen,
Weil er's doch gut meint mit uns allen.

Wir wollen uns für seine Gaben,
Woran wir uns erfreu'n und laben,
Recht dankbar alle Zeit erweisen,
Und wollen ihn freudig loben und preisen.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

 


 

Abendrot

 

Die himmlischen Kleider

Wo holt sich die Erde die himmlischen Kleider?
Beim Wettermacher, beim Wolkenschneider.
Sie braucht keine eitlen Samte und Seiden,
sie nimmt, was er hat, und trägt froh und bescheiden
das Regenschwere, das Flockenleichte,
das Schattenscheckige, Sonnengebleichte,
das Mondgewobne und Sternbestickte,
das Windzerrissene, Laubgefleckte,
das Gockelrote, das Igelgraue,
das Aehrengelbe, das Pflaumenblaue,
das Gräserkühle, das Nesselheisse,
das Hasenbraune, das Schwanenweisse -
und schlendert die Jahre hinauf und hinunter:
je schlichter, je lieber, je schöner, je bunter.

Von Christine Busta

 


 

Abendrot

 

Der Wert der Zeit

Sequoya, ein Cherokee, der Geschichte machte

Um den Wert eines Jahres zu erfahren, frage einen Studenten, der im Schlussexamen durchgefallen ist.
Um den Wert eines Monats zu erfahren, frage eine Mutter, die ihr KIND zu früh zur Welt gebracht hat.
Um den Wert einer Woche zu erfahren, frage den Herausgeber einer Wochenzeitschrift.
Um den Wert einer Stunde zu erfahren, frage die Verlobten, die darauf warten sich zu sehen.
Um den Wert einer Minute zu erfahren, frage jemanden, der seinen Zug, seinen Bus oder sein Flugzeug verpasst hat.
Um den Wert einer Sekunde zu erfahren, frage jemanden, der bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille gewonnen hat.

Die Zeit wartet auf niemanden. Sammle jeden Moment, der dir bleibt, denn er ist wertvoll. Teile ihn mit einem besonderen Menschen und er wird dir noch wertvoller.

 


 

loewenzahn

Welkes Blatt

Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will
Einmal Herbst und Welke spüren.
Halte, Blatt, geduldig still,
Wenn der Wind dich will entführen.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht,
Lass es still geschehen.
Lass vom Winde, der dich bricht,
Dich nach Hause wehen.

Hermann Hesse

 


 

Bauerbach

Come il fiume che scorre

di Paulo Coelho

Essere come il fiume che scorre
silenzioso nella notte,
senza temere le tenebre.
Se ci sono stelle nel cielo, rifletterle.
E se i cieli si riempiono di nubi,
così come il fiume, le nubi sono d'acqua;
riflettere anch'esse, senza timore,
nelle tranquille profondità.

 


 

Sommer Freude

Freue dich mit mir! Es ist so traurig, sich allein zu freuen.

Gotthold Ephraim Lessing


 

Almas Sternensee

Heavenly Path

Like statues in the stillness of the night
Amidst a cloud of billowing gray
Our souls feel an ever-present tranquility
Enveloped with incredible peace
As our hearts pound with such fervor
Knowing we will always be there

Radiating our soul to soul connection
From now to the next millennium
Bound forever in this stillness
As we progress in each other arms
Creating an ever-lasting devotion
Accepting what was clearly meant to be

Gazing out into the white crashing waves
Over the Mother Nature's powerful sea
Moonlight beams dance across the horizon
Creating the illumination to show us both
How incredible the journey that will follow
As we allow each rise and fall of the ocean

Effortlessly as we join in our new discovery
Meshing with every ebb and flow
Blissful yet astounded by our rapture
Arriving to a hearth of warmth and love
Never again to be longing for another
Intrinsically destine to this realm of calm

The platinum moon giving us her approval
Enlightening us with rays of jubilance
As we both glisten from the ocean's spray
For it was the Heavens above paving the way
Leading us here to this precious moment
Now taking flight like winged angels

with the kind permission by

© Alma DeLaCruz Gossman September 11, 1999

 

panta rhei

 


 

Herbst 2011 Bauen

 

Moments of Engagement

Waking to the warmth of the Sun as it rises from the East
... Realization of the blessings and abundance that lay before you
Dew drops still lingering on each leaf and blade of grass glisten
Birds serenading as they flutter about us as we intently listen

Nature invigorating us with new found energy and faith
Bring joy to a special friend by just being there for them
Petals of flower reaching up and out to straight up the sky
Captivating a bright smile of a child who catches your eye

Awareness of how the universe brings us such abundance
Holding hands and taking in the scenery with the one you love
Hugging someone you have not seen so show them you care
Watching those who truly love what they do and are so unaware

Actively listening to someone who later is so relieved you were there
Becoming one with someone even though that was not the goal
Enjoying our youth how to really play and to invent their own new toy
Loving in a way you never thought would bring you such absolute joy

Acceptance that you are being merely what you are without fanfare
Joyful connections with kindred spirits that understand without saying
Dancing exuberantly as if flying among the birds as they soar with you
Those first kisses that grip your soul and makes you wish to never let go

Enveloping the one you so deeply love sealing eternally that sacred bond
Dedicating the love you have for someone in poetry, song or a painting
Continuing to connect in each special present moment loving intention
Sleeping the night away dreaming of all the special moments of engagement

Alma De La Cruz Gossman

Thank you so much, dear Alma!

 


 

Silberlicht

Hermann Hesse

Im Altwerden

Jung sein und Gutes tun ist leicht,
Und von allem Gemeinen entfernt sein;
Aber lächeln, wenn schon der Herzschlag schleicht,
Das will gelernt sein.

Und wem's gelingt, der ist nicht alt,
Der steht noch hell in Flammen
Und biegt mit seiner Faust Gewalt
Die Pole der Welt zusammen.

Weil wir den Tod dort warten sehen,
Lasst uns nicht stehen bleiben.
Wir wollen ihm entgegengehn,
Wir wollen ihn vertreiben.

Der Tod ist weder dort noch hier,
Er steht auf allen Pfaden.
Er ist in dir und ist in mir,
Sobald wir das Leben verraten

 


Sommerferienanfang 2009 / Ein neuer Tag erwacht

Morgens um halb sechs Uhr

 

Die Mythen im Morgenrot

 

Die verschlafene Schiffsstation

 

Ruhe über dem Wasser

I have arrived. I am home.

In the here. In the now.

I am solid. I am free.

In the ultimate I dwell.

Thich Nhat Hanh

Spiegelbild

"Steht nicht an meinem Grab und weint,

ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht.

Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees,

ich bin das diamantene Glitzern des Schnees,

wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen,

dann bin ich für euch verborgen,

ich bin ein Vogel im Flug, leise wie ein Luftzug,

ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht.

Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht."

Lakota

Kein Boot in Sicht

 

Ruhe pur

 

"Wie lange leben wir auf Erden?

Nicht für immer, nur eine kleine Spanne.

Jade zerbricht, Gold wird zerdrückt, Quetzalfedern knicken.

Nichts dauert auf Erden, alles lebt nur einen Hauch lang.

Unsere Zeit ist geliehen, im Nu müssen wir sie hinter uns lassen."

Azteken

 

Der nächste Dampfer kommt bestimmt

 

Röteli beim Morgenputz

 

Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.

Ernest Hemingway, 21.07.1899 - 02.07.1961

Nun zu allem bereit

 


 

Chuee am Waldrand

 

Manni Matter : Chüe am Waldrand

Är isch mit sire Schtaffelei am Sunndig über Land,
und het es Süsche gsuecht won'är chönnt male.
Da trifft sy Künschtlerblick uf'ene Chue am Waldesrand,
är gseht, das git es Meischterwärch, nid's zahle.

Er schtellt sech uf und malt zersch links der Wald im Hintergrund,
e Hügel rächts, chli Himmel no derzue.
Druf macht'er vorne z'Gras mit vil'ne Blueme drinn und chunnt,
am Schluss zur Houptsach, nämlech zu dr Chue.

Är mischt uf syr Palette zarti Brun, mit gschickter Hand,
und dunkt der Pinsel dry, und setzt'nen'a,
doch won'er jetz e letschte Blick wirft uf sy Gägeschtand,
isch plötzlech - o herrje - d'Chue nümme da.

Das uferschandte Tier isch usegloffe us sim Bild,
kei Mönsch weis, was vo dert ihn's het vertribe,
sy isch nümm zrugg cho, ou won'är grüeft und gwunke het wie wild,
e wisse Fläck isch uf der Linwand blibe.

No lang, a sälbem Sunntig, het är gwartet a der Schtell,
het gwartet vor sir Schtaffelei, dass da,
es bruchti nid die glychi d'sy, e Chue derthäre well,
wo ihn no würd sys Bild vollände la.

Doch d'Wält isch so perfid, dass sy sech sälte oder nie,
nach Bilder, wo'mer vore gmacht hei richtet,
so hei ou uf der Matte die banousehafte Chüe,
dä Aasatz zum'ne Meischterwärch vernichtet.

 


 

C'è un tempo per tutte le cose

di Paulo Coelho

Un tempo per nascere, un tempo per morire.
Un tempo per piantare, un tempo per sradicare la pianta.
Un tempo per uccidere, un tempo per guarire.
Un tempo per distruggere, un tempo per costruire.

Un tempo per piangere, un tempo per ridere.
Un tempo per gemere, un tempo per ballare.
Un tempo per scagliare pietre, un tempo per raccogliere sassi.
Un tempo per abbracciare, un tempo per separarsi.

Un tempo per cercare, un tempo per perdere.
Un tempo per conservare, un tempo per gettare via.
Un tempo per strappare, un tempo per ricucire.
Un tempo per tacere, un tempo per parlare.

Un tempo per amare, un tempo per odiare.
Un tempo per la guerra, un tempo per la pace.

 

Stimmung Sonnenuntergang

 


Der Orion über Flüelen und Urnersee
Foto Michael Scherer: Orion über Flüelen und Urnersee

Ich will bis in die Sterne
Die Fahne der Liebe tragen;
Sie soll auf einer Wolke
Ob sämmtlichen Himmeln ragen.

Ich will im hohen Äther
Anstimmen erhabne Lieder,
Will rühmend eine Pauke
Unendlicher Ehre schlagen.

Orion und Plejade
Sie sollen im Tanze kreisen,
Und Sohre freudig horchend
Das eigene Spiel vertagen.

Tief unter mir die Wüsten,
Die sandigen, ungeheuern,
Sie sollen blüh'n und grünen
Gleich himmlischen Rosenhagen.

"Warum, Hafis?" so fragst du.
Wie magst du so thöricht fragen?
Es lächelte mir die Freundin,
Es endeten alle Klagen.

Georg Friedrich Daumer

 


 

Nebelschwaden auf Urnersee
Foto Michael Scherer: Nebelschwaden auf Urnersee

 

Kopernikanische Charakter gesucht

Wenn der Mensch aufrichtig bedächte:
dass sich die Erde atemlos dreht;
dass er die Tage, dass er die Nächte
auf einer tanzenden Kugel steht;
dass er die Hälfte des Lebens gar
mit dem Kopf nach unten im Weltall hängt,
indes sich der Globus, berechenbar,
in den ewigen Reigen der Sterne mengt,
wenn das der Mensch von Herzen bedächte,
dann würd er so, wie Kästner werden möchte.

Erich Kästner

 

Gewitterstimmung am Urnersee
Foto Michael Scherer: Gewitterstimmung am Urnersee

 

Der Blitz hat mich getroffen.
Mein stählerner, linker Manschettenknopf
ist weggeschmolzen, und in meinem Kopf
summt es, als wäre ich besoffen.
Der Doktor Berninger äusserte sich
darüber sehr ungezogen:
Das mit dem Summen wär' typisch für mich,
das mit Blitz wär' erlogen.

Joachim Ringelnatz 1883-1934

 

Wetterstimmung mit verdunkelter Sonne

DAS THAO DER PHYSIK

Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie

Fritjof Capra

Vorwort zur Erstausgabe

Vor fünf Jahren hatte ich ein wunderbares Erlebnis, worauf ich den Weg einschlug, der zum Schreiben dieses Buches führte. Eines Nachmittags im Spätsommer sass ich am Meer und sah, wie die Wellen anrollten, und fühlte den Rhythmus meines Atems, als ich mir plötzlich meiner Umgebung als Teil eines gigantischen kosmischen Tanzes bewusst wurde. Als Physiker wusste ich, dass der Sand und die Felsen, das Wasser und die Luft um mich her sich aus vibrierenden Molekülen und Atomen zusammensetzen. Diese wiederum bestehen aus Teilchen, die durch Erzeugung anderer Teilchen miteinander reagieren. Ich wusste auch, dass unsere Atmosphäre ständig durch Ströme kosmischer Strahlen bombardiert wird, Teilchen von hoher Energie, die beim Durchdringen der Luft vielfache Zusammenstösse erleiden. All dies war mir von meiner Forschungstätigkeit in Hochenergie-Physik vertraut, aber bis zu diesem Augenblick beschränkte sich meine Erfahrung auf graphische Darstellungen, Diagramme und mathematische Theorien. Als ich an diesem Strand sass, gewannen meine früheren Experimente Leben. Ich "sah" die Atome der Elemente und die meines Körpers als Teil dieses kosmischen Energie-Tanzes; ich fühlte seinen Rhythmus und "hörte" seinen Klang, und in diesem Augenblick wusste ich, dass dies der Tanz Shivas war, des Gottes der Tänzer, den die Hindus verehren.

London / Dezember 1974

 

Regenbogen über dem Rophaien

Rezitation bei Regenwetter

Der Regen regnet sich nicht satt.
Es regnet hoffnungslosen Zwirn.
Wer jetzt 'ne dünne Schädeldecke hat,
Dem regnet's ins Gehirn.

Im Rachen juckt's. Im Rücken zerrt's.
Es blöken die Bakterienherden.
Der Regen reicht allmählich bis ans Herz.
Was soll bloss daraus werden?

Der Regen bohrt sich durch die Haut.
Und dieser Trübsinn, der uns beugt,
Wird, wie so manches, subkutan erzeugt.
Wir sind porös gebaut.

Seit Wochen rollen Wolkenfässer
Von Horizont zu Horizont.
Der Neubau drüben mit der braunen Front
Wird von dem Regen täglich blässer. Nun ist er blond.

Die Sonne wurde eingemottet.
Es ist, als lebte sie nicht mehr.
Ach, die Alleen, durch die man traurig trottet,
Sind kalt und leer.

Man kriecht ins Bett. Das ist gescheiter
Als dass man klein im Regen steht.
Das geht auf keinen Fall so weiter,
Wenn das so weiter geht.

Erich Kästner

 

Wegspur eines Insektes auf Blatt

Als mein Knie einknickte setzte ich mich eine Zeitlang nieder

Vögel kamen und umflogen mich, der Wind spielte Laubmusik, schwarze Käfer eilten vorbei auf ihren geheimen Wegen.

Langsam, ganz langsam, schob ein Pilz ein vermodertes Blatt in die Höhe.

Eine kleine blaue Blüte schaute auf einen roten Salamander hinab.

Die Sonne ging vorüber, sie war nicht in Eile.

Eine Rebe rankte sich um einen Baum und blickte mich an,

und eine Bachmücke, die auf und ab tanzte, berührte mein Gesicht.

Als mein Knie nicht mehr weh tat gab ich vor, es wäre verletzt und blieb noch eine Weile...

Indische Weisheit (aus dem Pfarrblatt Juli/August 09

 

Föhnstimmung über dem Urnersee

 

Gib jedem Tag die Chance,

der schönste deines Lebens zu werden.

Mark Twain

 

Ruhe

 

Gehe nicht, wohin der Weg führen mag,

sondern dorthin, wo kein Weg ist,

und hinterlasse eine Spur.

Jean Paul

 

Fronalpstock im Abendrot

 

Der Tag geht zu Ende:

Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat.

Ein paar davon behalte,

die anderen wirf weg!

Calvin O. John, Indianer

 

Pastell

 

Alt werden ist wie auf einen Berg steigen.

Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht,

aber um so weiter sieht man.

Ingmar Bergman

 

Bauen

 

Du musst geben, bevor du nimmst

und bauen, bevor du wohnst.

Antoine de Saint-Exupéry

 

Föhnwellen

 

Wenn der Ozean

die Wellen toleriert,

dann nur,

um die Kraft

in der Ruhe zu zeigen.

Werner K. Hetkamp

 

Vertrauen muss man haben

 

Die Natur ist die beste Apotheke.

Sebastian Kneipp

 

Gefächertes Licht

 

Die Einfachheit

ist der Schlüssel zum Augenblick.

Sie verschafft dir Zugang

zu den wunderbarsten Reichtümern.

Drukpa Rinpoche

 

Neugierig

 

Verhalte dich bei allem, was dir widerfährt,

wie der klarsichtige Krieger, der gegen ein Hindernis kämpft,

und wie das staunende Kind, das die Welt entdeckt.

Drukpa Rinpoche

 

Sommerlicht

 

Die Wahrheit

ist ein Meer von Grashalmen,

das sich im Winde wiegt,

sie will als Bewegung gefühlt,

als Atem eingesogen sein.

Elias Canetti

 

Sommerfrische

Sommerfrische von Joachim Ringelnatz

Aus: Gedichte - Gedichte, Im Bertelmann Lesering

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiss,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt,
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir bekommt.

Und lass deine Melodien lenken
Von dem freigegebenen Wolkengezupf.
Vergiss dich. Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

 

Windig

 

Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich,

und es ist ihr gleichgültig,

ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns

dem Menschen verständlich sind oder nicht.

Galileo Galilei

 

Zauber der Natur

 

Ein bisschen Liebe

von Mensch zu Mensch

ist besser

als alle Liebe zur Menschheit.

Richard Dehmel

 

Gemeinsam

 

Worte verbinden nur,

wo unsere Wellenlängen

längst übereinstimmen.

Max Frisch

 

Morgenlicht

 

Wenn man die Natur wahrhaft liebt,

so findet man es überall schön.

Vincent van Gogh

 

Aufgewühlt

 

Die Normalität ist eine gepflasterte Strasse;

man kann gut darauf gehen

doch es wachsen keine Blumen auf ihr.

Vincent van Gogh

 

Sturm zieht auf

 

Alles, was gegen die Natur ist,

hat auf die Dauer keinen Bestand.

Charles Darwin

 

Augenzwinkern

 

Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter.

Der Mensch beherrscht die Natur,

bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.

Albert Schweitzer

 

Sonnenstrahlen am Morgen

 

Beeile dich nicht, mich kennenzulernen,

denn es gibt nichts an mir,

das sich fassen liesse.

Ich bin Raum und Zeit oder Werden.

Antoine de Saint-Exupéry

 

Wetterfront

 

Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupéry

 

Wellen

 

Grosse Leidenschaften sind wie Naturkräfte.

Ob sie nutzen oder schaden,

hängt nur von der Richtung ab,

die sie nehmen.

Ludwig Börne

 

Winter in der Bauenbucht

 

Sommer ist die Zeit,

in der es zu heiss ist,

um das zu tun,

wozu es im Winter zu kalt war.

Marc Twain

 

Eisig

 

Wie lange leben wir auf Erden?

Nicht für immer, nur eine kleine Spanne.

Jade zerbricht, Gold wird zerdrückt, Quetzalfedern knicken.

Nichts dauert auf Erden, alles lebt nur einen Hauch lang.

Unsere Zeit ist gliehen,

Im Nu müssen wir sie hinter uns lassen.

Azteken

 

Spiegelglatt

 

Wer sich nicht mehr wundern

und in Ehrfurcht verlieren kann.

ist seelisch bereits tot.

Albert Einstein

 

Strömungen

 

Das Staunen ist

eine Sehnsucht nach Wissen.

Matthias Claudius

 

Niederbauen und Oberbauen

 

Der beste Arzt ist die Natur.

denn sie heilt nicht nur viele Leiden,

sondern spricht auch nie schlecht

von einem Kollegen.

Ernst Ferdinand Sauerbruch

 

Frühling

 

Wenn du am Morgen aufstehst,

dann sage Dank für das Morgenlicht,

für dein Leben und die Kraft, die du besitzt.

Sage Dank für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein.

Wenn du keinen Grund siehst, Dank zu sagen,

liegt der Fehler bei dir.

Tecumseh, Indianer

 

Oh je!

 

Schätze den Humor nicht gering.

Er erfrischt und verhindert das Ausdörren des Körpers und des Herzens.

Ohne Humor trägt das Glück keine Früchte.

Es ist dann wie ein Baum ohne Vögel,

der dem Winter entgegensieht.

Drukpa Rinpoche

 

Kraft und Ausdauer

 

Die Natur

gibt einem Menschen die Fähigkeit,

man muss sie nur

in Wirkung bringen

François La Rochefoucault

 

Wolkenbilder

 

Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.

Wenn sie verschwunden sind,

wirst du weiter existieren,

aber aufgehört haben, zu leben.

Marc Twain

 

Morgengymnastik

 

Wenn man beginnt,

seinem Passfoto ähnlich zu sehen,

sollte man in den Urlaub fahren.

Epfraim Kishon

 

Vergängliche Bilder

 

Weisheit ist keine Frage des Alters,

sondern des Weges,

der weiss wohin,

weil er das Woher bedenkt.

Werner K. Hetkamp

 

Momente festhalten

 

Während der Dauer eines Traums

sind Entfernungen aufgehoben, ausgeschaltet,

und die Zeit ist eine andere.

Du dringst in ein anderes Universum ein.

Drukpa Rinpoche

 

Entenfamilie unterwegs

 

Enten legen ihre Eier in Stille.

Hühner gackern dabei wie verrückt.

Was ist die Folge?

Alle Welt isst Hühnereier.

Henry Ford

 

Kraft und Ruhe

 

Wer seinen Platz gefunden hat,

der ähnelt einem Baum.

Er schlägt Wurzeln

und streift nicht mehr umher.

Drukpa Rinpoche

 

Uristier

 

Ein jedes Volk hat das Recht,

sich selbst zu regieren.

Karl May

 

Bauen vom Schiff aus

 

Wenn wir Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien schützen,

wissen wir, dass wir damit uns selbst schützen.

Wir fühlen uns in dauerndem, liebevollem Kontakt

mit allen Lebensformen auf der Erde.

Thich Nhat Hanh

 

Glockenspiel und Bauen

Unsanftes Selbstgespräch

Merk dir, du Schaf,

weil es immer gilt:

Der Fotograf

ist nie auf dem Bild.

Erich Kästner

 

Glockenspiel oberhalb der Tellsplatte

 

Du kannst jedes Geräusch, jeden Klang als Erinnerung benutzen,

um innezuhalten, ein- und auszuatmen

und den gegenwärtigen Moment zu geniessen.

Thich Nhat Hanh

 

Allein

 

Allein sein zu müssen ist das schwerste,

allein sein zu können das schönste.

Hans Krailsheimer

 

Stille

 

Der Weg zu allem Grossen

geht durch die Stille.

Friedrich Nietzsche

 

Nebeneinander

 

Frieden und Glück sind jeden Moment erreichbar.

Frieden ist jeder Schritt.

Wir werden Hand in Hand gehen.

Thich Nhat Hanh

 

Sisikon

 

Von Mord und Totschlag

Denkt ans fünfte Gebot:

Schlagt eure Zeit nicht tot!

Erich Kästner

 

Herbstpracht

 

Hermann Hesse

Baum im Herbst

Noch ringt verzweifelt mit den kalten
Oktobernächten um sein grünes Kleid
Mein Baum. Er liebt's, ihm ist es leid,
Er trug es fröhliche Monde lang,
Er möchte es gern behalten. Und wieder eine Nacht, und wieder
Ein rauher Tag. Der Baum wird matt
Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder
Gelöst dem fremden Willen hin,
Bis der ihn ganz bezwungen hat. Nun aber lacht er golden rot
Und ruht im Blauen tief beglückt.
Da er sich müd dem Sterben bot,
hat ihn der Herbst, der milde Herbst
Zu neuer Herrlichkeit geschmückt.

 

Durch die Blume

Versuche nicht zu kämpfen, zu verstehen, zu analysieren!

Vergiss dich in der Freude

wie ein Kind.

Drukpa Rinpoche

 

Spiegelbild

 

Wie das Kind

ist auch der Weise jemand,

der über alles staunen kann.

Drukpa Rinpoche

 

St. Idda

 

Belästige niemanden seiner Religion wegen

achte die Ansichten anderer

und verlange von ihnen,

dass sie auch die deine achten.

Tecumseh, Indianer

 

Im Himmel lesen

 

Wenn man aufmerksam genug ist

kann man seine Lehren (die des Buddha)

aus der Stimme eines Kieselsteins,

eines Blattes oder einer Wolke am Himmel

vernehmen.

Thich Nhat Hanh

 

Täuschung

 

Warum sind die Vorstellungen die Quelle der Irrtümer,

die korrigiert werden müssen?

Weil die Vorstellung nicht die Wirklichkeit ist.

Schlüssel zum Zen

 

Morgentoilette

 

Ein bescheidenes Ich zu werden

ist mehr wert,

als ein grosser Jemand.

Charles Tschopp

 

Dampfschiff Uri

 

Leben geschieht nur im gegenwärtigen Augenblick.

Drukpa Rinpoche

 

Sisikon

 

Im Ruhen

kann man sich von den Dingen loslösen.

Es ist,

als triebest du an einem schönen Sommertag

auf der Mitte eines Sees.

Drukpa Rinpoche

 

Segelregatta

Prima Wetter

Wo sind die Tage, die so traurig waren
und deren Traurigkeit uns so bezwang?
Die Sonne scheint. Das Jahr ist sich im klaren.
Es ist, um schreiend aus der Haut zu fahren
und als Ballon den blauen Himmel lang!

Die grünen Bäume sind ganz frisch gewaschen,
der Himmel ist aus riesenblauem Taft.
Die Sonnenstrahlen spielen kichernd Haschen.
Man sitzt und lächelt, zieht das Glück auf Flaschen
Und lebt mit sich in bester Nachbarschaft.

Man könnte, denkt man, wenn man wollte, fliegen.
Vom Stuhle fort. Mit Kuchen und Kaffee.
Auf weissen Wolken wie auf Sofas liegen
und sich gelegentlich vornüber biegen
und denken: "Also das dort ist die Spree."

Man könnte sich mit Blumen unterhalten
und Wiesen streicheln wie sein Fräulein Braut.
Man könnte sich in tausend Teile spalten
und vor Begeisterung die Hände falten.
Sie sind nur gar nicht mehr dafür gebaut.

Man zieht sich voller Zweifel an den Haaren.
Die Sonne scheint, als hätt es wieder Sinn.
Wo sind die Tage, die so traurig waren?
Es ist, um förmlich aus der Haut zu fahren.
Die grosse Schwierigkeit ist nur: Wohin?

Erich Kästner

 

Buntes Treiben

 

Wir im Westen sind recht zielorientiert.

Wir wissen, wohin wir gehen wollen,

und sind sehr darauf aus, dorthin zu gelangen.

Das mag nützlich sein,

doch unterwegs vergessen wir oft genug,

dass es auch Spass machen könnte.

Thich Nhat Hanh

 

Waldzauber

 

Einen Baum zu berühren

schenkt uns selbst wie auch dem Baum grosse Freude.

Bäume sind schön, belebend und fest.

Wann immer du einen Baum umarmen möchtest

wird er sich nicht widersetzen.

Du kannst dich auf Bäume verlassen.

Thich Nhat Hanh

 

Sicht auf Naturschutzgebiet Reuss-Delta

 

Die Natur zu schützen bedeutet gleichzeitig, die Menschheit zu schützen.

Um das Leben zu schützen, müssen wir die Umwelt und die ganze Erde

Luft, Berge, Wälder, Gewässer, Flüsse, Seen, Ozeane

schützen.

Thich Nhat Hanh

 

Huuup! Hup!

 

Begrüssung

 

Befreie dich von der Vergangenheit und der Zukunft,

aber richte deine Aufmerksamkeit auf den Augenblick, der vergeht.

Nur er ist wirklich.

Alles andere sind Wahngebilde.

Drukpa Rinpoche

 

Apfelbaum

 

Damentoast im Obstgarten

Casanova sprach lächelnd zu seinen Gästen:

"Mit den Frauen ist es,

ich hoffe, ihr wisst es,

wie mit den Äpfeln rings an den Ästen.

Die schönsten schmecken nicht mmer am besten."

Erich Kästner

 

Sommerbetrieb in Bauen

 

Die Freiheit des Menschen

liegt nicht darin,

dass er tun kann, was er will,

sondern dass er nicht tun muss,

was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau

 

Strahlen

 

Es wird immer dringlicher,

dass wir das geistige und spirituelle Leben

als die eigentliche stabile Grundlage

für das Erlangen von wahrhaftem Glück

und Frieden anerkennen

Dalai Lama

 

Wasserfarben

 

Wenn wir sehen wollen

müssen wir die Dinge ganau anschauen.

Ein Schwimmer, der das klare Wasser des Flusses geniesst

sollte auch fähig sein, der Fluss zu sein.

Thich Nhat Hanh

 

Heutransport in Bauen

 

Jetzt sind die guten alten Zeiten,

nach denen wir uns in zehn Jahren

zurücksehnen werden.

Peter Ustinov

 

Jachthafen am Vierwaltstättersee

 

Selbstvertrauen

ist die Quelle

des Vertrauens zu anderen

François La Rochefoucault

 

Fahrt in den Sonnenuntergang

 

In dem Augenblick, wo die Sonne untergeht,

entzündet sich das Leben im Inneren.

Masse dir kein Urteil darüber an,

wer glücklich oder unglücklich,

leuchtend oder dunkel ist.

Du musst diese absurden Unterscheidungen

zum Schweigen bringen

und zur Einheit des Herzens zurückfinden,

der freudigen Fülle.

Entzünde in dir eine Sonne, die niemals verlöscht.

Drukpa Rinpoche

 

Schiffskonvoi am 1.August

 

Schau dir das gewaltige Licht an, das wir Sonne nennen!

Würde es nicht mehr leuchten

wäre der Strom unseres Lebens ebenfalls an ein Ende gekommen.

Die Sonne ist also unser zweites Herz,

ein Herz ausserhalb unseres Körpers.

Thich Nhat Hanh

 

Versteckpspiel

Thich Nhat Hanh

Non fare della tua mente un campo di battaglia, non dichiarare guerra. Tutto ciò che provi (gioia, dolore, ira, odio) è parte di tè. L'opposizione tra buono e cattivo è spesso raffigurata con la lotta tra luce e tenebre, ma se guardiamo in modo diverso, vedremo che, anche quando la luce splende le tenebre, non scompaiono. Invece di venire cacciate, si fondono con la luce. Diventano luce.

 

Dampfschiff Schiller und Begleitung

 

Die Welt ist ein Buch.

Wer nie reist,

sieht nur eine Seite davon.

Augustinus Aurelius

 

Urnersee-Fjord

 

Ich bin das Land.

Meine Augen sind der Himmel.

Meine Glieder sind die Bäume.

Ich bin der Fels, die Wassertiefe.

Ich bin nicht hier, um die Natur zu beherrschen oder sie zu nutzen.

Ich bin selbst Natur.

Hopi Indianer

 

Alte Axenstrasse

 

Alte Axenstrasse mit Uristier

 

Axenstrasse mit Flüelen

 

Lang oder kurz,

das Leben ist

was du daraus machst:

zwei erfüllte Tage bedeuten mehr

als vierzig leere Jahre.

Vicki Baum

 

Weg der Schweiz Axenstrasse

 

Axenstrasse

 

Dreifach kommt die Zeit:

Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,

pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,

ewig still steht die Vergangenheit.

Friedrich Schiller

 

Bei der Tellskapelle

 

Glück entsteht oft

durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,

Unglück oft

durch Vernachlässigung kleiner Dinge.

Wilhelm Busch

 

Augenblatt

 

Das unendliche Kleine

ist das Grösste

was besteht.

Jan Vercammen

 

Efeu

 

Die wahre Lebenskunst

besteht darin

im Alltäglichen

das Wunderbare zu sehen.

Pearl S. Buck

 

Mit Dampf unterwegs

 

Für ein Schiff, das seinen Hafen nicht kenn, ist jeder Wind richtig. Von Unbakannt

 

Herbststimmung im Sommer

 

Eingefangener Moment

 

Leben geschieht nur im gegenwärtigen Augenblick.

Thich Nhat Hanh

 

Wasserzeichen

 

Wenn man nur Wellen sieht

entgeht einem vielleicht das Wasser.

Wenn man aber achtsam ist

wird man auch das Wasser in den Wellen berühren können.

Wenn man gelernt hat, das Wasser zu berühren,

ist das Kommen und Gehen der Wellen nicht mehr wichtig.

Man interessiert sich nicht mehr für Geburt und Tod der Welle.

Man ängstigt sich nicht mehr.

Man beunruhigt sich nicht mehr wegen des Anfangs oder des Endes der Welle,

oder weil eine Welle höher oder tiefer, schön oder weniger schön ist.

man kann sich von diesen Gedanken lösen,

weil man bereits das Wasser berührt hat.

Thich Nhat Hanh

 

Flüelen by night Foto von M. Scherer

 

Der einzige Reichtum des Lebens

liegt in dem Vermögen,

die Sprache der Stille zu verstehen.

Werner K. Hetkamp


 

sunset Lake Lucerne

 

Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert

Abendlied

Warum, ach sag, warum
geht nun die Sonne fort?
Schlaf ein, mein Kind, und träume sacht,
das kommt wohl von der dunklen Nacht,
da geht die Sonne fort.

Warum, ach sag, warum
wird unsere Stadt so still?
Schlaf ein, mein Kind, und träume sacht,
das kommt wohl von der dunklen Nacht,
weil sie dann schlafen will.

Warum, ach sag, warum
brennt die Laterne so?
Schlaf ein, mein Kind, und träume sacht,
das kommt wohl von der dunklen Nacht,
da brennt sie lichterloh!

Warum, ach sag, warum
gehn manche Hand in Hand?
Schlaf ein, mein Kind, und träume sacht,
das kommt wohl von der dunklen Nacht,
da geht man Hand in Hand.

Warum, ach sag, warum
ist unser Herz so klein?
Schlaf ein, mein Kind, und träume sacht,
das kommt wohl von der dunklen Nacht,
da sind wir ganz allein.

 

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